meine Frage bezieht sich auf Möglichkeiten, die ich habe, wenn Kindsvater (wir leben getrennt) unserem Sohn (17J.) seit ca. 1 Jahr immer harten Alkohol kauft, wenn er auf eine Party o. ä. will.
Meine Einwände werden von beiden immer abgetan mit dem Spruch: "jetzt stell dich nicht so an, ist doch normal heute" oder "du hast ja sowieso Probleme damit".
Wäre eine Anzeige möglich oder was kann ich sonst tun?
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 29
Thema: Vater anzeigen?
-
20.03.2013, 18:47Inaktiver User
Vater anzeigen?
-
20.03.2013, 19:57Inaktiver User
AW: Vater anzeigen?
Zitat Jugendschutzgesetz:
§ 28 Abs. 4 JuschG:
"Ordnungswidrig handelt, wer als Person über 18 Jahren ein Verhalten eines Kindes oder
einer jugendlichen Person herbeiführt oder fördert, das durch ein in Absatz 1 Nr. 5 bis 8, 10, 12,
14 bis 16 oder 19 oder in § 27 Abs. 1 Nr. 1 oder 2 bezeichnetes oder in § 12 Abs. 3 Nr. 1
enthaltenes Verbot oder durch eine vollziehbare Anordnung nach § 7 Satz 1 verhindert werden
soll. Hinsichtlich des Verbots in § 12 Abs. 3 Nr. 1 gilt dies nicht für die
personensorgeberechtigte Person und für eine Person, die im Einverständnis mit der
personensorgeberechtigten Person handelt."
§ 12 bezieht sich auf Bildträger und Filme, greift hier also nicht.
§ 27 benennt strafbare Handlungen.
Es könnte sein, dass es sich bei dem Verhalten des Kindesvaters um eine Ordnungswidrigkeit handelt. Du kannst Anzeige erstatten bei der zuständigen Behörde (Jugendamt?) oder einer Polizeidienststelle.
-
20.03.2013, 23:19
AW: Vater anzeigen?
Du tolerierst das Ganze seit ca. 1 Jahr und willst jetzt Anzeige erstatten?
Weißt du, was eine Strafanzeige im Verhältnis Vater, Mutter, Kind auslösen kann?
Es ist sicher nicht in Ordnung, wenn der Kindesvater das minderjährige Kind mit Hart-Alkohol versorgt.
Aber sei doch mal ehrlich, würde das Kind sich nicht auch auf "anderen Wegen", z.B. über bereits erwachsene Kumpels, den Alkohol besorgen?
Es ist doch nicht so, dass der Vater den Sohn damit "abfüllt", sondern es ihm "nur" zur Verfügung stellt.
Der vernünftige Umgang mit Alkohol - niedrig-, oder hochprozentig- ist eine besondere Herausforderung in Erziehung und Pubertät.
Reden hilft da oft nicht. Erst wenn die Jugendlichen einmal quer über`s Bett gek**** haben, wissen sie, welche Wirkung Alkohol haben kann.
Ich würde, wenn dir das Verhalten des Vaters wirklich strafwürdig vorkommt, ein Gespräch mit einer Erziehungsberatungsstelle/Jugendamt suchen.
Oben habe ich zwar geschrieben, dass Reden oft nicht hilft. Damit meinte ich aber , die Einsicht beim Jugendlichen, überhaupt Alkohol zu konsumieren.
Im Jugendamts-Gespräch geht es eher um das Innen-Verhältnis zwischen den Kindeseltern.
Die sollten doch zum Wohl des Kindes an einem Strang ziehen.
Wenn du dir berechtigte Sorgen machst und der Vater es ignoriert, stimmt etwas nicht.
Hier könnte eine fundierte Beratung durch einen "neutralen" Dritten helfen.
Viel Glück.
Viele Grüße
"Nichts schenkt mir mehr Frieden als mein schlafender Hund" (Nina Sandmann)
-
21.03.2013, 10:00Inaktiver User
AW: Vater anzeigen?
Danke, dass ist schon mal gut zu wissen, welche rechtl. Möglichkeiten es gäbe.
Bei einer Familienberatungsstelle war ich schon mit meinem Sohn, bezüglich der aktuellen Situation. Der Vater hatte auf Grund der Kurzfristigkeit des Termins leider keine Zeit.
Bei diesem Berater könnte ich auch weitere Termine vereinbaren.
Das ist wohl die bessere Idee, als mit einer Anzeige zu kommen.
Ich fühle mich mit meinen Sorgen nicht ernst genommen, weder vom Sohn, noch vom Vater.
Der Vater stärkt dem Kind eher den Rücken und ich werde auch in Bezug auf Drogen nur ausgelacht...
Ich habe auch ein Angehörigengespräch bei einer Drogenberatungsstelle für mich als Hilfestellung vereinbart.
Übers Beet gekxxx hat er schon
.
LG RosalilaGeändert von Inaktiver User (21.03.2013 um 10:04 Uhr)
-
21.03.2013, 10:49Inaktiver User
AW: Vater anzeigen?
Ich habe meinem Ex heute eine E-Mail geschrieben mit der Bitte im Rahmen der Elterlichen Sorge mit mir an einem Strang zu ziehen.
Ich hoffe, er antwortet mir mal, denn telefonieren geht nur mit Beschimpfungen seinerseits einher.
-
21.03.2013, 11:28Inaktiver User
AW: Vater anzeigen?
Eine Ordnungswidrigkeit ist keine Strafsache. Hier entscheidet die Behörde, ob und wie sie tätig wird.
Ansonsten würde ich versuchen, auf den Jungen einzuwirken. Er ist bald volljährig, dann ist sowieso Schluss mit Verboten dieser Art. Ich wüsste ja, was ich tun würde. Spätestens bei Drogen wäre meine Tür geschlossen.
-
21.03.2013, 13:07Inaktiver User
AW: Vater anzeigen?
Hallo schlaflos68,
was würdest Du tun, ihn "rausschmeißen"?
Ich bin relativ verzweifelt. Alle Stellen, an die ich mich bisher gewendet habe (3 verschiedene Anlaufstellen), haben Wartezeiten von 1-2 Wochen.
Rat von Aussenstehenden oder Broschüren decken sich: ich soll Ruhe bewaren und keine Verhörstimmung aufkommen lassen.
Mein Sohn ist im Moment, nach einem Streit mit mir, vorrübergehend bei seinem Vater und will am Wochenende zu mir zurück kommen.
Das mit den Drogen ist mir neu seit dem letzten Wochenende!
Das Vertrauen ist nun durch diverse Vorfälle angeknackst...ich habe erschreckende Erkenntnisse gewonnen...Geändert von Inaktiver User (21.03.2013 um 13:16 Uhr)
-
21.03.2013, 13:17
AW: Vater anzeigen?
Hallo Rosalia,
kann verstehen, dass Du sehr besorgt bist.
Ich glaube allerdings, dass Dein EX genau das Gegenteil von dem tut, was Du möchtest bzw. worum Du ihn bittest.
Termin machen und Wartezeit in Kauf nehmen. Allein wirst Du es vermutlich nicht schaffen, Deinen Sohn zu überzeugen.Ich bin relativ verzweifelt. Alle Stellen, an die ich bisher gewendet habe (3 verschiedene Anlaufstellen), haben Wartezeiten von 1-2 Wochen.
Geht Dein Sohn noch zur Schule oder ist er willens, eine Lehre durchzuziehen? Was interessiert ihn denn beruflich?
FG von Helga
„Nehmen sie die Menschen wie sie sind, denn andere gibt es nicht“
Konrad Adenauer
-
21.03.2013, 13:25Inaktiver User
-
21.03.2013, 13:48
AW: Vater anzeigen?
Hallo Rosalia,
auf Deine Frage:
antworte ich mit dem, was DU vorher geschrieben hast:Warum glaubst Du, dass mein Ex nicht mit mir an einem Strang ziehen möchte? Ich kann es nicht verstehen...
Ich fühle mich mit meinen Sorgen nicht ernst genommen, weder vom Sohn, noch vom Vater.
Der Vater stärkt dem Kind eher den Rücken und ich werde auch in Bezug auf Drogen nur ausgelacht...Ich hoffe, er antwortet mir mal, denn telefonieren geht nur mit Beschimpfungen seinerseits einher.Macht er denn zur Zeit gar nichts?Mein Sohn hat seine Ausbildung aus verschiedenen Gründen abgebrochen und möchte sehr gerne zur Bundeswehr.
FG von Helga
„Nehmen sie die Menschen wie sie sind, denn andere gibt es nicht“
Konrad Adenauer


Zitieren

