Dem eigenen Kind vorzuhalten, man hätte sich seinetwegen aufgeopfert, finde ich auch höchst bedenklich.
Meine Eltern haben sicherlich auch auf vieles den Kindern zuliebe verzichtet und immer sehr viel Rücksicht auf unsere Belange und Befindlichkeiten genommen. Bis zu einem gewissen Grad natürlich. Grenzen zu setzen halte ich für wichtig.
Im Falle der TE würde ich ihr raten, die Ängste ihrer Tochter sehr ernst zu nehmen und zu hinterfragen. Natürlich soll sie nicht auf ihr eigenes Lebensglück verzichten, aber mit sehr viel Fingerspitzengefühl an die Sache herangehen. Auf keinen Fall so eine Hauruck-Aktion.
Eine Frage hätte ich noch an die TE:
Auch wenn die Arbeitsmarktsituation an deinem Wohnort für deinen Freund nicht so rosig ist, bemüht er sich trotzdem, in deiner Gegend vielleicht doch eine Stelle zu finden? Nur weil es nicht Jobs wie Sand am Meer dort gibt, heißt das ja nicht, dass es gar keine Jobs gibt. Oder steht das überhaupt nicht zur Debatte? oder das er pendelt? sich ein kleines Zimmer am Arbeitsort nimmt und am Wochenende dann bei euch wohnt?
Für ihn steht ja nicht so viel auf dem Spiel wie für euch beide.
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29.04.2014, 19:18Inaktiver User
AW: Mein Kind will nicht umziehen
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29.04.2014, 22:02
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29.04.2014, 22:56
AW: Mein Kind will nicht umziehen
Wieso nicht?
Auf der einen Seite soll die Mutter samt Tochter nicht umziehen, der Mann aber schon. Er gibt neben seiner Arbeitsstelle auch seine Wohnung und seinen Freundes- und Bekanntenkreis auf. Wahrscheinlich wird seine Entfernung zur Familie riesengroß. Ihm kann es auch passieren, dass er irgendwann ohne Beziehung in einer für ihn fremden Umgebung ist.
Ich sehe keinen Unterschied zwischen Frau und Mann.
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30.04.2014, 08:19
AW: Mein Kind will nicht umziehen
Genau.Mich würde mal interessieren, ob alle Schreiberinnen, die sich so sehr an dem Wort "aufgeopfert" stören, selbst auch Mütter sind.
Ich glaube nämlich, dass ein Stück weit "Aufopferung" zum Muttersein dazu gehört. Ich hätte vermutlich ein anderes Wort gewählt, aber die Sache an sich stimmt meiner Meinung nach. Wie oft man die eigenen Interessen hinter denen des Kindes zurückstellt, kann man nicht mehr zählen. Gerade wenn man mit Kind/ern allein lebt.
Und: da dieser Einwand ja auch schon kam: frau weiß zum Glück nicht alles vorher, was mit dem Muttersein auf sie zukommt. Wenn das Kind da ist, musst du auch alles andere in Kauf nehmen.
Insofern kann ich die Gedanken gut nachvollziehen. Ich kann auch gut nachvollziehen, dass man, wenn man denn schon mal einen guten Mann gefunden hat - was als alleinerziehende Mutter extrem schwierig ist - auch dranbleiben will.
Und niemand kennt die finanziellen Rücklagen, die vorhanden sind.
Der Ausdruck "aufopfern" ist vielleicht falsch gewählt. Aber man macht und tut alles für sein Kind, das auch gern. Aber ich finde, dann kann man von seinem Kind auch mal verlangen, dass es bei Dingen mitzieht, die ihm nicht passen. Die Belange von Eltern immer hinten an zu stellen, finde ich nicht richtig.
Ich denke auch nicht, dass ein Kind nun einen seelischen Knacks bekommt, nur weil Mutter mal von "Aufopferung" spricht. Was heutzutage für ein Hype gemacht wird, ist schon kurios.
Ich habe mein Kind auch von vorn bis hinten verwöhnt, aber so ein Theater habe ich nicht veranstaltet.
Die TE hat vielleicht jahrelang ihre Tochter an erste Stelle gestellt, vielleicht hat die Tochter stets ihren Willen bekommen. Jetzt halt mal nicht. Da mosert sie nun verständlicherweise. Aber das würde mich persönlich nicht vom Umzug abhalten.
Und auch an der Ostsee herrschen soziale Verhältnisse, wie im Rest von Deutschland. Sprich, wenn die TE arbeitslos wird, bekommt sie Sozialleistungen. Es muss also keiner verhungern....
Es wurde hier auch schon geschrieben, dass - wäre es um Umzug wegen einem Job gegangen, keiner was dagegen gehabt hätte, weil notwendig. Dazu muss ich aber mal fragen: Ist ein Job denn ein "wichtigerer" Grund als persönliches Glück? Für die einen ja, für die anderen nein. Je nach Priorität.Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
Ist es wichtig?
Ist es wahr?
Und ist es besser, als die Stille?

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30.04.2014, 08:24Inaktiver User
AW: Mein Kind will nicht umziehen
Naja, wenn er umzieht und die Beziehung hält auf Dauer nicht, kann er einfacher wieder die Segel streichen und zurückziehen.
Wenn die TE, die zudem unterhaltspflichtig gegenüber ihrer Tochter ist, ihre Tochter aus der Schule und ihrem gewohnten Umfeld rausreißt, die Tochter sich dann mühsam am neuen Wohnort einlebt und dann die Beziehung in die Brüche ginge, müsste sie wieder aus ihrer neuen Schule und aus neuen Freundschaften rausgerissen werden.
An sich finde ich es auch gar nicht verkehrt, dass die TE mitsamt Töchterchen in die Nähe des neuen LG zieht, aber eben nicht so holterdihopp, sondern wohlbedacht und gut überlegt. Nichtsdestotrotz denke ich, dass ein Erwachsener sich leichter tut, Freundschaften nur am Wochenende zu pflegen oder zu pendeln. Würde der LG sich vor Ort ein kleines Zimmer nehmen und ansonsten bei der TE wohnen, könnte er doch ohne Probleme unter der Woche Freundschaften pflegen, seine Familie treffen und seinen Job behalten. Sollten sie nach einem Jahr bspw. merken, dass es so nicht klappt, könnte die TE immer noch über einen Umzug samt Kind nachdenken. Und wenn die Beziehung nicht halten sollte, ist es für beide leichter.
War ja nur so ne Idee.
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30.04.2014, 08:25Inaktiver User
AW: Mein Kind will nicht umziehen
Ich stelle mir halt vor, was passiert, wenn das da mit dem Freund nicht funzt. Bleibt die TE dann da und baut sich ein neues Leben allein mit ihrer Tochter auf? Oder geht es dann zurück? Oder kommt der nächste Mann, und dem wird nach Bayern hinterher gezogen?
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30.04.2014, 08:55
AW: Mein Kind will nicht umziehen
Sicherlich ist es einfacher, wenn nur ein kleiner Haushalt umzieht und nur ein Mensch sich verändert.
Das muss aber nicht immer der Mann sein. Wenn es Nicoletta so gut im Norden gefällt, dann soll sie sich verändern - ruhig mit Tochter. Mit zwei Wohnungen besteht auch nicht die Gefahr, dass sie sich in große Abhängigkeit begibt.
Das Wichtigste ist neben einer festen Arbeitsstelle eine Wohnung. Das wären für mich die Voraussetzungen, den Umzug zu planen.
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30.04.2014, 09:04Inaktiver User
AW: Mein Kind will nicht umziehen
Menschen, die sich wirklich aufopfern, sprechen nicht "mal" davon, sondern leben das. Und das bekommt das Kind natürlich mit. Und nicht selten auch vorgehalten.
Ich glaube, wir sprechen von völlig verschiedenen Situationen. Du sprichst anscheinend von einem "normalen" Mutter-Kind-Verhältnis, wir sprechen aber von einer (für beide Beteiligten) ungesunden Opfer-"Täter"-Beziehung, in die sich manche Mütter selber manövrieren.
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30.04.2014, 09:08
AW: Mein Kind will nicht umziehen
Ui ui ui, na du traust dich was
Und das hier in der Bri, du weißt jetzt schon, was für Kommentare jetzt kommen? 
Spaß beiseite, ohne "Not" würde ich, ohne einen neuen Arbeitsplatz in der Tasche zu haben, nicht umziehen. Auch ohne Kind nicht. Das wäre mir viel zu unsicher.
Und Liebe - naja, ich bin vielleicht zu unromantisch, aber nach einem halben Jahr wäre ich noch sehr sehr vorsichtig, vor allem,weil noch überhaupt kein Alltag gelebt wurde. Gerade deswegen müssten - nur für mich - erst mal die ganzen Voraussetzungen wie Arbeit, Wohnung geschaffen sein, dann kann man erst mal probieren, ob es überhaupt passt.
Mit Kind kann man halt nicht so einfach umziehen, wie man es will. Da hängt zuviel mit dran.Alles Liebe, Nellie
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WEDER HARTZER NOCH ARBEITSLOS. Trotzdem prügel ich nicht auf diese ein
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30.04.2014, 09:09


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