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    Ausruf Umgangsstress!!

    Hallo,

    ehrlich gesagt habe ich lange überlegt, wie ich diesen Beitrag betiteln soll und habe eine weitgefasste Überschrift gewählt.

    Ich fang einfach mal an, mein Problem zu schildern.

    Ich lebe seit September 05 getrennt. Die beiden Kinder, 8 und 12 Jahre, leben bei mir. Ich habe rasch einen Scheidungsvertrag gemacht, in dem geregelt wurde, dass die Kinder bei mir leben. Außerdem wurde beiderseits auf Unterhalt verzichtet. Man muss dazu sagen, dass mein „Noch-Mann“ langzeitarbeitslos ist und ich deshalb in den letzten Ehejahren bis heute voll erwerbstätig war.

    Ich habe aus der Ehe außerdem eine „zugemüllte“ Bauruine übernommen, die ich nun zumindest soweit fertiggestellt habe, dass die Kinder nach vielen Jahren endlich ihre Zimmer beziehen konnten. Mein neuer Partner hat mir dabei sehr geholfen. Ich bin ihm dafür unendlich dankbar.

    Mein „Noch-Mann“ genießt ein großzügiges Umgangsrecht. Leider benutzt er dieses Umgangsrecht dazu, die Kinder, insbesondere den Großen, gegen mich ganz subtil aufzustacheln. Ihm gefällt nicht, dass ich einen neuen Partner habe, der die Kinder miterzieht und mir so viel hilft. Er meint, mein neuer Partner hätte im Haus nichts zu suchen. Mein neuer Partner wünscht sich Mithilfe von meinem Sohn, wenn sein neues Zimmer fertig eingerichtet werden soll. Für meine Tochter ist das kein Problem. Mein Sohn hat aber oft keine Lust mitzuhelfen und das nimmt mein Noch-Mann zum Anlass, ihn gegen uns aufzustacheln.

    Wenn man dann meinen Noch-Mann bittet, etwas für/mit seinen(m) Sohn zu machen, Fahrrad reparieren oder dergleichen, hat der Noch-Mann keine Lust und sagt, das sei unser Problem.

    Neulich sagte er sogar zu meinem Sohn (12), dass er, wenn es ihm zu bunt wird, doch mit 14 zu ihm ziehen könne. Man muss dazu sagen, dass er mit den Kindern entweder Filme ansieht, die z. T. erst ab 18 sind, oder Computerspiele macht, für die sie noch zu jung sind. Seinem Vermieter dürfen sie nicht auf die Nerven gehen. Deshalb war er bei gutem Wetter oft gar nicht zu Hause, sondern hat mit ihnen unter der Woche die Hausaufgaben auch mal auf dem Spielplatz gemacht.

    Er stellt falsche Behauptungen auf, die Kinder bekämen nichts gekauft, kein Taschengeld etc

    Sind die Kinder bei ihm, dürfen sie generell nicht mit mir telefonieren, auch wenn sie längere Zeit in den Ferien bei ihm sind. Er hat ihnen sogar schon verboten, dass sie mich in seiner Gegenwart umarmen.

    Ich bin ziemlich verzweifelt und weiß nicht, wie ich mit dieser Situation umgehen soll. Hat jemand von Euch denn ähnliche Erfahrungen gemacht?

    Liebe Grüße

    Eva

  2. Inaktiver User

    AW: Umgangsstress!!

    Hallo Eva,
    das ist wirkliche eine heikle Situation.
    Wie sehen es Deine Kinder? Glauben Sie dem Vater ?

    Zumindest der Große muss doch schon Ansatzweise eine eigene Meinung haben.
    Gehen Sie gerne zum Vater? Und wie oft? Alle zwei WOchen und die Ferien?

    LG Fröschlein

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    AW: Umgangsstress!!

    Ruhig bleiben und sich um den Vater nicht weiter kümmern. Vermeide jede Konfrontation von deiner Seite aus aber lebe so mit den Kindern weiter, wie Du es für richtig hälst, berurteile aber nicht in Gegenwart der Kinder die Lebensweise des Vaters.

    Du und dein Lebensgefährte ihr seid dabei den Kindern ein Wärme, Geborgenheit und ein Zuhause zu geben. Sie werden selbst sehen welches Elternteil sich ihnen loyal verhalten hat und wenn sie älter werden wissen sie dies auch zu schätzen.

    Da muss man manchmal einwenig die Zähne zusammenbeissen aber langer Atem zahlt sich aus.
    Krise ist ein produktiver Zustand. Man muss ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen. (Max Frisch)

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    AW: Umgangsstress!!

    Liebe Eva,

    hälst du den Verzicht auf Kindesunterhalt für richtig?
    Nicht Dir steht der Unterhalt zu, sondern deinen Kindern. Ich meine sogar gelesen zu haben, dass du dich mit dem Verzicht deinen Kindern gegenüber Schadensersatzpflichtig machst.
    Auch wenn er nicht für deine Kinder zahlen kann, gibt es immernoch die Möglichkeit Unterhaltsvorschuss zu beantragen.

    Bezüglich der Konfrontationen die dein Noch-Mann provoziert, bleibt dir echt nur "Einfach cool bleiben!".
    Erstens ärgert Ihn das am meisten und zweitens schadest du sonst nur den Kids.

    Auch vor den Kids würde ich mich sehr zurückhalten über Ihn ein schlechtes Wort zu verlieren. Ich würde wahrscheinlich sogar gegenteiliges tun. Heb ihn einfach in den Himmel für die zwei. Dadurch können sie ohne schlechtes Gewissen zu ihm gehen und außerdem merken sie um so schneller, dass er der "Störenfried" ist.
    Eine Möglichkeit, die zumindest bei meiner Tochter immer funktioniert hat, ist folgende:

    Wenn sie nach Hause kam und erzählte:" Papa hat gesagt....!"
    Hab ich immer zu ihr gesagt: "Ach ehrlich hat er das gesagt? Vielleicht hast du da was misverstanden. Am besten wir rufen ihn jetzt mal gemeinsam an und fragen ihn."
    Wir haben ihn dann auch jedes mal angerufen und mit seinem "Mist" konfrontiert(mit Lautsprecher natürlich). Vor mir am Telefon musste er dann selbstverständlich immer einen Rückzieher machen. Meine Tochter konnte danach gut schlafen und irgendwann hat sich der Krieg den er über meine Tochter versucht hat auszutragen von selbst erledigt.

    Man muss nur einfach ruhig über den Dingen stehen. Ein Ausraster darf dir dabei natürlich nicht passieren. Einfach keine Angriffsfläche bieten.


    Liebe Grüße
    Claudia

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    AW: Umgangsstress!!

    Erst einmal: vielen lieben Dank für Eure Antworten! Ich war ziemlich beschäftigt, deshalb erst heute meine Antwort.

    Zunächst möchte ich Claudia beruhigen. Ich habe natürlich nicht auf Kindesunterhalt verzichtet, sondern auf Ehegattenunterhalt. Kindesunterhalt bekomme ich trotzdem keinen, weil der Vater von ALG II lebt. Für meine Tochter bekomme ich Unterhaltsvorschuss, für den Großen nichts, da er bereits 12 Jahre ist. Über den Unterhaltsvorschuss hat er sich übrigens ganz fürchterlich aufgeregt.

    Hätte ich keinen Unterhaltsverzicht vereinbart, müsste ich an ihn Unterhalt zahlen!! Ich denke, dass er genau das vor hat. Er hat realisiert, dass es besser gewesen wäre, wenn er das Aufenthaltsbestimmungsrecht plus Ehegattenunterhalt bekommen hätte. Dann müsste er nicht von ALG II leben. Die Kinder benutzen, um sich über die Kinder zu finanzieren, wäre natürlich schon ziemlich schlimm.

    Er verfügt über ein großzügiges Umgangsrecht. Im Moment habe wir es so organisiert, dass sie zwei Tage pro Woche bei ihm sind und zusätzlich an einem Wochenende pro Monat und die Hälfte der Ferien. Wenn er mit meinem Sohn etwas Besonderes vorhat, sehen sie sich auch. Das letzte Mal war am gleichen Wochenende der Umzug in sein neues Zimmer geplant. Da konnte ich ihn erst gehen lassen, als alles gemacht war. Darüber hat sich mein Ex dann fürchterlich aufgeregt und behauptet, ich würde den Umgang mit ihm an Bedingungen knüpfen. Ich habe dann so reagiert, dass ich Ausnahmen jetzt erst mal gar nicht mehr gewähre. Das war mir dann doch zu bunt.

    Die Kinder kommen von ihm immer völlig überdreht zurück. Gerade der Große mault und meckert. Er hackt dann auf mir herum und stellt Forderungen, dass es einem graust. Ist er dann eine Weile da, wird die Stimmung lockerer. Dann lacht er viel und macht so seine Späßchen mit meinem Freund und sucht bei ihm sogar Tuchfühlung. Das ist dann schon richtig süß.

    Konfrontationen versuche ich natürlich zu vermeiden. Ich versuche vieles per Mail zu besprechen oder am Telefon. Die Äußerung meines Sohnes am Wochenende hat mich aber doch ziemlich umgehauen. Ich habe ihm eine freundliche aber bestimmte Mail geschrieben und ihm geschildert, dass ich diese Einflussnahme als schädlich für die Kinder erachte, Ich habe ihn daran erinnert, dass es ihm doch sicher wichtig sei, dass es den Kindern gut geht.

    Was mir ziemlich zu schaffen macht, ist, dass die Kinder mit ihrem Vater Mitleid haben und tatsächlich glauben, ich müsste ihm Geld geben, damit er besser leben kann. Sie waren anfänglich so fest davon überzeugt, dass ich mich dagegen wehren musste. Ich habe ihnen erklärt, dass es wichtig für ihn sei, dass er auf eigenen Füssen steht und dass ich ihm damit nicht helfe, wenn ich ihm einfach genug Geld gebe. Das ginge ja dann auch den Kindern ab und wir müssten vielleicht das Haus verkaufen. Ich glaube, das haben sie verstanden. Diskussionen am Telefon in Gegenwart der Kinder vermeide ich, weil er sich gerade bei solchen Themen immer ziemlich aufregt.

    In den Ferien wollte ich wegfahren und die Kinder waren einige Zeit bei ihm. Die Kinder haben drei Zwerghasen und mussten versorgt werden. Ich hätte nun auf das Wegfahren verzichten müssen, damit die Hasen versorgt sind, weil er sich geweigert hat, sich mit den Kindern darum zu kümmern. Ich habe gesagt, die Hasen gehören zu den Kindern und ich werde die Kinder zusammen mit den Hasen zu ihm bringen. Meine Tochter war schon ganz verzweifelt, weil sie Angst hatte, wegen der Hasen mit ihm Stress zu kriegen.

    Meine Tochter ist obwohl sie erst 8 ist, einsichtiger und hat, denke ich, schon so manches verstanden. Vor allem ist sie glücklich, nun endlich ihr eigenes schönes neues Zimmer zu haben.

    Sie wünscht sich auch schon so lange einen neuen Hasenstall, den sie ursprünglich mit ihrem Vater bauen wollte. Mein neuer Partner hat ihn dann sogar darauf angesprochen, dass es für meine Tochter doch sicher sehr schön sein, wenn er mit ihr was bauen würde. Er meinte, dass er keine Lust hätte. Jetzt hat sie sich an meinen Freund gewendet und will mit ihm den Stall bauen.

    Mein Ex-Mann mahnt mich auch ständig an, dass mein Sohn ein neues Fahrrad braucht, sieht aber nicht im Traum ein, sich um die Funktionstüchtigkeit der Kinderfahrräder zu kümmern. Das sei unser Problem. Jetzt hat mein Sohn kein Fahrrad, weil er es durch unsanftes Behandeln nun endgültig demoliert hat. Er ist damit ab und zu zu seinem Vater gefahren und nun wird mir das als böse Absicht ausgelegt.

    Mein Sohn "flüchtet" manchmal zu seinem Vater, wenn auch nur telefonisch und jammert, wenn er etwas machen soll, was ihm nicht gefällt, z. B. aufräumen. Wir würden ihn schickanieren usw. Ich denke, er will uns damit erpressen. Komischerweise hatten die beiden bis zum Tag der Trennung eine ziemlich miese bis gar keine Beziehung. Er hat damals versucht, von mir Rückhalt in unangenehmen Situationen zu bekommen.

    Als ob ich's nicht schon schwer genug hätte ...

    Viele liebe Grüße

    Eva

  6. Inaktiver User

    AW: Umgangsstress!!

    Liebe Eva,
    dein fast Ex rächt sich über die Kinder an dir.
    Du hast lang mit ihm zusammengelebt, du weißt wie er ist, sonst würdest du dich nicht von ihm trennen.
    Dieses Hickhack wird noch lange dauern, bei mir dauerte es bis zum Abitur meines Kleinen im vergangenen Jahr und ich bin schon 16 Jahre geschieden.
    Über die Kinder ist man immer mit einander verbunden und hast du ehrlich gedacht, er wird nach der Trennung ein anderer besserer Mensch?
    Dein Junge ist in der Pubertät, schon in intakten Familien gibts da Stress. Dein Sohn wird also auf jeden Fall versuchen euch gegeneinander auszuspielen, da kannst du ihn sonst wie gut vorher erzogen haben. Pubertät ist Ausnahmezustand.
    Negiere es weitgehendst und zieh dein Ding mit den Kindern durch. Und sollte dein Sohn mit 14 zum Vatert wollen, dann lass ihn ziehen. Den Unterhalt zahlst du doch sowieso schon indirekt.
    LG Hilly

  7. User Info Menu

    AW: Umgangsstress!!

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Liebe Eva,
    dein fast Ex rächt sich über die Kinder an dir.
    Du hast lang mit ihm zusammengelebt, du weißt wie er ist, sonst würdest du dich nicht von ihm trennen.
    Dieses Hickhack wird noch lange dauern, bei mir dauerte es bis zum Abitur meines Kleinen im vergangenen Jahr und ich bin schon 16 Jahre geschieden.
    Über die Kinder ist man immer mit einander verbunden und hast du ehrlich gedacht, er wird nach der Trennung ein anderer besserer Mensch?
    Dein Junge ist in der Pubertät, schon in intakten Familien gibts da Stress. Dein Sohn wird also auf jeden Fall versuchen euch gegeneinander auszuspielen, da kannst du ihn sonst wie gut vorher erzogen haben. Pubertät ist Ausnahmezustand.
    Negiere es weitgehendst und zieh dein Ding mit den Kindern durch. Und sollte dein Sohn mit 14 zum Vatert wollen, dann lass ihn ziehen. Den Unterhalt zahlst du doch sowieso schon indirekt.
    LG Hilly
    Liebe Hilly,

    danke für Deine Antwort.

    Der Unterhalt für meinen Sohn ist nicht mein Problem. Meine größte Sorge ist, dass mein Ex sich FÜR SICH damit Unterhalt erschleichen will, weil er sonst nichts zum Leben hat.

    Ein anderes Thema ist, dass mein Sohn mit ihm zusammen dann nur noch "abhängen" wird. Aber Du hast natürlich recht, wenn er zum Vater will, kann ich nichts machen. Schlimm finde ich, dass er die Kinder für sich benutzt.

    Liebe Grüße

    Eva

  8. Inaktiver User

    AW: Umgangsstress!!

    Liebe Eva,

    ein bischen kräuseln sich bei mir schon die Nackenhaare, bei dem was Du so schreibst. Du hast "rasch" einen Scheidungsvertrag gemacht, in dem doch eigentlich Dein Ex grosszügig auf Unterhalt für sich verzichtet und auf das Aufenthaltsbestimmungsrecht verzichtet hat. Und das, obwohl er kein Einkommen hat und Du erwerbstätig war.

    Geht das überhaupt? Warum bekommt jemand staatliche Unterstützung, obwohl jemand anders unterhaltspflichtig wäre?

    In der Zeit, in der Du gearbeitet hast... wer hat sich da hauptsächlich um die Kinder gekümmert? War er das, auch aufgrund seiner Langzeitarbeitslosigkeit? Dann war er ja wohl auch die Hauptbezugsperson für die Kinder.

    Ich habe eher den Eindruck, dass auch Du deinerseits die Kinder unter Druck setzt. Wenn du ein achtjähriges Kind damit konfrontierst, dass Du eigentlich keinen Bock hast, Deiner Unterhaltsplicht nachzukommen, und das dann damit erklärst, sie würde sonst nach allem anderen auch noch ihr Zuhause verlieren, dann glaube ich auch, dass sie das "verstanden hat".

    In den Ferien wollte ich wegfahren und die Kinder waren einige Zeit bei ihm. Die Kinder haben drei Zwerghasen und mussten versorgt werden. Ich hätte nun auf das Wegfahren verzichten müssen, damit die Hasen versorgt sind, weil er sich geweigert hat, sich mit den Kindern darum zu kümmern. Ich habe gesagt, die Hasen gehören zu den Kindern und ich werde die Kinder zusammen mit den Hasen zu ihm bringen. Meine Tochter war schon ganz verzweifelt, weil sie Angst hatte, wegen der Hasen mit ihm Stress zu kriegen.

    Du geniesst den Luxus, ohne Deine Kinder Urlaub zu machen, der Dir nur möglich ist, weil Dein Ex in der Zeit zu der ohnehin schon grosszügigen Umgangsregelung, die Dir viel Freiheit lässt, die Kinder nimmt. Du bist dann noch beleidigt weil er nicht auch noch die Hasen in seiner AlgIIfinanzierten eher ja wohl dann kleinen Wohnung aufnimmt. Den Konflikt trägst Du auch noch über die Kinder aus, denn lieber lässt Du es zu, dass Dein Kind "schon ganz verzweifelt" war. Hasen nimmt im Notfall jedes Tierheim. Wenn Du Geld für einen Urlaub hast, sicher auch für eine Hasenbetreuung. *Kopfschüttel*


    Konfrontationen versuche ich natürlich zu vermeiden. Ich versuche vieles per Mail zu besprechen oder am Telefon.

    Kann ich mir vorstellen. Wäre Dir wahrscheinlich viel zu unangenehm.

    Ohne wird es aber nicht abgehen. Wenn Ihr einen einigermassen vernünftigen Umgang miteinander erreichen wollt, müsst Ihr nun mal reden ohne Ende.

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    AW: Umgangsstress!!

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Liebe Eva,

    ein bischen kräuseln sich bei mir schon die Nackenhaare, bei dem was Du so schreibst. Du hast "rasch" einen Scheidungsvertrag gemacht, in dem doch eigentlich Dein Ex grosszügig auf Unterhalt für sich verzichtet und auf das Aufenthaltsbestimmungsrecht verzichtet hat. Und das, obwohl er kein Einkommen hat und Du erwerbstätig war.

    Geht das überhaupt? Warum bekommt jemand staatliche Unterstützung, obwohl jemand anders unterhaltspflichtig wäre?

    In der Zeit, in der Du gearbeitet hast... wer hat sich da hauptsächlich um die Kinder gekümmert? War er das, auch aufgrund seiner Langzeitarbeitslosigkeit? Dann war er ja wohl auch die Hauptbezugsperson für die Kinder.

    Ich habe eher den Eindruck, dass auch Du deinerseits die Kinder unter Druck setzt. Wenn du ein achtjähriges Kind damit konfrontierst, dass Du eigentlich keinen Bock hast, Deiner Unterhaltsplicht nachzukommen, und das dann damit erklärst, sie würde sonst nach allem anderen auch noch ihr Zuhause verlieren, dann glaube ich auch, dass sie das "verstanden hat".

    In den Ferien wollte ich wegfahren und die Kinder waren einige Zeit bei ihm. Die Kinder haben drei Zwerghasen und mussten versorgt werden. Ich hätte nun auf das Wegfahren verzichten müssen, damit die Hasen versorgt sind, weil er sich geweigert hat, sich mit den Kindern darum zu kümmern. Ich habe gesagt, die Hasen gehören zu den Kindern und ich werde die Kinder zusammen mit den Hasen zu ihm bringen. Meine Tochter war schon ganz verzweifelt, weil sie Angst hatte, wegen der Hasen mit ihm Stress zu kriegen.

    Du geniesst den Luxus, ohne Deine Kinder Urlaub zu machen, der Dir nur möglich ist, weil Dein Ex in der Zeit zu der ohnehin schon grosszügigen Umgangsregelung, die Dir viel Freiheit lässt, die Kinder nimmt. Du bist dann noch beleidigt weil er nicht auch noch die Hasen in seiner AlgIIfinanzierten eher ja wohl dann kleinen Wohnung aufnimmt. Den Konflikt trägst Du auch noch über die Kinder aus, denn lieber lässt Du es zu, dass Dein Kind "schon ganz verzweifelt" war. Hasen nimmt im Notfall jedes Tierheim. Wenn Du Geld für einen Urlaub hast, sicher auch für eine Hasenbetreuung. *Kopfschüttel*


    Konfrontationen versuche ich natürlich zu vermeiden. Ich versuche vieles per Mail zu besprechen oder am Telefon.

    Kann ich mir vorstellen. Wäre Dir wahrscheinlich viel zu unangenehm.

    Ohne wird es aber nicht abgehen. Wenn Ihr einen einigermassen vernünftigen Umgang miteinander erreichen wollt, müsst Ihr nun mal reden ohne Ende.


    Ich habe eigentlich keine Lust, mein Verhalten, v. a. meinen Scheidungsvertrag, hier zu rechtfertigen. Ich habe hier schon sehr viel geschrieben.

    ER und ICH wären ruiniert gewesen, wenn ich das Haus nicht übernommen hätte, das zu diesem Zeitpunkt eine vollgmüllte Bauruine war. ICH hätte das Haus nicht übernehmen können, wenn er nicht auf Unterhalt verzichtet hätte. Er ist ein 42jähriger gesunder Mann (Akademiker mit Zusatzqualifikation), der durchaus arbeiten kann. Er ist erhöht erwerbspflichtig.

    Ich war für die Kinder immer Hauptbezugsperson, sogar dann noch als ich wegen seiner endgültigen Entscheidung für das Nicht-Arbeiten-Wollens unfreiwillig in Vollzeit arbeiten musste.

    Er war niemals bereit, seinen Beitrag zu leisten, weder finanziell noch mit seiner Arbeitskraft.

    Um die Kinder kümmern bedeutet mehr als nur anwesend zu sein und das Haus zuzumüllen und die Kinder zu vernachlässigen.

    Du solltest meine Geschichte vollständig lesen, solange darfst Du von mir aus weiter Deinen Kopf schütteln.

    Ich habe keinen Urlaub gemacht. Seit vielen Jahren nicht. Ich habe gearbeitet und habe in den drei Wochen zumindest 2-3 Tage am Stück in der Wohnung meines Freundes gewohnt, damit ich nicht so lange fahren musste. Meine Fahrzeit zur Arbeit beträgt sonst mindestens 1 Stunde einfach! Er bestand aus Prinzip auf die Halbe/Halbe-Regelung in den Ferien. Das mit den Hasen wäre für ihn ganz einfach gewesen. Er hat sogar noch einen Schlüssel zum Haus, den er nicht herausgibt. Er hätte die Hasen unweit von ihm abwechselnd mit mir und einer Freundin am Haus versorgen können. Er hat sich einfach geweigert, wie sonst auch, überhaupt irgendetwas für oder mit den Kindern zu machen.

    Er hat eine 2 1/2 Zimmer-Wohnung (62 qm)!

    Du denkst also ich lebe im Luxus, wenn man ständig arbeitet, niemals Urlaub hat und ansonsten auf einer Baustelle lebt? Ich danke Dir für diese Einschätzung.

    Ich vermeide persönliche Konfrontationen zum Schutze der Kinder und auch zu meinem Schutz. Ich drücke mich nicht vor der Konfrontation an sich. Per Email lassen sich wichtige Dinge besser klären und Missverständnisse vermeiden. Was soll daran falsch sein?

    Das mit dem "keinen Bock ..." habe ich oben hoffentlich geklärt. Den Rest verstehe ich nicht. Die Kinder hätten ihr Zuhause tatsächlich verloren. Ich bin nicht so unmenschlich und so völlig ohne Empathie wie Du mich hier darstellst.

    Die großzügige Umgangsregelung sieht so aus, dass er die Kinder an zwei Tagen pro Woche hat. Diese beiden Tage sind für ihn schon ein Problem, weil er mit den Kindern den Vermieter nicht belästigen möchte. Er parkt sie vor dem PC oder macht mit ihnen auf dem Spielplatz Hausaufgaben. Wenn er die Kinder nicht hat, kann es durchaus sein, dass er bei meiner Tagesmutter auftaucht und es sich dort gut gehen lässt. Ich bin auf die Tagesmutter angewiesen. Eine Kinderfrau hat er schon mal vertrieben, weil sie unterschiedliche Erziehungsvorstellungen hatten. Er ist ständig aufgetaucht ohne meine Erlaubnis und hat die Konfrontation mit ihr gesucht.

    Ich hoffe, ich konnte ein paar Dinge klären.

    Eva

  10. User Info Menu

    AW: Umgangsstress!!

    Warum biegen sich mir immer die Zehennägel auf, wenn ich dauernd lesen muß "mein Sohn, meine Kinder"?
    Waren das Jungfrauengeburten?

    Cook3
    Eine Beleidigung kann nur treffen, wenn man ihr einen gewissen Wahrheitsgehalt zugesteht - fühlt man sich also beleidigt, sollte man sich fragen, warum dem so ist. (Poison)
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    Das Verlangen nach Gegenliebe ist nicht das Verlangen der Liebe, sondern der Eitelkeit. (Friedrich Nietzsche)

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