Ich denke eigentlich, dass wenn es um den Kontakt der Eltern zu den Kindern geht, eigene Befindlichkeiten nach Möglichkeit zurückgestellt werden sollten. Die Kinder sind auch zu jung, um Telefonate zu fordern, trotzdem ist telefonieren eine gute Möglichkeit, damit der ausgezogene Elternteil doch präsent ist.
Das Kindeswohl sollte doch im Vordergrund stehen und nicht die Befindlichkeit eines Elternteils. Wenn die Kinder nicht telefonieren möchten, müssen sie ja nicht, aber das Angebot des Vaters würde ich auf jeden Fall zulassen.
Unschlüssigs Befindlichkeiten sind eine eigene Baustelle; sie möchte keinen Kontakt zum Vater, es geht aber auch nicht darum, dass er täglich mit ihr telefonieren will.
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Thema: Kontakt halten
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01.01.2014, 18:12Inaktiver User
AW: Kontakt halten
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02.01.2014, 08:45Inaktiver User
AW: Kontakt halten
Wie wichtig jemand ist- der Ehepartner oder die Kinder- wird oft erst dann erkannt, wenn sie am gehen sind!
Und was man als Erwachsener machen kann- gehen und sein Leben neu einrichten, aufbauen und weitergehen- ist für Kinder nunmal nicht so einfach.
Sie haben keine Wahl und sind den Entscheidungen der Eltern ausgeliefert.
Ich würde das Telefonieren keinesfalls unterbinden, es allerdings auf die Abendstunden legen, da dann mehr Zeit und Ruhe herrscht als morgens.
Du kannst das gerade ganz schwer ertragen- aber das ist etwas, für das die Kinder nichts können!
Lass die Kinder ans Telefon gehen und umgehe damit das direkte Gespräch.
Ob den Kindern das "egal" ist- spielt dabei gar keine Rolle.....ein Vater IST wichtig und gerade wenn alles auseinander bricht sollte doch so ein Halt gegeben werden.
ER bleibt nämlich Vater....für immer.
Ich verstehe durchaus, daß es für Dich ganz schwierig ist.
Aber es ist auch eine Aufgabe für Dich darin- den nötigen Abstand aufzubauen.
Und ein Abstand zum Ex bedeutet eben bestenfalls, daß er Dir als Freund erhalten bleibt und ihr immer noch gemeinsam Eltern sein könnt- mit guten Gefühlen zueinander.
Das das schwerer fällt als zu verteufeln und am besten nie mehr sehen-- ist schon klar......aber genau das kann man nunmal so oder so nicht machen.
Und es mag für Dich schwer sein-- stell Dir vor, Dein Mann hätte die Kinder genommen und Du solltest sie noch nicht mal mehr anrufen-- wie würde es Dir gehen??
alles Gute und viel Kraft
kenzia
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02.01.2014, 09:03
AW: Kontakt halten
Es geht ja nicht darum, dass der Vater die Kinder nie mehr anrufen soll.
Wenn der Vater mehr Kontakt zu den Kindern haben will, könnte er sich ja auch öfter kümmern als zweimal in der Woche. Das würde den Kindern auf jeden Fall besser helfen als Telefonate auf die sie ja wohl keinen großen Wert legen.
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02.01.2014, 10:37Inaktiver User
AW: Kontakt halten
Alla "nie mehr anrufen" hatte ich auch nicht gemeint-- war unglücklich formuliert nun.
Ist Anrufen nicht auch kümmern??
Ich finde schon!
Wie alt sind die Kinder? 5 Jahre alt?
Den Wert den ein Vater besitzt- soll allen Ernstes von Aussagen oder Verhalten in dem Alter abhängig gemacht werden??
Genau DAS ist ja der Teil an Verantwortung, den Eltern haben, wenn sie sich trennen-- die Wertigkeit zu erkennen, die sie zusammen haben als Elternteil, jeder für sich!
Was sich darstellt als Verhalten oder wir gerne hätten, weil es uns in den Kram passt (und oft genug verhalten sich dann Kinder auch dem einen Elternteil zuliebe anders als sie es wirklich wollten!)-- muss sehr differenziert betrachtet werden zu dem Faktum, daß für ein Kind BEIDE Elternteile wichtig sind.
kenzia
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02.01.2014, 10:42
AW: Kontakt halten
Das weiß man ja nicht. Dass die Telefonate für meine Kinder mittlerweile so wichtig sind, ist, weil es für sie zum Ritual geworden ist. Und es ist ja nicht klar, ob der Vater sich nicht mehr kümmern möchte, aber nicht kann. Und kümmern und regelmäßige Telefonate schließen sich nicht aus, wir kümmern uns 50:50, aber telefonieren trotzdem an den Tagen, wo die Kinder beim Vater sind und umgekehrt.
Time is an ocean but it ends at the shore - Bob Dylan
Und wenn der Wind mal von vorne kommt - leicht nach vorne beugen und einfach weitergehen - S.B.
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02.01.2014, 12:36
AW: Kontakt halten
Ja, ist es. Aber mehr kümmern und für die Kinder wichtiger ist der direkte Kontakt mit dem Vater.
Das verstehe ich nicht. Wer hat was davon geschrieben, dass davon der Wert (?) des Vaters abhängig gemacht werden soll.
Ich stimme Dir zu, gerade weil beide Elternteile wichtig sind, fände ich es wichtig, dass sich der Vater mehr engagiert als telefonieren.
Und nur weil der Vater einen Vorschlag gemacht hat, muss die TE darauf ja nicht eingehen. Sie kann einen Gegenvorschlag machen, die beiden sollten miteinander reden, was für beide funktioniert.
Die zwei reden im Moment ja wohl nicht wirklich miteinander.
Die TE schrieb ja schon mal irgendwo, dass sie es enttäuscht hat, dass der Vater sich nur so wenig um seine Kinder kümmern will, er sagte er will die nächsten Monate vorallem das machen worauf er Lust hat. Das zu erwähnen finde ich hier mal wichtig, das ist ja bei der TE immer noch im Kopf, was er bei der Trennung ursprünglich gesagt hat (die Kinder oft sehen, sich viel kümmern) und was er dann daraus macht.
marilyn-74, bei euch finde ich das super geregelt mit der 50:50-Regelung. Bei euch hat sich das eingespielt und das telefonieren ist bei euch das Sahnehäubchen oben drauf.
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03.01.2014, 00:19Inaktiver User
AW: Kontakt halten
Danke euch allen für die Antworten.
Mittlerweile haben wir es so abgesprochen, dass Wir (Kids & ich) uns melden wenn sie das möchten. Wobei ich auch jeden Abend nachfrage ...
Er hat der Regelung, dass er sie den ganzen Sonntag und Dienstag abend (gehe ich zum Sport) hat zugestimmt und nicht nach mehr gefragt. Und ja, sein Focus scheint eh grad Selbstfindung und Freiheit zu sein, leider.
Den Vorschlag mit einer Beratungsstelle finde ich gut und habe ich auch schon umgesetzt, Stabdleitung zur (eingeweihten) Kindergärtnerin steht auch. Ich alleine würde mir nicht zutrauen die Kids in dieser neuen (und immer noch unklaren) Situation zu begleiten, da brauch ich einfach kompetente Unterstützung.
Hier im Post ging's mir primär um die Telefon Spielregeln, die scheinen ja sehr variabel, wir werden uns da sicher auch einspielen ...
Danke
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03.01.2014, 13:26
AW: Kontakt halten
Hallo, ich verstehe deine Gefühle sehr gut, die Trennung ist einfach noch zu frisch.
Wie wäre es, wenn der Vater bei dir zu Hause mit seinen Kindern zusammen sein könnte? Das wäre doch eine tolle Gelegenheit für dich, einen Wellness Tag einzulegen, mit einer Freundin spazieren zu gehen, anschließend ins Kino, Sauna, Schwimmen, Fahrrad fahren, Weiterbildung und so weiter. Mit so einem geschenkten Tag am Wochenende lässt sich sehr viel anstellen. Für den Vater ist es so im Moment ohne Wohnung sicher nicht leicht. Und ich kann sehr gut nachvollziehen, dass er, gerade weil die Trennung so frisch ist, auch noch sehr intensiv den Kontakt zu seinen Kindern herstellt.
Bei mir ist das auch heute noch so, wenn mein ältester Sohn, fast 14, irgendwo anders ist, bei den Großeltern, irgendwo bei einem Freund übernachtet oder auch bei seinem Vater ist, telefoniere ich mindestens einmal am Tag mit ihm oder wir halten den Kontakt über SMS. Ich will halt einfach nur einmal kurz seine Stimme hören oder ein Lebenszeichen von ihm bekommen.
Aber sicher solltest du im Moment auch schauen, was für dich gut ist oder welcher Kompromiss deinen Kindern zuliebe, aber sicherlich auch den Kindsvater zu liebe, für dich möglich und tragfähig ist.
Ich weiß nicht genau, welcher Dialog zur Zeit mit deinem Ex möglich ist. Vielleicht kannst du ihm einfach signalisieren, dass du im Moment auch etwas schwimmst und vielleicht auch einfach einige Möglichkeiten ausprobieren möchtest.
Ich wünsche dir alles Gute beim Finden des richtigen Weges
Halle Julia
PS: Bitte entschuldige, dass ich du und deine immer beharrlich klein schreibe, das macht allerdings Siri, mein Sprachprogramm.
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03.01.2014, 21:09
AW: Kontakt halten
Dieser Vorschlag wäre für mich nicht akzeptabel gewesen. Meine Intimsphäre, mein Kühlschrank, meine Aufgabe, hinterher alles aufzuräumen...
.. eine solche Regelung kann m. E. nur funktionieren, wenn man sich gut versteht.
Wir wissen ja nicht, wo der Mann momentan wohnt. Und über die finanziellen Verhältnisse wissen wir auch nichts.
Ich finde aber grundsätzlich muss einer der geht, sich auch überlegen, wie es denn anschließend so laufen soll. Die Kinder waren ja schon da. Und blöd ist er ja nicht.
Ich als Verlassene hatte ganz stark mit einem immer wieder kehrenden Wutgefühl, Ohnmacht, Schwäche etc. zu kämpfen.
Dies gibt sich erst so nach und nach. Und ich finde es zwar wichtig, das Kindeswohl im Auge zu behalten, das Wohl der Mutter ist jedoch auch nicht zu klein zu bewerten.
LG
Capbreton
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03.01.2014, 22:46Inaktiver User
AW: Kontakt halten
Da hast du wohl recht; wenn die Eltern ein gemeinsames Sorgerecht haben, sollte es aber nicht so sein, dass der eine Elternteil den Kontakt der Kinder zum anderen Elternteil nach eigenem Befinden reguliert. Zu leicht werden die Kinder dann zum Zankapfel (damit meine ich nicht den Fall der TE hier), und zwei ganz verschiedene Dinge vermischt.
Wenn es um die Kinder geht, haben nun mal beide die gleichen Rechte und wahrscheinlich auch Bedürfnisse. Da kann es sein, dass jemand die Paarbeziehung verlässt, weil er sich ausleben will. Das heißt aber nicht, dass er auch seine Eltern-Kind-Beziehung aufgeben möchte und sollte ihm auch nicht so ausgelegt werden.


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