Hallo,
Ich habe mich hier angemeldet da ich so im Internet keineAntworten finde. Ich habe diese fragen auch schon woanders gestellt, aber ich bekomme keine Antworten. Und im Bekanntenkreis sagen alle das wird schon.
Wir sind seid Januar getrennt und arbeiten beide im Schichtdienst. Früher war das kein Problem, war alles geregelt und organisiert. Nach seinem Auszug dann war er die ersten Male noch hier wenn ich Dienst hatte um unser Kind ins Bett zu bringen oder morgens zum Kiga zu bringen. Dann war ich erstmal lange Zeit krank geschrieben, und unsere Tochter war an seinen freien Tagen oft bei ihm. Danach, als ich wieder gearbeitet habe habe ich schon geguckt das sie nicht so oft hin und her muss. Es kam vor das sie zb Montag/Dienstag bei ihm war, Mittwoch zu Hause, Donnerstag bei ihm, Freitag hier, Wochendende da. Fürchterlich. Ein leben aus dem Koffer, manchmal wusste sie nicht wo sie war wenn sie nachts wach geworden ist. Ich habe dann mit meinen beiden Arbeitgebern Regelungen gefunden um eine 14 Tage Regelung zu schaffen. Zum einen hat unsere Tochter dann eine klare Orientierung, zum anderen habe ich es so vorgeschlagen das wir keine persönlichen übergaben mehr haben, da dabei jedes mal Streit entstand. Nun läuft das über die kigazeiten. Er holz Freitag Mittag ab, bringt Montag morgen wieder hin.
Nun zu meinem Problem:
Er will es so nicht mehr! Er hat diesem Modell nur bis Ende des Jahres zugestimmt da er dafür Urlaub nehmen muss an manchen Tagen. Er hat einen starren dienstplan und kann solch Regelung nicht gewährleisten. Ich soll mich weiterhin, wie alle Jahre nach seinem plan richten, meine Arbeitgeber auch und das kind schon überhaupt. Was aber wahrscheinlich bedeuten würde das ich den nebenjob nicht mehr machen kann (450€ mtl) und unsere Tochter wieder total oft pendelt und keine Orientierung hat. Ich merke an ihrem verhalten das es ihr so wirklich besser geht. Sie schläft besser, kaut nicht mehr an allem rum u d die mißgeschicke mit in die Hose machen sind auch weniger.
Ich habe nun die Sorge das man ihm zustimmt, da er ja bemüht ist seine Tochter öfter zu nehmen, aber zu seinen Bedingungen, anstatt mir zu ermöglichen den Lebensunterhalt für uns beide zu verdienen und das unsere Tochter Ruhe finden kann. Was habt ihr für erfahrungen? Muss ich mich nach ihm richten weil ich es fünf Jahre auch schon gemacht habe, oder ist es okay das ich das leben nun so organisiert habe das wir beide gut zurecht kommen und er muss sich anpassen?
Mich lässt das ziemlich verzweifeln, ich wäre dankbar für erfahrungen und Tipps.
Ich habe schon Listen begonnen mit pro und Contra für eine 14 Tage Regelung.
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 19
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20.09.2013, 21:09
Umgangsregelung wenn beide im Schichtdienst
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20.09.2013, 21:37Inaktiver User
AW: Umgangsregelung wenn beide im Schichtdienst
Geht gemeinsam zum Jugendamt und lasst Euch beraten. Falls Dein Ex nicht mitkommen möchte, kannst Du Dein Problem erstmal alleine schildern. Wenn die Mitarbeiter so engagiert sind wie bei uns, werden sie auf einem Gespräch auch mit Deinem Ex bestehen.
Dann wird zusammen mit Euch beiden ein Plan aufgestellt, der verbindlich die Zeiten regelt.
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20.09.2013, 21:43
AW: Umgangsregelung wenn beide im Schichtdienst
Ich war schon dort. Da hat man mir zugestimmt. Ich habe ihn gebeten auch dorthin zu gehen, das macht er jetzt am Montag. Und Ende Oktober haben wir gemeinsam einen Termin. Ich habe auch eine Anwältin die eine 14tage Regelung befürwortet. Ich wollte nur nach erfahrungen fragen wie solch komplizierter fall enden könnte. Ob man ihm "recht" gibt an seinem dienstplan nichts zu verändern und mir damit die Möglichkeit nimmt genügend Geld zu verdienen, oder ob man meine Lebensgrundlage nimmt da ich den Lebensunterhalt für mich und unser kind verdiene und sie bei mir lebt. Ich weiß ich muss letztendlich abwarten, aber mein Kopf raucht!
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21.09.2013, 20:23Inaktiver User
AW: Umgangsregelung wenn beide im Schichtdienst
Es geht ja nicht um "Recht kriegen", sondern darum, was für das Kind am besten ist.
Am besten ist mit Sicherheit, dass es sich auf die vereinbarten Papa-Zeiten verlassen kann und dass diese regelmäßig stattfinden.
Ob dieses "regelmäßig" alle 14 Tage ist oder ein individuell vereinbarter Rhythmus, ist letztendlich egal. Und es kann ja auch nicht heißen, Mutter und Kind richten sich ein und Papa hat sich anzupassen.
Auf die Dienstzeiten der Eltern muss da schon Rücksicht genommen werden. Wenn Dein Ex-Mann wochendends arbeiten muss und er keine andere Vereinbarung mit seinem Arbeitgeber treffen kann, wird kein Familiengericht ihn dazu zwingen können.
Warum musst Du den Lebensunterhalt für Euch beide verdienen? Bekommst Du für das Kind keinen Unterhalt?
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21.09.2013, 21:27
AW: Umgangsregelung wenn beide im Schichtdienst
Ja klar bekomme in Unterhalt für das Kind. Aber das reicht ja nicht um unser Leben zu bestreiten. Also muss ich mehr arbeiten, und da ich 50% im Schichtdienst arbeite, seid sie 1Jahr ist, und das Geld nicht reicht, habe ich nun noch einen 450€ Job. Mit den Arbeitgebern habe ich das alles so besprochen und so wie es jetzt ist klappt es prima. Nur ist er eben nicht bereit sich auch darum zu kümmern das er eine 14 Tage Regelung "leisten" kann. Er will es nicht und deswegen soll ich meine Arbeit so gestalten wie er eben zeit hat. Das ich unsere Tochter "fremd betreuen" lasse durch meine Mutter, hier bei uns zu Hause passt ihm auch nicht. Ich soll meine Arbeit so legen das er sie betreuen kann. Das kann ja nicht sein das es so passieren kann. Wir müssten schon unser ganzes leben umkrempeln und uns neu organisieren, jetzt läuft alles, uns geht's langsam besser und finanziell gut und nun soll alles wieder umgebrochen werden.
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21.09.2013, 21:47
AW: Umgangsregelung wenn beide im Schichtdienst
Das was ich meine ist, Erwärmung soll/muss ich mich nach seinem Dienstplan richten, er sich aber nicht nach meinem?
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22.09.2013, 02:57
AW: Umgangsregelung wenn beide im Schichtdienst
Deine Tochter geht in den Kindergarten, also ist sie drei Jahre alt. Verstehe ich das richtig?
Wenn sie keine drei Jahre alt ist, dann steht dir Unterhalt zu. In deinem Fall würde ich den vom Kindsvater, deinem Mann, einfordern. So ganz nebenbei bemerkt.
Ob er damit einverstanden ist, ob deine Mutter als Kinderbetreuerin einspringt oder nicht, kann er dann zur Sprache bringen, wenn er dich finanziell großzügig unterstützt. Aber das tut er nicht. Also sollte er die Klappe halten.
Am besten ist natürlich, wenn ihr euch einigt, was die Kinderbetreuung anbelangt. Ansonsten hilft das Jugendamt weiter. Es moderiert zwischen euch beiden und sucht nach der besten Lösung fürs Kind. Wenn alles nichts hilft, entscheidet das Familiengericht. Das ist unnötig, wenn ihr beide miteinander reden und euch einigen könnt - auch wenn es länger dauert.
Wenn dein Leben so teuer ist, dann solltest du deine Ausgaben mal durchleuchten. Dazu gehören auch die Fragen: Kannst du in eine kleinere, günstigere Wohnung umziehen? Kannst du Wohngeld beantragen? Kannst du eine Sozialwohnung bekommen?
Welche Abonnements hast du? Welche davon brauchst du wirklich?
Wofür gibst du am meisten Geld aus? Führe über drei Monate ein Haushaltsbuch und schaue dann nach. Hast du teure Hobbys? Kaufst du dir Dinge wie Kleidung oder Bücher immer neu?
Arbeitest du bereits voll? Kannst du aufstocken? Kannst du dir eine besser bezahlte Arbeitsstelle suchen?
Wie lange ist deine Tochter im Kindergarten? Kannst du die Zeiten verlängern? Können seine Eltern die Kleine auch mal nehmen?
Diese Fragen sind in erster Linie für dich gedacht. Wenn du Spartipps haben möchtest, dann lies im Sparforum nach. Da gibt es eine Menge guter Anregungen.
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22.09.2013, 06:02
AW: Umgangsregelung wenn beide im Schichtdienst
ich würde an einer stelle an der sprache arbeiten.
ob und wieviel nebenarbeit du machst, sollte eigentlich nicht zur spache kommen.
was und wie es dir geht, auch nicht.
lasse klar erkennen, dass das kind im mittelpunkt eurer gespräche stehen muss.
ab jetzt solltest du daher vor dem jugendamt klar kommunizieren, dass das kindeswohl, wie die tatsachen gezeigt haben, bei klaren besuchsregelungen gegeben ist.
die dienstwechselbedingten änderungen der besuchstage hätten das kind während der flexiblen besuchsregelung sehr verunsichert, es habe dann schlechter geschlafen und war unausgewogener.
seine problem hätten sich bei festgelegten besuchstagen bald zum guten verbessert, es ging wieder gern zum papa.
ein nun wieder völlig neues modell mit dienstplanabhängigen tagen einzufordern, obwohl die fixen papatage das kindeswohl, und seine beziehung zum vater, beförderten, scheint dir zuwenig am kind ausgerichtet.
dir ist daher an einer zu seinem weiterhin festen vereinbarung gelegen, es sei zwar immer schwer, die flexiblen dienstpläne zweier eltern mit schichtdienst, gerecht zu koordinieren, sodass nicht einer beruflich oder elterlich sinnlose nachteile einstecken muss, währen der andere job und elternschaft konstruktiv unter einen hut bringen darf, die seelische stabilität des kindes müsse das den erwachsenen aber wert sein, sich notfalls unter mediation mit dem ziel einer tragfähigen regelung zu einigen.
(deine schilderungen erinnern mich an typische zerbrochene ehen von einigen menschen in gesundheitsberufen, wo von einem wegen der ihm sonst entgehenden feiertagszuschläge keine lösung gefunden werden will, das kind an fixen wochenenden bei sich zu haben. hier könnten zur hälfte an wochentagen gelegene papatage der kompromiss sein.)lg
legrain
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22.09.2013, 08:07
AW: Umgangsregelung wenn beide im Schichtdienst
Bis Ende des Jahres richtet er sich doch nach deinem Dienstplan und nimmt auch immer dafür Urlaub:
Also lässt er sich ja - für begrenzte Zeit - auf deine Wünsche und die Bedürfnisse des Kindes ein. Im Grunde kann er das gleiche auch von dir erwarten, eben dass du dir für die Umgangsregelung auch ab und an Urlaub nimmst.Er hat diesem Modell nur bis Ende des Jahres zugestimmt da er dafür Urlaub nehmen muss an manchen Tagen.
Wenn er einen starren Dienstplan hat ist das für euch und eure Regelung blöd, aber das ist mE nicht seine Schuld, sondern seiner Arbeit geschuldet. Wie lange geht sein Dienstplan im voraus? Kann man hier mit anderen Regelungen arbeiten?
Z. B. ein Wochenende im Monat und dafür eine Übernachtung unter der Woche, wenn er unter der Woche frei bekommt?
Dass du dich während der Ehe/Beziehung nach ihm gerichtet hast, fällt für die Umgangsregelung nicht ins Gewicht, das ist eine Sache zwischen dir und ihm oder vielleicht sogar nur für dich: warum hast du das 5 Jahre lang gemacht und nicht früher 'Gleichheit' eingefordert?Muss ich mich nach ihm richten weil ich es fünf Jahre auch schon gemacht habe, oder ist es okay das ich das leben nun so organisiert habe das wir beide gut zurecht kommen und er muss sich anpassen?
Ist dein Ziel, eine gute Regelung für das Kind zu erreichen, dann wirst auch du Abstriche machen müssen und nicht nur von ihm Entgegenkommen einfordern.
Wenn der Vater nachweisen kann, dass er bereit war für den Umgang mit eurem Kind Urlaub zu nehmen, kann es sein, dass das Jugendamt auch dies von dir verlangt, um eine 14 Tage Regelung für das Kind zu gewährleisten.
Versuche die Wünsche nach einer klaren Regelung von deinen eigenen Kränkungen (5 Jahre nach ihm gerichtet) zu trennen. Jetzt seit ihr nur noch Eltern, Paarkonflikte habe da nix zu suchen.Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
Die Ärzte
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22.09.2013, 19:06
AW: Umgangsregelung wenn beide im Schichtdienst
Hmm. Einiges will mir doch nicht wirklich in den Kopf. Da soll ich Wohngeld beantragen und meinen Nebenjob kündigen? Nein, das verstehe ich nicht. So wie es jetzt ist, auf meinen Wunsch hin, mit der 14Tage Regelung, geht es dem Kind gut, ich kann beide Jobs prima bewerkstelligen, es gibt keine Streitereien vorm Kind da wir keine Übergaben mehr haben.ob man sich nun zusammenreißen muss oder nicht, es geht nicht, wir können nicht reden ohne das einer mit Provokationen oder so anfängt. Das Kind hat einen festen Plan und muss nicht alle paar Tage wieder woanders schlafen, oder nur für ein paar Stunden bei ihm sein, sondern hat von Freitag bis Montag mit Papa Zeit. Die Zeit nutze ich dann zum arbeiten, ist nicht so das ich dann auf Party gehe. Und ich muss arbeiten damit ich unser Leben zufriedenstellend bezahlen kann. Ich bekomme Unterhalt für meine Tochter, für mich nicht, da sie 5 ist und wir auch nicht verheiratet waren. Urlaub habe ich auch schon alle Jahre genommen, in den Monaten wo er mehr gearbeitet hat, wo ich dann für meine Arbeit weniger zur Verfügung stand. Sein Dienstplan ließe sich auf Jahre planen, ist ein fester Rythmus. War auch nie ein sehr großes Problem, wenn er Tagdienst hatte, konnte ich in den Nachtdienst gehen, wenn er morgens aus dem Nachtdienst kam konnte ich mittags arbeiten, wenn er bis 23uhr gearbeitet hat, konnte ich nächsten Tag arbeiten. Nun geht das nicht mehr so einfach, zum einen würde unser Kind mehrfach in der Woche hin und herpendeln, und ich könnte nur so arbeiten wie sein Plan es zulassen würde. Die Regelung jetzt, tut unserer Tochter gut. Sie ist entspannter und ruhiger, schläft durch und ist zufrieden. Ich will nicht verstehen das ich nicht erwarten können soll das er versucht seine Arbeitszeit anzupassen... Er zahlt den mindestsatz an unterhalt, und zum leben braucht man mehr als einen 50% Job. Ich werde sehen, wir gehen im Oktober gemeinsam zum Jugendamt, ich hatte nur gehofft das mich irgendjemand beruhigen kann, aber dem ist wohl nicht so. Verwirrt mich nur noch weiter...


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