Da musst du aufpassen: Rückständige Miete berechtigt den Vermieter zur fristlosen Kündigung.
Mit Nachzahlen und ab sofort regelmäßiger Miete, ist das dann zwar wieder gut zu machen, aber du hast ab dem Zeitpunkt Ärger mit dem Vermieter. Lohnt sich nicht, damit schießt du dir ins eigene Knie.
Erkundige dich ob du Wohngeldberechtigt bist.
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Thema: Woher nehmt Ihr die Kraft?
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25.02.2013, 21:23
AW: Woher nehmt Ihr die Kraft?
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25.02.2013, 21:25Inaktiver User
AW: Woher nehmt Ihr die Kraft?
Am besten, das was es ist: Erwachsene trennen sich manchmal, wenn sie sich nicht mehr lieben/lieb haben. Das hat nichts mit dir/euch zu tun! Ich bin weiter eure Mama/Mutti.
Auch kleine Kinder verstehen das. Auch, dass du traurig und erschöpft ist etc.
Fragen, wenn sie denn welche stellen, immer so wahrheitsgemäß wie möglich beantworten. Kinder spüren genau, was sie dich fragen können. Und wenn du mal keine Antwort hast (du verstehst ja im Moment auch vieles noch nicht), dann sag das auch so.
Es gibt auch Familien, wo am WE keine Papazeit ist. Ich kenn da Schichtarbeiterfamilien, oder Familien, wo der Mann auch mal länger auf Montage ist.2. wie regelt Ihr die Wochenenden?
Dies ist meistens die Zeit, die ich als schlimmsten empfinde.
Alle Familien, denen wir uns anschliessen moechten, haben "Papazeit" und wir sind 5tes Rad am Wagen.
Am Anfang sind solche Gefühle normal. Du steckst ja selber noch mitten in der Trennungsverarbeitung. Da kommen dir sog. intakte Familien noch intakter vor als sie sind. Glaube mir, dass gibt sich mit der Zeit .So streunen wir meist alleine los..
Wie fuehlt Ihr Euch da? Wie macht Ihr das? Langweilt es Euch nicht auch?
Man braucht ja auch selbst Erwachsene um sich herum, um zu reden...
Wenn du dann einen Babysitter hast, kannst du vielleicht auch wieder eigenen Interessen nachgehen, die nicht kinderspezifisch sind. Das dauert alles seine Zeit.
Ansonsten klingst du schon viel kraftvoller.
Geändert von Inaktiver User (25.02.2013 um 23:00 Uhr)
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25.02.2013, 21:57
AW: Woher nehmt Ihr die Kraft?
Zahl bitte die komplette Miete. Den Anteil des Kindsvaters kannst du später einklagen.
Wenn die Miete so hoch ist, wäre eine günstigere Wohnung einen Gedanken wert. Gibt es solche Wohnungen in deiner Nähe, so dass du zum Beispiel näher bei deinem Arbeitsplatz wärst?
Kennst du alle deine Haushaltskosten?
Leg dir ein Haushaltsbuch an, schreibe akribisch auf, wie viel Geld du wofür ausgibst, und hinterfrage jeden Sonderposten. Muss die Tageszeitung für die ganze Woche sein oder tut es ein Wochenendabo auch? Kündige all die Dinge, die du nicht unbedingt brauchst, z.B. "sinnlose" Zeitschriften. Neue Kinderkleidung gibt es auf Kleiderflohmärkten um Ecken günstiger. Dann ist ein Eis mal so leichter drin.
Wenn du am Wochenende Zeit für dich findest, indem jemand anderes auf deine Kinder aufpasst, tankst du auf und freust dich wieder auf deine Kleinen. Gestalte die Zeit mit ihnen so schön, wie du es kannst. Hauptsache ist doch, dass ihr drei zusammen lachen könnt und eine tolle Zeit habt.
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27.02.2013, 17:02
AW: Woher nehmt Ihr die Kraft?
Liebe meloone,
du klingst schon viel gefasster!
Mein Tipp zum Thema Wochenende: lass "die anderen" los, sollen sie ihre Papa-Wochenenden machen... suche dir andere Frauen mit Kindern in ähnlicher Altersgruppe, entweder im Netz oder per Kleinanzeige. Auch ich habe manche bittere Pille geschluckt von meinen früheren "Freundinnen"
. Offensiv nach vorne schauen, es gibt soo viele Alleinerziehende... (und wer weiß schon genau, wer von den Papa-Mama-Kinder-Frauen nicht auch irgendwann dabei ist...)
Viele Grüße
Capbreton
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28.02.2013, 09:38
AW: Woher nehmt Ihr die Kraft?
Hallo,
ich muss sagen, an die Wochenenden gewöhnt man sich schnell, ich arbeite seit einiger Zeit wieder voll und bin immer froh, wenn ich am WE keinen Termindruck habe, einfach mal gemütlich lange im Bett bleiben kann ( meine Tochter beschäftigt sich dann alleine ) und ganz entspannt sein kann .
Meistens gehen wir nachmittags raus- auch alleine -, Kino , Museum, oder Spaziergang mit Cafebesuch, Spielplatz, mit Freundin und Kids etwas unternehmen, ab und zu ist sie bei Papa oder das ganze WE bei der Oma. Dann bleibt Zeit für mich , Sport, Wellness und Unternehmungen. Hier in der Stadt sind die meisten Treffs für Alleinerziehende gerade an den WE wieder abgeschafft worden, da kaum Resonanz vorhanden war !!!!
Oder Du suchst per Annonce nette Kontakte mit Kindern, da gibts auch mal Gleichgesinnte.
Wenn der Expartner mit im Mietvertrag steht, kann der Vermieter die hälftige Miete auch von ihm direkt einfordern, allerdings würde ich mir den Ärger nicht aufhalsen wollen. Dann lieber mehr arbeiten oder kleinere Wohnung suchen, wenn es nicht anders geht..
firefly
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28.02.2013, 14:49Inaktiver User
AW: Woher nehmt Ihr die Kraft?
Regel Nummer 1: Nur auf sich selbst zählen, da kann man nicht enttäuscht werden.
Was die Unterhaltsansprüche angeht - zum Jugendamt, das ist kostenlos und sie setzen Fristen. Die Anwälte erzählen viel wenn der Tag lang ist, ich habe meinem Anwalt viel Geld bezahlt - für nichts.
Was andere Angelegenheit mit dem Partner angeht - einfach in Ruhe lassen. Die Zeit regelt viel von allein. Und hier ist die Regel Nummer 1 wieder wichtig.
Ich habe nur ein Kind aber ich weiß wie es ist, wenn man dann noch Vollzeitjob hat. Trotzdem finde ich es klasse, dass ich allein für uns sorgen kann.
Das was mein Leben total erleichtert hat, sind Rituale und ein Rhythmus. Zumindest in der Arbeitswoche.
Ich schaue z. B. mit meiner Kleinen total gern "Das perfekte Dinner". Davor machen wir aber alles andere was erledigt werden sollte. So macht uns auch Kochen wieder viel Spaß. Deine Kinder sind noch zu klein aber vielleicht gibt es da etwas anderes.
Dann um 20 Uhr lese ich ihr immer vor - bis dahin war sie im Bad und wenn sie es nicht schafft - dann gibt es die Geschichte nicht - aber es ist noch nie vorgekommen
weil sie sich total darauf freut. Ich finde einen Rhythmus echt wichtig, ich war mal zwischendurch nachlässig und dann gab es Chaos und Unzufriedenheit.
Am Wochenende gehen wir aus, treffen uns mit Freunden, sie verabredet sich mit anderen Kindern usw. Frische Luft ist auch super für Kids und uns.
Mein Vorteil, jedes zweite Wochenende habe ich frei weil sie beim Papa ist. Aber ich vermisse ich selbst dann.
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01.03.2013, 11:41
AW: Woher nehmt Ihr die Kraft?
Die Kinder werden es physisch doch schon bemerkt haben?
Meine Kinder haben eigentlich nichts gefragt, sie haben das Thema immer totgeschwiegen, allerdings war der Vater ohnehin seit jeher ein seltener Gast, und wenn mal anwesend, dann nur physisch aber nicht mental.
Der Auszug war hart, denn er hat nichts gesagt, bzw. hat den Kindern offenbar vorgejammert, dass ich eine Böse bin, die ihn vollkommen unerwartet (ha ha!) rausschmeißt.
Als wir geschieden waren, war nicht mal das Thema. Shame on me! Es hat über ein Jahr gedauert, bis ich es verbalisieren konnte, vorher hieß es nur: "Wir sind und werden keine Familie mit Mama-Papa-Kindern mit diesem Papa mehr!" Die Kinder haben sofort komplett dicht gemacht beim Thema "unsere Familie".
Der Vater stellt es wohl bis jetzt so dar, als ob alles nur vorübergehend sei. (Der Vater, der seine Kinder im Schnitt nicht mal einmal pro Monat sieht ...)
Du siehst, ich habe mir extrem schwer damit getan.
Lag auch daran, dass wir in einem komplett heilen Umfeld leben, wo es keine geschiedenen Eltern gibt und keine Alleinerziehenden.
Erst mit dem Wechsel zu einer größeren Schule tauchte das Thema auf und wurde somit "normaler" und für die Kinder annehmbarer. Ebenfalls der Urlaub letztes Jahr, in dem wir andere Einelternfamilien trafen.
Wochenenden: Genieße ich total! Seit ich mir erlaubt habe, nicht mehr arbeiten zu müssen und die Zeit mit den Kindern verbringen zu dürfen (natürlich auf unsere Kosten, das Einkommen fehlt dann ...!)
Ich bin der einzige erwachsene Chef, die Kinder sind Kinderchefs, und wir machen Pläne und haben jedes Wochenende eine wunderschöne Zeit! Früher hat der Vater uns regelmäßig enttäuscht, das geben wir uns nicht mehr.
Wir gehen viel auf Wettkämpfe von den Kindern oder mir selbst, besuchen Freunde oder lassen uns besuchen, Übernachtungen sind gerade der Hit! Aufräumen, Frischluftaktivitäten, einfach immer eine super relaxte Zeit. :)
Andere Erwachsene: Hat gedauert! Am Anfang habe ich meine zwei besten Freunde mit immer demselben Thema (meine kaputte Familie) zugemüllt. Haben sich beide für lange Zeit dann abgewandt, weil ich es übertrieben hatte. Aber ich hatte kein anderes Thema: Stress mit der Arbeit, mit den Kindern, mit dem Ex und dann noch einige andere Baustellen, die sich nicht abstellen ließen. So ein Leben wünsche ich niemandem!!! Es gab einfach nichts positives in meinem Leben, auch nicht mit Wohlwollen. Außer, dass wir selbst gesund waren.
Inzwischen: Habe ich Hobbies (bzw. hatte immer welche, doch es wurde durch Kinder und Arbeit alles auf Null gestellt), habe dadurch verschiedenste neue Menschen am neuen Wohnort kennengelernt und habe Abwechslung.
Meine Sorgen kanalisiere ich im Internet in Spezialforen wie diesen, mit den Mitmenschen teile ich überwiegend Freude. :) Oder mal eine kleine Sorge, ab und an, wohldosiert. Das ist ja für jeden auszuhalten ...
Habe entdeckt, dass mir das Handy/SMS enorm hilft, immer mal spontane Gedanken loszuwerden. Irgendwen darf ich immer mal anschreiben. Damit kann man keine tiefschürfenden Themen bekakeln, aber danach ist mir momentan auch nicht. Easy going ist mir nach ganz bösen Jahren zZt. extrem wichtig.
Einige Bekannte habe ich inzwischen, die auch mal ne Nacht durchplauschen, einfach so. Das ist dann der Super-Balsam für die Seele.
Ich habe also im Lauf der Zeit an sozialen Interaktionen all das gestreut, was man "normalerweise" mit einem Partner/Vater machen würde.
Sehr gut war die Erkenntnis, dass ich bzw wir unserer eigener Maßstab sind, für das, was gut für uns ist. Wir sind wir, unsere Rahmenbedingungen sind ungleich mit denen anderer Menschen/Familien. Wir werden nie Wochenend-Skiausflüge machen, nie einen schicken Urlaub, nie alle neue Klamotten tragen und nie lecker essen gehen. Gewisse zeitaufwändige Dinge werden wir auch nie tun, schaffe ich halt nicht.
Na und?!
Wenn das, was wir machen und wie wir leben, uns glücklich macht, aus sich selbst, dann ist es das richtige!
Hat aber gedauert. Anfangs wollte ich den Kindern eine "normale" Kindheit ermöglichen, fördern, was sinnvoll erscheint und habe möglichst viele Hobbies erlaubt und mich am Ende durch die Fahrerei selbst zerfleischt.
Die Kinder sind selbst gereift und begreifen vieles besser, als noch vor ein, zwei Jahren.
Ich denke, die gemachten Erfahrungen und der Reifeprozess von uns allen war zielführend, so dass wir jetzt sehr glücklich sind. :)))
Es dauert, aber du schaffst das auch! Du wirst bestimmt mal an meine Worte denken! ;)
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04.03.2013, 20:59
AW: Woher nehmt Ihr die Kraft?
Danke. All Eure Worte helfen mir sehr.
So werde ich nun erst einmal an einer neuen Wochenend-Struktur im Kopf arbeiten.
Und lernen, uns nicht mit anderen Familien zu vergleichen, oder uns irgendwo ranzuhängen.
Wir sind wir. Das ist toll.
Bezüglich der Finanzen:
die Wohnung läuft leider noch über den Mietvertrag des Vaters.
Dieser geht dem Umschreiben des Mietvertrages auf meinem Namen aus dem Weg...
Bis seine finanzielle Unterstützung durch das Jugendamt geregelt ist,
werde ich die Wohnung also nicht komplett allein zahlen, sondern die Hälfte, wie bislang.
Also habt bitte keine Sorge, die Miete ist gesichert.
Und auch allein könnte ich die Miete stemmen, wenn auch grad mal so eben.
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04.03.2013, 21:18
AW: Woher nehmt Ihr die Kraft?
Die Frage ist, welche Summe beim Vermieter ankommt, das wird nicht deutlich aus dem, was du schreibst.
Kommt nur die Hälfte an, kann er kündigen. In dem Falle geht dann die fristlose Kündigung und die Aufforderung zur Räumung an den Vater. Rührt der sich nicht bzw. ihr euch nicht und geht die Miete weiterhin nur zur Hälfte ein, hast du den Ärger an der Haustüre. Der Vater ist ja weg.
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04.03.2013, 21:59
AW: Woher nehmt Ihr die Kraft?
Meloone,
wenn du gar nicht im Mietvertrag drinstehst, brauchst du rein theoretisch keine Miete zu zahlen. Das ist aber wenig hilfreich, weil du dann vor die Tür gesetzt werden kannst.
Warum setzt du dich nicht mit dem Vermieter in Verbindung und bittest ihn um die Umschreibung?
Vielleicht kommt der dir ja mit der Miete entgegen, so dass du weniger zahlst, dafür ohne Probleme, und der Kindsvater ist außen vor?
Was ist mit einer anderen, kleineren Wohnung?
Umzugshilfe, Kaution, Helfer - das ist alles keine Problem, weil deine Kinder klein sind und das Jugendamt finanziell das eine oder andere übernimmt.



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