Die armen Kinder.
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18.12.2013, 23:53Inaktiver User
AW: Bin ich eine Rabenmutter? Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
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19.12.2013, 07:10
AW: Bin ich eine Rabenmutter? Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
Hallo Lilith,
es ist keine Mutmaßung - lediglich eine Frage, die Du Dir eventuell
selbst stellen kannst:
Ist es vielleicht der neue Partner, den das jüngste Kind nervt und
den es stört? Würdest Du die Entscheidung, Dein Kind wegzugeben,
ihm zuliebe treffen?
Wie ging es Dir mit dem Thema vor dieser Beziehung?
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19.12.2013, 07:31Inaktiver User
AW: Bin ich eine Rabenmutter? Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
Ihr könntet doch als ersten Schritt mal die Zeit mit dem Kind teilen, wochenweise zum Beispiel. Dann würde man zumindest sehen, wie der Vater und Kind im Alltag zurecht kommen.
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19.12.2013, 08:43
AW: Bin ich eine Rabenmutter? Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
Guten Morgen Lilith,
ich verurteile Deine Überlegungen nicht. Du bist überfordert, das merkt man sofort. Aber ich finde den Schritt schon sehr hart für den Kleinen. Mit vier steckt er mitten drin in der ödipalen Phase, da bist Du als Mutter das Zentrum seines Kosmos. (Vielleicht ist es auch das, was Dich so anstrengt? Ist der Junge sehr fixiert auf Dich? Vielleicht empfindest Du die Bindung daher als zu kräfteraubend.)
Für den Jungen wäre es zum jetzigen Zeitpunkt daher vielleicht wirklich ein bisschen hart, so einen großen Schritt zu machen. Ich unterstütze daher den Vorschlag einer meiner Vorrednerinnen, die Zeit beim Vater Stück für Stück zu verlängern (und die ggf übergroße Verbundenheit mit der Mutter mit der wachsenden Bindung zum Vater selbst aufzulösen).
Zusätzlich kannst Du Dir außerhalb der Familie Hilfe holen. Die Jugendämter haben verschiedene Angebote zur Familienhilfe. Mutter-Kind-Kur wurde hier schon angesprochen. Vielleicht aber auch eine Kur ganz allein für Dich. Ohne die Kinder. Dann müssten sich die jeweiligen Väter in diesen drei bis vier Wochen kümmern und kämst mal etwas zur Ruhe. Anschließend kannst Du Dir immer noch überlegen, ob Du es mit dem Kleinen wirklich nicht hinbekommst. ERST RUHE REINBRINGEN, DANN LANGFRISTIGE ENTSCHEIDUNGEN FÄLLEN.
Für Dich alles Gute.
MillowitschBe like a duck. Remain calm on the surface but paddle like hell underneath.
Michael Caine
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19.12.2013, 12:52Inaktiver User
AW: Bin ich eine Rabenmutter? Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
Bevor Du irgendeine Entscheidung fällst- versuche doch erst mal das Verhalten Deines Sohnes zu verstehen und zu ergründen.
Mit 4 Jahren bekommt man schon viel mit- und kann sich aber noch kaum so richtig verständlch machen....oder selber verstehen, was Umstände mit einem machen.
Insofern kann das Verhalten einfach nur eine REaktion auf Erlebtes sein und natürlich kann sowas sehr anstrengen-- aber es hat einen Grund und man kann ganz sicher dann auch richtig gut damit umgehen lernen oder gut reagieren. Es geht also um eine Phase und kein Dauerzustand, der die kommenden 20 Jahre anhält
DAfür würde ich mir Hilfe holen.
Mit dem Kinderarzt mal reden- hören, was der so meint und evtl für Ideen hat.
Caritas- ERziehungsstellen...anrufen oder vorbei gehen und sich so Hilfe holen.
Ja sogar Kindergärtnerinnen- Erzieherinnen können helfen oder weiterhelfen.
Es ist schön, wenn der Vater als Vater fungieren will- nur solltest Du so eine Entscheidung nicht in dem Gefühl der Überforderung treffen.......es wird nämlich wieder anders werden und Du dann möglicherweise mit diesem Schritt sehr unglücklich!
Zusätzlich- hol Dir Hilfe für Dich!
Mutter-Kind-Kur wurde schon erwähnt.....wie wären einige STunden bei einem Therapeuten, der Dir über diese schwierige Zeit gerade hilft?
Was brauchst Du gerade wirklich?? Was tut Dir gut?
Wenn Du auf eine INsel gehen würdest........wen oder was würdest Du JETZT mitnehmen??.....wen willst Du dann dort für Dich geniessen??
alles Gute
kenzia
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19.12.2013, 13:09
AW: Bin ich eine Rabenmutter? Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
Meine Tochter war mit 4 Jahren in der Trotzphase uns sehr anstrengend. Ich habe mir Hilfe bei einer Psychologin geholt, das war sehr gut.
Wie es einem Kind geht, was immer nur nervt und stört? Es leidet ein Leben lang darunter! Das kann man nie wieder gut machen.
Weshalb sollte deiner Meinung nach der Vater nicht in der Lage sein, es groß zu ziehen? Scheinbar traut er es sich zu, oder?
Es ist wohl auch ganz wichtig, dass du die Familienplanung in Hinsicht auf Zuwachs nun als abgeschlossen betrachtest, egal, wie viele Männer noch in dein Leben treten werden.Nur die Ruhe ist die Quelle jeder großen Kraft.
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19.12.2013, 21:17
AW: Bin ich eine Rabenmutter? Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
Ich frage mich auch, ob das Kind nicht hauptsächlich den neuen Partner stört?
Und bitte setz keine Kinder mehr in die Welt.
Ob ein Vater, der arbeitslos ist (oder ist er das nicht mehr?) das beste für das Kind ist, wage ich auch zu bezweifeln. Ausserdem sobald er eine neue Partnerin hat, wird der Kleine vermutlich auch wieder stören.
Er ist mit 4 übrigens mitten in der Trotzphase und auch in einer sehr mutterbezogenen Phase. Ich habe selbst zwei Söhne und spreche aus Erfahrung.Hinfallen ist keine Schande - liegenbleiben schon
Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen
Der eine Tag, der alles im Leben verändern kann beginnt jeden Morgen neu
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19.12.2013, 22:15Inaktiver User
AW: Bin ich eine Rabenmutter? Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
Ein Kind kann natürlich genauso beim Papa leben - wieso er nicht geeignet scheint müsste man natürlich wissen. Arbeitslosigkeit finde ich jetzt keinen Hinderungsgrund, eine Suchterkrankung z.B. schon.
Dass man allein oft überfordert ist weiß ich aus eigener Erfahrung, ich hab drei Kinder allein großgezogen, da war auch vieles nicht optimal. Trotzdem erwarte ich von Leuten, die Kinder in die Welt setzen, schon, dass sie sich selbst auch ein Stück weit zurücknehmen können für ein so kleines Kind - und sich auch Unterstützung holen, die es gibt.
Was ich nicht ganz verstehe ist, wie man die Energie für immer neue Männerbeziehungen haben kann, aber nicht die, sich seiner Erziehungsverantwortung zu stellen, die eben auch heißen kann, sich Hilfe zu holen. Die Formulierung, man hat keine Lust sich auf das Kleinkindniveau zu begeben finde ich schon ziemlich daneben - das ist mir echt zu flapsig. Das hast du dir ja so rausgesucht, dass du jetzt noch ein Kleinkind hast - das kann nun nix dazu. Da würd ich schon ein bisschen mehr Empathie für das eigene kleine Kind erwarten...
Als erstes würde ich versuchen, das Kind ganztags in den Kiga zu geben - das entspannt doch schon vieles, wenn man es unter der Woche nur abends hat.
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20.12.2013, 06:05Inaktiver User
AW: Bin ich eine Rabenmutter? Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
Das hast du sehr gut auf den Punkt gebracht schnellschnell.
Das Posting irritiert mich.
Es muss doch nicht endgültig sein. So ein kleines Kind kann doch mal grundsätzlich ne Woche beim Papa sein. Oder auch zwei.
Und das ist dann schon ne Entlastung.
Ich wäre damals froh gewesen solch eine Möglichkeit zu haben.
Grundsätzlich - und vom Kopf her kann ich das Argument Überforderung nachvollziehen.
Aber, vom Herzen her?
Gerade mit vier sind die soo süß, werden kleine Menschen sag ich immer.
Weil sie so viel Interesse an ihrer Umgebung entwickeln und das Sprachgefühl auch Sprünge macht.
Weggegeben hätte ich meine Kinder nie.
Das ist wohl ganz Inneres, Existenzielles.
Es gab schon Situationen für mich - da hätte ich ne Arbeit im Ausland annehmen können - und habs nicht gemacht.
Ich hätte besser für mich sorgen können.
Aber, irgendwie stehen Kinder an erster Stelle.
Und da bereue ich auch nichts.
Umgekehrt ist es nämlich oft anders. Viele Frauen bereuen es gegangen zu sein, ihre Kinder irgendwo gelassen zu haben.
Das ist einfach so.
Trotzdem oder überhaupt wünsche ich der TE eine gute Entscheidung. Wenn es mit dem Partner nicht klappt würde ich mich immer fürs Kind entscheiden. Das vermittelt dem Kind nämlich auch Sicherheit. Einfach so, dann braucht es nie zu kämpfen.
Alles Gute und viel Kraft von mir
Lucia-
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20.12.2013, 07:41
AW: Bin ich eine Rabenmutter? Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
Also mal eine ganz andere Iddee: Mit deinem 1. Exmann scheinst du ja ein gutes Verhaeltnis zu haben und er kuemmert sich auch gut um seine Kinder. Du findest ihn sicher auch sehr verantwortungsbewusst. Jetzt weiss ein guter Vater, dass wenn es der Mutter gutgeht, dass es dann auch seinen Kindern gut geht.
Kannst Du ihn vielleicht (den 1. Exmann) um Hilfe bitten? Er wird sicher verstehen, wie anstrengend es ist nie einen Moment fuer sich alleine zu haben. Vielleicht koennte er ein paar Mal deinen juengsten Sohn mit auf einen Ausflug mitnehmen. Ihn also nicht ueber Nacht zu sich nehmen aber so langsam immer wieder mit seinen Geschwistern zusammen abholen. Das waere fuer den Kleinen gut, dann bleibt er nicht mehr so zurueck und er fuehlt sich vielleicht auch wohl mit seinen Geschwistern unterwegs mit einem Mann, den er vielleicht schon etwas kennt.
Das kann dann ausgebaut werden, wo dieser Mann den Kleinen vielleicht auch mal ueber Nacht mitnimmt. Das wuerde dich doch schon sehr entlasten. Oder hast du andere Verwandten die einspringen koennen. Eltern, Tanten der Kinder oder so? Es waere gut fuer dich, du haettest mindestens einmal im Monat einen kindfreies Wochenende. Und da ja seine Geschwister auch immer wieder abgeholt werden, findet der Kleine es vielleicht auch garnicht so seltsam.
Dein 2. Exmann klingt nicht sehr verlaesslich. Wie ist denn das Verhaeltnis zwischen ihm und seinem Sohn? Kennen die sich denn gut genug, dass dein Sohn bei ihm schlafen wollte? Und ja, ist auch eine ganz schoene Entfernung. Also ich plaediere fuer den guten Vater, den 1. Exmann, dass er vielleicht aushelfen kann.


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