Hallo, ich bin neu hier im Forum und möchte mich kurz vorstellen.. Ich bin 38 ahre alt, habe 3 Kinder im Alter von 11, 9 und fast 4 Jahren von 2 Vätern. Ich bin 2mal geschieden, wobei mein "1. Exmann" und ich unsere Eltern-Aufgabe wunderbar gemeistert bekommen. Mein "2.Exmann" ist 13 Jahre jünger als ich und der Vater meines kleinsten Sohnes. Jetzt mein Problem: Ich lebe derzeit ca 4 verschiedene Leben. Mit den "Großen", mit dem "Kleinen", meine eigenen Dämonen und eine neue Beziehung. Die Elternbeziehung zu Ex Nr. 2 ist praktisch nicht vorhanden. Der ist 250 Km von uns weg gezogen, holt den Kleinen bestenfalls 2x im Monat, wenn er, wie jetzt grade keinen Job hat, halt nur 1x. Das Kind ist sehr fordernd. Ich komme im Moment an einen Punkt, wo ich mich frage, ob ich moralisch vertreten kann, den Kleinen zu seinem Vater zu geben (der würde das gerne machen). Ich halte diesen Menschen allerdings nach wie vor nicht in der Lage ein Kind groß zu ziehen. Ich im Moment aber irgendwie auch nicht. Ich bin häufig genervt, kann einfach garnicht so reagieren, wie ich gerne wollte, weil mein Stresspegel permanent am Anschlag ist. Ich habe im Moment keine Lust mehr, mich auf das Kleinkindniveau zu begeben. Es strengt mich einfach so dermassen an. Was kann man da tun? Gibt es andere Frauen, die entscheiden haben, dass es besser ist, wenn das Kind woanders aufwächst? Was macht das mit mir? Wie geht es dem Menschen, dessen Mutter ihn nicht wollte? Wie geht es dem Menschen, der in einer Familie aufwächst, wo er andauernd nervt, stört ect.. Wie kann ich ändern, dass ich andauernd genervt bin? Gibt es Hilfen? Oder mal ganz andere Modelle?
Vielen Dank erst einmal und liebe Grüße
Lilith
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Ergebnis 1 bis 10 von 58
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18.12.2013, 18:55
Bin ich eine Rabenmutter? Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
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18.12.2013, 21:36
AW: Bin ich eine Rabenmutter? Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
[...]
Geändert von Analuisa (18.12.2013 um 22:39 Uhr) Grund: Provokation gelöscht
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18.12.2013, 21:43Inaktiver User
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18.12.2013, 21:44Inaktiver User
AW: Bin ich eine Rabenmutter? Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
Du könntest mit deinem Kleinen zur Mutter-Kind-Kur fahren und die anderen beiden zu ihrem Vater in dieser Zeit geben. Du könntest dir eine Familienhelferin beantragen.
Wenn du dein Kind tatsächlich lieber zu seinem Vater geben möchtest, dann würdest du ihn besuchen bzw. Elternwe haben und du brauchst ihm _nicht_ das Gefühl geben, dass du ihn nicht willst. Ihr seid beide Eltern und beide für ihn da und du gibst deinem Kind die Möglichkeit, mehr Zeit mit seinem Vater zu verbringen. Sein Vater will ihn und du stehst diesem Wunsch nicht im Weg. Das Kind kann diesen Wunsch verstehen, fühlt sich angenommen und gewünscht und dann wirst du sehen, wie ihm das gefällt.
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18.12.2013, 21:48
AW: Bin ich eine Rabenmutter? Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
hallo lillith!
den ersten schritt, damit s dir wieder besser geht, hast du getan. du schreibst hier über deine derzeitige überforderung.
lese das hilfreiche im thread, überlese das derzeit dir nicht hilfreiche.lg
legrain
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18.12.2013, 21:54
AW: Bin ich eine Rabenmutter? Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
Fassungslos - Und das ist auch gut so. Hin und wieder darf man wohl sagen, was Sache ist und nicht nur Nettigkeiten austauschen.
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18.12.2013, 21:56
AW: Bin ich eine Rabenmutter? Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
@len71: Ich bin schwer beeindruckt, wie "empathisch und zugewandt" du hier argumentierst...meinst du wirklich, das hilft der TE irgendwie weiter?!
Liebe TE,
ich hatte vor vielen Jahren einen ähnlichen Gedankengang.
Nämlich habe ich mich vom Vater meiner Erstgeborenen getrennt, als die Kleine drei Jahre alt war.
Und auch der Kindsvater wollte ganz dringend das Sorgerecht haben.
Nun habe ich ernsthaft alle Richtungen in Erwägung gezogen - wenn zwei Menschen willentlich ein Kind in die Welt setzen, haben auch beide dasselbe moralische Recht auf das Kind bei Trennung. Bei wem das Kind aufwächst, sollte m.E. schlicht nach Kindeswohl und nicht nach Geschlecht des Elternteils entschieden werden.
Beliebt gemacht habe ich mich damit auch nicht, ich habe direkt noch den entrüsteten Aufschrei meiner Oma "Ein Kind gehört immer zur Mutter!" im Ohr...
Letztlich habe ich meine persönliche innere Einstellung nach folgendem Gedankengang für mich entschieden: mein Trennungsgrund war sein Umgang mit Alkohol und seine daraus resultierende Lebensuntüchtigkeit. Ich hätte aus diesem Grund mit meinem Gewissen nicht vereinbaren können, die Tochter bei ihm aufwachsen zu lassen, auch wenn er immer ein liebevoller Vater war.
Vielleicht spielst du in Gedanken durch, was ein Aufwachsen deines Jüngsten beim Vater beinhalten und bedeuten könnte oder alternativ bei dir beinhalten könnte. Alle Fürs und Widers, die dir einfallen.
Was wäre für den Jungen die bessere Lösung? Wenn du für dich erkennst, beim Vater hat der Junge die wirklich besseren Chancen, bist du vielleicht auch mit deinem Gewissen im Reinen.
Beratung beim Jugendamt schadet in der Hinsicht übrigens auch nicht...
Viel Glück! Mitternacht
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18.12.2013, 22:14
AW: Bin ich eine Rabenmutter? Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
Zu Mitternachtsblau: in der Tat kann ich weniger Empathie für eine 38jährige aufbrigen, als für ein 4jähriges Kind, das momentan alle nur stört. Mama - bei ihre aktuellen Partnerschaft, Papa - in seinem neuen Leben usw.
Ich finde in einer solchen Situation Jugendamt und (hoffentlich) vorübergehende Pflegefamilie die ehrlichste Lösung.
An die TE: wenigstens jetzt sollst du gut verhüten!!!
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18.12.2013, 22:25
AW: Bin ich eine Rabenmutter? Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
Lilith, ich kann keine Erfahrung beitragen, wollte Dir aber schreiben, dass es gut ist, dass Du Dir Gedanken machst. Eine Rabenmutter würde sich überhaupt keinen Kopf machen.
Überstürze keine Entscheidung und vor allem hol Dir externe Hilfe.
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18.12.2013, 22:26
AW: Bin ich eine Rabenmutter? Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
Was soll dagegen sprechen, wenn das Kind beim Vater aufwächst? Der Vater will das Kind, der TE wird es mit 3 Kindern etwas viel, da liegt das als Lösung eigentlich auf der Hand.
Was sagt denn das Kind dazu? Hat es ein gutes Verhältnis zum Vater?
Meine Eltern haben sich nie getrennt, aber ich wäre beim Vater viel freier und entspannter aufgewachsen als bei der Mutter. Bei der Mutter wäre es kuscheliger und geborgener gewesen. Beide Varianten haben Vor- und Nachteile.
Ich habe hier das Gefühl, das Kind passt nicht so gut zum Erziehungsstil der Mutter. Da soll doch ruhig mal der Vater ran.


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