Hallo Kitty 19681,
da scheint ja noch einiges auf mich zuzukommen.
Als ganz neue Perspektive - wäre es Dir denn möglich für eine bestimmte Zeit (vielleicht 3 Monate) die Arbeitszeit mal deutlich zu reduzieren?
Ich weiß - weniger Geld aaaahh der Chef usw.
Ich kenne das aber auch, wenn ich ausgepowert bin, bin ich nicht mehr konsequent.
In 10 Jahren denke ich vielleicht "hätte ich nur etwas mehr Zeit in die Beziehung gesteckt anstatt in den Beruf".
Ist nur so´n Gedanke. Alles Gute, lluise
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23.07.2013, 00:03
AW: ich bin völlig ratlos und brauche Hilfe... :-(
genieße den Augenblick
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23.07.2013, 00:05Inaktiver User
AW: ich bin völlig ratlos und brauche Hilfe... :-(
Hallo kitty,
mich interessiert bei solchen "Fällen" immer das Thema Mithilfe und Verantwortung in der Familie. Hat er feste Aufgaben im Zusammenleben bei Euch? Du arbeitest viel und verdienst das Familieneinkommen, was macht er?
Aufräumen, staubsaugen, Abendessen, einkaufen, Wäsche, Blumen für Dich hinstellen?
Hat er das Gefühl, dass er gebraucht wird, dass seine Mitarbeit wichtig ist? Oder ist der Haushalt Deine Sache?
Ist er eingebunden in Euer tägliches Leben mit Verantwortung und Pflichten oder ist er ein "Nichtsnutz" und "Schmarotzer"? Dieses Gefühl ist für Jugendliche demütigend und entmutigend. Sie haben das Gefühl, nicht vorhanden zu sein, nicht gebraucht zu werden. Sie suchen sich ihre "Kicks" wo anders.
Sein "Strafregister" kannst Du vergessen, Dummerjungenstreich, Langeweile.
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23.07.2013, 20:02
AW: ich bin völlig ratlos und brauche Hilfe... :-(
Hallo :-)
nein, er hat keine festen Aufgaben im Haushalt, weil mir das dauernde Gerede zum Halse raushängt... ich weiß, das ist falsch... er hilft mir gerne bei handwerklichen Dingen, weil er da begabt ist...
Das Verhältnis zwischen den beiden Jungs ist wie zwischen Hund und Katze... Mein Großer versteht nicht, wie man all diese wichtigen Dinge wie Schule schleifen lassen kann und der Kleine findet den Großen nur zum "K....."
Vielleicht weil er eben schon so viele Schritte weiter ist...
Ich kann nicht weniger arbeiten, ein Ding der Unmöglichkeit... ab August habe ich definitiv nur Zeit für meinen Kleinen, da der Große weg ist... vielleicht legt sich dann dieser Hass etwas...
LG
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23.07.2013, 22:25Inaktiver User
AW: ich bin völlig ratlos und brauche Hilfe... :-(
Ich werde so manche Alleinerziehende nie verstehen, wie sie ohne die Hilfe ihrer Kinder auskommen können. Ich war nicht alleinerziehend, konnte aber trotzdem nicht auf die Hilfe meiner Kinder verzichten.
Und wenn er dann mal hilft (weil er begabt ist), dann entschuldigt das alles.
Dieser Junge fühlt sich als Versager schlechthin. Er ist ein Kerl in der Blüte seiner Jahre (Sturm und Drang) und ist zum Abhängen verurteilt. So sehe ich das.
Dann sollte er mal darüber nachdenken, wenn er denn so ein Überflieger ist.Das Verhältnis zwischen den beiden Jungs ist wie zwischen Hund und Katze... Mein Großer versteht nicht, wie man all diese wichtigen Dinge wie Schule schleifen lassen kann
Kann ich sehr gut verstehen.und der Kleine findet den Großen nur zum "K....."
.Nein, weil er sich erdreistet ein Urteil zu fällen, das ihm nicht zusteht. Und weil der Kleine keine Chance hat, an den Großen heranzukommen.Vielleicht weil er eben schon so viele Schritte weiter ist..
Versager gegen coolen Typen, Nichtsnutz gegen Superman.
Nein, auch das wird nicht geschehen, denn der Große ist ja nicht weg, er wird nur noch unerreichbarer.ab August habe ich definitiv nur Zeit für meinen Kleinen, da der Große weg ist... vielleicht legt sich dann dieser Hass etwas...
Ich fürchte, da sind Weichen gestellt, die sich nur noch sehr schwer wieder umlegen lassen.
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26.07.2013, 11:14
AW: ich bin völlig ratlos und brauche Hilfe... :-(
Was zu tun ist kann ich dir mangels Erfahrung leider nicht sagen,
wohl aber was ich keinesfalls täte :D
Und zwar muss ich mich Schafwolle uneingeschränkt anschließen und sagen, dass ich betreutes Wohnen oder Überlegungen in die Richtung für deutlich überzogen und ein grundfalsches Signal halte...
Was dein Kleiner macht ist nicht schön und natürlich mit Risiken verbunden... aber auch wirkllich nicht völlig anormal...
Wenns dir hilft: Ich hatte das ganz genau gleiche "Strafregister", ich hab auch mit 15 Wodka getrunken, ich hab sogar noch viel schlimmere Drogen genommen
... und alles ist "gut" gegangen... Ich hab studiert, ich hab n guten Job, hab mein Leben soweit im Griff, ich klaue nicht, ich trinke nicht regelmäßig und Drogen sind auch nie wiede rein Thema gewesen.... Klar kann auch anders laufen...
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26.07.2013, 11:27Inaktiver User
AW: ich bin völlig ratlos und brauche Hilfe... :-(
ja.Dieser Junge fühlt sich als Versager schlechthin.
er nimmt die gegenteilige rolle dem großen sohn gegenüber ein - das ist sehr, sehr häufig so bei gleichgeschlechtlichen geschwistern.
dagegen hilft, ganz viel zeit mit ihm zu verbringen, seine stärken zu betonen und nieeeeee den großen als vorbild darstellen.
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26.07.2013, 12:36Inaktiver User
AW: ich bin völlig ratlos und brauche Hilfe... :-(
Das ist richtig und würde gut funktionieren, wenn der Kleine 6 Jahre alt wäre.
Seine Erziehung aber ist abgeschlossen, er ist erwachsen.
Hier hilft nur schonungslose Offenheit. Kitty sollte ihm klar machen, dass in seiner Kindheit etwas gründlich daneben gegangen ist.
Ihm helfen, zu verstehen, dass seine Gefühle berechtigt sind (nicht sein Verhalten!) und dass er mit seinem Trotzgebaren sich selbst am meisten schadet. Soll der große Bruder denn bis an sein Lebensende recht behalten?
Außerdem sollte sie ihre Schwäche zugeben. Dass sie ihn nicht als vollwertiges Familienmitglied behandelt hat, sondern ihn gepampert und verwöhnt, so dass er nicht die Fähigkeiten entwickeln konnte, die ein junger Kerl habe sollte.
Ein 15jähriger kann den Haushalt schmeissen, wenn die Mutter arbeiten geht, um ihn zu finanzieren. Das ist ein Geben und Nehmen, das macht selbstbewußt und stolz.
Kitty, warum äußerst Du Dich nicht mehr? Es ist nicht einfach, zu hören, dass das selbstlose Sichaufopfern für die Kinder nicht zu Erfolg geführt hat. Deinen großen Sohn hast Du gebraucht, als Du in einer schwierigen Situation warst, den hast Du selbstsicher gemacht. Und wo bleibt Dein Kleiner? Jetzt hat er die Chance.
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26.07.2013, 15:30Inaktiver User
AW: ich bin völlig ratlos und brauche Hilfe... :-(
mein letzter satz war ein wenig schnell dahingeschrieben,w eil ich weg musste...:Das ist richtig und würde gut funktionieren, wenn der Kleine 6 Jahre alt wäre.
Seine Erziehung aber ist abgeschlossen, er ist erwachsen.
Hier hilft nur schonungslose Offenheit. Kitty sollte ihm klar machen, dass in seiner Kindheit etwas gründlich daneben gegangen ist.
ich meinte nicht "braves schatzi, gut gemacht" sondern loben (das brauchen wir alle, auch als erwachsene!) statt zu viel kritisieren.- handwerkliches können - um hilfe bitten und wirklich bedanken (auch wenns nicht ganz so ausfällt wie gewünscht!)
und sagen:" ich hab mist gebaut" - ist durchaus wichtig. im anlassfall. ich glaube, ich würde mich wahrscheinlich dafür entschuldigen, feuerzeugklauen als kiminelles delikt zu bezeichnen.(im juristischen sinne ist es das natürlich und ich erziehe meine kinder sicher nicht zu kriminellen handlungen -aber ich würde andere wege der wiedergutmachung suchen)...oder vielleicht, falls ich im betrunkenheitsfall üerreagiert hätte und gleich ins KH gefahren wäre.....wobei ich ja nicht dabei war und nicht weiß, ob der junge nicht tatsächlich komatös war und/oder vorerkrankt, sodass es angemessen wäre, einen arzt hinzuzuziehen.
die große entschuldigungsrunde für die verpatzte kindheit können jugendliche gar nicht abhaben.
nichts, was aufgezwungen ist, macht stolz oder hebt das selbstbewusstsein.Ein 15jähriger kann den Haushalt schmeissen, wenn die Mutter arbeiten geht, um ihn zu finanzieren. Das ist ein Geben und Nehmen, das macht selbstbewußt und stolz.
das angebot müsste von ihm kommen, wenn es der steigerung des selbstbewusstseins dienen sollte.
DAS geht in dem alter in einer krisensituation sicher nicht ohne externe hilfe. da bin ich als mutter schlichtweg überfordert- niemand kann gleichzeitig involviert sein und therapeutin.Ihm helfen, zu verstehen, dass seine Gefühle berechtigt sind (nicht sein Verhalten!) und dass er mit seinem Trotzgebaren sich selbst am meisten schadet.
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26.07.2013, 16:47Inaktiver User
AW: ich bin völlig ratlos und brauche Hilfe... :-(
Ich glaube, das ist der große Irrtum, dem so viele Eltern unterliegen. Denn sollte das so sein, würden alle Eltern und Arbeitnehmer ohne Selbstbewußtsein herumlaufen.
Natürlich macht das Aufgezwungen (was nach und nach zur Selbstverständlichkeit werden sollte)nicht selbstbewußt, sondern das Erledigen desselben. Das Wissen, dass man lästige Aufgaben erledigen kann und klar kommt.
Gerade Alleinerziehende ziehen doch oft ihr Selbstbewußtsein und ihren Stolz aus der Tatsache, dass sie alles alleine wuppen. Und ist das alles freiwillig?
Bei Kindern muß die Hierarchie stimmen. Wenn Mama abends fertig nach Hause kommt, steht das Abendbrot auf dem Tisch, es ist gestaubsaugt, die Wäsche aufgehängt und die Schularbeiten sind fertig. Wie soll denn sonst solch' eine Familie funktionieren, wenn der Nachwuchs den ganzen Tag nichts macht, als zur Schule zu gehen und ansonsten zwei Daumen auf der Tastatur haben.
Und zwar ab dem Zeitpunkt, wo sie zur Schule gehen. Nicht erst mit 13 und dann auch noch freiwillig?!
Schon im Kindergartenalter können Kinder helfen und das nicht nur "spielerisch".
Im Leben ist so wenig freiwillig, dass man sich beizeiten daran gewöhnt, Unfreiwilliges zu verrichten. Sich selbst besiegt zu haben, schafft das größte Selbstbewußtsein. Manche besiegen sich selbst mit Magersucht, Schmerzen, extremem Sport oder Drogen. Das kann man auch anders haben.
Das sehe ich auch so.DAS geht in dem alter in einer krisensituation sicher nicht ohne externe hilfe. da bin ich als mutter schlichtweg überfordert- niemand kann gleichzeitig involviert sein und therapeutin.
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26.07.2013, 16:58
AW: ich bin völlig ratlos und brauche Hilfe... :-(
kitty, du verstehst ihn sowieo nicht.

er versteht dich sowieso nicht.
ihr beide wisst zuwenig voneinander.
wie könnte man das ändern?
ein paar städte bei uns haben ein programm, in etwa mit der absicht: "mama, zeige mir was du den ganzen tag machst!" man bemüht sich, kinder einen arbeitstag mit allem stress miterleben zu lassen.
ich sehe bei deinem sohn die abwesenheit eines im alltag präsenten männlichen vorbildes.
wie könntest du ihm das ersetzen?
nach seiner begabung das passende au pair, einen jungen, suchen, der nur mit ihm lernt und sportelt?
ihn auf schüleraustausch vorbereiten?
ihm einen studenten für bestimmte sportarten und für nachhilfe bezahlen?
er braucht platz in der männlichen welt. neben der sicherheit, dich zu haben.lg
legrain


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