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  1. Inaktiver User

    AW: Alleinerziehend durch private Samenspende - was beachten /bedenken?

    Die Pflichten gegenüber einem Kind sind bei Verheirateten nicht umfangreicher als bei Unverheirateten.

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    AW: Alleinerziehend durch private Samenspende - was beachten /bedenken?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mich erinnert der Strang an ein Erlebnis im letzten Jahr. Mein LG und ich haben vor der Geburt unseres Sohnes das geteilte Sorgerecht eintragen lassen. Dazu gehört eine Belehrung, was Sorgerecht bedeutet, es wird beurkundet, dass der Vater augenscheinlich bei geistiger Gesundheit ist, man muss bestätigen, dass man bereit ist, finanziell zum Wohle des Kindes zu handeln.

    All das gibt es nur bei unverheirateten Paaren. Bei verheirateten wird wohl automatisch davon ausgegangen, dass sie zurechnungsfähig sind und stets das Kindswohl im Auge haben.

    Wie absurd das ist und wie fern jeder Realität!
    Was ist daran so absurd? Als verheiratetes Paar hat man automatisch das geteilte Sorgerecht, finanzielle Verantwortung usw..., da muss also nichts beurkundet werden. Lässt man sich hingegen scheiden, werden die Karten neu gemischt.
    Die Feststellung der Zurechnungsfähigkeit bezieht sich also weniger oder eher indirekt auf das Kind, als vielmehr auf die Verpflichtungen, die eingegangen werden. Wenn du so willst, erfolgt das während der Eheschließung auch.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Im Leben gibt es keine Garantien. Aber bei Unverheirateten und Alleinerziehenden setzt die Gesellschaft viel höhere Maßstäbe an.
    Natürlich gibt es im Leben keine Garantien, aber vielleicht auch gerade deshalb sollte man sich überlegen, ob man als gewollte "Ein-Eltern-Familie" (ich glaube, so heisst das offiziell), von vornherein ein Umfeld für das Kind schafft, dass nicht ideal ist.
    Im Gegensatz zur gefühlten Realität, in der der es viele allein Erziehende gibt, wachsen die meisten Kinder immer noch in einem familiären Umfeld auf.
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  3. Inaktiver User

    AW: Alleinerziehend durch private Samenspende - was beachten /bedenken?

    Nur bedeutet "familiäres Umfeld" nicht, dass die Eltern präsent, liebevoll, geistig stabil, finanziell vernünftig und ausreichend langlebig sind.

    Das (und nicht die Ehe) wären die optimalen Bedingungen.
    Geändert von Inaktiver User (23.10.2013 um 12:20 Uhr)

  4. Inaktiver User

    AW: Alleinerziehend durch private Samenspende - was beachten /bedenken?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nur bedeutet "familiäres Umfeld" nicht, dass die Eltern präsent, liebevoll, geistig stabil, finanziell vernünftig und ausreichend langlebig sind.
    ......und all das wären "Ein-Eltern-Familien" deiner Meinung nach ganz selbstverständlich?

    Wenn bei einem Paar einer der Eltern krank wird oder Probleme hat, kann der/die andere als Korrektiv wirken und die Familie auffangen. Bei Alleinerziehenden ist das Kind viel mehr auf diese eine Person fixiert und ihr mehr ausgeliefert.
    Geändert von Inaktiver User (23.10.2013 um 12:25 Uhr)

  5. Inaktiver User

    AW: Alleinerziehend durch private Samenspende - was beachten /bedenken?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ......und all das wären "Ein-Eltern-Familien" deiner Meinung nach ganz selbstverständlich?
    Nein, aber warum sollte dann eine Ehe automatisch die besseren Bedingungen erfüllen?

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    AW: Alleinerziehend durch private Samenspende - was beachten /bedenken?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nein, aber warum sollte dann eine Ehe automatisch die besseren Bedingungen erfüllen?
    Ich glaube, es geht gar nicht so sehr um "die Ehe", als vielmehr darum, dass das Kind zwei Elternteile als Bezugspersonen hat.
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  7. Inaktiver User

    AW: Alleinerziehend durch private Samenspende - was beachten /bedenken?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nein, aber warum sollte dann eine Ehe automatisch die besseren Bedingungen erfüllen?
    Weil sie die meisten der Fragen beantworten kann, die sich die TE anfangs stellte:

    - der Vater ist der Mutter gut bekannt, sowohl was seinen Gesundheitszustand als auch was seine Schulabschlüsse betrifft
    - die Rolle des Vaters ist klar gesetzlich abgesichert (er muss sich von der Mutter nicht zum Patenonkel degradieren lassen)
    - er ist finanziell für das Kind verantwortlich
    - ev. gibt es Großeltern, die sich beteiligen
    - falls einer der Eltern arbeitslos wird oder kein Einkommen mehr hat, kann der/die andere die Familie auffangen

    Natürlich gibt es auch in einer Ehe keine Garantie dafür, dass die Beteiligten liebevoll und warmherzig zu einander sind. Aber sie kann einige der praktischen Fragen lösen, die bei Ein-Kind-Familien große Probleme verursachen können, wenn alle Pflichten auf einem einzigen Erwachsenen lasten.

    Gerade die Überforderung als AlleinerzieherIn kann dazu führen, dass Einzeleltern weniger präsent, liebevoll und geistig stabil werden.

  8. Inaktiver User

    AW: Alleinerziehend durch private Samenspende - was beachten /bedenken?

    Das sind gute Hinweise, die rechtliche Situation in diesem speziellen Fall zu klären (wie ja hier schon oft gepostet) und für ausreichend Bezugspersonen zu sorgen - aber keine Gründe, davon Abstand zu nehmen.

  9. Inaktiver User

    AW: Alleinerziehend durch private Samenspende - was beachten /bedenken?

    Ob nun eine alleinerziehende Mutter eine schlechtere Erziehung bietet als eine "klassische" Familie mit Mama und Papa, diese Diskussion halte ich für müßig, die TE hat sich ja bereits entschieden, wenn ich das richtig sehe.

    Was ich nach wie vor *hüstel* merkwürdig finde, ist die Vorstellung von der Rolle des Erzeugers nach der Geburt.

    Die Fakten sind klar: der Mann ist in der Pflicht. Fender hat es beschrieben und auch ich in meinem Beitrag #42.

    Ich halte es für schlichtweg naiv zu glauben, den Vater dauerhaft "raushalten" zu können, ihn gar als "Patenonkel" dabei zu haben. Absprachen hin oder her, wenn es Spitze auf Knopf steht, ist der Erzeuger "dran", egal, was mal im Hinterzimmer abgesprochen wurde ! Mal abgesehen davon, dass inzwischen jedes Kind das Recht(!) hat, seinen Erzeuger zu kennen.

    Ich frage mich, welcher Mann ist so "doof" und lässt sich auf so einen Handel ein..... . Das ist eine Hypothek für den Rest des Lebens !

    Gruß, Elli
    Geändert von Inaktiver User (23.10.2013 um 13:26 Uhr)

  10. User Info Menu

    AW: Alleinerziehend durch private Samenspende - was beachten /bedenken?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Sie weicht sogar sehr stark davon ab. Wenn ein Paar zusammen ein Kind bekommt, sind damit andere Voraussetzungen gegeben als bei der TE: Das Kind wird ganz selbstverständlich beide Eltern haben. Auch wenn diese sich trennen sollten, ist klar, dass beide gleichwertig sind.

    Im Fall der TE heisst es schon in den Vorüberlegungen: Das Kind ist meine Idee und mein Eigentum, der Vater ist von vornherein nicht als gleichwertiger Elternteil vorgesehen. Die Rolle des Vaters wird vorher fest gelegt, er soll eine Art von Patenonkel sein, der zu den Geburtstagen kommen darf. Was, wenn Vater und Kind sich öfter sehen wollen?



    ...und der Vater. Und mögliche Halbgeschwister. Die Erfahrungswerte, die waters weiter vorne schilderte, sind sehr aufschlussreich.

    Die Fragen, die die TE in ihrem ersten Posting stellt, hören sich für mich - Pardon - so an, als ob sich jemand ein Haustier zulegen möchte. Die Frage nach den gesundheitlichen Voraussetzungen könnte man auch einem Züchter stellen (Gesundheitszeugnis), die Frage nach den Schulzeugnissen halte ich für vollends schräg (aber vielleicht möchte die werdende Mutter vorher auch einen Intelligenztest machen?)

    Was mir völlig fehlt, sind Fragen wie: Wie wird mein Kind damit umgehen, dass es keinen oder nur einen Besuchsvater hat (den die Mutter wohl wegzubeissen gedenkt, wenn er sich nicht an die ihm zugewiesene Rolle hält). Wie wäre es mir als Kind gegangen, wenn meine Mutter mich auf diese Weise bekommen hätte? Hätte ich mir so etwas gewünscht?

    Wie kann ich meinem potentiellen Kind möglichst gute - auch emotionale und soziale - Voraussetzungen bieten? Was ist mit seinem Vater?

    Wenn ich nach all diesen Überlegungen zu dem Schluss komme, dass ich mir als Kind nicht so ein Schicksal gewünscht hätte - wie kann ich dann mit meinem unerfüllten Kinderwunsch zurecht kommen? Kann ich im Interesse meines potentiellen Kindes vielleicht sogar auf die Erfüllung meines Kinderwunsches verzichten oder ist dieser Wunsch so übermächtig und kompensatorisch, dass es mich nicht kümmert, wie es den anderen Menschen, die unweigerlich in meinen Wunsch verstrickt werden, geht?
    Sorry aber ich komme auch einer so klassischen Konstelation mit Vater/Mutter - Kind. Ich habe 30 Jahre gebraucht um meine Kindheit und Jugend zu verarbeiten und knappere wahrscheinlich mein ganzes Leben daran. Ich wäre als Kind glücklich gewesen wenn meine Mutter den Schnitt gemacht hätte und wäre mit mir gegangen. Hat sie nicht... und meine Schwester und ich mussten leiden. War eine ganz kleinbürgerliches, spießiges Umfeld irgendwo in Deutschland.
    Die TE wird ihrem Kind sicher eine wunderbare Mutter und bietet ihm ein Umfeld von dem ich als Kind geträumt hätte.

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