Millowitsch,
euch nehm ich mir zum Vorbild.Mein kleineres Kind ist auch erst drei und so eine lange Trennungszeit vom Papa oder von mir würde für ihn auch sehr schwer sein (für den Großen aber durchaus auch).
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06.03.2013, 10:41
AW: Ich (Vater), möchte gerne das die Kinder wochenweise wechseln
Time is an ocean but it ends at the shore - Bob Dylan
Und wenn der Wind mal von vorne kommt - leicht nach vorne beugen und einfach weitergehen - S.B.
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06.03.2013, 12:07
AW: Ich (Vater), möchte gerne das die Kinder wochenweise wechseln
Oh, dass so viele Zuschriften innerhalb eines Tages kommen, damit habe ich nicht gerechnet. Danke für die Tipps.
Das es nicht schadet habe ich einem Artikel des dij gelesen. Den Link habe ich jetzt nicht parat. Der Stand in dem Buch : Eine Woche Mama, eine Woche Papa. Dort wird gesagt, dass wenn Kinder vor der Trennung den gleichen Bezug zu ihren Eltern hatten, es gut ist, abwechselnd bei beiden zu wohnen. Ich habe die Kinder auch lange betreut, als meine Ex arbeiten ging und ich arbeitslos war. Ich glaube sogar, dass wenn man die Kinder fragen würde, zu wem sie möchten, der Junge sich für mich entscheiden würde, die Tochter sieht die Lage schon praktischer, ihr Pferd steht hinter dem Haus der Mutter, es könnte aber auch sein, dass sie sich für mich entscheiden würde. Nur möchte ich die beiden ja gar nicht in die Lage bringen sich entscheiden zu müssen. Der Kontakzt mit der Mutter ist zur Zeit noch schwierig, ich will erst mal ein paar Monate warten, bis sich die Gemüter beruhigt haben. Ich müßte allerdings eigentlich bevor ich mir eine Wohnung nehme wissen, ob der Wechsel stattfinden kann. Denn nehme ich von den 1000€ die ich behalten darf eine Wohnung und sie kommen nicht, kann ich gleich wieder ausziehen, weil es dann zu teuer ist. Teilt man sich die Kinder und das Geld, kann ich mir auch eine Wohnung nehmen, in der sie sich wohl fühlen können, das ist ein bißchen eine Zwickmühle.
Noch mal danke für die Anregungen.
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06.03.2013, 12:48
AW: Ich (Vater), möchte gerne das die Kinder wochenweise wechseln
Schaden und Nutzen, wenn wir in diesen Kategorien sprechen wollen, werden von Kind zu Kind verschieden sein, je nachdem welche Bindungen sie zu wem aufgebaut haben. Mir persönlich hat der wenige Umgang mit meinem eigenen Vater sehr zugesetzt und er belastet auch heute noch mein Männerbild und mein Rollenverständnis. Das kann ich für mich klar sagen. Aber es mag andere erwachsene Kinder mit gänzlich anderen Erfahrungen geben. Ihr werdet das gemeinsam entscheiden müssen, das wird seine Zeit brauchen.
Das klingt, als sollen sie sich ganz für eine Seite entscheiden, aber das gilt es ja gerade zu vermeiden. Sie sollen sich für beide, nicht gegen einen entscheiden.
Eine Wohnung mit mindestens einem Kinderzimmer wirst Du, wenn ich das Alter Deiner Kinder anschaue, sowieso brauchen. Auch wenn sie erstmal nur einen Tag in der Woche und jedes zweite Wochenende bei Dir sein werden.
Und für den Fall, dass ihr das gemeinsam beim Jugendamt besprechen solltet in Zukunft, möchte ich Dir den Rat geben, Dein Umgangsrecht und Deine Unterhaltspflicht von Anfang an getrennt zu betrachten, denn beides hat erst einmal wenig miteinander zu tun. Auch wenn die Gerichte zunehmend der Auffassung folgen, dass beim Wechselmodell keiner den Kindern gegenüber unterhaltspflichtig wird, seid Ihr soweit ja noch lange nicht.
Was sagt denn Deine ehemalige Partnerin momentan zum Umgang?Be like a duck. Remain calm on the surface but paddle like hell underneath.
Michael Caine
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06.03.2013, 13:00
AW: Ich (Vater), möchte gerne das die Kinder wochenweise wechseln
Es wäre wirklich schön, wenn es mehr ehemalige Paare schaffen würden, dem Recht des Kindes auf Umgang mit beiden Elternteilen im besten Interesse des Kindes gerecht zu werden. Dazu ist es nach einer Trennung aber eben manchmal notwenig, sich ins eigene Fleisch zu schneiden und vom eigenen Anspruch an Zeit mit dem Kind zurückzutreten. Das muss man auch erstmal verknusen. Trotzdem verstehe ich manche Mütter nicht (ich habe zwei Beispiele im erweiterten Freundeskreis), die den Umgang vorsätzlich behindern und erschweren. Ein Freund unseres Kindes sah seinen Vater eineinhalb Jahre nicht, nachdem dieser sich von der Mutter getrennt hatte. Das ist schwer mitanzusehen.
Be like a duck. Remain calm on the surface but paddle like hell underneath.
Michael Caine
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06.03.2013, 13:17
AW: Ich (Vater), möchte gerne das die Kinder wochenweise wechseln
>bevor ich mir eine Wohnung nehme
wo wohnst du denn jetzt? hast du dort die moeglichkeit, die kinder bei dir zu haben?
luciernago
LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH
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06.03.2013, 14:51
AW: Ich (Vater), möchte gerne das die Kinder wochenweise wechseln
Ich bin notdürftig in einem WG-Zimmer untergekommen. Und ich möchte meiner Ex keinen reinwürgen, wie jemand das fragte. Ich war nur sauer über das schnippische:"Weisst Du eigentlich was Du zahlen müßtest, wenn wir getrennt wären?". Da reagiere ich dann allergisch. Ich möchte vor allem kein Wochenendvater sein. Ich möchte die Geschichten hören, die sie zu erzählen haben, wenn sie aus der Schule kommen, beim Sportverein zuschauen usw. Ich werde mir auch auf alle Fälle eine Wohnung in der Nähe suchen, damit sie auch jederzeit bei mir reinspringen können. Es gibt soviele Väter, die den Kontakt zu Ihren Kindern verlieren, wenn sie zu Wochenendvätern werden. Ich sehe sie fest alle zwei Wochen und ich habe Ihnen gesagt, dass sie immer zu mir kommen können, wenn sie wollen. Aber ich finde auch das Blondine recht hat damit, das ich ja eigentlich ruhig den Kindern erzählen kann, wie ich mir das vorstelle. Bisher war es irgendwie ein Tabu mit den Kindern zu reden. Es heißt aber ja nicht, dass ich sage: Komm zu mir, deine Mutter ist ....; sondern viel mehr, dass sie wissen, dass es diese Möglichkeit auch gibt.
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06.03.2013, 16:00
AW: Ich (Vater), möchte gerne das die Kinder wochenweise wechseln
Möchte noch aus eigener Erfahrung was zu bedenken geben. Es muss nicht für jedes Kind passen. Ich würde jetzt im Nachhinein eher eine "Probezeit" vereinbaren. Unsere Kinder wechselten auch wöchentlich. Unser Sohn (jetzt 11) immer noch, unsere Tochter (jetzt 19) wohnt seit ca einem 3/4 Jahr konstant bei mir. Als sie ca 14 war, wollte sie längere Abstände, sie wechselte mal 2wöchentlich, dann monatlich. Wir dachten, wir täten ihr einen Gefallen, indem wir sie selbst entscheiden ließen, wann sie für wie lange wechselt. Aber ihr Unwohlsein mit dem Wechsel lag nicht an der Entscheidungsfreiheit. Sie braucht einfach EIN Zuhause, EIN Nest, einen Anker. Für sie ist es heute immer noch mit einem großen schlechten Gewissen ihrem Vater gegenüber verbunden, weil sie nun bei mir wohnt. Für sie war und ist die ganze Situation mit 2 Elternhäusern immer noch schwer zu managen, auch Patchwork-Veranstaltungen. Sie will das nicht entscheiden! Sie hat dann immer das Gefühl, sich GEGEN jemand zu entscheiden. In meine Richtung ist sie da mittlerweile lockerer.
Unser Sohn dagegen kommt prima damit klar und möchte es so. Das Gewechsel ist "drin". Will nur sagen, hängt sicher auch vom Alter ab und vom Kind.
Ich glaube mittlerweile, dass es die zweitbeste Lösung sein kann, wenn die Eltern auf dieser Ebene sachlich kommunizieren können und sich dem anderen Elternteil gegenüber fair verhalten. Die Interessen der Kinder in den Mittelpunkt stellen und eigenen Befindlichkeiten außen vor bleiben. Gerade bei Verletzungen sicher nicht immer leicht. Im Nachhinein hätten wir unserer Tochter einiges an Stress und Leid erspart, wenn sie EIN zuhause gehabt hätte. Aber dass weiss man sicher manchmal erst hinterher. Und sie konnte das auch erst vor einem halben Jahr so sagen.
Einen Mediation, wie vorgeschlagen, finde ich sehr sinnvoll.
Ich denke, Du solltest vielleicht zuerst mit Deiner Ex darüber reden, ein Probehalbjahr vereinbaren um ihr die Angst zu nehmen und um den Kinder die Möglichkeit zu geben, das Modell zu testen. Wenn ihr Euch einig seid, dann den Kindern den Vorschlag machen, immer mit der Option, dass Ihr Frequenz und Länge anpassen könnt (im Rahmen von festen Zeiten).
Ich habe ne 3-Raum-Wohnung, 80qm (jeder hat 1 Zi.). Papa ein großes Haus. Spielt also beim zu-Hause-Fühlen scheinbar keine Rolle
Aber Du solltest schon wohnungstechnisch die Vorraussetzung fürs Wechseln haben, sonst kannst Du Deine Ex ja kaum überzeugen, dass es geht. Deine Zwickmühle bezüglich Wohnsituation wirst Du Ihr ja deutlich machen können? Ich komme zeitweise auch nur mit Wohngeld über die Runden, aber es geht!
Alles Gute Euch, regenblauGeändert von regenblau (06.03.2013 um 16:05 Uhr) Grund: Ergänzung
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06.03.2013, 17:19
AW: Ich (Vater), möchte gerne das die Kinder wochenweise wechseln
Probeweise war mein erster Vorschlag, der abgelehnt wurde. Aber Deine Antwort trifft wahrscheinlich sonst die Realität. Danke. Ich werde mich dann jetzt mal auf Wohnungssuche machen und versuchen persönliche Gefühle außen vor zu lassen. Vielleicht braucht meine Ex ja tatsächlich erst noch ein bißchen Zeit, bis sie sich mit dem Gedanken anfreunden kann. Ich möchte auch kein Gerichtsverfahren.
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06.03.2013, 18:54
AW: Ich (Vater), möchte gerne das die Kinder wochenweise wechseln
Du solltest Sie nicht zu sehr alleine entscheiden lassen, sondern deutlich machen, dass eine GEMEINSAME Lösung notwendig ist. Sie findet Deine nicht angenehm, Du ihre nicht. Also muss eine gemeinsame erarbeitet werden.
Kann keiner alleine treffen.
Sehe im Bekanntenkreis einige Väter, die vor lauter schlechtem Gewissen Jahre warten, dass es "ruhiger wird" und sich im Kindsumgang und Trennungsunterhalt gängeln lassen bin zum gehtnichtmehr, in der Hoffnung, irgendwann Gehör zu bekommen. Da werden in letzter Minute Treffen mit dem Vater abgesagt und mit den Scheidungskosten gedroht, das ist nicht mehr feierlich.
Bringt Dir auch nichts, außer Kosten, da bekommst Du als Hauptgewinn genau alle 14 Tage das Wochenende und ein paar Ferien ab.
Letztendlich braucht man auch keine "Probezeit" vereinbaren, sondern muss sehen, wie die Kinder reagieren. Wenn die nach drei Monaten rebellieren oder sich komplett zurück ziehen bringt es auch nichts zu sagen "dauert ja nur noch 9 Monate".
Offenen Auges auf die Bedürfnisse der Kinder eingehen, aber kein ständiges Hick-hack und Ausnahmen diskutieren, sondern klare Absprachen zwischen den Eltern.
Neben Geschichten und Sportverein musst Du Dir aber auch im Klaren sein, dass Du an "Deinen Tagen" komplett verantwortlich bist. Nur weil das Fieber über 40 steigt ist nicht plötzlich Mutti dran und Du gehst wie früher gewohnt arbeiten. Sollte Dir auch bewusst sein, dass Du damit quasi Teilzeit-Alleinerziehend bist.
Hoffe, dass Ihr Euch schnell bewusst werdet, dass Ihr in erster Linie schauen müsst, was mit den Kindern ist. Wer dann was wie bezahlt lässt sich hoffentlich später so klären, dass keiner das Gefühl hat zu kurz zu kommen.
Alles Gute!
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06.03.2013, 21:25
AW: Ich (Vater), möchte gerne das die Kinder wochenweise wechseln
Kann ich nur unterschreiben. Am wichtigsten sind die Kinder. Die haben sich die Situation nicht ausgesucht und sind Euch und Euren Entscheidungen ausgeliefert! Ich weiß heute, dass ich mich zu oft den Entscheidungen des Vaters gebeugt habe. obwohl ich es hätte besser wissen können. Im Interesse der Kinder.


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