Hallo!
Ich bin neu hier und hoffe einfach, dass ich im Austausch mit anderen wieder eine Richtung finde, in die ich in Zukunft gehen kann.
Zu meiner Vorgeschichte:
Ich bin 32 Jahre alt, mein Mann zwei Jahre jünger. Wir haben 2006 geheiratet, 2007 kam unser Sohn zur Welt. Danach ging es mit unserer Beziehung langsam abwärts. 2009 begann dann der Hausbau und das war dann der endgültige Knackpunkt. Mein Mann lebte nur noch für Arbeit und Haus, hatte keine Zeit mehr für uns oder unseren Sohn. Ich dachte, wenn das Haus fertig ist, dann wird das schon wieder. Aber auch danach gab es nur noch seine Arbeit. Ich habe ihm immer wieder Zeit gegeben, weil er sagte, das es besser wird. Doch es wurde nicht besser.
Nun habe ich vier Jahre zugesehen und bin nun soweit, dass ich selbst nicht mehr kann! Jetzt habe ich die Entscheidung getroffen, mir mit unserem Sohn eine eigene Wohnung zu suchen. Für mich ist diese Entscheidung richtig.
Aber meine größte Sorge ist, dass mein Sohn sagt, er möchte nicht aus diesem Haus raus. Außerdem bin ich mir nicht sicher, ob es der richtige Zeitpunkt ist. Er kommt im September in die Schule! Aber gibt es einen richtigen Zeitpunkt für so einen Schritt? Wie wird er reagieren und damit umgehen?
Hat vielleicht jemand Erfahrung damit, wie man das einem 6Jährigen am besten beibringt und wie man dann damit umgeht?
Vielen Dank im Voraus
Tiffany
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Thema: Wie soll es weitergehen?
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16.04.2013, 15:22
Wie soll es weitergehen?
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16.04.2013, 15:51
AW: Wie soll es weitergehen?
Liebe Tiffany!
Das klingt so, als hätte Dein Mann das Haus alleine gebaut, so wie Du es erzählst. Es ist irgendwie klar, dass er für Euch nicht viel Zeit hatte, ein Hausbau frisst auf Jahre die Energie.
Wenn Ihr zusammen gebaut habt, dann hattest Du ja genauso wenig Zeit für ihn, oder?
Liebst Du ihn noch?
Ich würde nicht so rigoros aufgeben, wollt Ihr nicht vorher eine Paarberatung probieren?
Liebe Grüße
Zio
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16.04.2013, 16:14
AW: Wie soll es weitergehen?
Sie hat im Forum für Alleinerziehende gepostet, das sehe ich nicht viel Chancen für eine Paarberatung, oder, Tiffany?
LG Annika
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16.04.2013, 22:18
AW: Wie soll es weitergehen?
Der Zeitpunkt ist immer schlecht aber lieber jetzt als später. Du hast ja deine Entscheidung getroffen. Wichtig ist das die Eltern sich einigen und wirklich erwachsen benehmen. Dann wird dein Sohn das auch verkraften. Es ist besser jetzt wo er 6 ist, als später wenn er sich der Pupertät nähert. Ich glaube da gibts dann richtig Krach. Könnt ihr euch nicht gemeinsam mit ihm hinsetzen und ihm die Sache erklären? so von wegen, Mama und Papa wollen nicht mehr in einem Haus leben, aber wir sind weiterhin Mama und Papa?
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17.04.2013, 12:42
AW: Wie soll es weitergehen?
Hallo!
@zio: Natürlich habe ich ihn beim Hausbau unterstützt, wo es nur ging und ich habe auch sehr viel Rücksicht darauf genommen, dass er für unseren Sohn kaum Zeit hatte. Aber dass er sogar den Sonntag dafür geopfert hat, konnte ich nicht ganz verstehen! Wir mussten ja nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt fertig werden. Bzgl. Eheberatung, Paartherapie, etc. haben wir auch schon alles versucht. Und die Gefühle sind mit der Zeit einfach gestorben! :-(
@annika: Siehe oben, wir haben schon alles versucht!
@Azurblau69: Vielen lieben Dank für deine Antwort. Ich sehe das nämlich ganz ähnlich und wir sind uns auch beide einig, dass wir uns im Guten trennen, schon alleine wegen unserem Sohn. Und einen richtigen Zeitpunkt gibt es nie.
@alle: Vielen lieben Dank!
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17.04.2013, 15:27
AW: Wie soll es weitergehen?
Denk immer dran, Kinder stecken oft viel mehr weg als wir glauben können. Er ist nicht das erste und nicht das letzte scheidungskind. Solange ihr euch im Guten trennt und er zu euch beiden den Kontakt halten kann wird das schon. Mein Sohn kennt seinen Vater gar nicht. Er hat da auch manchmal so Phasen wo er immer wieder fragt. Mir tut das dann sehr weh aber ich versuche ihm die Sachlage altersgerecht klar zu machen. Lügen würde ich nie. Eine Beziehung weiter zu leben, nur der Kinder wegen, finde ich auch eine Lüge den Kindern gegenüber die keinem gut gut. Den Kindern gehts gut, wenn es den erwachsenen auch gut geht....
Also, ihr schafft das schon!
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19.04.2013, 16:52
AW: Wie soll es weitergehen?
Diesen Satz höre ich zur Zeit auch ständig ;)
@Tiffany: Wir haben zwar kein Haus gebaut aber dennoch war es bei uns irgendwie ähnlich ich habe nach der Hochzeit und dem Kind nur noch gekämpft und es ging dauerhaft abwärts da blieb einfach alles auf der Strecke vor allem "ich" denn als Mama versucht man natürlich dann sich so gut es geht alleine ums Kind zu kümmern und ihm immer wieder zu erklären der Papa hat keine Zeit weil ... bla bla bla.
Ich bin den Schritt vor 6 Wochen gegangen und es ist heute noch ein Krampf wenn ich ehrlich bin denn erwarte nicht die große Erlösung (zumindest kam die bei mir nicht) Den richtigen Zeitpunkt gibt es nicht. Ich höre oft je früher je besser nu ist mein Nachwuchs 3 (wird bald 4) und vermisst den Papa auch wenn der nicht oft anwesend war schrecklich. Ich denke jedoch auch wenns den richtigen Zeitpunkt nicht gibt dann besser noch jetzt vor der Einschulung denn bis dahin denke ich hat sich das dann schon etwas beruhigt als wenn du dich trennst wenn er frisch in der Schule ist und eh ein großer Schritt in seinem Leben passiert!
Ich wünsch dir viele gute Nerven und alles gute für den Weg!
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23.04.2013, 13:32
AW: Wie soll es weitergehen?
Blöde Frage ... aber ist das euer gemeinsames Haus ... gehört Euch das beiden zusammen - da gemeinsam während der Ehe erworben und gemeinsam geplant und gebaut ... oder dem Vater alleine?
ansonsten wäre es wohl im Interesse des Kidnes, das nicht Du Dir samt Kind diese neue Wohnung suchst udn umziehst - sondern bei einer Trenung der Vater auszieht und ihr beide zumindest erstmal da wohnen bleibt und das Kind sein gewohntes Umfeld behalten kann.
Gruß, B.
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26.05.2013, 09:02
AW: Wie soll es weitergehen?
wenn ihr schon bei einer Paarberatung wart,
was sagt er denn, warum er sich so in die Arbeit stürzt.
Hat er Angst die finanziellen Anforderungen nicht zu schaffen? Arbeitest du oder bleibt die ganze Verantwortung für die Finanzierung der Familie bei ihm?
Zum Hausbau: Du schreibst, du hast ihm so viel wie möglich geholfen? Ist es nicht auch dein Haus? Hast du ihn eventuell nicht auch mit der Verantwortung im Stich gelassen? Hier wird vorgeschlagen, dass du mit dem Kind im Haus bleibst und er auszieht. Entschuldigt, aber irgendwie klingt es so, als ob nur die Vorteile genossen werden und die Nachteile abgewälzt werden. (Auf beiden Seiten)
Wenn der Kleine zu Hause bleiben will (denn, dass ist das Haus) habt ihr schon mal darüber nach gedacht, dass das Kind beim Vater bleibt?


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