@wernichtfragt
ich finde den Altersunterschied auch eher das kleinere Problem, jedenfalls aktuell.
Die Kinder von ihm sind ja schon fast erwachsen. Und ich kann mir vorstellen, dass die ganze Situation in ein paar Jahren auch mal anders gesehen wird (?). Es wäre wahrscheinlich erstmal ein "einfaches" nicht akzeptieren und nicht sehen wollen.
Kopf in den Sand. Wie ich damit umgehen würde? Ich würde mich nicht aufdrängen und hoffen, dass im Laufe der Zeit ein Interesse entsteht. Ich kann sie prinzipiell ja verstehen. Es bestünde auch eine ausreichende geographische Distanz.
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06.01.2013, 18:41
AW: Mehr oder weniger Alleinerziehend von Beginn an?
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06.01.2013, 18:49Inaktiver User
AW: Mehr oder weniger Alleinerziehend von Beginn an?
Eine Bekannte von mir hat unter ähnlichen Umständen zwei Kinder bekommen. Wie das lief, als die Kinder klein waren, weiß ich nicht. Als sie schon älter waren, hat sie sich irgendwann von dem Mann getrennt. Sein ständiges Hin und Her war wohl sehr anstrengend und wurde irgendwann zuviel.
Es ist natürlich eine instabile Situation - zumindest einen Ticken instabiler als eie normale Ehe, die ja auch scheitern kann.
Unangenehm finde ich (obwohl ich kein Verfechter der ewigen Monogamie bin ...), auf welche Art sich der Mann über die Gefühle seiner Familie hinweg setzt. Wenn es hart auf hart kommt, wird er sich vielleicht auch über die Gefühle eures Kindes hinweg setzen. Damit musst du rechnen. Es wird für das Kind nicht leicht werden, aber es gibt natürlich auch Schlimmeres.
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06.01.2013, 19:36
AW: Mehr oder weniger Alleinerziehend von Beginn an?
@Cariad
Danke für Deinen Beitrag. Dazu muss man sagen, er setzt sich nicht so einfach darüber hinweg. Das trägt damit auch zum "Problem" bei. Er hat, auch wenn es in der Schilderung vielleicht nicht so aussehen mag, ein starkes Verantwortungsgefühl. Sonst hätte er längst dort alles liegen lassen können. Daher suchen wir schon lange nach einer Lösung, einer Art Kompromiss. Falls es den überhaupt gibt.
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06.01.2013, 19:37Inaktiver User
AW: Mehr oder weniger Alleinerziehend von Beginn an?
Hallo Sara,
ich wurde alleinerziehend als mein Kind 1,5 Jahre alt war.
Aus meiner Erfahrung heraus möchte ich dir folgende Gedankenansätze mitgeben:
- Familienfeiern: wie wird gefeiert? wo? mit wem? wer hat welche Prioritäten und wie ist es, wenn das Kind eure von der Norm abweichende Lebensform für sich nicht in Ordnung findet?
- Verwandtschaftsverhältnis: von deiner Seite aus sicher nicht so problematisch wie Oma/Opa/Tanten usw deines Geliebten... denkst du, dass du, dass du deinem Kind vermitteln kannst, warum von einer Seite uU gar nix kommt?
- Mitspracherecht des Vaters: oft kompliziert, wenn man nicht verheiratet ist, noch schwieriger, wenn man sich trennt. Sorgerechtsfrage?!
- Lebensstil: ein Kind verändert... nix mehr unbeschwerte freie Zeit/Urlaube/usw. Da kommt heftig Alltag und dessen Probleme mit... im Moment wohnt ihr nicht zusammen, dann wird die (ohnehin beschränkte) Zeit des Miteinander stressbeladener.... hält die grosse Liebe/Seelenverwandtschaft das aus? Wie belastbar ist dein Geliebter dann, wenn diese Faktoren zu allem noch dazu kommen?
- kommst du alleine klar, wenn die Beziehung keinen Bestand hat? Kinderbetreuung/Berufstätigkeit/Wohnung usw?
Ganz profane Dinge, sicherlich, aber imho durchaus bedenkenswert.
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06.01.2013, 20:01Inaktiver User
AW: Mehr oder weniger Alleinerziehend von Beginn an?
Und, gerade fällt mir noch ein: Unterhalt! ganz wichtiges Thema, gleich gefolgt von Krankenversicherung usw...
Wie würdest du damit klarkommen, wenn dein Geliebter uU nicht zur Verfügung steht, wenn das Kind krank ist zB? Oder für so Sachen wie Elternabend, Veranstaltungen im Kindergarten, Schule usw.
Es ist oft nicht so klasse, wenn man da immer allein unterwegs ist...
Wie steht dein Geliebter in seinem Alter und mit fast erwachsenen Kindern zu der Aussicht, mit einem (uU anstrengenden) Säugling nochmal von vorn anzufangen? Oder geniesst er dann nur die "Sahnehäubchen" und du stemmst den Alltag? Wie sieht euer Plan dahingehend aus?
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07.01.2013, 09:26Inaktiver User
AW: Mehr oder weniger Alleinerziehend von Beginn an?
Hallo,
grundsätzlich würde ich sagen, daß das gut gehen kann und es halt nur auf Euch beide ankommt.
Dennoch sollten vorher Dinge geklärt werden.
Vieles wurde schon angesprochen und man muss einfach sagen, daß man sich das Leben niemals vorstellen kann, wenn dann ein Kind da ist.
Freiheiten fallen weg- Prioritäten werden neu gesetzt, und das unwiderbringlich- schon das bringt ein ganz neues Gefüge zustande.
Wenn man Freiheit für sich alleine gut leben kann- kann sich das mit Kind ganz anders anfühlen.
Aber- das sind Dinge, die man vorher nicht planen kann.....Du kannst nicht wissen, wie es sich anfühlen wird und wie Du damit umgehen wirst.
Für mich wäre wichtig, wie sein Einsatz denn dann aussehen würde.
Wer kümmert sich um das Kind, wenn es krank ist?? Wie sieht das bei Dir finanziell oder arbeitstechnisch aus (in einigen Jahren dann wiederum die Kinderbetreuung, wenn es mal krank ist)?
Kein Thema- es geht alles und genug erziehen alleine.
Aber es ist beinahe leichter, wenn niemand da ist und man MUSS ganz alleine planen und organisieren als wenn einer da "wäre"- nur aus eigenen Gründen nicht will.
Da fühlt man sich dann schon schnell allein gelassen und das tut einer Beziehung nicht gut.....
kenzia
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07.01.2013, 10:32Inaktiver User
AW: Mehr oder weniger Alleinerziehend von Beginn an?
*Welcome to Motherhood* Ich mag den clip nur mal mit einem
verlinken, weil er zum Thema passt und ich ihn so gern mag!
Ansonsten bin ich ganz begeistert, dass ein Thema mit soviel - vorsichtig gesagt - Krawall-Potential so sachlich und freundlich behandelt werden kann.
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07.01.2013, 10:43Inaktiver User
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07.01.2013, 12:19
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07.01.2013, 17:45
AW: Mehr oder weniger Alleinerziehend von Beginn an?
Mh. Ja, das könnte vielleicht sein.
Ich muss auch sagen, dass es wirklich toll ist, wie friedlich hier miteinander geredet wird.
Da war ich gleich zu Beginn schon recht perplex.
Nachdem also gestern einige Fragen sehr konkret auf den Tisch kamen, und wir uns damit so direkt beschäftigt haben, und einen Fuß mehr auf den Boden der Tatsachen bekommen haben, wahrscheinlich auch unser liebes Unterbewusstsein, haben wir beide heute ein etwas ungutes Gefühl...
Ich muss mal sehen, und die Gedanken jetzt erstmal ordnen...
Eure Antworten waren jedenfalls bis jetzt schon sehr hilfreich und haben für einige innere Turbulenzen gesorgt, das war gut glaube ich.
Danke erstmal!


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, der mich motiviert, mich mal um meinen Haushalt und mein krankes Kind zu kümmern...so ganz alleinerziehend.

