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  1. Inaktiver User

    AW: Alleinerziehend durch private Samenspende - was beachten /bedenken?

    Zitat Zitat von Inska Beitrag anzeigen
    Die TE hat schlicht und einfach geschrieben, dass sie sich ein Kind wuenscht - und weicht damit in ihrer Motivation kein Stueck von den Formulierungen verpartnerter Eltern ab.
    Sie weicht sogar sehr stark davon ab. Wenn ein Paar zusammen ein Kind bekommt, sind damit andere Voraussetzungen gegeben als bei der TE: Das Kind wird ganz selbstverständlich beide Eltern haben. Auch wenn diese sich trennen sollten, ist klar, dass beide gleichwertig sind.

    Im Fall der TE heisst es schon in den Vorüberlegungen: Das Kind ist meine Idee und mein Eigentum, der Vater ist von vornherein nicht als gleichwertiger Elternteil vorgesehen. Die Rolle des Vaters wird vorher fest gelegt, er soll eine Art von Patenonkel sein, der zu den Geburtstagen kommen darf. Was, wenn Vater und Kind sich öfter sehen wollen?

    Zitat Zitat von uppla Beitrag anzeigen
    Nicht zuletzt ist der Kinderwunsch etwas signifikant spezielles, spezieller als die meisten anderen Wünsche, denn es ist mindestens noch ein weiterer Mensch involviert. Das Kind nämlich.
    ...und der Vater. Und mögliche Halbgeschwister. Die Erfahrungswerte, die waters weiter vorne schilderte, sind sehr aufschlussreich.

    Die Fragen, die die TE in ihrem ersten Posting stellt, hören sich für mich - Pardon - so an, als ob sich jemand ein Haustier zulegen möchte. Die Frage nach den gesundheitlichen Voraussetzungen könnte man auch einem Züchter stellen (Gesundheitszeugnis), die Frage nach den Schulzeugnissen halte ich für vollends schräg (aber vielleicht möchte die werdende Mutter vorher auch einen Intelligenztest machen?)

    Was mir völlig fehlt, sind Fragen wie: Wie wird mein Kind damit umgehen, dass es keinen oder nur einen Besuchsvater hat (den die Mutter wohl wegzubeissen gedenkt, wenn er sich nicht an die ihm zugewiesene Rolle hält). Wie wäre es mir als Kind gegangen, wenn meine Mutter mich auf diese Weise bekommen hätte? Hätte ich mir so etwas gewünscht?

    Wie kann ich meinem potentiellen Kind möglichst gute - auch emotionale und soziale - Voraussetzungen bieten? Was ist mit seinem Vater?

    Wenn ich nach all diesen Überlegungen zu dem Schluss komme, dass ich mir als Kind nicht so ein Schicksal gewünscht hätte - wie kann ich dann mit meinem unerfüllten Kinderwunsch zurecht kommen? Kann ich im Interesse meines potentiellen Kindes vielleicht sogar auf die Erfüllung meines Kinderwunsches verzichten oder ist dieser Wunsch so übermächtig und kompensatorisch, dass es mich nicht kümmert, wie es den anderen Menschen, die unweigerlich in meinen Wunsch verstrickt werden, geht?
    Geändert von Inaktiver User (22.10.2013 um 18:18 Uhr)

  2. Inaktiver User

    AW: Alleinerziehend durch private Samenspende - was beachten /bedenken?

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    ....Ich habe schon verstanden, dass Du keine "anonyme" Samenspende haben möchtest, sondern die von einem Bekannten. Aber der soll anonym bleiben. Da wird Dir nichts anderes übrig bleiben, als ihn nicht als Vater eintragen zulassen. Und der muss sich darauf verlassen können, dass Du nie seine Identität preisgibst. Und Du auch gegenüber Deinem einmal erwachsenen Kind auch das Stillschweigen bewahrst. .....
    Ich habe nur bis hierher gelesen. Genau so ist es nämlich: irgendwann möche jedes Kind auf Deibel komm raus wissen, von wem es abstammt und das mit Recht, im wahrsten Sinne des Wortes. Ob eine Mutter da wirklich Stillschweigen bewahrt ohne das Vertrauen des Kindes zu verlieren ?

    Der Mann soll Zeugnisse (Plural!?) vorlegen ? Was darfs denn sein ? Abischnitt schlechtestensfalls 2,0 ? Akademiker mit Summa-cum-laude-Promotion ?

    Er soll als "Patenonkel" agieren ? Möglicherweise ist das Kind dem "Patenonkel" wie aus dem Gesicht geschnitten... Welch ein "Zufall"! Die Familie weiss Bescheid ? Klaro, die sind auf Lebzeiten verschwiegen wie ein Grab.....

    Sorry, aber wie schräg ist das denn alles ? Irgendwann ahnt/weiss das Kind was Sache ist mit dem "Patenonkel" und der Mann ist zum Kindsunterhalt verpflichtet. Wer lässt sich denn als Mann auf so etwas ein ?

    Wenn, dann wirklich anonym, ohne jeglichen Kontakt nach der Samenspende, damit garnicht erst die Versuchung entsteht, den Namen es Vaters irgendwann preiszugeben. Wie das zu bewerkstelligen wäre, weiss ich allerdings auch nicht.....

    Gruß, Elli
    Geändert von Inaktiver User (22.10.2013 um 18:34 Uhr) Grund: Ergänzung

  3. Inaktiver User

    AW: Alleinerziehend durch private Samenspende - was beachten /bedenken?

    Ich denke, es ist kein Zufall, dass in den letzten Jahren die Rechte unehelicher Kinder und Väter gestärkt wurden und Gerichte Kindern das Recht zusprechen, ihre Abstammung zu erfahren. Offensichtlich stehen da viele Schicksale von Menschen dahinter, die Klarheit über ihre Herkunft und ihre nächsten Blutsverwandten haben wollen.

    So einfach, wie sich manche das vorzustellen scheinen, sind menschliche Beziehungen und Emotionen nicht.

  4. gesperrt

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    AW: Alleinerziehend durch private Samenspende - was beachten /bedenken?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wie wäre es mir als Kind gegangen, wenn meine Mutter mich auf diese Weise bekommen hätte? Hätte ich mir so etwas gewünscht?
    Das ist der entscheidende Punkt! Wer von uns wäre gern auf eine solche Weise gezeugt worden?

    Ich nicht! Wenn ich mir alle Vor- und Nachteile ins Gedächtnis rufe, bin ich heilfroh, dass ich einen Vater hatte, der immer erreichbar und da war ♡.

    Was meint ihr? Wer hätte lieber keinen gehabt?

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    AW: Alleinerziehend durch private Samenspende - was beachten /bedenken?

    Hallo Ebayfan,

    ich gehe davon aus, wenn Frau - in diesem Fall die TE - sich nichts sehnlicher wünscht als ein Kind, sie dieses auch liebt.

    Meine verheiratete Mutter hat 3 Töchter bekommen (einmal Zwillinge, ich 13 Monate später). Eine MUTTER war sie trotzdem nicht, konnte mit Kindern nichts anfangen. Zum Glück gab es Kindermädchen und Haushälterin. Niemals hat sie eines ihrer Kindern in den Arm genommen oder 'geknuddelt'. Mich hat sie Zeit ihres Lebens dafür verantwortlich gemacht, dass ich als Mädchen geboren wurde. Sie hat mich weg gegeben an eine unverheiratete Cousine meines Großvaters. Auf betreiben meines Vaters wurde ich mit ca. 3 Jahren wieder in die Ursprungsfamilie zurück geholt. Es war wirklich furchtbar.

    Zu allem Unglück wurde mein Vater, als meine Schwestern 8, ich 7 Jahre alt waren, von einem betrunkenen Engländer - der Fahrerflucht beging - überfahren und starb. Den Rest des Verhaltens meiner 'Mutter' erspare ich Euch.

    Muß ich jetzt noch in klaren Worten schreiben, für welche Mutter ich mich entschieden hätte?

    Ist es denn nicht entscheidend, ob ein Kind geliebt wird, egal, auf welche Art es gezeugt wurde?

    FG von Helga

    „Nehmen sie die Menschen wie sie sind, denn andere gibt es nicht“
    Konrad Adenauer

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    AW: Alleinerziehend durch private Samenspende - was beachten /bedenken?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich würde in erster Linie an das Kind denken. Es wäre bestimmt abartig für das Kind zu erfahren, dass es einen Vater hat, der das auch weiß und der sich "nur" als Samenspender zur Verfügung stellte für Geld (nehme mal an, dass er dafür bezahlt wird).
    Bei der privaten Samenspende geht es in der Regel nicht um Geld, anders als bei Samenbanken. Kann sein, dass man sich einigt, dass Fahrtkosten bezaht werden oder das HIV-Attest, das war es aber dann auch.
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich würde mir einen suchen, der das mitmacht und ebenfalls ein Kind mag und dann gemeinsam sich um das Kind kümmern - das wäre auch eine Möglichkeit.
    Das finde ich auch die bessere Lösung. So ein Mann sollte sich doch auch über entsprechende Kanäle finden lassen.

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    AW: Alleinerziehend durch private Samenspende - was beachten /bedenken?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Vielleicht liest du einfach nochmal das Eingangsposting:
    Ja, so kann man sich auch um eine Antwort drücken...

    Aber im Ernst.
    Das habe ich wirklich überlesen. Nachdem mir vorher schon die Kinnlade heruntergefallen ist, war endgültig Schluss bei der "Stadt über 500.000 Einwohner", wo ich mich gefragt habe, ob Menschen auf dem Dorf keine Kinder bekommen....
    Von den Schulzeugnissen des potentiellen Vaters ganz zu schweigen.
    __________________________________________________

    Go ask Alice.
    I think she'll know.

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    AW: Alleinerziehend durch private Samenspende - was beachten /bedenken?

    Zitat Zitat von KHelga Beitrag anzeigen

    Ist es denn nicht entscheidend, ob ein Kind geliebt wird, egal, auf welche Art es gezeugt wurde?
    Es tut mir leid, dass du deine keine netten Eltern hattest.
    Es wird immer furchtbare Mütter und auch Väter geben, aber ich frage mich, ob ich ein Kind ganz bewusst ohne nennenswerten Vater, also einen Teil Eltern ins Leben starten lassen würde und warum das sein muss und worum es bei dem Wunsch nun wirklich geht.
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    AW: Alleinerziehend durch private Samenspende - was beachten /bedenken?

    Zitat Zitat von Ebayfan Beitrag anzeigen
    Das ist der entscheidende Punkt! Wer von uns wäre gern auf eine solche Weise gezeugt worden?

    Ich nicht! Wenn ich mir alle Vor- und Nachteile ins Gedächtnis rufe, bin ich heilfroh, dass ich einen Vater hatte, der immer erreichbar und da war ♡.

    Was meint ihr? Wer hätte lieber keinen gehabt?

    Ich hab zwar auch keine Über-Eltern und es liegt einiges im argen, aber zumindest kann ich mir erklären, warum ich manchmal so oder so bin, woher meine Haare kommen und wer meine Großeltern waren.
    Ab einem gewissen Punkt kann das wichtig werden im Leben, zu wissen woher man kommt, wer man ist und wenn es nur die eigene Neugier befriedigt, ganz zu schweigen von der Frage, wie wäre es gewesen mit einem Vater aufzuwachsen.
    Bei meinen Schulfreundinnen, die von ihren alleinerziehenden Müttern großgezogen wurden, durfte ich mich über meinen Vater nicht beklagen. Dann bekam ich zu hören: wenigstens hast du einen.
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    AW: Alleinerziehend durch private Samenspende - was beachten /bedenken?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Was mir völlig fehlt, sind Fragen wie: Wie wird mein Kind damit umgehen, dass es keinen oder nur einen Besuchsvater hat (den die Mutter wohl wegzubeissen gedenkt, wenn er sich nicht an die ihm zugewiesene Rolle hält). Wie wäre es mir als Kind gegangen, wenn meine Mutter mich auf diese Weise bekommen hätte? Hätte ich mir so etwas gewünscht?


    du gehts davon aus, dass es die "klassische familie" mit 2 eltern schon immer so gegeben hat.

    es gab aber auch gesellschaftsformen, wo männer und frauen nicht als paar zusammenlebten, sondern sich nur zum sex trafen. die kinder wurden von anderen männern der sippe stärker beeinflusst, als von ihren erzeugern (zB vom bruder der frau).

    diese gesellschaftsformen gibt es ganz selten noch heute, früher gehörten sie zum leben im matriarchat.
    das hat über eine lange epoche funktioniert, wird also nicht ganz falsch gewesen sein.

    uns belegt das heute, dass es nicht eine archetypische form der familie gibt, die vom ungeborenen so und nicht anders erwartet wird.
    das weibliche und das männliche kann auch über andere menschen und handlungen mitgegeben werden.


    Zitat Zitat von KHelga Beitrag anzeigen

    Ist es denn nicht entscheidend, ob ein Kind geliebt wird, egal, auf welche Art es gezeugt wurde?
    Geändert von Analuisa (22.10.2013 um 23:35 Uhr) Grund: Zitat repariert

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