Oder mal anders rum - was passiert - in deiner Vorstellung, wenn du es ihm jetzt sagst.
Was passiert - in deiner Vorstellung, wenn du es ihm jetzt nicht sagst, er aber später genau weiß, dass du es wusstest.
Was hält dich davon ab, es ihm zu sagen ?
Antworten
Ergebnis 11 bis 20 von 21
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01.08.2013, 10:53
AW: Kind im Urlaub, Opa verstorben
Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.
.... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/
Profilbild © edwardbgordon
Moderation: "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"
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01.08.2013, 11:04
AW: Kind im Urlaub, Opa verstorben
Wenn es wirklich nicht möglich ist, dass der Sohn jetzt zur Beerdigung heim kommt, dann würde ich ihn nicht informieren. Was hätte die Information jetzt für einen Wert für ihn? Dass er seinen Urlaub nicht unbeschwert genießen kann.
Ich würde es ihm hinterher sagen. Auch dass Du Dir nicht sicher warst, ob es richtig ist, nichts zu sagen.
Hättest Du es rechtzeitig vor seiner Abfahrt gewusst, wäre die Lage eine andere. Auch, wenn es der Lieblings-Opa gewesen wäre, der ihr quasi aufgezogen hat. Aber so? Was hätte er denn davon, außer eventuell Kummer?
Ich glaube, ich wäre richtig sauer mit Deinen Eltern. Aber wenn es nichts bringt mit ihnen zu reden, ist es gut wenn Du es schaffst Dich nicht aufzuregen. Dein Sohn wird bald 18, er kann es doch dann direkt mit ihnen ausmachen wenn er es nicht gut fand wie sie reagiert haben. Das hilft sicher mehr wie wenn Du Dich jetzt beschwerst.„Es ist schwer, das Glück in uns zu finden, und es ist ganz unmöglich, es anderswo zu finden.“
Nicolas Chamfort
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01.08.2013, 11:10
AW: Kind im Urlaub, Opa verstorben
Mein Sohn ist ein großer Schweiger und macht alles mit sich selbt aus. Deshalb kann ich es schwer einschätzen. Diese Fragen habe ich mir auch schon gestellt.
Es ist ihm egal und er ist froh, dass er nicht zur Beerdigung muss. Fun, Meer und Party herrschen gerade in seinem Kopf. oder
Er ist stinksauer auf seine Großeltern, weil er ihre Einmischerei nicht leiden kann. Das könnte ihm den Urlaub vermiesen. oder
Es trifft ihn mehr als ich ahne und er ist allein damit. 10 Tage lang.
Er ist erleichtert, weil ihm der Urlaub nicht vermiest wurde. Er ist stinksauer auf seine Großeltern. Meine Beweggründe versteht er, wenn ich es ihm genau so erkläre.Was passiert - in deiner Vorstellung, wenn du es ihm jetzt nicht sagst, er aber später genau weiß, dass du es wusstest.
Seine Gedanke bezügl. seines Vaters kann ich nicht einschätzen. Ich glaube, es wäre ihm egal.
Boah, klingt das oberflächlich, was ich da über mein Kind schreibe. Aber das ist er ganz und gar nicht! Er ist pragmatisch und denkt zielorientiert.
Ich möchte mich nicht über die Entscheidung des Kindsvaters hinwegsetzen. Ich möchte seine Baustelle bei ihm lassen.Was hält dich davon ab, es ihm zu sagen ?
Das persönlich zu sagen ist besser, weil ich meinen Sohn dann auffangen und Gespräche mit ihm führen könnte, wenn er das wollte. So ist mein Kind alleine damit.
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01.08.2013, 11:16
AW: Kind im Urlaub, Opa verstorben
Danke, das spiegelt genau das wider, was in mir vor geht.
Ich war gestern sehr sauer auf meine Eltern. Habe unüberlegt reagiert "wie konntet ihr nur" und bin auf eine Mauer gestoßen. Diesen Ärger hätte ich mir sparen können, wenn ich zuvor überlegt hätte. War ja nun schon passiert. Ihre Entscheidung, ihre Verantwortung.
Wenn es der Lieblingsopa gewesen wäre, hätte ich sofort Bescheid gegeben. Aber so...
Vor lauter hirnerei fällt mir jetzt erst ein, dass ich eine Kondulenzkarte an die Ex-Schwiegermutter schicken werde. Somit ist die Entscheidung klar. Hier komme ich tatsächlich ins Spiel und muss mein Kind informieren, sonst handle ich hinter seinem Rücken. Am besten telefonisch. Ich gehe jetzt zum Frisör und werde anschließend Kontakt mit ihm aufnehmen.
Danke für eure Denkhilfen.
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01.08.2013, 12:45
AW: Kind im Urlaub, Opa verstorben
Was zählt, ist deine Beziehung zu deinem Sohn. Und nicht, wie sich deine Eltern oder dein Ex hier verhalten.
Und ich fände es eurer Beziehung zuträglich, dass du dich nicht gezwungenermaßen in die Geheimniskrämerei der anderen einklinkst und ihn somit außen vorlässt, sondern ihn als großen Sohn wahrnimmst und behandelst. Und dazu gehört, dass du ihn informierst und damit auch deine Verbundenheit zu ihm zeigst. Finde ich zumindest
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Man wandelt nur das, was man annimmt.
C.G. Jung
Nein ist ein ganzer Satz.
Keine Ahnung von wem
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01.08.2013, 12:55Inaktiver User
AW: Kind im Urlaub, Opa verstorben
Unser Sohn war jeweils im Ausland, als seine beiden Großväter im Abstand von ein paar Jahren starben.
Ich habe es ihm mit geteilt, er hat es zur Kenntnis genommen, konnte aber nicht zum Begräbnis kommen. Ich hatte nicht den Eindruck, dass in das belastet hat.
Wo ist da das Problem bei einem fast erwachsenen Kind?
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01.08.2013, 13:13Inaktiver User
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04.08.2013, 14:11
AW: Kind im Urlaub, Opa verstorben
Es ist ein NoGo, dass die beiden Grosselten mit ihrer Entscheidung diese Info nicht weiterzuleiten, dem Enkel so die Möglichkeit genommen haben sich frei zu entscheiden, ob er zur Beerdigung geht und auf den Antritt der Reise verzichtet - umbucht.
Es ist übergriffig und bezeugt ihr Einstellung, von der Wichtigkeit der andereren Großeltern und den ihn zu erweisenden Respekt.
Ich pers finde, sie haben Entscheidungen über Deinen und den Kopf des Enkels getroffen, die ihnen so und in dieser form nicht zustehen ... ich wäre auf beide sauer.
Und so würde ich das mit meinem Sohn auch kommunizieren ... möglichst direkt und unmittelbar.
Es geht nicht, dass man euch beide so vor vollendete Tatsachen stellt und quasi über Eurer beider Köpfe hinweg entscheidet, dass diese Reise wichtiger ist und Beerdigungen keine Priorität haben soll und es die Großeltern sind, die entscheiden, welchen Raum Trauer und Kondolenz erhalten und welche Linie da gefahren wird.Geändert von Lonamisa (04.08.2013 um 14:17 Uhr)
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04.08.2013, 14:59
AW: Kind im Urlaub, Opa verstorben
Das wäre für mich keine Frage. Ich finde, Du musst es ihm sagen.
Eine unerträgliche Vorstellung für mich, so viel später vom Versterben naher Angehöriger zu erfahren.
Außer an der Beerdigung teilzunehmen, gibt es ja auch die Möglichkeit, an den Verstorbenen zu denken. Da hätte ich als Betroffener gerne die Möglichkeit noch gedanklich "eine gute Reise zu wünschen". Ich meine das jetzt gar nicht so esoterisch, aber mit seinen Gefühlen beim Verstorbenen sein, empfinde ich persönlich als heilsam und tröstlich.
Ich habe in meinem Job häufiger mit dem Sterben zu tun. Und ich bin unter den Kolleginen nicht die Einzige, die auch im Frei über das Versterben meiner Patienten informiert werden will. Die Verstorbenen gedanklich auf dem letzten Weg begleiten ist für mich sehr wichtig und macht meine Beziehung zu ihnen "rund".Geändert von Schnuffelwuff (04.08.2013 um 15:04 Uhr)
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06.08.2013, 13:33
AW: Kind im Urlaub, Opa verstorben
Hallo Schnullermaus,
wie hast Du Dich denn entschieden? Hast Du Deinen Sohn informiert?


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