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    AW: Kann Kindsvater Umzug verhindern gemeinsames Sorgerecht

    Meine Tochter würde mir so richtig aufs Dach steigen, käme ich auf die Idee, mit ihr aus der Nachbarschaft des Papas wegzuziehen. Und die ist erst 5!

    Ich sehe aber ein, dass es in anderen Fällen und Familienkonstellationen für Mütter eine Belastung darstellen kann, im Dunstkreis des Expartners zu wohnen. In diesen Fällen muss eben nach der bestmöglichen Lösung im Sinne des Kindes gesucht werden.

    Was sagt eigentlich der neue Partner dazu? Drängt er Dich zum Umzug? Es wäre auch eine Überlegung wert, dass er seinen Wohnort verlagert, oder?
    Be like a duck. Remain calm on the surface but paddle like hell underneath.
    Michael Caine

  2. VIP

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    AW: Kann Kindsvater Umzug verhindern gemeinsames Sorgerecht

    Der Vater kann Einspruch gegen den Umzug des Kindes einwenden. Ob er diesen damit verhindern kann, wird das Gericht entscheiden.
    Normalerweise sorgt der Umgangsberechtigte für den Umgang und dessen Kosten. Im Falle eines Wegzuges dieser Art, könnte es sein, dass das Elternteil bei dem das Kind lebt, einen Teil der Kosten für den Umgang übernehmen muss.
    Da es sich hier um ein 4jähriges Kind handelt, ist es darauf angewiesen, dass ein Erwachsener es bei der Fahrt begleitet. Das bedeutet nicht nur 2x 180km sondern 4x 180km. Dann muss bedacht werden, ob der Umgangsberechtigte das Kind schon Freitags zu sich holen kann (Job, Erlaubnis des anderen Elternteils) und bis Sonntags zu betreuen. Haben die Beteiligten ein Fahrzeug? Ist die Strecke in einem akzeptablen Zeitraum zu bewältigen?
    Mit 14 könnte man sie einfach in einen Zug setzen.

    Hier gibt es Gewalttätigkeiten zwischen den Eltern - auch das muss geklärt werden. Kann der Mutter zugemutet werden, den Vater weiterhin zu treffen oder muss die Übergabe des Kindes durch einen Dritten stattfinden bzw. an einem neutralem Ort?

    Wie ist der Umgang überhaupt geklärt? Ist es ein Vorschlag vom Jugendamt oder eine gerichtliche Anordnung, die bei Nichteinhaltung mit Geldbuße belegt werden kann?

    Kann einem 4jährigen Kind unter diesen Umständen ein so langer Umgang (Fr-So) zugemutet werden oder wären andere Lösungen besser? Wenn ja, in wie weit beeinflussen diese den möglichen Umzug?


    Und was die Schikanen angeht: da schenken sich Mütter und Väter gar nix. Beide gleich schlimm. Mal der eine, mal der andere und manchmal auch beide. Leidtragenden sind in solchen Fällen die Kinder und für die gilt es eine Lösung zu finden, auch wenn die Erwachsenen Kompromisse eingehen müssen.
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
    Die Ärzte

  3. Inaktiver User

    AW: Kann Kindsvater Umzug verhindern gemeinsames Sorgerecht

    Ich finde diese Frage sehr schwer zu beantworten, da es immer um persönliche Kränkungen und oft ums Reinwürgen geht.

    Allerdings kenne ich zwei Frauen, die zu ihren neuen Partnern gezogen sind, die ihren Lebensmittelpunkt aus beruflichen Grünen eben nicht in die Nähe der Frau legen konnten und da konnten die Kindsväter nix machen. Eine Mutter hat nämlich doch tatsächlich das Recht wieder zu heiraten und es muss nicht der NAchbar sein.
    Ein Vater wollte den Umzug verhindern und bekam vom Richter gesagt, innerhalb Deutschlands sei es kein Problem, seine Kinder zu besuchen, selbst mit dem "alten Auto" was als Argument nicht zählte. Die Kindsmutter (bzw.neuer Mann) hatte die Zugtickets aber immer selbst bezahlt und die Kinder pendelten.

    Was hier schon angesprochen wurde: Väter dürfen komischerweise auch hin ziehen, wo sie wollen - selbst weit weg ins Ausland, wie hier im Dorf passiert. Da schreit auch kein Richter, dass das nicht geht und sich gefälligst um die Kinder gekümmert werden muss. Somit sehe ich da gleiches Recht für Alle.

    Ich möchte das nicht als Ideallösung hin stellen, aber wenn das Leben so spielt, ist es manchmal einfach etwas schwieriger...

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    AW: Kann Kindsvater Umzug verhindern gemeinsames Sorgerecht

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was hier schon angesprochen wurde: Väter dürfen komischerweise auch hin ziehen, wo sie wollen - selbst weit weg ins Ausland, wie hier im Dorf passiert. Da schreit auch kein Richter, dass das nicht geht und sich gefälligst um die Kinder gekümmert werden muss. Somit sehe ich da gleiches Recht für Alle.
    Äh, nöööö.

    Hier wurde nicht davon gesprochen, das Väter (mit den Kindern) hinziehen dürfen wo sie wollen. Und das kein Richter danach schreit, würde ich auch sehr anzweifeln. Zumindest scheint der Richter in dem von dir beschriebenen Fall durchaus ein Augenmaß auch für die Belange des Kindes gehabt zu haben.

    Es geht nicht! um den Umzug der Mutter oder des Vaters. Sondern um den Umzug des Kindes. Und dafür sollten nach Möglichkeit die Eltern (Mutter+Vater) versuchen eine GEMEINSAME Lösung zu finden, mit der alle leben können.

    Verweigert sich einer der beiden Elternteile, muss das Thema leider manchmal über die Gerichte laufen.

  5. Inaktiver User

    AW: Kann Kindsvater Umzug verhindern gemeinsames Sorgerecht

    ICh glaube, du verstehst nicht so ganz, was in Post 24 und bei mir oben gemeint ist!
    Mir geht es nämlich doch um den Umzug von nur Mutter oder Vater - ohne Kind!

    Väter, die ein Sorgerecht haben, können anscheinend hin ziehen, wo sie wollen (ich meine jetzt ohne das Kind, für das sie auch Sorge tragen sollten) und das Kind bei der Mutter zurück lassen! Kann dann in diesem Fall die Kindsmutter auch den Umzug verhindern und den Mann zwingen, in der Nähe wohnen zu bleiben??? Muss er dann auch sehen, wo er bleibt? Offenbar nicht, denn mir wäre kein Fall bekannt, wo so was gegen den Mann enschieden worden wäre...

    ICh finde, solange das so eine Schieflage gibt, sollte nochmal grundsätzlich neu darüber verhandelt werden, wie das gesetzlich zu regeln wäre.
    Geändert von Inaktiver User (27.11.2012 um 08:52 Uhr)

  6. VIP

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    AW: Kann Kindsvater Umzug verhindern gemeinsames Sorgerecht

    Doch sie könnte. Insbesondere dann, wenn das Kind klein ist und die Strecke unzumutbar weit für das Kind wäre. Denn gerade bei einem jüngeren Kind sind häufige und kürzere Umgangskontakte sinnvoller, als alle 14 Tage ein Wochenende.

    Die Mutter könnte in so einem Falle das Jugendamt mit einbeziehen oder über einen Anwalt einen Antrag bei Gericht stellen.

    Denn im BGB steht, dass die Eltern zum Umgang mit dem Kind verpflichtet sind. Dazu gehört auch, dass das Kindeswohl mit einbezogen wird. In diesem Falle müsste geklärt werden, in wie weit die Gewalttätigkeiten den Umgang beeinträchtigen oder gar gefährden können.
    Mit Hilfe des Jugendamtes kann man hier ganz gute Ergebnisse erzielen. Wenn das umgangsberechtigte Elternteil willig ist.
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
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    AW: Kann Kindsvater Umzug verhindern gemeinsames Sorgerecht

    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen
    Wenn das umgangsberechtigte Elternteil willig ist.
    Richtig, allerdings nur auf dem Papier. In der Realität sieht es eher so aus, dass Väter, die wieder heiraten und wegen der neuen Frau wegziehen, die Kinder gerne mal zurücklassen und eben nicht willig sind, sich weiterhin um sie zu kümmern.

    Umgangspflicht hin oder her, man kann niemanden dazu zwingen.

    Während Mütter meist nicht die Wahl haben, dass die Kinder im Zweifelsfall bei den Vätern bleiben. Das ist eine klare Utopie, die meisten Väter wollen das schlicht nicht. Die wenigsten sind ja überhaupt bereit, Unterhalt für ihre Kinder zu bezahlen. Und dann alleinerziehender Vater werden?? Och nöö, viel zu anstrengend, kann Frau ja viel besser.

    Es hängt also letztlich doch alles an den Müttern. Und daran wird sich absolut nichts ändern, wenn jetzt massiv Väterrechte gestärkt werden. Das schwächt letztlich die Mütter, die sowieso schon die schwierigeren Ausgangslagen zu verkraften haben.

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    AW: Kann Kindsvater Umzug verhindern gemeinsames Sorgerecht

    @Amazone41: Ich stimme Dir zu, daß der Großteil immer noch an den Müttern hängt, was den Alltag und das Großziehen der Kinder betrifft.
    Deine Einschätzung "Mehr KV ziehen sich raus" kann ich aber in meinem Umfeld nicht sehen. Es gibt vereinzelte Fälle, daß Väter sich entziehen bzw. entzogen haben. Das sind aber meist schon ältere "Fälle", und ich habe das Gefühl, die "neuen" Väter sind interessierter an den Kindern.
    Das Gros ist pünklicher Zahler und präsenter Vater - und das auch gern. Ich kenne auch zwei Väter, die per Gericht Umgang mit den Kindern einklagten, weil die KM wegzogen und sich dem Umgang entgegenstellten.
    Das eine Kind ist nun bereits im Kleinkindalter Vielflieger, was mir für das Kind und den KV wirklich leid tut. Aber die KM hat sich bis vor das oberste Gericht gekämpf, um den Wegzug zugesagt zu bekommen. Dafür musste sie den Umgang in höherem Maß zusagen, bis zum Schulalter... um die Bindung von KV und Kind zu festigen. Und darüber jammerte sie dann. Sie ist ein gute Freundin, aber trotzdem finde ich ihr Verhalten nicht fair. Mein Mann selbst ist auch viel für die Kinder da und auch bei Ihnen.
    Schade, daß in deinem Umfeld soviel negative Beispiele für "schlechte KV" zu finden sind.

  9. VIP

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    AW: Kann Kindsvater Umzug verhindern gemeinsames Sorgerecht

    Zitat Zitat von amazone41 Beitrag anzeigen
    Richtig, allerdings nur auf dem Papier. In der Realität sieht es eher so aus, dass Väter, die wieder heiraten und wegen der neuen Frau wegziehen, die Kinder gerne mal zurücklassen und eben nicht willig sind, sich weiterhin um sie zu kümmern.

    Umgangspflicht hin oder her, man kann niemanden dazu zwingen.

    Während Mütter meist nicht die Wahl haben, dass die Kinder im Zweifelsfall bei den Vätern bleiben. Das ist eine klare Utopie, die meisten Väter wollen das schlicht nicht. Die wenigsten sind ja überhaupt bereit, Unterhalt für ihre Kinder zu bezahlen. Und dann alleinerziehender Vater werden?? Och nöö, viel zu anstrengend, kann Frau ja viel besser.

    Es hängt also letztlich doch alles an den Müttern. Und daran wird sich absolut nichts ändern, wenn jetzt massiv Väterrechte gestärkt werden. Das schwächt letztlich die Mütter, die sowieso schon die schwierigeren Ausgangslagen zu verkraften haben.
    Ich erlebe das nicht so einseitig. Habe aus beruflichen Gründen viel mit Trennungseltern zu tun und erlebe alles mögliche. Aber der Durchschnitt ist bemüht sich irgendwie zu einigen. Dann gibt es die Härtefälle und da gibt es Väter die sich rausziehen genauso, wie Mütter, die blockieren. Bzw. zu fast jedem Vater, der sich verdrückt, gibt es eine Mutter, die blockiert. Was war erster da, der Vater der sich drückt, oder die Mutter, die blockiert - oft nicht so leicht zu sagen.
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
    Die Ärzte

  10. Inaktiver User

    AW: Kann Kindsvater Umzug verhindern gemeinsames Sorgerecht

    Zitat Zitat von amazone41 Beitrag anzeigen
    Richtig, allerdings nur auf dem Papier. In der Realität sieht es eher so aus, dass Väter, die wieder heiraten und wegen der neuen Frau wegziehen, die Kinder gerne mal zurücklassen und eben nicht willig sind, sich weiterhin um sie zu kümmern.

    Umgangspflicht hin oder her, man kann niemanden dazu zwingen.

    Während Mütter meist nicht die Wahl haben, dass die Kinder im Zweifelsfall bei den Vätern bleiben. Das ist eine klare Utopie, die meisten Väter wollen das schlicht nicht. Die wenigsten sind ja überhaupt bereit, Unterhalt für ihre Kinder zu bezahlen. Und dann alleinerziehender Vater werden?? Och nöö, viel zu anstrengend, kann Frau ja viel besser.

    Es hängt also letztlich doch alles an den Müttern. Und daran wird sich absolut nichts ändern, wenn jetzt massiv Väterrechte gestärkt werden. Das schwächt letztlich die Mütter, die sowieso schon die schwierigeren Ausgangslagen zu verkraften haben.
    Sehe ich genauso. Interessant wäre tastsächlich mal zu erfahren, wie bereit Männer twirklich dazu wären, ihre Kinder bei sich aufzunehmen und teure Kinderbetreuung zu organisieren, die Karriere zurück zu fahren usw. und so fort...

    Ich glaube nämlich, dass ganze viele, die den Mund erst mal weit aufreißen, dann tatsächlich lieber drauf verzichten! Und leider sind die Trennungsfälle in unsrem Umfeld (ob "neue" ode "alte" Väter ist egal) meist nicht friedlich, da geht es zur Sache, das ist nicht mehr schön. Allerdings von beiden Seiten aus, ich will die Damen nicht heilig sprechen.
    Was ich absolut unverständlich finde, ist die Tatsache, dass ganz viele Männer meinen, ihre Exfrauen würden sich vom Kindesunterhalt (ich rede nicht vom Ehegattenunterhalt - den bekommt hier kaum eine Frau, weil meist neue Partner und immer selbst berufstätig) ein schönes Leben machen. Also ich weiß, was mein Sohn im Monat gekostet hat und von 300 Euro Unterhalt könnte ich nicht die große Sause veranstalten.

    Ich glaube, dass die Änderung des SCheidungsrechts mit automatischem Zuspruch des gemeinsamen Sorgerechts ein Fehler war - dadurch verhärten sich die Fronten noch mehr und die Machtspiele werden schlimmer denn je auf dem Rücken der Kinder ausgetragen.

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