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  1. Inaktiver User

    AW: Kontakt halten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Da kann es sein, dass jemand die Paarbeziehung verlässt, weil er sich ausleben will. Das heißt aber nicht, dass er auch seine Eltern-Kind-Beziehung aufgeben möchte und sollte ihm auch nicht so ausgelegt werden.
    Das ist ein ganz wichtiger Punkt!

    kenzia

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    AW: Kontakt halten

    Ich finde nicht, dass ich dem anderen Elternteil zu viel zumute, bei allem "Sich ausleben wollen", regelmäßige planbare Termine zu definieren, an denen er sich ausschließlich um die Kinder kümmert. Und zwar nicht in meiner Wohnung. Und nicht auf Abruf, sondern fest organisiert. Wenn er Hals über Kopf ohne eigene Wohnung das bisherige Umfeld verlässt, hat er wohl nicht zu Ende gedacht. Nach meiner Auffassung ist es sein Part zu überlegen, wo er die anteilige Kinderbetreuung ausüben möchte und wie er das auf die Reihe kriegt, das gemeinsame Sorgerecht auszuüben.

    Für die Kinder ist das Wegbrechen der bisherigen Familie ganz bitter. Klar sind die Anrufe eine Möglichkeit für ihn, sich in Erinnerung zu bringen. Im Vordergrund sollte aber doch stehen, dass die nunmehrige "Rest-Alltags-Familie" Routinen entwickelt. Und unbedingt gehört der Vater dazu. In welcher Form das stattfindet, müssen beide miteinander verhandeln, am besten so, dass es zur "Winwin" Situation für alle kommt.
    Hier hapert es aber doch schon an den grundlegenden Voraussetzungen.

    Leider ist es bei uns so, dass meine Kinder und ich immer wieder die Erfahrung machen mussten und müssen, dass im Zweifel der Lockruf des "Sich-Auslebens" die Verbindlichkeit im Vater-Sein übertönt. Ich lege sehr viel Wert auf den regelmäßigen Umgang, und wenn ich nicht immer wieder mit Nachdruck hinterher wäre, würde das vermutlich eher so mal so mal so verlaufen.
    Kann ja sein, dass es andere Verhaltensweisen gibt. Habe ich auch schon gehört. Das kann man sich ja nicht aussuchen.

  3. Inaktiver User

    AW: Kontakt halten

    Hallo,

    in dem Fall hier ist es aber der Vater, der selbst nach Kontaktmöglichkeiten sucht; man würde sich ja ein Eigentor schießen, würde man das in dieser Phase aus Gründen der persönlichen Verletztheit abbiegen wollen, dann ist es nämlich am Ende so, wie du es beschreibst und man rennt dem Vater hinterher.

    Leider ist es wahnsinnig schwer, am Anfang einer Trennung so eine klare Unterscheidung von Eltern- und Paarebene hinzukriegen, da vermischt sich alles, weil man selber emotional völlig verstrickt ist. Ich habe das als eine sehr belastende Zeit in Erinnerung, meinen Ex so oft sehen zu müssen, weil eben gemeinsame Kinder. Wir waren auch immer bemüht, die Kinder eben nicht nur in eisigem Schweigen zu übergeben, sondern in einigermaßen freundlicher Atmosphäre und in der heißen Phase war das schon teilweise eine Herausforderung. Heute denke ich mir, das war eigentlich blöld und für die Kinder letztlich eher verwirrend. Wenn man sich nicht so fühlt, dann ist das eben so und muss man den Kindern auch so zumuten, es geht ja eh einfach grad alles kaputt und dann soll man auch nicht mehr vorspielen, als da ist.

    In diesem Strang hat mich etwas irritiert, dass einige Beiträge ja in die Richtung gingen, das Telefonieren nicht zuzulassen. Das finde ich problematisch, weil hier die Kinder dann zum Machtmittel werden. Der Vater kann die Kinder anrufen, wann er will, da muss er auch nicht vorher die Mutter fragen, also ich käme jedenfalls nicht auf die Idee, meinen Ex zu fragen, ob ich die Kinder anrufen darf.

    Aber hier ist ja alles noch im Werden und inzwischen hat unschlüssig ja auch eine Lösung gefunden. Auch das Wohnungsproblem wird sich ja irgendwann lösen. Ich würde halt zur Vorsicht im Umgang miteinander raten.

  4. gesperrt

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    AW: Kontakt halten

    Zweimal am Tag Telefonate wären mir an deiner Stelle auch zu viel. Sinnvoller ist ein Telefonat am Abend oder am Nachmittag, sobald die Hausaufgaben gemacht sind.

    Wieso kommt der Vater nicht nachmittags vorbei und holt die Kinder für zwei, drei Stunden ab? Das ließe sich wesentlich regelmäßiger einrichten und bringt den Kinder auf Dauer mehr.

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    AW: Kontakt halten

    Du hast schon den richtigen Ansatz!

    Mir wurde früher oft gesagt: "Geht es der Mutter gut, gehts dem Kind gut" und "Rituale geben Halt und Geborgenheit".

    Wenn ich mir vorstelle bei uns hätte jemand 2x täglich angerufen oder gar in unserer Wohnung den Umgang verbracht schüttelt es mich. Der Umgangsberechtigte kann ja planen und es gibt Schwimmbäder und viele andere Möglichkeiten Zeit zu verbringen.

    Die Regelung ein Tag am Wochenende und ein Tag unter der Woche ist altersgerecht.

    Deine Aufgabe ist es nicht es deinem Exmann "passend" zu machen, sondern zu sehen dass es euch gut geht. Dazu gehört auch dass ihr nicht täglich verfügbar sein müßt.

    Jetzt hoffe ich mal dass hier kein Deutschlehrer mir das geschriebene Wort "bewertet"

    Narnia
    Geändert von Narnia (11.01.2014 um 06:55 Uhr) Grund: korrigiert

  6. Inaktiver User

    AW: Kontakt halten

    Zitat Zitat von Narnia Beitrag anzeigen
    Mir wurde früher oft gesagt: "Geht es der Mutter gut, gehts dem Kind gut"

    Den Spruch finde ich altbacken. Also, ich möchte so viel Verantwortung gar nicht haben. Ich möchte schon, dass die geteilt ist, ich hab ja meine Kinder nicht allein bekommen. Ich würd da schon sagen, gehts den Eltern gut, gehts dem Kind gut.

    Wenn ich mir vorstelle bei uns hätte jemand 2x täglich angerufen oder gar in unserer Wohnung den Umgang verbracht schüttelt es mich.

    Wie seltsam. Es geht doch hier nicht um "jemanden".
    vg
    juliette

  7. User Info Menu

    AW: Kontakt halten

    Ich habe für mich leider die Erfahrung gemacht, dass der Wunsch nach "gemeinsamer Verantwortung" eher ein frommer Wunsch ist als eine stabile Basis.
    Mein Exmann erwies und erweist sich leider immer wieder als völlig unberechenbar.
    So gesehen lebe ich auch nach dem obersten Grundsatz "Das Zusammenleben mit meinen Kindern hat oberste Prioriät".
    Ich lege Wert auf planbare Zeit. Das klappt immer wieder nicht.
    Meinen Kindern zuliebe beiße ich die Zähne zusammen. Zu Heiligabend habe ich ihn sogar zu uns eingeladen.

    Ich finde es auch toll, wenn es Männer gibt, die das Vatersein ernst nehmen. Leider gibt es viele viele Exemplare, die die Selbstverwirklichung auf Platz eins stellen.
    Meine Kinder sind schon relativ groß, Kind1 wird bald volljährig. Die wissen schon ganz genau, was da abgeht und das kränkt sie sehr. Dennoch sind sie "am Ball".

    Für mich würden tägliche Anrufe, die meinen Alltagsablauf beeinträchtigen, definitiv ausscheiden.
    Da muss jede Mutter ihren Weg finden.
    Aber ich bleibe dabei: ein erwachsener Mensch, der gehen kann, kann auch Lösungen finden.
    Und es kann ja nun wirklich nicht Aufgabe der Mutter sein, sich auch noch um das Wohlbefinden des Vaters Gedanken zu machen.

  8. Inaktiver User

    AW: Kontakt halten

    Hier noch mal die ursprüngliche FS...

    Mittlerweile ist ein bisschen Zeit vergangen und während mein Noch-Mann mich damit beschäftigt hält "komm-her-bleib-da" mit mir zu spielen (wenn ich ihn anflehe uns eine zweite Chance zu geben will er nicht, wenn ich sage lass uns die Scheidung einreichen will er auch nicht; er will "darüber nachdenken" ob er sich vorstellen kann wieder mit mir glücklich zu werden...) haben wir das Telefonieren zumindest gut geklärt.
    Ich habe gesagt, WIR melden uns wenn was ist. Ich frage meine Kinder jeden Tag, mehrmals, sehr selten nur wollen sie telefonieren. Manchmal rufe ich auch kurz entschlossen an, wenn sie gerade wieder weinen, dass sie zum Papa wollen und ihn vermissen etc. Das fand ich am Anfang blöd (weil ich die Kinder nicht benutzen will), aber mittlerweile denke ich auch, er bleibt der Vater und warum soll ich immer alleine trösten, nur weil er weniger Zeit mit ihnen verbringt. Mich irritiert schon, dass er sich nicht meldet, aber so ist das.
    Er hat die Kids nach Absprache Dienstag Abend und jeden Sonntag. Kommenden Sonntag war ihm aber ein private Veranstaltung wichtiger, so dass er ohne Rücksprache den Tag abgesagt hat und mich um Ausweichtermin gebeten hat. Da überlege ich dann schon, wie ernsthaft eigentlich sein Interesse ist.
    Als ich vor Kurzem mal gefragt habe was eigentlich wäre, wenn ICH jetzt mal sage, ich habe gerade keinen Bock auf die Kinder, jetzt bist du mal dran und zwar richtig kam nur "dann hätten wir eine neue Situation".
    In der Tat...

  9. Inaktiver User

    AW: Kontakt halten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich habe gesagt, WIR melden uns wenn was ist.

    Mich irritiert schon, dass er sich nicht meldet, aber so ist das.
    Das ist widersinnig.

    Ich denke, ihr vermischt eure persönlichen Differenzen und die Belange der Kinder. Es ist nichts Schlimmes daran, einen Tag nicht zu können und einen Ausweichtag vorzuschlagen. Aber ich denke auch, der kann in deinen Augen grad nichts richtig machen, weil du sauer auf ihn bist.

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    AW: Kontakt halten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich frage meine Kinder jeden Tag, mehrmals, sehr selten nur wollen sie telefonieren.
    Liebe unschluessig01,

    obwohl die Kinder erst 5 Jahre alt sind, haben sie ein Gespür
    für die derzeitige Situation. Sie wissen, dass Ihr beide im Moment
    substantielle Differenzen habt.

    Ich fürchte, sie wollen deshalb nur selten telefonieren, weil es ihre
    Art ist, Dir gegenüber (sie leben ja mit Dir zusammen) Loyalität zu
    zeigen. Ihnen fehlt, altersbedingt, der rationale Zugang zu Euren
    Vereinbarungen.

    Für die Kinder war der abendliche Anruf ihres Vaters viel besser,
    denke ich. Das hat ihnen ein Stück Stabilität in dieser für sie ohnehin
    irritierenden Situation gegeben.

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