Hallo zusammen!
Unsere Kinder, 14 und 16, leben seit fast 4 Jahren mit ihren getrennten Eltern - und insgesamt muss man sagen, dass es rundum gut läuft. Alle 14 Tage sind sie beim Vater.
Nun ist der Ältere 16, was ja an sich schon ein schwieriges Alter ist. Und seit kurzem sagt er, er hätte keine Lust mehr auf die Vater-Wochenenden.
Das liegt m.E. nicht am Verhältnis der beiden zueinander, sondern daran, dass mein Sohn natürlich andere Dinge im Kopf hat ... weg gehen will ... Internet ... telefonieren.
Mein Ex war schon immer etwas pingelig ... Internet und Telefon will er nicht "freigeben", weil es zuviel Geld kostet. Wenn sein Sohn mal auf eine Fete will, dann holt er ihn immer früher ab als wir (wir wohnen alle auf dem Land) - weil er morgens früh von seinem Baby geweckt wird. Da hat er natürlich keine Lust auf nächtliche Fahrten durch den Landkreis.
Nun denke ich, dass zum einen die Treffen zwischen Vater und Sohn gerade in diesem Alter wichtig sind ... es sind eh nur noch ein paar Jahre, dann geht er sowieso seine eigenen Wege. Außerdem ist er auch nicht so einfach - und der väterliche Einfluss ist sicherlich richtig!
Außerdem ärgert es mich, dass mein Ex so knauserig ist - und mit Kleinigkeiten die Treffen gefährdet. Ich muss auch für Telefon und Internet zahlen - und ich achte auch darauf, dass es nicht stundenlang ist! Und ich hole ihn auch nachts ab!! Warum ist das dann für meinen Ex ... 2 x im Monat!!!! ... zu viel!?!?!?
Und es ist doch klar - wenn der Sohn so wenig an den Vater-Wochenenden hat, was ihm Spaß macht, dass er dann lieber zuhause, also bei mir, bleiben möchte.
Wie geht man damit um? Sohn zwingen? Oder es ihm freistellen?
Mit meinem Ex habe ich schon gesprochen. Aber der ist mit JOb und neuem Baby ziemlich gestresst ... und zudem noch recht empfindlich, wenn ich mal kritisch was äußere ...
Wie klappt das mit euch und den fast erwachsenen "Kindern"?
Gruß - Marie
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06.11.2006, 13:13Inaktiver User
Sohn (16) hat keine Lust mehr auf Vater-Wochenende
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06.11.2006, 17:42Inaktiver User
AW: Sohn (16) hat keine Lust mehr auf Vater-Wochenende
In dem Alter ist eine "Jedes zweite Wochenende bei Papa"-Regelung eigentlich nicht mehr üblich. Bei kleineren Kindern wird es so gehandhabt, damit es eine gewisse Regelmäßigkeit und Struktur in der Vater-Kind-Beziehung gibt.
Funktionierte mit meinen in dem Alter gar nicht mehr. Das ging nur bis sie so ungefähr 14 waren. Dann wurden Freunde wichtiger als die Eltern. Was ja auch in Ordnung ist, schließlich lösen sie sich und sind auf dem Weg ins Erwachsenwerden.
Bei uns läuft es seitdem so: Kinder (jetzt 18 und 20) und Vater vereinbaren Termine wie unter Erwachsenen: Mal gehen sie abends in Kino oder was essen, mal besuchen sie ihn sonntags zum Kaffeetrinken.
Vielleicht ist es für Deinen Ex schwierig, dass zu akzeptieren. Denn er bekomt ja nicht so hautnah mit wie Du, dass die Kinder nun groß und erwachsen werden.
Aber irgendwie könnt ihr (großer Sohn und Du) ihm vielleicht klar machen, dass ein Jugendlicher nicht unbedingt ein Wochenende bei Papa verbringen will. Vielleicht erinnert sich der Vater mal an seine Jugend, was er da so gemacht hat am Wochenende und was ihm da wichtig war.
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06.11.2006, 18:57Inaktiver User
AW: Sohn (16) hat keine Lust mehr auf Vater-Wochenende
Mein Sohn hat seinen Vater in der 11. Klasse 2mal besucht und im Abijahr überhaupt nicht. Die Intressen lagen schlichtweg anders. Papa ist so große Kinder überhaupt nicht gewöhnt, will noch erziehen und Sohnematz schon recht selbstständig.
Auch mein Ex ist geizig und diskussionsfreudig, auch die Erziehungsmethoden, stoßen nicht gerade qauf Gegenliebe.
allerdings leben wir 3 autobahnstunden vom Papa entfernt, da ist auch nix mit schnell mal rüberhuschen und Urlaub auf'm Bauernhof ist mit 16 eben nicht mehr der knaller.
Hilly
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07.11.2006, 06:55Inaktiver User
AW: Sohn (16) hat keine Lust mehr auf Vater-Wochenende
Ja, aber das ist doch total schade, wenn so Vater und Sohn irgendwie den Kontakt verlieren, bzw. sich der Kontakt so reduziert.
Ich meine, auch wenn Kinder erwachsen werden, bleiben die Eltern doch wichtig für sie ... und auch, wenn eine natürlich Distanz entsteht, so sollte doch das Band eigentlich nicht deshalb reißen, weil die Eltern nicht mehr zusammenwohnen. Denn würden sie noch zusammenwohnen, dann würden die Kinder den Vater ja entsprechend öfters sehen.
Nein, ich glaube, so einfach wird das bei uns nicht gehen - zumal ja der Kontakt Vater-Sohn insgesamt gut ist.
Mal sehen. Aber danke für eure Antworten.
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07.11.2006, 09:50Inaktiver User
AW: Sohn (16) hat keine Lust mehr auf Vater-Wochenende
Wieso läuft das eigentlich über dich? Oder läuft es gar nicht über dich und du machst dir hier nur so deine Gedanken? Fiel mir nur so auf, mit 16 ist er alt genug, um sich mit seinem Vater direkt auseinanderzusetzen, muss er bei dir ja auch, wenn ihr Reibungspunkte habt oder?
Wenn er nicht mehr möchte, dann soll er doch an einem Besuchs-WE mitteilen, dass er das ändern möchte, dann können beide Mann zu Mann darüber reden
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Empfehlen würde ich euch auch eine Telefon- und Internetflatrate, das hebt die Familienharmonie um mindestens 2 m an
...
LG
Estrella
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07.11.2006, 09:52Inaktiver User
AW: Sohn (16) hat keine Lust mehr auf Vater-Wochenende
Klar ist das schade, aber der Papa hat uns verlassen, da waren die Kinder 2 und 3 Jahre alt.
Zitat von Inaktiver User
Von mir aus hätte der Kontakt ruhig besser sein können, aber ich kann keinen von beiden zwingen.
Hilly
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07.11.2006, 11:10Inaktiver User
AW: Sohn (16) hat keine Lust mehr auf Vater-Wochenende
Hallo Marie,
bei uns war es so, dass ICH diejenige war, die das tochterfreie Wochenende nötig hatte, von daher gab's keine Diskussionen ;-)
Mittlerweile lebt mein Ex in Mexiko, und meine Tochter (17) würde die Ferien lieber mit ihren Freunden verbringen als Urlaub in einer Luxusvilla in südlicher Sonne... Einmal im Jahr muss sie aber, weil ich mal ein paar Wochen ohne Pubertisten brauche.
Sie liebt ihren Paps inniglich und versteht sich prima mit ihm - es liegt also nicht unbedingt am Paps, wenn die Kids lieber was anderes unternehmen.
Und ehrlich gesagt: mit 16 standen meine Eltern auf der Hitliste meiner Freizeitbeschäftigungen ganz weit unten ;-)))
Liebe Grüsse
evemie
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08.11.2006, 16:55Inaktiver User
AW: Sohn (16) hat keine Lust mehr auf Vater-Wochenende
@Estrellaluana ... warum das über MICH läuft?? Weil ich die Mutter bin - und weil es mich interessiert! Außerdem finde ich es schon wichtig, dass sich auch der Vater mit seinem Sohn auseinandersetzt - und dazu ist eben Zeit nötig. Nur am Telefon?? Nein, das wird zuwenig sein.
Ich trage derzeit alle Auseinandersetzungen auf meinen Schultern - bin entsprechend der alleinige Ansprechpartner und muss Entscheidungen allein treffen. Ich denke, es ist nur gerecht, wenn der Vater das auch mitträgt!? Dazu sind 4 Tage im Monate - mehr ist es ja nicht, wenn es jedes 2. Wochenende ist - doch nicht zuviel und zumutbar?
Und: schließlich kommt es ja auch unserem Sohn zugute, wenn der Vater-Sohn-Kontakt nicht einschläft - und er von seinem Vater noch Anregungen, Meinungen etc. mitbekommt!?
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09.11.2006, 08:44Inaktiver User
AW: Sohn (16) hat keine Lust mehr auf Vater-Wochenende
Liebe Marie,
das Problem bei uns (nahezu..) alleinerziehenden Müttern ist nun mal, dass wir uns von den Vätern Entlastung wünschen - aber wenn der Vater nicht will oder mit den Kids anders als du umgeht, wat willste machen?
Du kannst natürlich den Vater dezent darauf hinweisen, dass sein Verhalten dazu führt, dass sein Sohn nicht allzuviel Lust auf die Wochenenden hat. Ob der dann sein Verhalten ändert, ist seine Entscheidung.
Das Verhältnis Vater-Sohn liegt ja nicht in deiner Macht, die beiden sind ja eigentlich beide alt genug, um das unter sich zu regeln. Wenn deinem Sohn Telefonate reichen - ist doch okay. Da würde ich dir Vertrauen wünschen, denn das kann ja in ein paar Jahren wieder anders aussehen.
Deshalb ist es für dich wichtig, zu unterscheiden: braucht dein Sohn die Vater-Wochenenden? - Oder brauchst du Unterstützung, auch finanzieller Art und möchtest die vom Vater haben?
Ich hab mal eine Aufstellung gemacht, was meine Tochter monatlich kostet (anteilige Miete, Nebenkosten, Strom, Telefon, Haushalt, Schule, Essensgeld, Handy, Fahrtkosten etc.) und was sie einnimmt (Kindergeld und Unterhalt).
Pubertisten sind ganz schön anstrengend, sie kosten Zeit, Energie und Geld. Seelische Unterstützung krieg ich von meinen Freundinnen, deren Kids ebenfalls heftigst pubertieren, und wenn ich mal eine Profi-Meinung oder konkrete Tipps brauche, geh ich zum Jugendamt. (Ich hab da nur gute Erfahrungen gemacht!)
Ich hab auch schon die Telefonseelsorge angerufen, wenn's eng wird nehm ich alles, was ich kriegen kann
Du kriegst, was du brauchst - aber nicht immer dort, wo du es dir wünschst
Liebe Grüsse aus der Hauptstadt der Alleinerziehenden
evemie
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09.11.2006, 09:49Inaktiver User
AW: Sohn (16) hat keine Lust mehr auf Vater-Wochenende
Ist schon klar, ich wollte dich nicht angreifen
Zitat von Inaktiver User
. Ich kenne es halt anders, mit 16 habe ich mir als Ekel-Teenie, der ich war (
) eben nicht mehr sagen lassen, wo ich wann wen zu besuchen habe. Eigentlich waren mir beide Seiten der Familie nicht wichtig in der Phase, ich hatte genug mit meinem Erwachsenwerden zu tun, da waren mir andere Sachen eben wichtiger, als irgendwelche Besuche.
Die Familienorientierung kam zurück, als ich erwachsen war, aber mit 16 habe ich mich dort aufgehalten, wo ich mein Leben (Freizeit war natürlich am wichtigsten, bzw. diese nach meinen Vorstellungen zu gestalten) am einfachsten gestalten konnte. Hätte man mich zu Familie "genötigt" wäre ich bockig auf die Barrikaden gegangen, bei mir wäre der Schuss somit nach hinten losgegangen, da ich wirklich sehr sehr widerlich sein konnte, wenn man - in meinen Augen - über meinen Kopf hinweg bestimmte, was ich zu tun habe - ich war ja schließlich schon erwachsen
.
LG
Estrella


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