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  1. User Info Menu

    Interesse des Vaters an seinen Kindern?

    Hallo,

    ich bin nun seit 1,5 Jahren geschieden und lebe mit meinen beiden jugendlichen Kindern (15 und 17) seit fast 4 Jahren allein. Ich muss leider feststellen, dass der Kontakt zum Vater immer "wackliger" wird und zwar gar nicht so aus dem Grund, dass die Kinder "ihr Ding" machen wollen, sondern offensichtlich er.

    Wir haben das gemeinsame Sorgerecht, aber de facto haben wir beide grad überhaupt keinen Kontakt mehr zueinander. Er fragt mich nicht, wenn ich ihm Informationen zukommen lasse, habe ich den Eindruck, er sagt "aha" und denkt sich, die macht das schon. (So ist es ja auch...)
    Ab und zu taucht er für mich unvermittelt auf Elternabenden auf, spricht dann aber auch nicht mit mir und im Grunde ist es dann ja auch verpufft, weil Entscheidungen irgendwelcher Art dann doch von mir getroffen werden.Er beteiligt sich auch finanziell nur in dem Rahmen, "den er muss" (Düsseld.Tabelle)
    Investitionen außer der Reihe, z. B. Klassenfahrten, zahle ich komplett allein.
    Eine Zeitlang habe ich immer wieder versucht, ihn einzubinden, per Mail, Telefon, persönlich. Keine großen Erfolge.
    Nun äußern sich auch die Kinder so, dass sie den Eindruck haben, er würde ihnen nur mit halbem Interesse zuhören.

    Mich macht das sehr traurig.
    Bin ich nun irgendwie in der Position, ihn darauf anzusprechen? Er müsste das doch selber wissen und auch in die Hand nehmen. (Am Intellekt fehlt es nicht.)
    Warum macht ein Vater so was?
    Wie geht es Euch anderen damit?

    Viele Grüße
    Capbreton

  2. gesperrt

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    AW: Interesse des Vaters an seinen Kindern?

    Mein Kindsvater hat nur den Unterhalt gezahlt, den das Jugendamt ihm ausgerechnet hat. Zweimal hat er versucht, weniger zahlen zu müssen, was ich rückgängig gemacht habe.
    Geschenke? Die waren mit dem Unterhalt abgegolten. Stimmt. Trotzdem hätte sich mein Kind über etwas Persönliches gefreut.
    Mit Hängen und Würgen hat er die Fahrten bezahlt. Kind ist nämlich ab dem zwölften Lebensjahr Bahn gefahren. Resttransport ging immer über die Großeltern. Ein Segen, dass mein Kind die hatte.
    Beteiligung an Extras? Nichts.
    Vor zwei Jahren hat der Kindsvater dem Kind nicht einmal zum Geburtstag gratuliert. Die letzten fünf Jahre kam wenigstens ne SMS.
    Aber - ich hatte das alleinige Sorgerecht. Das hat ihm schon gestunken.

    Wie ich damit umgegangen bin?
    Habe getobt, geheult, geweint und irgendwann akzeptiert, dass der Kindsvater mit seinem Verhalten mich treffen will. Seitdem bin ich gelassen. KV setzt nämlich sein erstgeborenes Kind bewusst zurück und wird das irgendwann zu spüren bekommen.
    Vom Kind lautet die offizielle Bezeichnung "Samenspender" für den KV.

    Mein Rat:
    Wenn dein EX so ein lausiger Vater ist, dann müssen die Kinder keinen Umgang haben. Aber sorge dafür, dass er regelmäßig den Unterhalt und die Extras zahlt.
    Und mach dir keine Gedanken mehr über den Mann. Er ist das nicht wert.
    Warum Männer das machen? Sie haben kein Interesse an ihren Kindern.
    Lass ihn. Wenn dein Ex nicht will, dann muss er nicht müssen. Er verpasst etwas, nicht du.
    Geändert von chryseis (27.01.2014 um 21:38 Uhr) Grund: Erweiterung

  3. Inaktiver User

    AW: Interesse des Vaters an seinen Kindern?

    Hallo Capbreton,

    ich finde das auch traurig für die Kinder. Sind die Kinder denn immer bei dir, schlafen sie nie beim Vater?

    Ich glaube, daran kannst du nichts ändern. Zum Glück sind deine Kinder auch schon so groß, dass sie selbst den Kontakt zum Vater suchen können, wenn gewünscht. Ich finde, deine Kinder sollten das, was sie dir da gesagt haben, an ihren Vater richten. Es ist doch an seine Adresse gerichtet und sein Problem, mit dem er sich auseinandersetzen muss, nicht, dass du dir seinen Kopf auch noch zerbrechen musst. Ich glaube, ich würde vll. nur mit den Kindern drüber reden und das anregen, dass sie ihr Gefühl bei ihm ansprechen sollen.

    Er ist ja erwachsen und es ist seine Aufgabe, seine Beziehung zu den Kindern zu gestalten. Wenn ers nicht hinkriegt, dann wird er auch die Folgen tragen müssen. Und du kannst nicht alles richten für die Kinder, manche Dinge entziehen sich halt deinem Einfluss. Was du machen kannst, machst du doch seit Jahren und das ist schwer genug alleine. Wirklich, zerbrich dir nicht seinen Kopf.

    VG
    Juliette

  4. Inaktiver User

    AW: Interesse des Vaters an seinen Kindern?

    Deine Kinder sind 15 und 17-- wieso sprechen sie nicht über ihre Vorstellungen und Wünsche mit ihrem Vater??

    Es liest sich so als ob es mal anders war......also kann man genau da ansetzen.

    Warum jemand so ist- wird-- ist ganz individuell und wenn Du eine wirkliche wahre Antwort willst, musst Du nicht hier fragen sondern Deinen Exmann.
    Frag Dich mal seit wann genau das losgegangen ist- was hat sich verändert?? die Kinder im Verhalten, der Job des EX, neue Umstände im LEben des Ex......es gibt zig Möglichkeiten.
    Es gibt sicher einen Grund, der die Veränderung erklärt......und erst mit ihr wird es Dir leichter fallen das anzunehmen....oder es kann bestenfalls geändert werden.
    Frage ihn selbst oder die Kidner sollen fragen....

    alles Gute
    kenzia

  5. User Info Menu

    AW: Interesse des Vaters an seinen Kindern?

    Naja, mit mir spricht er ja nicht... jedenfalls ganz sicher nicht über solche Sachen.

    Und klar, die Kinder äußern sich. Sie übernachten auch dort. Ich habe allerdings den Eindruck, dass sie sehr bemüht sind, ihn bei Laune zu halten.-> wem es nicht passt, der kann gehen...
    Das ist ja das, was ich absolut nicht nachvollziehen kann.

  6. User Info Menu

    AW: Interesse des Vaters an seinen Kindern?

    Du kannst ihn nicht einbinden. Er hat kein Interesse. Punkt.
    Bitter, oder?

    Ich interessiere mich für "Sachen", das ist mit eigenen Kindern natürlich nicht gleichzusetzen, nach vielen Jahren auch irgendwann nicht mehr. Wenn sich meine generellen Interessen verlagern, wenn ich zu weit weg bin, aus diversen Gründen.

    Nein, du kannst und brauchst nichts tun. Und die Kinder sind ja groß genug und anscheinend verständig genug, sich eine Meinung und ein Herangehen selbst zu entwickeln.

  7. Inaktiver User

    AW: Interesse des Vaters an seinen Kindern?

    Nun ja, er kommt ja zu Elternabenden, die Kinder schlafen bei ihm etc. Es gibt ja eine Bindung und alles Interesse kann man ihm ja auch nicht absprechen. Dass er mit dir als Ex nicht über sein Befinden spricht, musst du halt so akzeptieren. Euer Verhältnis ist halt sehr kühl; ich glaub, das belastet dich auch, oder? Sein Verhältnis zu den Kindern und umgedreht ist deren Sache, würde ich sagen. Sind ja alle so gut wie erwachsen.

  8. User Info Menu

    AW: Interesse des Vaters an seinen Kindern?

    Zitat Zitat von Capbreton Beitrag anzeigen
    Hallo,

    (...)
    Wir haben das gemeinsame Sorgerecht, aber de facto haben wir beide grad überhaupt keinen Kontakt mehr zueinander. Er fragt mich nicht, wenn ich ihm Informationen zukommen lasse, habe ich den Eindruck, er sagt "aha" und denkt sich, die macht das schon.
    Er beteiligt sich auch finanziell nur in dem Rahmen, "den er muss" (Düsseld.Tabelle)
    Investitionen außer der Reihe, z. B. Klassenfahrten, zahle ich komplett allein.
    Nun äußern sich auch die Kinder so, dass sie den Eindruck haben, er würde ihnen nur mit halbem Interesse zuhören.

    Mich macht das sehr traurig.
    Bin ich nun irgendwie in der Position, ihn darauf anzusprechen? Er müsste das doch selber wissen und auch in die Hand nehmen. (Am Intellekt fehlt es nicht.)
    Warum macht ein Vater so was?
    (...)
    Der KV muss sich nicht an den Kosten einer Klassenfahrt beteiligen,wenn er regelmäßig Unterhalt leistet.
    Ich weiß zwar nicht, in welchem OLG-Bezirk du wohnst, aber der u.a. zum Thema Klassenfahrten ergangene Beschluss

    OLG Hamm/6WF302/05

    ist schon richtungweisend.
    Leider ergibt sich aus deiner Formulierung, dass der KV nur zahlt, was "er muss" nicht, ob er mehr als den Mindestunterhalt zahlt.
    Die DT hat mehrere Einkommensstufen, in die der UH-Pflichtige eingruppiert wird.
    Wenn er also je Kind z.B. 110% des Mindestunterhalts leistet, ist er insgesamt schon mit fast 800,00€ dabei.
    Beim Lesen entsteht der Eindruck, du wünschst dir die "heile" Familie, die ihr ja mal gewesen seid, zurück.
    Es gibt keinen "Muster-Ehemann", ebenso wenig wie es einen "Muster-Vater" gibt.
    Sei doch froh, wenn es wenigstens um den Unterhalt keinen Streit gibt. Wenn du meinst, er zahle zu wenig, musst du tätig werden und eine Überprüfung einleiten.
    Ansonsten bewegt er sich im Rahmen des rechtlich Möglichen (aus Scheidungsurteil?). Warum sollte er dann mehr zahlen als den Betrag, zu dem er unter Wahrung seines eigenen Selbstbehaltes (!) tatsächlich verpflichtet ist??
    Du implizierst einen moralischen Aspekt, der im Unterhalt fehl am Platze ist. Oder willst du dich selbst am Unterhalt, der ausschließlich deinen Kindern zusteht, bereichern?
    Doch wohl eher nicht, also.

    Deine Kinder sind fast volljährig. Sie entscheiden als mündige Jugendliche selbst über die Beziehung zu ihrem Vater.
    Lass` doch die Zeit für dich arbeiten.
    Meine Kinder fahren z. B. begeistert mit ihrem Vater in den Urlaub. Da Fliegen nicht so meins ist, erleben sie mit ihm ferner gelegene Länder, die ihnen ansonsten vielleicht verschlossen geblieben wären.
    Verabschiede dich von der Helikopter-Mutter.
    Sei frei.
    Viele Grüße

    "Nichts schenkt mir mehr Frieden als mein schlafender Hund" (Nina Sandmann)

  9. Inaktiver User

    AW: Interesse des Vaters an seinen Kindern?

    Ich denke auch- sei doch froh für das, was Du hast!

    Ich kenne keinen Vater, der mehr zahlt als er unbedingt muss!
    Interesse ist auch immer zweischneidig, denn wer das tut will auch gerne mal mitreden, mit entscheiden und genau das möchte man ja nicht zwangsläufig
    Insofern sei doch froh, wenn er wenig wissen möchte........was wichtig ist, wird er eh erfahren und ansonsten hast Du ganz freie Hand.
    Das Gegenteil wäre ein Engagierter, der zu allem diskutieren will und eventuell noch ganz andere Vorstellungen......was meinst Du, was DAS Stress wäre!!

    Wenn sein Interesse nicht mehr so hoch ist.....dann ist das letztlich das Schicksal der Kinder und hat mit Dir auch nicht mehr soviel zu tun.
    Sie sind alt genug um ein Bild vom Vater schon lange in sich zu haben und genauso um Ablehnung oder Desinteresse als solches zu erkennen und das in dieses Vater-Bild einzuordnen.
    Frage ist ja auch-- macht das überhaupt irgendetwas mti den Kindern?? Wir Eltern sehen von außen oft sooviel......und die Kinder nehmen es ganz anders auf.

    Wie sie es sehen, wäre mein Hauptaugenmerk.

    kenzia

  10. User Info Menu

    AW: Interesse des Vaters an seinen Kindern?

    Ach, es stimmt schon, was Ihr da herausgelesen habt. Ich werde mich mal zurücknehmen und mich mit dem beschäftigen, was mich betrifft.
    Gut muss ich das alles ja nicht finden.
    Und insgesamt gesehen geht es uns gut, wir leiden keine Not.

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