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    AW: brauche irgendwie Hilfe - Kinder getrennt - Tochter bei mir - Sohn bei KV

    Zitat Zitat von traumwelt42 Beitrag anzeigen
    Ich war wie gelähmt und meinen Sohn nicht mehr täglich zu sehen hat mich extrem kaputt gemacht.
    LG Karin
    Diesen Satz kann ich voll und kanns nachvollziehen und es würde mir echt das Herz brechen. Aber Du bist nicht die einzige die so empfindet. Deine Kinder haben auch noch einen Vater, der seine Kinder über alles liebt und fortan alleine ist ( wenn es nach Dir gehen würde). Mit welcher Begründung? Weil Du aufopfernd jeden Tag zu Hause warst, während er zum arbeiten gegangen ist? Das ist keine Begründung.

    Bitte fühl dich nciht von mir angegriffen, das ist nciht meine Absicht....ich möchte nur darauf hinweisen, dass nicht nur Dein Herz für die Kinder schlägt.
    Das Leben ist kein Ponyhof

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    AW: brauche irgendwie Hilfe - Kinder getrennt - Tochter bei mir - Sohn bei KV

    Zitat Zitat von MargaritaH Beitrag anzeigen
    Eine Mutter ist von Natur aus viel stärker als ein Vater an seine Kinder gebunden.

    Und deshalb bist Du auch viel verletzlicher als ein Vater.
    Glaube mir, ich kann die Empfindungen von Traumwelt sehr sehr gut verstehen.

    Allerdings nährt Deine Einschätzung auf eine für mich nicht nachvollziehbare
    Weise den eh schon stark strapazierten Mütter-Mythos.

    Die Zeiten, in denen Scheidungskinder ganz automatisch den Müttern (dem
    "besseren" Elternteil) zugesprochen wurden, gehören gottseidank der Vergangenheit
    an. Es war allerhöchste Zeit, diese Ungerechtigkeit zu beenden.

    Ich empfinde es als Affront gegen Väter, wenn man ihnen nicht die gleiche
    Beziehungsfähigkeit und -intensität zugesteht wie den Müttern, und dass ein
    Vater weniger verletzt sein sollte, wenn sich die Kinder von ihm abwenden,
    ist eine unhaltbare Annahme.


    Viele Mütter sind, wenn ihre Kinder sich von ihnen abwenden und dem Vater zuwenden, so gekränkt, daß das gesamte Verhältnis zum Kind eigentlich zerstört ist. Das ist menschlich. Dies mag ein Grund sein, daß viele Mütter ihre Kinder, die zum Vater wollten, nicht mehr sehen wollen.
    Es wäre weitaus hilfreicher für jede Mutter, die in einer derartigen Situation
    steckt, weiter zu denken ... nämlich daran, was dieser " menschliche Selbstschutz"
    langfristig mit den betroffenen und von ihnen geliebten Kindern macht.

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    AW: brauche irgendwie Hilfe - Kinder getrennt - Tochter bei mir - Sohn bei KV

    Zitat Zitat von Nena79 Beitrag anzeigen
    Diesen Satz kann ich voll und kanns nachvollziehen und es würde mir echt das Herz brechen. Aber Du bist nicht die einzige die so empfindet. Deine Kinder haben auch noch einen Vater, der seine Kinder über alles liebt und fortan alleine ist ( wenn es nach Dir gehen würde). Mit welcher Begründung? Weil Du aufopfernd jeden Tag zu Hause warst, während er zum arbeiten gegangen ist? Das ist keine Begründung.

    Bitte fühl dich nciht von mir angegriffen, das ist nciht meine Absicht....ich möchte nur darauf hinweisen, dass nicht nur Dein Herz für die Kinder schlägt.
    Hallo Nena,
    ich weiß, dass Väter ebenfalls sehr leiden, wenn sie ihre Kinder nicht mehr täglich sehen und am Leben so wenig Anteil nehmen können. Das dies in der Pubertät dann ein "normaler" Prozess ist (Abnabelung, Eltern eh nicht mehr sooo wichtig etc.) hilft halt auch nur bedingt... Ich bin jetzt immer noch (seit dem Auszug 05.2012) in einem extrem angeschlagenen Zustand und komme gefühlsmäßig wegen dem "Verlust des Sohnes" manchmal kaum klar. Wenn ich das gewusst hätte, wie sehr ich darunter leiden werde, wäre ich wohl nicht gegangen sondern hätte irgendwie das Familienleben aufrecht erhalten - ganz ehrlich - einfach um die kids um mich herum zu haben.
    Dass ich dieses Problem für mich selber verbessern muss ist mir ja auch klar, sonst kann ich nicht einfach als gute Mutter da sein, wenn man mich braucht...
    Aber daher diese Nachricht/Erzählung in diesem Forum, mit der Hoffnung den ein oder anderen Tipp zu erhalten, wie es andere gelöst haben, die sich in ähnlichen Situationen befinden. Und da gab es ja auch schon Hilfreiches. Manchmal hilft ja auch schon einfach der Austausch, dass es andere gibt die auch zurecht kommen. Daher ganz arg lieben Dank an alle die zu dieser Lebenssituation schreiben...
    Wie lange ich lebe, liegt nicht in meiner Macht,
    dass ich aber, solange ich lebe, wirklich lebe, das hängt von mir ab.
    (Seneca)

  4. Moderation

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    AW: brauche irgendwie Hilfe - Kinder getrennt - Tochter bei mir - Sohn bei KV

    Liebe Traumwelt,

    für mich klingt es so, als kämpften in dir zwei Strömungen miteinander - einmal deine Liebe zu deinen Kindern, und dagegen eine Selbstunsicherheit, die durch die Trennung leider öfter die Oberhand gewinnt und sich gegenüber den eigentlich naheliegenden Handlungen, die aus der Mutterliebe entspringen (was dir eben vom Kopf her auch klar ist) durchsetzen.


    So daß du zwar weißt, daß dein Sohn dich liebt und dringend braucht, daß er dich vermißt und Schmerzen hat, dich aber dennoch von (kleinsten) vermeintlichen Ablehnungszeichen entmutigen läßt - "ich bin nicht wichtig", "ich werde nicht gebraucht" und dann auf Abstand gehst,


    Vermutlich sitz diese Selbstunsicherheit ganz tief in dir, und ist viel weniger zum Tragen gekommen, als ihr noch zusammen gelebt habt - denn da hast du das geliebt-Werden viel deutlicher spüren und aus deiner Mutterliebe antworten können.


    Nun ist das geliebt-Werden weniger deutlich spürbar, und im Falle deines Sohnes (nimmst du ihm übel, daß er zunächst den Vater "gewählt" hat? - vermengst du die beiden "Männer" da vielleicht ein wenig? - in deiner Becshreibung klang es übrigens mehr so, als habe dein Sohn da eine Balance schaffen wollen) bist es ja auch du, die sich da selbst eine Enthaltsamkeit auferlegt - du hast ihm so den Hahn abgedreht, daß er dir seine Liebe kaum noch zeigen kann...



    Es mag auch sein, daß du von Liebes"beweisen" abhängig bist. Daß du ohne sie so im Schmerz hängst, daß du nicht aus dir herauskommen kannst. Aber für diese inneren Muster können deine Kinder nichts, und es ist emotionell tödlich für sie, da mit drinzuhängen.

    Insofern ist es wichtig, daß du eine bessere Balance findest und auf deinen Sohn zugehen kannst. Vielleicht kann dir ein Kinder- und Jugendlichen-Therapeut dabei helfen, vielleicht hat er auch die Möglichkeit, dir etwas Input für deine eigenen Aufgaben zu geben.


    Denn es wäre ganz wichtig für dich, als Mutter wie als Mensch, wenn du aus diesen destruktiven Mustern aussteigen könntest. Es sind alte, alte Glaubenssätze, die dir die Gegenwart vergällen.


    Und es tut mir sehr leid für deinen Sohn, der darunter leiden muß. Er wird dich bitter nötig haben - wende dich ihm zu, sobald du kannst!
    that was the river - this is the sea


    Moderation in den Foren "Kindergesundheit", "Persönlichkeit" und im "Corona"-Forum

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    AW: brauche irgendwie Hilfe - Kinder getrennt - Tochter bei mir - Sohn bei KV

    maryquitecontrary:

    Danke für Deinen Beitrag.

    Auch wenn er an Traumwelt gerichtet ist - ich habe ein ähnliches
    Thema er- und durchlebt und kann, gerade in der Retrospektive,
    Deine Gedanken und Aussagen sehr gut verstehen und nachvollziehen.

    In der Situation selbst ging es mir anfangs ähnlich wie der TE, es
    war einem längeren Erkenntnisprozess geschuldet, dass ich dann
    irgendwann das Ruder rumreißen konnte, auch und vorallem im
    Sinne der Kinder.

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    AW: brauche irgendwie Hilfe - Kinder getrennt - Tochter bei mir - Sohn bei KV

    Ich glaube, man muss wirklich lernen für sich selbst gut zu sortieren, welche negativen Gefühle durch das Verhalten vom Ex-Partner hervorgerufen werden und was man meint, in eine Situation hinein zu interpretieren, weil man von ihm so verletzt wurde und welche Gefühle direkt mit den Kindern zusammen hängen. Und es scheint wichtig, nicht nur die eigene Verletztheit zu spüren, sondern auch hinter die Fassade der anderen zu schauen - dem Kind was bei einem ist, dem Kind, welches man nicht mehr so oft sieht und wenn man irgendwann den Nerv dazu hat auch hinter die Fassade, des Ex blicken zu wollen.

    Ich bin selbst keine Mutter, hatte aber über mehrere Jahre mit der Problematik zu tun, weil mein damaliger Partner bereits einen Sohn mit in die Beziehung brachte.
    Anfangs hatten wir eine sehr gute Lösung: Das Kind wohnte gleichermaßen bei Mama und bei Papa, die Schule befand sich geschickter Weise etwa gleich weit entfernt von den beiden Wohnungen, Oma+Tante ebenfalls in der Nähe für Unterstützung in der Betreuung und auf beiden Seiten jeweils neue Partner, mit denen das Kind akzeptabel auskam ---> je nach dem wie die Erwachsenen mit ihren wechselnden Arbeitszeiten beschäftigt waren, wurde das Kind in der einen oder anderen Wohnung von Bezugspersonen begleitet und letztlich kam zum Monatsende dann meist heraus, dass Sohnemann die halbe Zeit mit Mama und die andere Hälfte mit Papa verbracht hatte. Wir hatten allerdings auch das große Glück, dass den Eltern sehr daran gelegen war, weiterhin gemeinschaftlich die Kindererziehung zu gewährleisten und sich viel Mühe gaben, zu schauen, was dem Kind gerade gut tut und ihren eigenen Beziehungsfrust möglichst ausgeblendet haben, um in Sachen Kind gut gemeinsam handeln zu können.
    Natürlich ging das auch nicht immer ohne Stress oder Frust von statten.
    Leider wollte die Mutter mit dem neuen Partner dann aufs Land ziehen, weg aus der Großstadt und dann hatten wir genau die blöde Diskussion wie alle getrennten Eltern: bei wem bleibt das Kind ???? Er war damals 10 Jahre alt und hatte natürlich durchaus eine eigene Meinung und wog auch für sich ab, was ihm wo gefällt und was ihm wichtig wäre. Den Ausschlag gab dann seine Tierliebe: auf dem Land konnte er besser reiten, mit eigenem Pferd direkt am Haus, die Katze hätte mehr Freilauf und ein Hund würde noch einziehen - also entschied er sich, bei Mama zu bleiben und den Papa eben nur an den Besuchswochenende zu sehen bzw. in den Ferien. Ich denke, er wäre genauso mit Papa aufs Land gezogen, weil ihm die Vorfreude über mehr Tiere im Leben zu der Zeit einfach am Wichtigsten war.
    Er machte sich durchaus Gedanken, ob das geht, dass er den Papa allein lässt und ob dann noch genug Zeit ist an den wenigen Besuchstagen all die schönen Dinge zu machen, die er gerne mit Papa erlebte. Er hat sich selbst für die Mama entschieden, aber das schützt nicht davor, an dieser Entscheidung Zweifel zu haben oder dann im neuen Zuhause den Papa zu vermissen.
    Es kam dann auch vor, dass Besuchswochenende abgesagt wurden, weil eine Kindergeburtstagsfeier auf den Samstag fiel (nur für 1 Tag war der Weg zu weit) oder das Kind sonst was für Aktivitäten gerne machen wollte und der Papabesuch dann warten musste. Nicht einfach für so ein Kind, denn er machte sich natürlich auch Gedanken, ob Papa sauer ist, wenn er nicht kommt und selbst wenn er nicht fahren wollte, überkam ihm dann doch die Sehnsucht, weil es bis zum nächsten Papatermin dann doch recht lang war. Aber was macht der Bub - steht das lieber still und leise mit sich selbst durch, weil er den eh schon getrennten Eltern nicht noch mehr Sorgen zumuten will! Es brauchte viel Feingefühl und viele Gesprächsversuche, denn auch das muss man erstmal lernen, dass man über solche Situationen reden kann - Eltern und Kinder miteinander!
    Später hatten wir den selben Salat umgedreht: Sohnemann wollte irgend wann bei Papa+mir wohnen, weil wir mit etwas Anlaufzeit dann möglich machten. Und dann passierte es der Mama, dass ihr Besuchstage abgesagt wurden, weil dem Jungspund die Freunde aus der Schule gerade wichtiger waren....
    Ich denke, so was passiert einfach und hat nichts damit zu tun, dass Kinder ihre jeweiligen Eltern nicht vermissen, sondern hängt schlicht mit der aktuellen Lebenswelt zusammen und die spielt sich nun mal im engeren Umfeld der Schule/Nachbarschaft ab. Nur weil ein Besuchstermin abgesagt wird, muss das nicht bedeuten, der Elternteil ist dem Kind nicht mehr wichtig!

    Ich finde es auch wichtig, dass man offen mit den Kindern spricht, ihnen auch ehrlich sagt "Hey, ich vermisse dich, wenn du nicht kommst, weil wir uns doch jetzt so selten sehen...aber ich kann auch verstehen, wenn du mit den Freunden zusammen etwas unternehmen willst" Leider sind solche Gespräche nicht immer einfach und ich, als Stiefmama, musste damals auch höllisch aufpassen, nicht zwischen die Fronten der verletzten Eltern zu geraten. Und auch ich als Stiefmama bekam es manchmal zu spüren, wie blöd es sich anfühlt, wenn man in Absprache mit dem Kind etwas plant und organisiert und letztlich kurzfristig vom Kind die Abfuhr bekommt, dass nun doch etwas ganz anderes gemacht wird. Aber es half dann, offen zu reden, auch wenn es schwer fiel und solche Gespräche nicht immer einen glücklichen Verlauf nahmen.

    Bin mir nicht sicher ob nun speziell ein Kinderpsychologe noch ins Boot geholt werden muss, das hängt ja auch ein wenig davon ab, welche Erfahrungen der Psychologe hat, bei dem du später einen Termin hast. Ist er bewandert speziell mit solchen Trennungssituationen kann er durchaus auch der passende Ansprechpartner in Bezug auf die Kinder sein und nicht nur für dich selbst.
    LG WhiteTara

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    smile AW: brauche irgendwie Hilfe - Kinder getrennt - Tochter bei mir - Sohn bei KV

    Hallo Traumwelt 42,
    vieles wurde schon gesagt, ich möchte nur nochmal 2 Aspekte herausstellen:

    Du bist getroffen, weil Dein Sohn zu seinem Vater gegangen ist, nicht zu Dir. Es könnte aber durchaus sein, dass er das aus seinem Gerechtigkeitsempfinden heraus getan hat: sein Vater sollte nicht alleine bleiben. Kinder können erstaunlich "verantwortungsbewusst" und loyal sein und sich zu Unrecht schuldig fühlen.
    Außerdem wollte er später doch noch zu Dir, was aber nicht geklappt hat.
    Die Gefahr ist, je länger Du Dich gekränkt fühlst und zurückziehst, desto größer wird vermutlich der Abstand. Von einem 11jährigen kann man nicht erwarten, dass er sich kümmert, das musst Du tun. Stell Dir Dein Leben in 10 Jahren vor: meinst Du, wenn es so weiter geht, habt Ihr einen guten Kontakt?
    Ich wünsche Dir viel Kraft, trotz des schmerzhaften Gefühls mehr Zeit mit Deinem Sohn zu verbringen, ihn zu fragen, was er tun möchte, was er sich wünscht... Hol Dir alle Beratung, die Du kriegen kannst, manchmal steckt man selbst zu sehr fest und kommt nicht raus aus seinem Dilemma.

    Das Zweite: Du warst lange "Nur"-Mutter (doofes Wort), aber diese Zeit ist vorbei, die Situation hat sich geändert und die Kinder müssen ohnehin selbständig werden. Sie brauchen Euch nach wie vor, aber anders. Kümmernd, aber nicht ständig anwesend und behütend.
    Du darfst Dich nicht nur über Dein Muttersein definieren und Vergleiche mit früher anstellen! Das kann ich Dir nur raten. Man (Quatsch: Frau! :-)) ist doch immer mehreres: (manchmal) Mutter, Frau, Freundin, Kollegin, Chorsängerin, Tänzerin, Weltreisende, Gärtnerin, Radfahrerin... Es gibt so viele Facetten! Die einzelnen Lebensphasen erfordern unterschiedliche Rollen. Und Du kannst aus so vielen Bereichen Deines Lebens und Deiner Persönlichkeit etwas Gutes herausfiltern.
    Du hast Deinen Job gut gemacht, aber jetzt: go on!!
    Tu Dir Gutes!!!

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