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  1. Inaktiver User

    AW: Mehr oder weniger Alleinerziehend von Beginn an?

    sara,

    wärst du in der Lage, dein Kind alleine zu erziehen und für euren Lebensunterhalt alleine zu sorgen, wenn es Spitze auf Knopf steht ? Gibt es eine gute Kinderbetreuung, hast du Freunde und Verwandte vor Ort, die schnell einspringen, wenn das Kind mal krank ist zum Beispiel ?

    Ich würde meiner Tochter mit Sicherhreit nicht zuraten, wenn sie mich derartiges fragen würde.

    Du sprichst von "Migrationshintergrund", ein sehr weiter Begriff. Das kann sehr viel bedeuten, nicht selten ziehen sich etliche dieser Männer im Alter(!) oder wenn Söhne geboren werden in diese Welten zurück. Dann kannst du fast noch von Glück sagen, wenn du und dein Kind in Ruhe gelassen werdet.

    Sorry, wenn ich das vielleicht sehr negativ sehe, aber ich wäre mit diesen Randbedingungen verdammt vorsichtig.

    Gruß, Elli

  2. Inaktiver User

    AW: Mehr oder weniger Alleinerziehend von Beginn an?

    Liebe Sarah,
    wenn dein Wunsch soo groß ist würde ich es tun.
    Weil das nämlich schon Bedeutung genug ist.

    Allerdings würde ich dir dann auch raten, dich in die Situation zu fügen.
    ich hielte das für das beste. Fatal finde ich die Frauen, die dann so erbsenzählmässig dasitzen und ihre Situation, seine, die der Ehefrau durchhecheln...das ist echt ätzend.

    Ich gehe mal davon aus, dass es ein besonders toller Mann ist.

    Ich persönlich würde das allerdings nie machen.
    Gerade ein Kind von einem so tollen und wahrscheinlich unerreichbaren Mann würde mich immer an die Situation erinnern. Das wäre für mich viel Leid.
    Außerdem würde ich sowieso nie was Längeres oder überhaupt mit einem gebundenen Mann anfangen.

    Das heißt ja aber nicht, auch die Gefühle anderer Menschen verstehen zu können insbesondere die nach einem Kind.

    Weiß du was? Ich habe sowieso immer festgestellt. Wenn du dir erlaubst, deinen Wunsch so als erlaubtes Szenario vor Augen zu haben, ohne Moral oder Angst kannst du die besten Entscheidungen treffen.
    Alles Gute für dich

  3. VIP

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    AW: Mehr oder weniger Alleinerziehend von Beginn an?

    Ich würde an deiner Stelle tatsächlich versuchen ein Leben ohne Mann zu leben. Wenn er da ist schön, wenn nicht geht es auch gut.
    Also eine tatsächliche Alleinerziehung planen. Das heißt auch die schon genannten wichtigen Punkte (Finanzen, etc.) klären.
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
    Die Ärzte

  4. Inaktiver User

    AW: Mehr oder weniger Alleinerziehend von Beginn an?

    Zitat Zitat von sara2013 Beitrag anzeigen
    ich habe eine Frage an Euch, und so sieht es aus:
    Ich bin mitte 30 und schon seit Jahren mit einem verheirateten Mann zusammen, wir haben auch schon mal zusammen gelebt und und mehrmals versucht uns zu trennen(Altersunterschied/seine Familie,Frau und seine Kinder, die mit Hungerstreiks und ähnlichem agieren...), kommen aber nicht voneinander los.
    [...]
    Ich geniesse meinen Freiraum und meinen Beruf und habe kein Bedürfnis nach einem anderen Mann. Da wir uns regelmässig sehen und täglich mehrmals telefonieren, Urlaube miteinander verbringen, ist es im Grunde wie eine "normale" Fernbeziehung.
    Hallo Sara,

    ich schließe mich den anderen an, wenn Du das so durchführen möchtest, solltest Du nicht 'ich bekomme ein Kind mit diesem Mann', sondern 'ich bekomme ein Kind von diesem Mann' denken.

    Ich habe oben mal fett markiert, was mir aufgefallen ist. Seine Kinder, die mit Hungerstreiks u.ä. agieren - das klingt nicht danach, als wäre Euer gemeinsames Kind in der väterlichen Familie willkommen.
    Hier gab es einmal einen Thread (unter Liebe, Beziehung & Persönlichkeit - leider finde ich ihn gerade nicht mehr), in dem ein Paar unter ähnlichen Bedingungen ein Kind bekommen hat & das auch halb öffentlich gemacht hatte. Als seine Frau davon erfuhr (da war das Mädchen vier), hat sie ihn so unter Druck gesetzt, dass er Freundin samt Kind schlagartig verlassen und jeglichen Kontakt abgebrochen hat.

    Zum Thema Fernbeziehung: Ich war einige Jahre unter der Woche alleinerziehend (auch zu Neugeborenen-Zeiten), und das ist teils wahnsinnig anstrengend. Dabei hatte ich weder Schreikinder noch kranke Kinder. Glücklicherweise konnte mich mein Freund am Wochenende entlasten, und obwohl ich den Hauptteil der Verantwortung getragen habe, trug ich sie nicht allein. Ich will damit sagen: Im Vergleich zum echten Alleinerziehenden-Dasein ist es eine enorme Erleichterung, wenn man seine Sorgen und Freuden zumindest telefonisch mit einem Partner teilen kann. Bei Dir besteht allerdings ein erhöhtes Risiko (wg. seiner Familie & seines Alters), dass Du die Verantwortung ganz alleine trägst. Damit würde ich mich an Deiner Stelle auseinandersetzen.
    Freiraum gibt es als Alleinerziehende mit Kleinkind erst einmal gar keinen.

    Alles Gute,
    central

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    AW: Mehr oder weniger Alleinerziehend von Beginn an?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ...
    Wie soll die moegliche Versorgung eures gemeinsamen Kindes (und deine) im Trennungsfall geregelt sein? Das waeren Fragen, die ich mir stellen wuerde und die ich geklaert haben wollen wuerde. Wuerde dein LG das Kind adoptieren? Also, es gaebe praktische und legale Fragen, die ich mir stellen wuerde.
    Hallo!
    Diese Aussagen kann ich nur unterstreichen.
    Der Trennungsfall ist ja eigentlich schon gegeben. Ihr seid kein Ehepaar, er ist mit einer anderen Frau verheiratet.

    Aber das Kind adoptieren??
    M.E. wäre dein Freund ja schon der leibliche Vater, eine stärke Bindung gibt es nicht. Also ist eine Adoption gar nicht notwendig. Ich lasse mich aber gern eines Besseren belehren.

    Bei aller Liebe würde ich auf Folgendes drängen:
    - vorgeburtliche Vaterschaftsanerkennung (nimmt jedes Standesamt auf).
    - gemeinsame Sorgerechtsregelung
    - Unterhaltsregelung (kostenlose Beurkundung bei jedem Jugendamt in Deutschland, Ausweis genügt).


    Letzteres ist besonders wichtig. Bei aller Liebe. Ohne Trauschein - und den hat ja seine jetzige Ehefrau- bist du in einer rechtlich geminderten Position. Du und dein Kind- ihr werdet euch immer gegen das "Bollwerk Ehe" - grundgesetzlich geschützt- sprich gegen die Ehefrau und die ehelich geborenen Kinder durchsetzen müssen.
    Psychisch und vor allem finanziell.

    Alles Gute für deine weitere Lebensplanung!
    Viele Grüße

    "Nichts schenkt mir mehr Frieden als mein schlafender Hund" (Nina Sandmann)

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    AW: Mehr oder weniger Alleinerziehend von Beginn an?

    Liebe Sara,

    ein bisschen war ich vor mittlerweile 12 Jahren in deiner Lage. Ich war 38, der Mann 17 Jahre älter, es gab eine vorige Familie, mir war klar, dass wir nicht normal zusammen leben können, und ich wurde schwanger.

    Wenn du Details wissen willst, schick mir eine PN. Hier nur kurz dies:

    - Frag dich, ob du ALLES, was mit dem Kind zu tun hat, zur Not auch ohne ihn durchziehen kannst und wolltest. Wenn du das mit Ja beantwortest, gut.

    - Rechne höchstens mit dem Unterhalt, denn der ist einklagbar, alles andere betrachte als Plus, auf das ihr möglicherweise zeitweise oder dauerhaft verzichten müsst.

    - Mach dich auf heftige Reaktionen der Erstfamilie gefasst, die erst nach Jahren abflauen – sozusagen erst dann, wenn du es nicht mehr nötig hast. Wenn es schon „nur“ aufgrund eurer Beziehung zu Hungerstreiks und ähnlichem kommt, ist das nichts gegen das, was passiert, wenn da auch noch ein Kind entsteht. Wie stabil ist der Mann? Wird er zu dir und dem Kind stehen, auch wenn es zuhause richtige Katastrophenstimmung gibt? Er wird wohl nicht nur aus Fürsorglichkeit bei der ersten Frau geblieben sein all die Jahre, sondern selber auch etwas davon haben. Das wird gefährdet werden durch das Kind und er wird sich klarer als bisher positionieren müssen.

    - Vaterschaftserklärung schon während der Schwangerschaft ja, Umgangsregelung so gut ihr es hinkriegt, gemeinsames Sorgerecht nein. Das bindet dich unnötig an ihn und hemmt wichtige Entscheidungen. Wenn ihr euch gut versteht, braucht ihr sein Sorgerecht nicht, weil ihr euch eh einig seid. Wenn ihr euch nicht gut versteht, ist es eine starke Störung für dich, kannst du nicht auch noch gebrauchen. Ich war in mehreren Situationen heilfroh, das alleinige Sorgerecht zu haben.

    Klingt jetzt vielleicht etwas hart, war es bei uns auch, aber bereut hab ich es nie! Der Vater des Kindes übrigens auch nicht, wir haben im Rahmen unserer begrenzten Möglichkeiten einigermaßen guten Kontakt und das Kind selber ist zufrieden. Wir sind allerdings schon sehr lange kein Liebespaar mehr, das ist ein großer Unterschied wahrscheinlich.

    Gruß, Kardamom

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    AW: Mehr oder weniger Alleinerziehend von Beginn an?

    Habe ich etwas überlesen?
    Was sagt die Frau dazu? Die Ehefrau, meine ich. Die er nicht verlassen "kann". Aus ganz uneigennützigen Motiven, nehme ich an.
    Da plant der Mann einfach mal in aller Gemütsruhe eine Parallelfamilie, zumindest ein Parallelkind, die Geliebte auch, weil sie Mutter sein möchte.
    Über die Köpfe der Ehefrau und der Kinder wird ein erb- und unterhaltsberechtigtes Kind gezeugt. Wohlwissend, dass es vermutlich nicht auf liebende Halbgeschwister treffen wird. Seinen Platz in den beiden Familien wird es schon noch finden und mit dem Gegenwind muss es eben klarkommen.
    Wäre ich die Ehefrau, ständen die Koffer ungepackt vor der Tür, die Klamotten hätte ich dekorativ zum Fenster rausgeworfen.
    Wäre ich Kind, ein schon vorhandenes oder das, von dem hier die Rede ist, so ein "Vater" könnte mir gestohlen bleiben. Und meiner Mutter würde ich auch ein paar Takte erzählen.

    Nein, man muss bei mir nicht das klassische Familienmodell spielen. Aber sich so wie hier über die Köpfe der Betroffenen hinwegsetzen und seinem Kind so bewusst schwierige familiäre Bedingungen mit auf den Weg geben, muss man auch nicht.

  8. User Info Menu

    AW: Mehr oder weniger Alleinerziehend von Beginn an?

    Zitat Zitat von Fourthhandaccount Beitrag anzeigen
    Nein, man muss bei mir nicht das klassische Familienmodell spielen. Aber sich so wie hier über die Köpfe der Betroffenen hinwegsetzen und seinem Kind so bewusst schwierige familiäre Bedingungen mit auf den Weg geben, muss man auch nicht.
    Es ist durch die systematische Beantwortung konkreter Fragen bereits ein wenig realistischer. Und einige Dinge werden klarer. Unter anderem das Aufgeben einer intakten Beziehung und Familie. Und die schwierigen Bedingungen für das Kind. Das kann man nicht übersehen. Im Moment fühlt sich der Gedanke nicht mehr sehr angenehm an. Ich weiss nicht, was wäre der größere Fehler. Ein Kind, oder kein Kind...

  9. User Info Menu

    AW: Mehr oder weniger Alleinerziehend von Beginn an?

    Dazu kommt der zeitliche "Druck", da ich schon 36 bin, und interessante Männer habe ich in den letzten 12 Jahren genau einen getroffen...

  10. Inaktiver User

    AW: Mehr oder weniger Alleinerziehend von Beginn an?

    Zitat Zitat von sara2013 Beitrag anzeigen
    Ein Kind, oder kein Kind...
    Oder ein Kind von einem kinderlieben, ungebundenen, familienlosen, wenn auch nicht besonders interessanten Mann

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