Liebe DR,Zitat von Inaktiver User
wie gut kann ich Dich verstehen, man sollte es nicht für möglich halten.Weißt du noch, wie wir zwei uns manchmal virtuell gefetzt haben?
Deine Gedanken kenne ich alle und sie sind auch ganz gut um zu schützen, aber ganz langsam mußt du irgendwann wieder loslassen. Auch für dich. Wenn du einigermaßen Land siehst für dich und die Kiddies, eine Perspektive, dann kannst du auch wieder den Kopf heben und schauen.
Vielleicht etwas genauer, aber trauen kannst du dich schon. Einsamkeit aus Angst vor Verletzungen macht das Leben auch nicht schöner.
Der Spruch "no risk, no fun klingt doof", aber er ist wahr.
Ich bin 16 Jahre geschieden, war 11 davon ganz allein, auch aus Angst, dann kamen die fast 5 Jahre Fernbeziehung, die jämmerlich endete und nun, ich probiers schon wieder.
Ok meine Kinder sind jetzt 18 und 19 Jahre alt, also höchste Zeit für mich, mich um mich zu kümmern.
LG Hilly
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07.09.2006, 15:06Inaktiver User
AW: Wo sind eigentlich die Alleinerziehenden?
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07.09.2006, 17:50Inaktiver User
AW: Wo sind eigentlich die Alleinerziehenden?
Hi,
Zitat von Inaktiver User
das ist im Leben so, wer Nähe zulässt macht sich verletzbar. Man sollte sich die Menschen zweimal anschauen, bevor man Nähe zulässt.
@DR
Es gibt ein gutes Rezept gegen Enttäuschungen, einfach mal die Erwartungen auf Null setzten, sich die momentane Situation nicht „schön reden“ und schauen was kommt. Einfach mal versuchen die Sache emotionslos anzugehen, ist unmöglich, aber versuchen sollte man es. Dann wird man(n) am Ende auch nicht enttäuscht.
Ich lenke mich immer mit Arbeit ab und laufe zu Höchstleistungen auf.
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08.09.2006, 09:56Inaktiver User
AW: Wo sind eigentlich die Alleinerziehenden?
Hi Hilli,
klar erinnere ich mich noch, und wenn ich meine Postings gedanklich zurückverfolge, kann ich die Phasen meiner Trennung erkennen. Zuerst Verletzung, Wut, dann Frust, ein kleiner Blick nach oben und jetzt scheine ich in einer Art Leerlauf zu sein. Wo will ich hin? Was will ich erreichen? Wie geht es überhaupt weiter? Zudem kommt noch, dass ich mich im Moment nirgendwo zuhause fühle. Ich wohne hier zwar, aber zuhause bin ich hier nicht. Ein merkwürdiges Gefühl. Ich schwebe 'zwischen den Welten'. Nicht hier und nicht da. Liest sich merkwürdig, aber ich weiss es anders nicht auszudrücken. 11 Jahre hast du gebraucht? Das ist eine lange Zeit, so lange habe ich nicht vor so auszuharren. Aber es kommt ja immer anders als man denkt, und das ist auch gut so. Vielleicht lerne ich morgen den Mann fürs Leben kennen, nächste Woche sitzen wir im Flieger und 2 Tage später stehen wir in Amerika vor dem Standesamt. Vielleicht aber werde ich in 20 Jahren noch alleine sein. Hm...der erste Gedanke ist mir allerdings wesentlich lieber ;-)
@Frank
aber wie kann ich meine Erwartungen auf null setzen, wenn ich so eine für mich riesige Verantwortung trage? Da sind ja noch zwei andere, die ich nicht unglücklich machen möchte. Du hast die Möglichkeit, Dich unbegrenzt mit Arbeit abzulenken, ich aber nur begrenzt. Dann muss ich wieder mit meinen Kindern losziehen, irgendwohin, wo andere Familien auch hingehen und es schmerzt. Andere zu sehen, glücklich, heil... ja wie kommt man da nur hin?
Dann steht man da, alleine, und denkt eigentlich überhaupt nichts im Leben geschafft zu haben. Die ganze Lebensplanung - ein geplatzter Traum, weg, für andere da. Nicht für mich. Versagt. Am Schlimmsten aber ist es vor den Kindern. Mit tut es so weh, wenn sie sehen, dass andere Väter mit ihren Kindern herumtoben, und ich es ihnen nicht bieten kann. Aber vielleicht sitze ich nächste Woche ja im Flieger.... wer weiss.
LG
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08.09.2006, 10:58
AW: Wo sind eigentlich die Alleinerziehenden?
Liebe Drecksratte
,
ich kann dich gut verstehen und wünsche dir von ganzem Herzen, dass du nächste Woche im Flieger sitzt
Wie lange schon bist du getrennt? Weißt du, ich bin von meinem Noch-Mann schon 4,5 Jahre getrennt. Danach hatte ich recht schnell wieder eine neue Beziehung. Trennung vor 5 Monaten.
So gaaaaanz langsam schaffe ich es, mich mit der neuen Situation: "Gartenzwergin alleine zuhaus
" abzufinden und sogar - hoppla - richtig wohl darin zu fühlen. Auch stört es mich nicht mehr sooo sehr, alleine auf Elternveranstaltungen/Partys/Familienfeste etc. zu gehen.
Trotzdem, ein schaler Nachgeschmack bleibt immer. Auch ich habe das Gefühl, versagt zu haben und mir und meinen Kinden nicht mehr die "heile Familie" (die wir hatten) bieten zu können. Dann frage ich mich immer, warum es andere Paare/Frauen schaffen und ich nicht
Aber wahrscheinlich ist das der falsche Ansatz. Ich wünsche uns allen noch einmal einen richtig tollen, lieben, netten Partner, der es schafft, uns die Geborgenheit und Liebe zu geben, die wir verdient haben
Nicht die Hoffnung aufgeben.
LG
Gartenzwergin
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08.09.2006, 11:29Inaktiver User
AW: Wo sind eigentlich die Alleinerziehenden?
Mädels, wir haben nicht versagt!
Aber lasst mal, die Gedanken kenne ich auch, hast versagt, ganze Lebensplanung im Eimer!
Das stimmt nicht, wir sind einen falschen Weg gegangen und bekommen die Chance einen anderen zu gehen. Wir erfahren an und durch uns ganz viel über unsere innere Kraft und Stärke.
Sehts mal so!
Heile Familie, die meisten sind nicht so heil wie sie es uns vormachen.
Partnerschaft bedeutet Arbeit, von allein geht gar nix im Leben, das wissen doch gerade wir ganz gut. das Leben besteht aus Veränderungen, das haben wir sogar in der Schule gelernt.
Liebe Gartenzwergin,
wir haben Liebe und Geborgenheit nicht verdient, wir erwerben sie *smile* durch geben und nehmen.
Hilly
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08.09.2006, 11:40
AW: Wo sind eigentlich die Alleinerziehenden?
Liebe Hilly,wir haben Liebe und Geborgenheit nicht verdient, wir erwerben sie *smile* durch geben und nehmen.
hast Recht
Hab mich falsch ausgedrückt. Aber ich denke ihr wisst, was ich meine...
LG
Gartenzwergin
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08.09.2006, 11:59Inaktiver User
AW: Wo sind eigentlich die Alleinerziehenden?
@gartenzwergin,
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08.09.2006, 12:08Inaktiver User
AW: Wo sind eigentlich die Alleinerziehenden?
Sorry, aber ICH habs bisher so erlebt.
Drecksratte, wo hast du denn SOLCHE Männer kennen gelernt. Müssen ja echte Glücksfälle sein.
Naja, wie auch immer, ich bin aus dem Beziehungsthema eh raus. Mir ist das aus den schon erwähnten Gründen zu frustig geworden.
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08.09.2006, 13:37
AW: Wo sind eigentlich die Alleinerziehenden?
Lustig, ich hatte nach der Trennung meiner Eltern, da war ich 14, jahrelang die Angewohnheit (wenn man das so nennen kann), hinter die Fassaden des sogenannten heilen Familienglücks zu schauen, also eher auf den verzwickten Mund bei der Frau, den abwesenden Blick beim Mann, das quietschend-frustrierte Kind, usw.
Nach einer Trennung sieht man die anderen halt zusammen und glücklich, aber wenn man dann genau hinschaut bzw. sich erinnert, weiß man doch, dass das sehr oft kritische Situationen sind, Gezanke, Generve usw.
Für mich war es eher umgekehrt: ich musste lernen, nicht bei jedem Grant sofort an ein baldiges Beziehungseinde zu denken - und bin zum Beispiel aktuell sogar sehr erstaunt (und fühle mich ehrlich geschmeichelt), dass meine Freundin mein Partner, seinen Sohn und mich als harmonisch erlebt hat! wäre mir gar nicht in den Sinn gekommen ...Eine Frau ohne Mann ist wie ein Fisch ohne Fahrrad*.
*B., Tandemfahrerin
Wer will, sucht Wege,
wer nicht will, sucht Gründe.
(danke an unbekannt in der BriCom)
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08.09.2006, 15:46Inaktiver User
AW: Wo sind eigentlich die Alleinerziehenden?
@DR
Ich meinte doch nicht, dass du jetzt ohne jeden Anspruch alles was sich bewegt anbaggerst. Na sicher musst auf dein Kinder Rücksicht nehmen, aber auch die Kinder müssen sich etwas zurücknehmen und das die das auch tun, dafür trägst auch du die Verantwortung. Kinder neigen dazu, sehr schnell zu bemerken wenn jemand in dein Leben tritt und werden eifersüchtig. Anfangs versteckt.
Wir neigen dazu, uns gewissen Dinge „schön“ zu träumen und da passiert es, dass wenn man(n) oder Frau jemanden sympathisch findet, dass man ihm gewisse Eigenschaften und Verhaltensweisen zuschreibt und dann vielleicht enttäuscht ist, wenn es dann doch nicht eintritt. Wir sind alle keine Engel und frei von Fehlern schon gar nicht.
V.G.


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