Aber wen ich meine Kinder einmal eine Aussage über ihre Kindheit machen.. dann würde ich mich freuen, wenn da in 1. Linie käme.. ich hatte eine glückliche Kindheit -sorgenfrei und unbelastet.
Da soll nicht unbedingt kommen, meine Mutter war eine starke Frau, meine Mutter war eine unabhängige Frau, die wußte was sie wollte und sich durchsetzte ...
Sondern ich denke, ein kleines Kind sollte sagen können: meine beiden Eltern waren immer für mich da und es war für mich selbstverständlich von beiden immer die nötige Liebe und Geborgenheit udn Zuwendung zu erfahren ... ich bin auf der Welt, weil meine beiden Eltern sich liebten und sich ein gemeinsames Kind wünschten.
Heutzutage ist es völlig normal, daß Frau und Mutter nicht von einem "Versorger versorgt werden muß" ...
Die Einstellung, man muß sich selbst als Frau einen Versorger suchen, um ein Kind in die Welt setzen zu können, die empfindet man als fragwürdig und antiquiert.
Jede Frau, die soetwas öffentlich sagt, würde darauf hingewiesen, wie sie denn mal dasteht, wenn der Kindsvater sie verlässt und eine Beziehung mit einer anderen Frau eingeht.
Das aktuelle Scheidungsrecht sieht keine großartige Versorgung für Mütter vor ...
Das Rentenrecht auch nicht ...
Fakt ist aber: das Kind wäre zu versorgen .. für viele Jahre!
Niemand bestreitet ernsthaft, daß es einen Ideal ist, für seinen Nachwuchs einen guten Versorger zu suchen. In jeder Hinsicht!
Es gibt den Konflikt, ein Baby, Kleinkind und Kind muß betreut werden ..
und das Leben muß finanziert werden.. üblicherweise mit einem Vollzeitjob.
Das Hartz-4-Risiko für AE-Mütter ist nicht unerheblich und Kinder AE sind viel öfter von Armut bedroht als ihre Altersgenossen, da es für dieses Problem oft keine adäquate Lösungen gibt.
Der Vater des Kindes finanziert noch weitere Kinder ... die haben die älteren Rechte
und seine Zeit ist in jedem Fall limitiert. Er möchte seine Familie nicht verlassen.
Seine Ehefrau ist in jedem Fall schonmal deswegen sauer, da das Kind, das die Te plant, seinen Versorgungsanspruch vor ihr hat, sie zurückstecken muß ...
und bei ihr sollen wir davon ausgehen: sie selbst ist eine trad. Ehefrau - mit Migrationshintergrund.
Dieses Kind ist auf Dauer für alles sichtbares Zeichen der Untreue ihres Ehemannes
das geht nicht nur finanziell über ihren Kopf und ihre Interessen hinweg.
Damit kann sie nichtmal mehr verlangen, daß er den Kontakt zur anderen Frau für immer aufgibt und einstellt ... das Kind hat schließlich eine Recht auf seinen Vater.
Ein gemeinsames Kind stellt auf Dauer eine Verbindung mit dieser Geliebten dar und sicher.
Also, die Frage, auf welche Kosten sich die Te für ihr Baby entscheidet, würde ich eindeutig nicht mit " nur auf ihre eigenen Kosten" beantworten
Da sehe ich die Ehefrau und die ehelichen Kinder sehr mitbetroffen.
Die müssen sich sehr wohl damit auseinandersetzen, daß die Te für sie und sich Fakten schafft, wenn sie AE-Mutter wird.
Meiner pers. Meinung nach stellen Ehe und Familie nicht umsonst einen Wert da, den unsere Gesellschaft und unser Staat für besonders schützenswert hält ... etwas, was man respektieren sollte.
und diesen Respekt sehe ich so gar nicht, wenn man ein Kind mit einem verheirateten Mann plant ...
Ich gehe davon aus, das Kind wird in jedem Fall von dieser Respektlosigkeit mitbetroffen sein!
Die Te beantwortet die Frage, wie sie selbst damit lebt ja gut ...
die Frage, wie das Kind mit all dem leben kann und wird, die sehe ich aber wirklich völlig offen.
da sehe ich ein leider ein Potential, das geeignet ist, einem die Kindheit ganz schon zu versauen.
Aus meiner pers. Lebenserfahrung heraus, würde ich nicht sagen, die Frauen, die sich so sehr viel ältere Partner gesucht haben, wären mir jetzt durch besondere Unabhängigkeit und Selbstständigkeit aufgefallen ... ich hatte den Eindruck, da suchten manche Frauen nach der starken Vaterfigur für sich selbst.
ich halte es auch für eher logisch, daß sie sich so eine Vaterfigur dann auch für ein eigenes Kind wünschen.
eine Erwartungshaltung, die das Kind aber zwingt, die selben Kompromisse einzugehen, wie die Mutter.
Diejenigen Frauen, die ich kenne, die eine Beziehung zu einem ca. 20 jahre älteren Mann tatsächlich eingegangen sind, überlassen eigentlich alle, damit die Beziehung hält, ihm den dominierenden Part und ordnen sich unter.
Was mir aber im Eingangspost die meiste Sorgen bereiten würde, ist die Andeutung von:
"wir möchten das eine oder andere Hindernis auch nicht immer sehen!"
Ich hätte jedenfalls Bedenken, jemanden als verantwortungsvolle Eltern zu sehen, der mir soetwas hinschreibt ... 2 verwandte Seelen, die gerne mal die Augen vor der Realität verschließen ???
Sorry, aber da habe ich die konkrete Sorge, das Kind und seine Interessen würde ebenso mitignoriert ???
Gruß, B.
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11.01.2013, 12:16
AW: Mehr oder weniger Alleinerziehend von Beginn an?
Geändert von Blondine (11.01.2013 um 14:23 Uhr)
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11.01.2013, 14:55
AW: Mehr oder weniger Alleinerziehend von Beginn an?
Das hier halte ich auch für die Wichtigsten Fragen.
Es ist schlimm für ein Kind wenn es "verheimlicht" werde muss.
Ich kann da nur meine Geschichte zu beitragen: war alleinerziehend von Anfang an, wurde schwanger von einem verheirateten Mann (one night stand, wusste nicht mal das er verheiratet war). Habe das Kind gegen seinen Willen ausgetragen. Seine Familie darf von dem Kind natürlich nichts wissen.
Mein Sohn hat hier ein starkes Defizit und das ist nicht so leicht zu erklären. Mir tut es im Herzen weh wenn er fragt wo sein Papa ist und warum er ihn nicht einfach mal besuchen kann. Er hat auch 3 Halbbrüder. keiner weiss von meinem Sohn.
Alleinerziehend zu sein war absolut kein Problem, aber das eben beschrieben tut weh.
je älter mein Sohn wird umso mehr Info bekommt er von mir. Wenn er alt genug ist werde ich ihm die ganze Geschichte erzählen und auch den namen des Vaters mitteilen. Dann kann er selber entscheiden was er mit der Info anfängt. Der Vater weiss von diesem Plan. Ich habe ihm klipp und klar gesagt das ich meinen Sohn niemals anlügen werde.
Es gibt Phasen da ist diese Problematik sehr präsent bei meinem Sohn.
Im Moment nicht mehr so sehr da ich einen Mann an meiner Seite habe der als Ersatzpapa akzeptiert wurde.
Wenn ihr offen damit umgehen könnt, dann mal los. Wenn das ganze mit Lügen einhergeht, dann lasst es!
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11.01.2013, 15:21
AW: Mehr oder weniger Alleinerziehend von Beginn an?
Ja das wäre schön, ist aber nicht immer gegeben. Mein Sohn hat seinen biologischen Vater noch nie gesehen. Der will nix von ihm wissen (siehe mein erster post). Trotzdem ist mein Sohn ein glückliches Kind mit einer starken Mama und nun auch einem Ersatzpapa. Mir war immer wichtig so ehrlich wie möglich zu ihm so sein, ihm die Sachlage zu erklären, dem Alter angepasst. Je älter er wird, umso mehr wird er erfahren. Leicht ist das nicht. Aber was du schreibst ist auch nicht das ein und alles.
Ich bin so froh dass ich mir für mein Kind entschieden habe, trotz aller widriger Umstände.
Einen Versorger brauchte ich nie, hab alles alleine gestämmt und bin sehr stolz darauf. Und bin auch sehr stolz auf meinen Sohn!
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11.01.2013, 18:11
AW: Mehr oder weniger Alleinerziehend von Beginn an?
du schreibst aber, daß du nicht bewußt und geplant von einem verheirateten Mann schwanger geworden bist ..
der Vater Deines Sohnes ist komplett außen vor... einerseits traurig ... andereseits sehr eindeutig ... ohne verwirrendes Hin- und her für das Kind
die Te ist aber gerade am überlegen ... sie möchte eine Beziehung .
Ich denke, das sind völlig andere Grundvoraussetzungen ... gehört für mich gedanklich nicht alles in einen Topf.
Gruß, B.
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11.01.2013, 18:48Inaktiver User
AW: Mehr oder weniger Alleinerziehend von Beginn an?
hallo sara,
was mich interessieren würde ,wo ist die intension des geliebten ein kind außerehelich haben zu wollen?
er hat kinder und schon eine menge ärger wie sich das so liest und danach hätte er garantiert noch mehr ärger mit allen in seiner regulären familie!
zur zeit dürfte er noch ein ruhiges leben führen mit dir zusammen,aber wenn da plötzlich ein säugling ist ,dann ist das auch einige zeit nicht mehr gegeben, das kann alles umwerfen.
dann bist du vielleicht auch für einige zeit nicht mehr die tolle seelengefährtin sondern einfach müde und gestresst und nimmst es ihm eben auch verdammt übel,wenn er denn da ist und vielleicht erwartet,dass du dich auch noch um ihn kümmern sollst..kann ,muss nicht...
ich frage mich wirklich,was er sich eigentlich davon verspricht?hast du ihn das mal gefragt?
lieben gruß von ryoshi
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12.01.2013, 10:53
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12.01.2013, 11:05
AW: Mehr oder weniger Alleinerziehend von Beginn an?
Hallo liebe ryoshi,
nun, ein Kind wäre die sichtbar gewordene Liebe...
Die Liebe nicht "nur" zum Selbstzweck...
Wir wünschen "einander zu vermehren", miteinander zu verschmelzen ... unsere Liebe in der Liebe zu einem Kind zu "vervollständigen", in den Augen eines Kindes unsere Liebe wieder zu sehen und auch an das Kind weiterzugeben...
und das miteinander zu leben, soweit es möglich ist
Lieben Gruß,
Sara
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12.01.2013, 11:20
AW: Mehr oder weniger Alleinerziehend von Beginn an?
...ja,ich glaube es kommt letztlich immer darauf an, wie man miteinander umgeht...
und wie das Gefühl miteinander ist und welche Botschaften zwischen den Zeilen transportiert werden.
Ich bin beispielsweise in nach aussen hin geregelten Verhältnissen groß geworden.
Es gab allerdings sehr viel Streit zuhause, und sehr viel Aufmerksamkeit wurde an uns Kinder nicht verschwendet...
Und der Vater war sowieso wenig zuhause, aufgrund der Arbeit und wenn er da war, hat er nur auf der Couch gesessen. Ich komme gut mit ihm zurecht, aber er ist sehr passiv und introvertiert. Ob ich jetzt eine Vaterfigur suche, und man mir den Vaterkomplex anhängen möchte, ist jedem selber überlassen. Ich kann nur sagen, dass ich nicht immer ältere Männer "gesucht" habe. Meine Freunde waren immer eher gleichalt, oder etwas älter. In unsrem Fall hat er mich gefunden und ich wollte zunächst nicht, natürlich insbesondere aufgrund dessen, dass er verheiratet ist. "Leider" hat er jedoch recht schnell unsere "Kompatibilität" :-) erkannt und diese entwickelte sich nun über Jahre tiefer und tiefer und ist vom Gefühl her dass, was ich immer gesucht habe und nur im Film für möglich hielt. Perfekt und einfach ist unsere Beziehung und sind unsere beiden Persönlichkeiten sicher auch nicht, aber das ist es auch nicht, was ich erwarte.
Also, in geregelten Verhältnissen aufzuwachsen ist meiner Meinung nach wirklich keine Garantie. Auch wenn es nach aussen so stabil wirkt und viele mit so etwas besser zurecht kommen und weniger Fragen stellen (müssen), weniger Fragen beantworten müssen. Meiner Meinung nach ist immer das Gefühl entscheidend...
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12.01.2013, 11:25
AW: Mehr oder weniger Alleinerziehend von Beginn an?
Zur Frage der Versorgung: Als Ärztin sieht es in meinem Umfeld bislang gut aus, auch mit Kindern. Und vom Verdienst her könnte ich es auch alleine stemmen.
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12.01.2013, 20:15


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