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    Ich bin nicht nur Mutter

    Ich schreib das mal hier unter Alleinerziehende, weil ich denke, dass die Situation sich durch meinen Status noch verstärkt.

    Mein jüngstes Kind wird nächstes Jahr 16 und nach insgesamt 25 Jahren Mutter freue ich mich auch einfach nur ich selbst sein zu können und nicht mehr immer nur Mutter.
    Leider scheint das meine beste Freundin nicht zu verstehen. Sie selbst hatte nie Kinder und meine waren für sie immer so ein bisschen wie Nichte und Neffe. Bei jedem Treffen meint sie, och warum ist Kind2 nicht mitgekommen, die kann doch demnächst mitkommen.

    Ich hab nichts dagegen, wenn meine Kinder und sie Kontakt halten. Aber ich möchte meine Kinder nicht bei jedem Treffen dabei haben. Auch nicht gedanklich. Das scheint sie einfach nicht zu begreifen. Sicher sind meine Kinder so erwachsen, dass man sie auch wie Freunde mitnehmen kann und sie mit ihnen wie mit anderen Erwachsenen umgehen kann. Aber ich will das nicht. Ich bin dann trotzdem in einer gewissen Mutterrolle. Ich will wieder Freundschaften pflegen, Gespräche führen können, die in Gegenwart der Kinder nicht möglich sind, z.Bsp. weil ich einfach mal über ihren Vater lästern möchte oder mich über meine Probleme unterhalten oder ...

    Sie versteht mich nicht. Versteht mich jemand von euch?

  2. Inaktiver User

    AW: Ich bin nicht nur Mutter

    ich verstehe dich- nur habe ich auch zu jeder zeit als die kinder klein waren- meine nicht-mutter-freundschaften und betätigungen gepflegt.

    was jetzt das thema: freunde betrifft, sehe ich das sehr pragmatisch: ein freund ist jemand der mich mag- obwohl er/sie mich kennt.

    er/sie muss mich nicht verstehen, nachvollziehen können- akzeptanz ist völlig ausreichend.

    wenn deine kinder mit ihr, als tanten-ersatz, kontakt pflegen möchten, dann ist doch alles ok. aber es gibt keinen grund warum du deine kinder, gerade wo die "kleine" auch schon 16 ist- sie mitnimmst. vielleicht hat deine tochter auch andere vorstellungen von ihrer freizeit?

  3. User Info Menu

    AW: Ich bin nicht nur Mutter

    Das ist noch nicht mal das Thema. Meine Tochter liebt es, bei meinen Freunden mit dabei zu sein. Aber ich will das nicht mehr. Ja, sie ist 16. Und damit habe ich auch ein Recht Freunde für mich zu haben.

    Meine beste Freundin ist auch keine Mutterfreundin in dem Sinne. Nur hatte ich früher häufig die Kinder dabei, wenn ich zu Besuch war, da ich keine Möglichkeit hatte sie woanders zu lassen. Die Kinder wurden dann bei ihr <nicht weitersagen> vor dem Fernseher geparkt <nicht weitersagen> und wir haben uns unterhalten.

    Aber bestimmte Themen mussten dann eben außen vor bleiben. Es hätte ja jederzeit eins der Kinder kommen können und etwas mitbekommen, was es falsch verstanden hätte oder was es unnötig beunruhigt hätte.

    Ich sagte ja, dass sich die Situation durch meinen Status als Alleinerziehende verschärft hatte. Ich hatte wenig Leute, wo ich die Kinder hätte abgeben können um mich mit jemand zu treffen. Zwar wurden sie viel eingeladen und waren deswegen auch häufig versorgt. Aber mich verabreden und dann jemand bitten die Kinder zu nehmen. So jemand hatte ich eben nicht.

    Deswegen möchte ich meine zunehmende Freiheit jetzt auch nützen und genießen.

  4. Inaktiver User

    AW: Ich bin nicht nur Mutter

    Zitat Zitat von JustMyOpinion Beitrag anzeigen


    Deswegen möchte ich meine zunehmende Freiheit jetzt auch nützen und genießen.
    tu es

  5. User Info Menu

    AW: Ich bin nicht nur Mutter

    Zitat Zitat von JustMyOpinion Beitrag anzeigen
    Das ist noch nicht mal das Thema. Meine Tochter liebt es, bei meinen Freunden mit dabei zu sein. Aber ich will das nicht mehr. Ja, sie ist 16. Und damit habe ich auch ein Recht Freunde für mich zu haben.
    Das verstehe ich auch sehr gut und ich sehe das auch von der anderen Seite.

    Unsere Bekannte hat relativ früh ihr Kind bekommen und als wir dann mit Mitte 30 immer in fröhlicher Runde zusammen saßen, war das Kind meistens mit dabei. Wir mochten sie, dass war nicht das Thema, aber es war das einzige Kind und somit beschäftigte es sich eben auch sehr viel mit uns Erwachsenen. Wir mussten im gegenzug darauf achten, welche Themen wir anschneiden und das die auch im entsprechenden Vokabular vorgetragen wurden. Das schränkte uns alle ein wenig ein. Heute ist sie 19 jahre und ab und zu noch mit dabei und es ist weitaus entspannter, aber ich überlege mir trotzdem noch, welche Themen ich anschneiden soll in ihrer Gegenwart, da sie nicht meine Freundin ist (sondern die Tochter meiner Freundin die ich sehr lieb gewonnen habe), möchte ich meine Probleme oder Sorgen nicht mit ihr teilen.

    Ich lege auch sehr großen Wert darauf, dass meine Tochter (jetzt 3) nicht bei allen Treffen mit meinen Freundinnen dabei ist. Das kleine Plappermaul kann nämlich nichts für sich behalten und hat Ohren wie ein Luchs und meinen Freundinnen gegenüber wäre es unfair.

    Ich sehe also das Problem in deiner kinderlosen Freundin. Erklär ihr Deinen Wunsch nach Selbstständigkeit und ich hoffe sie kann es verstehen. Vielleicht wäre ein Kompromiss ok? lade sie ein, wenn ihr zu hause grillt oder einfach wenn alle zusammen sind, dann kann sie ihr Kinderdefizit evtl. auffüllen und verabrede dich aber auch bewusst mit ihr ohne Kinder um deine eigenen Bedürfnisse zu stillen.

    Viel Glück.
    nena79
    Das Leben ist kein Ponyhof

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    AW: Ich bin nicht nur Mutter

    Zitat Zitat von JustMyOpinion Beitrag anzeigen
    Das ist noch nicht mal das Thema. Meine Tochter liebt es, bei meinen Freunden mit dabei zu sein. .
    Hallo,
    so war das bei meinem Sohn, der nun ebenfalls bereits erwachsen ist (Anfang 20), auch schon immer

    Das hat sich auch bis heute nicht geändert! Derzeit lebe ich ja im Ausland und wenn ich ab und an nach D komme, möchte mein Sohn natürlich so viel Zeit, wie möglich, mit mir verbringen, was ich auch verstehe und schätze, gleichzeitig möchte ich aber natürlich auch diverse Freunde dann wieder sehen.

    Dann geht es mir wie Dir und ich freue mich zum einen über den guten Kontakt zwischen meinen Freunden und meinem Sohn, möchte manchmal aber eben auch über "meine" Dinge reden, welche ich nicht alle vor meinem Sohn ausbreiten möchte.

    Meist finden wir dann einen Kompriss, der dann z. B. so aussieht, dass wenn ich mich abends mit Freunden treffe, wir z. B. gemeinsam Essen gehen, wohin ich ihn dann mitnehme, ihn aber vorab bitte, sich anschließend zu verabschieden, weil ich eben gerne noch alleine die Gesellschaft meiner Freunde genießen würde. Bis jetzt war das für alle Seiten immer eine annehmbare Lösung, jedem irgendwie gerecht zu werden.

    Gruß
    Frismo

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    AW: Ich bin nicht nur Mutter

    Versteh Dich sehr gut. Meine Kinder sind noch kleiner, aber ich genieße die Zeit, wenn ich mal ohne sie eine Freundin treffen kann. Das ist doch ganz normal und diesen Ausgleich braucht jede Mutter, egal wie alt die Kinder sind.

  8. Inaktiver User

    AW: Ich bin nicht nur Mutter

    Ja, ich verstehe dich. Mein Kind würde ich auch nicht mitschleppen. Die Freundin kann sich ja mit den Kindern verabreden, wenn sie sie sehen will. Du hast Freizeit. Die kannst du verbringen, wie du willst.

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