das ist nicht der richtige weg liebe tigerlilli! da machst du dir was vor.Zitat von Tigerlilli
eigentlich reicht doch das bedürfnis lieben zu wollen aus, wenn es wirklich der grund ist.
du wirst dich mit einer liebesgeschichte noch tiefer in die verwirrung und die schuldgefühle stürzen. mach das ja nicht!
so kannst du, wenn du dich entscheidest zu gehen, wenigstens vor dir selber ruhigen gewissens sagen, dass es eine entscheidung war, die du für DICH gefällt hast.
ausserdem wirst du den kindern noch mehr weh tun. das verkraften sie nicht auch noch!
abgesehen von den anfeindungen der umwelt, die du ja jetzt eh schon fürchtest!
meiner meinung nach scheinst du mir noch nicht wirklich sicher zu sein. offensichtlich brauchst du noch zeit, um zu wissen, was es wirklich ist, was dich umtreibt. nimm sie dir! bei mir hat es eigentlich insgesamt 4 jahre gedauert von den ersten wirklich ernstzunehmenden gefühlen, dass ich so nicht weitermachen kann bis zur letztendlichen entscheidung. aber dann war es eine entscheidung, zu der ich heute genau so stehe wie vor über 3 jahren. mehr denn je eigentlich.
die versuchung nun alles einfach wieder im alten trott weiter zu machen, der solltest du aber entgegen wirken. nimm dir stück für stück die dinge vor und zerpflück sie, die dir aufstoßen. ändere stück für stück dein unbehagen in die richtung, die dir bekommt. und dann wirst du schon sehen, was du brauchst.
frida
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Thema: Wenn die Mutter geht...!!
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16.11.2006, 06:54
AW: Wenn die Mutter geht...!!
Kommt dir ein Schmerz, so halte still und frage, was er von dir will ( Emanuel Geibel )
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26.11.2006, 19:00Inaktiver User
AW: Wenn die Mutter geht...!!
Hallo Du!
Tus nicht, tues nicht, tues nicht!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Ich habe das auch vor Jahren so idealistisch wie Du gesehen, die Kinder in der alten Wohnung gelassen und den ganzen Tag betreut.
Fazit: Als eins der Kinder ganz zu mir wollte, gab es 2 Jahre lang Aufenthaltbestimmungsstreit, bei dem mein verlassener Ex seine ganze Wut auf mich rausgelassen hat. Beim Jugendamt hatte ich kaum eine Chance mehr, weil die "Kontinuität gewährt bleiben sollte". Dabei wurde überhaupt nicht!!!! berücksichtigt, wer sich um die Kids gekümmert hat, nur wo sie geschlafen haben, nämlich beim Vater!!! Ganz schlechte Karten hast du als Mutter, wenn du Dich neu verliebt hast, egal wie mistig Deine ehe vorher war und ob Du überhaupt diese neue Liebe ausgelebt hast, der Mann ist dann der treusorgende, solide, betrogene arme Mann und Du beim JA die hibbelige, lebensfremde Nutte vom Dienst, die niemals eine gute Mutter sein kann.
Fazit heute: Der Kleine wohnt bei mir (dank dreier!!! psychologischer Gutachten und dem Willen des Kindes), der Große ist alle 14 Tage hier. Aber: Sobald einer "Jugendamt" auch nur erwähnt, kusche ich voller Panik, um nicht den Kurzen auch noch zu verlieren. Überall bemühe ich mich 100%ig zu sein, Schule, Ogata - bloß keine Klagen!! Das ist ein Riesendruck, der auch immer wieder meine Beziehung belastet. Der Große wird unzureichend betreut, den ganzen Tag ist er irgendwo oder allein zuhaus, weil Papa und neue Frau nach "Abklingen" der Werbephase um die Kinder den ganzen Tag arbeiten. Er jammert, aber traut sich nicht zu mir, weil Papa dann Ärger macht und ich bin zu feige, das Ganze wieder aufzurollen, denn das JA ist gegen mich!
Also: "Traue nicht den Trojanern, wenn sie Geschenke machen." Dein Ex mag Dir jetzt noch freundlich vorkommen, aber ich wette er plant weiter und das dicke Ende kommt!
Lass ihn die Kinder oft sehen, damit sie ihren Papa behalten, aber lass sie um Himmels Willen nicht dort wohnen! Er muss Euch eine ausreichend große Wohnung mitfinanzieren, also gib nicht Deine Beziehung zu den Kindern jemandem in die Hände, der naturgemäß sauer auf Dich ist!!!!!!!!!!!!
Bitte hör auf mich!!!!
KleinesPloetz
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28.11.2006, 12:27
AW: Wenn die Mutter geht...!!
Ich denke, ich werde sowieso nichts übereilen. Ich habe schon von einigen gehört, wenn ich erst mal die Kinder bei ihm lasse,habe ich dann irgendwann keine Chancen mehr,die Kinder für mich zu bekommen. Ich möchte das alles auch gar nicht.Ich möchte, dass meine Kinder gkücklich und zufrieden sind, sie ihre Schule richtig machen,ihren Hobbies weiter nachgehen usw. Ich möchte aus ihnen keine unglücklichen Kinder machen,die am Ende noch auseinander gerissen werden. Ich möchte,dass sie ihr soziales Umfeld behalten und sie nicht in etwas hineinzerren, das sie nicht wollen. Ich möchte so viel, aber ich kann mich ,in der jetzigen Situation, nicht entfalten und ich werde mir nicht gerecht, wenn ich nicht irgendwas verändere.
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02.12.2006, 08:09
AW: Wenn die Mutter geht...!!
Hallo Tigerlilli,
ich kann deinen Zwiespalt gut nachempfinden, mir ging es vor über 2 Jahren genauso. Ich habe lange mit mir gekämpft, wollte mich von meinem Mann trennen, aber NIE von meinen Kindern.
Ich bin selbst daran fast kaputt gegangen, physisch und psyschisch, erst nach einem Zusammenbruch habe ich mich getrennt.
Diese Trennung habe ich bis heute nicht bereut, nur mit meinen beiden Töchtern (inzwischen sind sie 18 und 20 Jahre ) alt, ist alles anders gelaufen, als ich je dachte, mein Noch-Mann hat sich an keine Absprache/Vereinbarung gehalten. Inzwischen geht es nur noch über Anwäte und ich hoffe, im kommenden Jahr bin ich endlich
"glücklich geschieden"-
Alles Liebe und viel Kraft wünsche ich dir.
Herzliche Grüße MuschelhausGesundheit, Vertrauen und Liebe sind das wichtigste im
Leben, alles andere wird sich finden.
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02.12.2006, 13:26Inaktiver User
AW: Wenn die Mutter geht...!!
@Tigerlilli:
Was würde (ausser vlt. dem finanziellen Aspekt) dagegen sprechen, die Kinder mitzunehmen? Ich habe es so verstanden, dass Du Dir eh in der Nähe eine Wohnung suchen willst...ergo wäre das "Umfeld" kaum ein anderes als jetzt. In ihrer Schule könnten sie bleiben und mit der Trennung müssten sie sowieso umzugehen lernen...was sich zusätzlich verändern würde, wäre nur die neue Wohnsituation. Ich würde meine Kinder fragen und dementsprechend handeln...zumindest die beiden älteren sind mit 13 und 15 schon weit genug, um selber zu entscheiden, bei wem sie in Zukunft leben wollen.
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03.12.2006, 03:28Inaktiver User
AW: Wenn die Mutter geht...!!
Das ist gut! Wenn die Kinder irgendwann zum Papa wollen, kann man ja mal drüber nachdenken. Ich würde auch die Kinder fragen und danach handeln. Vielleicht will ja auch eine(r) zu Dir und ein anderes Kind nicht. Das war bei mir so. Das wird immer so dramatisch gesehen, ist es aber garnicht. Die psychologischen Gutachter fanden die Geschwistertrennung im Endeffekt besser, als dass ein Kind dort wohnt, wo es nicht hinwill. Es gibt wohl manchmal den Effekt, dass Geschwister besonders zusammenrücken, wenn Eltern sich trennen. Das war bei meinen aber nicht so. Sie sind auch sehr unterschiedlich. Aber manchmal denke ich auch, der große Bruder fehlt hier.
Zitat von Tigerlilli
Wie mans macht, macht mans sowieso verkehrt. Ich habe mich jetzt auf diese 3 Gutachten verlassen und lebe das so. Was anderes bleibt mir auch nicht übrig. Bei dem Alter Deiner Kinder brauchst du keine Gutachten, die dürfen schon selber entscheiden vor Gericht. Ich würde einfach machen, was die Kinder wollen. Bei mir war das damals anders, der Große war 3, der Kleine kein Jahr alt als wir uns trennt, als der Kleine ganz zu mir wollte, war er 2, bei Gerichtsentscheid 4 und der Bruder 7. Allerdings hat der Große nie verlangt, mich weniger zu sehen, er wollte nur bei Papa wohnen bleiben. Durch den vom Wunsch des Bruders verursachten Prozess, sehe ich den Großen jetzt weniger. Das fand ich schon ziemlich daneben.
Ich drücke Dir weiter die Daumen.
KleinesPloetz
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03.12.2006, 05:19
AW: Wenn die Mutter geht...!!
Hallo, grüße euch!
Als Erstes: Es ist unglaublich, wie vertrauensvoll und mit welcher hilfreichen Resonanz man sich hier Rat holen kann, egal, wie kompliziert das Problem auch sein mag. Das ist so schön!
Liebe Tigerlilli,
ich möchte auch ein paar Gedanken beisteuern. Allerdings: Der für deine Entscheidung so wichtige Aspekt, wie es mit den Kindern weitergeht, ist bei mir nicht gegeben, mein Kind wohnt längst nicht mehr zu Hause, hat selbst Familie. Auch schon, als ich vor ein paar Jahren mit größten Zweifeln an meiner Liebe zu meinem Mann, am Sinn unserer Ehe und dabei mit der Frage, was unter diesen Umständen mit mir selbst passieren soll (Lebensperspektive!), konfrontiert war. Unsere Ehe hatte einen Punkt erreicht, der mir schier unerträglich war. Es gab lange um jeden Quark heftigsten Krach, wir gingen uns nur noch auf die Nerven, alles ehemals Verbindende verschwand wie Schnee in der Sonne. Eheberatung, Paartherapie lehnte mein Mann strikt ab. Die Atmosphäre zwischen uns war feindselig, und es gab keinerlei Anzeichen, dass sich daran jemals wieder etwas ändern würde. Auslöser war, dass mein Mann einen Herzinfarkt gehabt hatte und nach einer Bypass-OP sehr lange krankgeschrieben und zu Hause war. Also dachte ich lange, unsere Misere hinge mit seiner gesundheitlichen Situation zusammen. Irgendwann begriff ich, dass die aber nur als Auslöser dafür gesorgt hatte, dass auf einmal sichtbar wurde, was mit unserer Ehe los war. Im Trott des Alltags hatten wir das vorher gar nicht mitbekommen, jedenfalls nicht in dieser Tragweite. Für mich schien nun auf der Hand zu liegen, dass ich mich von dieser Ehe regelrecht befreien muss. Trotz der mehr als angespannten Situation und trotz meiner emotionalen Verhärtungen, was die Liebe anging, fühlte ich mich für meinen Mann verantwortlich: Herzinfarkt ist keine Kleinigkeit und der Stress um unsere Ehe ist ohnehin das reinste Gift für ihn, sagte ich mir immer wieder und wollte mich (einseitig!) zurücknehmen. Dann wieder war der ganze Frust (Enttäuschung, Verletztsein, Verzweiflung, Wut,...) stärker. So ging das in mir immer hin und her. Bleiben fand ich falsch - Trennung fand ich falsch. Bis ich beschloss, mich zunächst auf einen Kompromiss (einen Kompromiss erst mal mit mir selbst) zurückzuziehen, um wieder halbwegs zur Ruhe zu kommen. Und zwar bestand ich darauf, dass wir das gemeinsame Schlafzimmer auflösen, mein Mann in seinem Arbeitszimmer schläft und ich mir im ehemaligen Schlafzimmer ein eigenes "Rückzugsgebiet" einrichte. Als ich diese Vorstellung das erste Mal geäußert hatte, brach die Hölle los. Das Wort "Ablehnung" ist lachhaft gegen die damalige Haltung meines Mannes zu meinem Plan. Genauso stand er zur Variante Trennung. Mit der hatte ich ja selbst Schwierigkeiten. Also habe ich unter härtesten Auseinandersetzungen das mit dem eigenen Zimmer durchgezogen. Auch für das Arbeitszimmer meines Mannes bestellte ich neue Möbel usw., und beide Räume wurden am Ende sehr hübsch. Zwischen uns war noch eine ganze Weile Eiszeit. Aber dann, nach und nach, in ganz kleinen Schritten, gingen wir wieder aufeinander zu. Das "Getrenntleben" in der gemeinsamen Wohnung erwies sich als unsere Rettung. Die Wirkung übertraf alle meine Erwartungen. Ganz allmählich kam die Liebe zurück, die Ehe normalisierte sich nicht nur wieder, sondern erneuerte sich sogar. Und heute verstehen wir uns schon lange wieder richtig gut. Bei den 2 Zimmern haben wir es trotzdem belassen, die sind jedem von uns "heilig" geworden.
Ich hab dir das erzählt mit der "Botschaft", dass Trennung nicht die einzige Perspektive sein MUSS. Es KANN schon eine Veränderung innerhalb der gegebenen Umstände helfen, eine Ehe vor dem Aus zu bewahren. Und weil du mehrere Postings bekommen hast, die dir eine ähnliche Variante zu bedenken geben (auch wenn es dabei vor allem um deine Kinder geht), dachte ich, dass ich dir von meinen Erfahrungen ja mal erzählen kann. Vielleicht ist es eine Anregung. Einen Versuch könnte es tatsächlich wert sein, eine spätere endgültige Trennung ist ja damit noch nicht ausgeschlossen. Vielleicht würde so eine "kleine Trennung" bei euch zu Hause ja sogar auch eure Ehe wieder aufleben lassen - und das wäre dann auch und besonders für eure Kinder der allergrößte Gewinn!!
Wie immer du dich entscheidest - ich wünsche dir Glück!
lindenblatt****"Leben allein genügt nicht", sagte der Schmetterling, "Sonnenschein, Freiheit
und eine kleine Blume muss man haben." (H. Chr.Andersen)
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03.12.2006, 05:31
AW: Wenn die Mutter geht...!!
Ich noch mal: Es tut mir leid, dass mein Beitrag so lang geworden ist! Aber es ging einfach nicht kürzer.
Schönen Sonntag!
!!
linde****"Leben allein genügt nicht", sagte der Schmetterling, "Sonnenschein, Freiheit
und eine kleine Blume muss man haben." (H. Chr.Andersen)
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03.12.2006, 10:43
AW: Wenn die Mutter geht...!!
Die Länge ist ja nicht das Problem, nur wären ein paar mehr Absätze zum besseren Lesen ganz hilfreich gewesen.
Zitat von lindenblatt
Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.
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04.12.2006, 08:31
AW: Wenn die Mutter geht...!!
Hallo Lindenblatt,
danke für dein Posting,nicht schlimm,dass es so lang ist,ich bin für alles dankbar.
Wie es bei euch gelaufen ist, finde ich erst mal sehr erstaunlich,wenn man bedenkt, dass ihr euch sehr viel gezankt habt. Das ist ja bei uns nicht so. Bei uns ist im Moment eher Sprachlosigkeit angesagt, denn wir haben ja schon Stunden bis Tage mit Reden , Reden und noch mal Reden verbracht und immer wieder ist nichts Neues dabei rausgekommen. Es ist bei mir eher ein körperliches Problem.Ich kann mich nicht mehr, und das schon seit mehreren Jahren, körperlich auf ihn einlassen,dh., ich fühle nichts mehr,wenn er mich streichelt und mich küsst. Es passiert einfach nichts mehr in meinem Körper,im Gegenteil,mir ist es eher unangenehm. Ich habe schon mit einigen Paaren gessprochen,die sich getrennt haben, bei denen hat der Sex und die körperliche Nähe super gut geklappt,bei denen hat der Alltag mit den Kindern nicht funktioniert.Ich denke,das ist auch der Grund,warum ich den Absprung geschafft noch nicht geschafft habe und auch so schnell nicht schaffen werde. Mein Gewissen sagt mir, komm halte durch,den Kindern zuliebe,so schlimm ist es gar nicht,ist doch nur der Sex,der bei uns fehlt und die körperliche Nähe und Zärtlichkeit.
Alles andere klappt besser als in manchen Familien, die wir kennen, und die sind auch noch zusammen.
Das mit der Zimmertrennung geht bei uns nicht, wir wohnen schon so auf kleinstem Raum und haben mit Müh und Not den Kindern ihre eigenen Zimmer umgebaut.
Es ist im Moment so, dass ich ziemlich viel mit Freundinen unternehme, und er wird dagegen zum totalen Stubenhocker.
Er hat aufgehört in seinem Musikverein zu spielen,was mir unverständlich ist,zumal er sowieso keine Freunde hat.
Er ist mir auch immer böse,wenn ich mit meinen Freundinen zb. in die Disco gehe,schaut mit bösem Blick zu, wie ich mich schön mache und sagt mir nur mürrisch Tschüß.
Ich denke,er mißtraut mir ,ist ja auch verständlich,denn ich habe ja auch gesagt, dass ich ihn nicht mehr liebe. Er hat Angst,dass ich jemanden anderen habe,denn ich bin ja emotional nicht mehr an ihn gebunden und somit potentiell frei für einen anderen.
Keine schöne Situation,zumal ich jedesmal denke,dass er mich bestimmt kontrollieren wird,denn das hat er damals,als ich meine Affäre hatte auch getan.
Bin im Moment sehr sehr angespannt,weil ich nicht weiß,wie ich nun weitermachen soll. Im Prinzip werde ich wahrscheinlich alles so lassen wie es ist.
Ich bin mir einfach noch nicht sicher genug, was in meiner speziellen Situation die richtige Vorgehensweise ist.


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