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    Mutter-Kind-Kur und Eure Erfahrungen

    Liebe Leute,

    ich habe bei meiner KK das Verfahren zur Beantragung einer Mutter-Kind-Kur in Gang gesetzt. Kurreif bin dabei ich, meine Tochter erfreut sich -toi, toi, toi- bis auf eine besondere Bronchialhustenanfälligkeit guter Gesundheit.

    Im telefonischen Beratungsgespräch mit einer SB meiner KK habe ich bereits erfahren, dass es zur Begründung der Notwendigkeit nicht ausreicht, auf den Umstand "alleinerziehend, vollzeitbeschäftigt und ausgebrannt" hinzuweisen. Ich soll detailliert begründen, warum ich in meiner Mutterrolle im Alltag übermäßig belastet bin. Subjektive Gründe wüßte ich genug (kein Familiennetzwerk, Vollzeitstelle plus Vertretung einer wegen Burnout ausgefallenen, ebenfalls vollzeitbeschäftigten Kollegin, kein Routinejob, Führungsverantwortung, posttraumatische Belastungsstörung durch eigenes Kindheitstrauma, Neigung zu depressiver Verstimmung etc. pp).

    Mich würden Eure Erfahrungen interessieren? Wie detailliert musstet Ihr von Eurem Leben und Euren Beschwerden und Belastungen berichten, um eine Kur bewilligt zu bekommen? Ich schreibe zur Not auch ein 3-Seiten-Klagelied, falls das notwendig sein sollte, aber vielleicht liege ich mit dieser Annahme komplett daneben.

    Meine Hausärztin und meine Frauenärztin würden den Antrag beide befürworten. Zudem gehe ich bereits seit mehreren Jahren zu einer Psychologin (wegen des Kindheitstraumas), auch sie rät mir dringend zu einer Kur.

    Was gibt es noch zu beachten? Ich würde den Antrag gerne umgehend stellen und auch eine Kur in den vielleicht nicht so attraktiven Wintermonaten machen, könnte mir aber auch vorstellen, dass Anträge, die erst zum Jahresanfang 2013 gestellt werden, eher bewilligt werden (Kassenlage). Oder ist das unerheblich?

    Ich freue mich über jeden hilfreichen Hinweis.

    Liebe Grüße
    Millowitsch
    Be like a duck. Remain calm on the surface but paddle like hell underneath.
    Michael Caine

  2. gesperrt

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    AW: Mutter-Kind-Kur und Eure Erfahrungen

    Ich habe im April diesen Jahres so einen Kurantrag gestellt ... und darüber im Erziehungsforum meinen Strang aufgemacht. Lies dort nach, wenn es Dich interssiert .. leider ist meine Erfahrung bisher nicht so ermutigend.

    Bis heute war ich immer noch nicht auf Kur ... nach diversen Briefen und Telefonaten und Widerspruch bekam ich im September meine Mütterkur ohne die Kinder bewilligt.

    Ich habe 3 Kinder.. der Jüngste im Kindergarten, die Älteste in der 3. Klasse ...
    wie sollen die alleine bleiben können, während ich wochenlang zur Kur bin ???

    Da meine Kasse bisher nicht auf diese Frage reagiert hat und sich nicht dazu äußert,
    was ich da mit meinen Kindern machen soll und wie sie sich das vorstellen und welche Hilfe sie sich vorstellen könnten, fahre ich doch alleine zur Kur -
    lege ich jetzt den 2. schriftlichen Widerspruch ein.

    Ob es was bringt, keine Ahnung ...

    Aber, so wie sich das alles zieht beantragt man wohl lieber früher, als später!

    Denn bis man tatsächlich zur Kur fährt, dauert das eh Monate und es zieht sich hin, bis man das alles durchdrückt ... und plötzlich ist es doch schon Mai 2013!


    Nein, auf eine Winterkur hatte ich mich damals vor Ostern auch nicht eingestellt.

    Ich wollte auch nicht wirklich im Dezember, Januar oder Februar, wenn die größte Gefahr
    von Infektions- und Erkältungskrankheiten herrscht, diese Kur antreten.

    Es gibt da aber Fristen ... individuell, von Kasse zu Kasse verschieden, in denen man die Kur antreten kann. Man muß nicht sofort oder innerhalb der nächsten 3 Tage weg sein ...


    Man kann das also zeitlich schon noch planen.

    Gruß, B
    Geändert von Blondine (02.11.2012 um 17:00 Uhr)

  3. Inaktiver User

    AW: Mutter-Kind-Kur und Eure Erfahrungen

    Hallo Millowitsch,

    ich habe 2 MuKiKuren von meiner gesetzlichen KK bewilligt bekommen, die jedesmal in sehr kurzer Zeit bearbeitet und bewilligt wurden, so dass ich die Kur innerhalb von 3 Monaten nach der Bewilligung antreten konnte (und ich bin weder drogen-,medikamenten-, alkohol-, noch sonstwie süchtig, wie es in einem anderen Thread mal gemutmasst wurde, dass eine Kur nur bewilligt wird, wenn solche Umstände vorliegen).

    Für die Beantragung habe ich die Hilfe der Caritas in Anspruch genommen und ich habe zusätzlich zu den üblichen Bescheinigungen einen ausführlichen Nachweis meiner Psychotherapeutin beigelegt. Meine Tochter hatte bei der letzten Kur noch ein Attest vom Kinderarzt und war nicht nur Begleit- sondern auch Behandlungskind.

    Vielleicht kannst du dich bei dir vor Ort mal erkundigen, ob die Caritas oder eine entsprechend ähnliche Institution dich bei der Beantragung unterstützen kann.

    Viel Erfolg!!!

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    AW: Mutter-Kind-Kur und Eure Erfahrungen

    Ich möchte dir Mut machen... manchmal kann es auch sehr schnell gehen.

    Ich war im August bei einer Beratungsstelle der Diakonie wegen einer Mutter-Kind-Kur (nachdem mein Hausarzt mir das wärmstens ans Herz gelegt hat). Die Dame hat alles mit mir besprochen, auch warum ich gehen möchte. Dann bekam ich die passenden Anträge mit Anweisungen "das hier zu demArzt, das zu jenem, hier ankreuzen, wenn der Sohn als Begleitkind oder als Therapiekind mitgeht, das selber ausfüllen". Hab ich gemacht - ich bin bei dem Selbstauskunftsbogen sehr ehrlich mit mir umgegangen.
    Es waren so Fragen dabei:
    Schlafprobleme, Nervosität, familiäre Situation etc. immer mit der Frage verknüpft, seit wann und welche Auswirkungen das auf das Familienleben hat.
    In der Summe bin ich dann erst mal erschrocken: da war auf einmal so vieles, das ich im Alltag nicht wahrhaben wollte...

    Im Ergebnis wurde die Kur dann sehr schnell und auf den ersten Anlauf genehmigt, im Januar ist ein Termin in meiner Wunschklinik frei.

    Ob und in wie weit mir das hilft, kann ich jetzt natürlich nicht beurteilen.
    (Achso, falls die Eckdaten interessieren: ein Kind, Vollzeit Berufstätig, letztes Jahr in Eigenarbeit ein Haus saniert. Ich bin oft krank und muss 3-4mal pro Jahr ein Antibiotikum nehmen, was ich "früher" nur alle 5 Jahre mal gebraucht habe, Stress auf Arbeit, Angst um den Fortbestand der Firma.)

  5. Inaktiver User

    AW: Mutter-Kind-Kur und Eure Erfahrungen

    Liebe Millowitsch,
    hast Du diverse Arzt-atteste eingereicht? Nur einfach sagen und selbst begründen, reicht meist nicht....

    Ich habe vor einiger Zeit eine Mu Ki Kur nach fünf Tagen genehmigt bekommen,

    Eckdaten:

    Vollzeitjob mit Wechseldienst, zwei Kinder, Mann auf Montage,Sohn Asthma ...

    Ich selbst damals Bluthochdruck, Erschöpfungsdepri. und chronisch nierenkrank...dazu Magenprobleme und Schlafstörungen...alles attestiert von Hausärztin und für den Sohn die Pulmologin....

    Man muß halt glaubhaft machen, daß ambulante Massnahmen nichts bringen....

    Eine Hausfrau mit drei betreuten Kindern (Kita/Schule) hat in den Augen der KK diese Möglichkeit (zeitlich) schon und daher schlechtere Karten...zumal wenn die Familie sich zusätzliche Hilfen leisten kann.

    LG NNMi

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    AW: Mutter-Kind-Kur und Eure Erfahrungen

    LIebe Millowitsch,

    auch ich kann dir nur raten, es unbedingt mit einem ausführlichen Kurantrag zu versuchen.
    Ich hatte innerhalb der letzten 2,5 Jahre 2 MuKi-Kuren, beide wurden relativ schnell bewilligt.
    Ich habe jeweils Unterstützung bei der Caritas gehabt (Mütter-Genesungswerk). In beiden Fällen habe ich den Selbstauskunftsbogen sehr (!!!) ausführlich ausgefüllt und ähnliche Dinge (Alleinerziehend, kein Familiennetzwerk vor Ort, Vollzeitstelle, kein Routinejob, Führungsverantwortung, Neigung zu depressiver Verstimmung, chronische Gastritis, Bluthochdruck....) angegeben. Mein Arzt hat dann diesen Bogen mit mir besprochen und seinen Bogen anschließend ausgefüllt.
    Die Genehmigung kam schnell und ich konnte mir dann sogar aus einer Liste der Caritas das Kurheim aussuchen.
    Beim 1. Mal war es sehr gut und wirklich hilfreich, beim 2. Mal die falsche Wahl.
    Wenn du soweit bist, solltest du unbedingt auch im Internet nach Referenzen für das Heim suchen und entsprechend wählen.
    Viel ERfolg bei der Beantragung und : mach' es!!!!

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    AW: Mutter-Kind-Kur und Eure Erfahrungen

    Meine Kur ist schon 6 Jahre her, ging aber sehr schnell.
    Leider war mein Kind damals noch zu klein, so dass mir die Kur fast ncihts brachte, ich in der Kur genaso im Stress war, wie zu Hause, und, was auch ein Problem von mir ist, ich dort keinen Anschluß fand.

    Besser wäre vielleicht eine Kur für dich, bei der du dann das Kind mit nehmen kannst, das ist manchmal besser, da dann wirklich auch in der Kurklinik mehr auf deine Problematik eingegangen wird.
    da ich meinen Blog nicht mehr erwähnen darf, das sei Werbung, ich weiß zwar nicht, wieso das Werbung sein sollte, aber gut. Also, ich habe einen Strickblog
    carpe diem
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    Lieber groß gemustert, als keinkarriert

    BVB
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    AW: Mutter-Kind-Kur und Eure Erfahrungen

    Ihr seid toll

    Vielen Dank für die zahlreichen Tipps und die Ermutigung.
    Ich gehe es in jedem Fall an und nehme zur Not auch ein Widerspruchsverfahren in Kauf.

    Ich habe mir jetzt überlegt, dass ich den Antrag sehr wahrheitsgetreu, aber ausführlich formulieren werde. Ich habe ein paar sehr verlässliche Indikatoren, an denen ich selbst mein momentanes Stresslevel ablesen kann (nächtlich wiederkehrende Alpträume, Appetitverlust, lähmende Müdigkeit usw.). Derzeit stehe ich regelrecht unter Strom und das werde ich auch so dokumentieren und durch Stellungnahmen meiner behandelnden Ärzte und der Therapeutin untermauern.

    Ich habe ja nichts zu verlieren.

    Es erstaunt mich aber schon, dass es hier Userinnen gibt, die bei ihren KK so gar keinen Erfolg hatten und andere, denen in relativ kurzer Zeit gleich zwei Kuren bewilligt wurden. Sicher ist es auch ein wenig Glückssache.

    Ich werde Euch weiter berichten.

    Liebe Grüße
    Millowitsch
    Be like a duck. Remain calm on the surface but paddle like hell underneath.
    Michael Caine

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    AW: Mutter-Kind-Kur und Eure Erfahrungen

    Hallo nichtnurmami,

    es ist etwas OT, aber sicher verzeiht mir das Millowitsch. Danke

    Du schreibst, du "hattest damals Bluthochdruck"! Kannst du mir sagen, wie du es hinbekommen hast, dass es "damals" war und somit wohl nicht mehr heute? Vielleicht auch per pn?
    Herzlichen Dank, Jette

    Und an dich Millowitsch,
    versuch es. Wenn du eine Kur dermaßen nötig hast (und das scheint ja bei deinen Indikatoren so zu sein), wirst du auch mit Hilfe deiner Ärzte und ggf. einer parit. Organisation im Rücken (für Widerspruch...) Erfolg haben! Ich drück die Daumen! Jette

  10. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Mutter-Kind-Kur und Eure Erfahrungen

    Ja. millowitsch.. Versuch macht kluch

    Immerhin, ich dürfte zur Mütterkur .. alleine...
    Andere würden das schon als Erfolg werten.


    Gruß, B.

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