Das wäre für mich denkbar.
Ich bin völlig gewaltfrei aufgewachsen. Aber ich glaube, dass Menschen, die sich vielleicht ungerecht behandelt fühlen, zu ziemlichen Gefühlsausbrüchen in der Lage sind. Eine pupertierende Hormonlage trägt da den Rest dazu bei.
Man kennt das vielleicht auch so: Ich hab früher auch Sachen rumgeschmissen, vor lauter Wut. Das habe ich Jahre später (wenn dann der Grips einsetzt) auch ablegen können.
Bei uns hat nie jemand so etwas gemacht, kenne ich nicht. Ich bin sehr emotional und erkenne solche Tendenzen auch schon bei meinem Kleinkind.
(Man begegnet sich immer zweimal im Leben ;-)).
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21.05.2012, 15:19
AW: 15-j.-Tochter hat mich gebissen, erkennt Konsequenzen nicht an
In allen Dingen ist hoffen besser als verzweifeln
Johann Wolfgang von Goethe
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21.05.2012, 15:24
AW: 15-j.-Tochter hat mich gebissen, erkennt Konsequenzen nicht an
LG
Powerwoman
Ich bin umgezogen nach https://www.befriendsonline.net/
"Irgendein Ziel muß man haben und ansteuern - der Sinn des Lebens kann nicht sein, am Ende die Wohnung aufgeräumt zu hinterlassen"
Elke Heidenreich
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21.05.2012, 17:22
AW: 15-j.-Tochter hat mich gebissen, erkennt Konsequenzen nicht an
Wie kommst du zu dieser generellen Haltung? Ich kannte nur sehr, sehr wenige Mitschüler, denen der Schulabschluss egal war. Natürlich waren nicht alle immer maximal fleißig (und nicht wenige schalteten erst in Klasse 12 den Turbo an), aber dass man nur mit Abi studieren kann, dass war meinen Mitschülern spätestens ab Gymnasialzeit vollkommen klar. Es gab durchaus auch Kinder, die viel Druck von den Eltern hatten und heilfroh waren, nach der Schule so schnell wie möglich eine Lehre zu absolvieren und zu arbeiten. Dass elterlicher Druck in Sachen Schule sich langfristig positiv auf den Lebensweg ausgewirkt hätte, kann ich aus meinem Umfeld nicht bestätigen.
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21.05.2012, 18:35
AW: 15-j.-Tochter hat mich gebissen, erkennt Konsequenzen nicht an
ich würde gerne noch etwas zu den vermuteten übergriffen sagen:
es war das erst mal, dass bei uns so etwas passiert ist. ich habe meine tochter gewaltfrei erzogen. sie wurde weder von meinem ex noch von mir gehauen oder sonstwie gezüchtigt. sie kennt das aber leider von freundinnen.
wir haben uns heute schon ein wenig, vorsichtig, darüber unterhalten und wollen einen weg finden, dass so etwas nicht mehr vorkommt.
das gespräch zu dritt steht ja auch noch an, wenn ihr vater wieder zurück ist.
den termin bei jugendamt oder caritas möchte er nicht so gerne und ich frage mich jetzt, ob ich das alleine, oder mit meiner tochter trotzdem machen soll. er sieht es- glaube ich- als bedrohung oder bevormundung an.
ich werde ihn noch einmal fragen.
mir wäre es einfach wichtig, mal eine generelle richtlinie zu haben, und dass meine tochter es auch mal von dritter seite hört, dass diese ausgehzeiten nicht wirklich der norm entsprechen.
ich möchte mich noch einmal ganz herzlich bei euch allen bedanken. es sind viele wertvolle äußerungen dabei gewesen, die mir geholfen haben.
habt einen schönen abend
lieber gruß
badger
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21.05.2012, 18:58
AW: 15-j.-Tochter hat mich gebissen, erkennt Konsequenzen nicht an
liebe badger,
ich kann deinen ex schon verstehen, dass er es erstmal ohne jugendamt und caritas versuchen möchte...völlig legetim...wäre mir erstmal auch zu heftig...
ich denke, ihr redet doch miteinander und seit auf einem guten weg...
von wegen ausgehzeiten einer fünfzehnjährigen hab ich nachdem mein ex ihr auch mal erlaubt hat, bis eins auf ne öffentliche veranstaltung zu gehen, folgendes gemacht...
einfach das jugendschutzgesetz gegoogelt...passende passagen rausgesucht...per sms an den ex geschickt und danach drüber geredet...er war sich dessen gar nicht so bewußt und wollte einfach nur der coole papa sein...soweit ok...
für madam habe ich besagtes jugendschutzgesetz schwarz auf weiß ausgedruckt...besagte passagen fett gemarkert und ihr zum lesen gegeben...
ihre reaktion:...besagtes gesetz wäre ja nur sowas wie eine empfehlung und nach belieben abänderbar und natürlich für besonders weit entwickelte jugendliche wie sie überhaupt so gar nie nicht relevant...grins...schließlich könnte ich als mutter das gern auch anders entscheiden...bla, bla, bla, blub...versuche endloser diskussionen ihrerseits...die allerdingens habe ich dann kurzerhand mit der begründung abgeschmettert, dass ich mich strafbar machen würde, wenn ich es ihr erlauben würde...das hat dann doch nach gegebener bedenkzeit etwas bewirkt...zwar war und ist sie nach wie vor der meinung, ich wäre zu streng und würde natürlich gern länger ausgehen dürfen...und es gibt von zeit zu zeit immer wieder diskussionen über die ausgehzeiten...allerdings ist es jetzt eben für sie nachvollziehbar und sie ist ein wenig handzahmer...zwinker...und natürlich würde sie ja niiiiiiiiiiiiiiiemals zugeben, dass ich recht habe....sie will ja schließlich nur nicht, dass ihre mutter dann wegen solcher dinge gesetzlich belangt wird...
lg rosenstolz
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21.05.2012, 19:04
AW: 15-j.-Tochter hat mich gebissen, erkennt Konsequenzen nicht an
Und liest es sich für Dich jetzt anders?
Es war eben gerade nicht vom 'Alleinlassen mit der Verantwortung' die Rede.
Ich bezog mich auf - und das habe ich auch so dargestellt - ein Post und die Zustimmungen dazu, ob diejenigen, die diese Äußerungen machten, überhaupt Kinder in diesem Alter hätten (einige der beitragenden Kritikerinnen hatten nach eigenem Bekunden - wie Du auch - keine Eigenen in diesem Alter).Das habe ich auch nicht behauptet, oder wo liest du das? So sehe ich das auch!
Ich habe tatsächlich ein Kind in diesem Alter (was ich aber überflüssig finde zu erwähnen).
Mich befremdet es, wenn Heranwachsende auf Trotzphase begrenzt wahrgenommen werden.
Finde ich äußerst befremdlich.
Klar, einiges mag wie 'Trotz' anmuten, wir diskutieren aber nicht über 3jährige.
Trotzphase ist da gegessen.
Hier finden andere Umbauten statt.
Pubertierende gehen an Grenzen, das bedeutet nicht, dass sie keine Grenzen wollen oder lediglich austesten.
Sie sind doch bereits viel weiter in der Entwicklung.
Sie stellen auf den Prüfstand - ist das authentisch, ist das angemessen, da wird auch mal gnadenlos herausgefordert.
Sie befinden sich in einer Such- und Findungsphase.
In der Ablösung und Neudefinition.
Die Beziehungen gerade auch zu Eltern sollen ja nicht abgebrochen werden, sondern die karten neu verteilt.
Das muss so.
Auch für die Eltern.
Auch die Eltern müssen diesen Entwicklungsschritt gehen.
Auch für Eltern findet ein Ablösungsprozess statt.
Und auch ein Prüfstand:
War meine Erziehung fruchtbar?
Was Nathalie oben schrieb, das findet auch auf Seiten der Eltern statt - eigentlich:
Es ist durchaus ein beidseitiger Prozess.
Nicht nur, was das Fehlermachen angeht - auch was die Ablösung betrifft.
Je mehr Vertrauen, desto leichter wird das vermutlich.
Und ich meine natürlich nicht blindes Vertrauen oder Wegschauen.
Auch Eltern sind hier gefragt, ihre eigene Rolle innerhalb des Familiengefüges neu zu strukturieren und auszufüllen.Geändert von Matratze (21.05.2012 um 19:09 Uhr)
Now, bring me that horizon.
Mein Avatar zeigt Euch Smashie. - Sie wurde nur 3 Jahre alt.
Sie kam als Streuner mit einem Trichter um die Beine, den sie sich dann selbständig ausgezogen hat.
NYC's ACC platzierte sie auf der berüchtigten **Kill List**
Kein Foster - keine Rettung.
Smashie starb am 17.09.2016.
Ihre grünen Funkelaugen gibt's nicht mehr.
Sie war eine sehr liebe, menschenliebende zarte Fee.
Es ist ein Privileg die tägliche **Kill List** zu bekommen.
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23.05.2012, 00:02
AW: 15-j.-Tochter hat mich gebissen, erkennt Konsequenzen nicht an
Sehe ich eben anders, das geht aber nicht gegen dich!

Ähm, nimm es mir nicht übel, aber du hast eben nicht dargestellt, auf welches Post du dich hier beziehst, sondern einfach meinen Beitrag ohne jeden Zusammenhang hierzu zitiert. Ich habe weder behauptet noch zugestimmt, dass hier nur Eltern mitreden dürfen, die selber Kinder in diesem Alter haben. Ich möchte diese Diskussion jetzt aber auch nicht weiterführen, ist ja einfach ot.
Manche Teenager sind pflegeleicht, andere eben nicht. Ich hatte das Gefühl, dass sich die TE Selbstvorwürfe macht, die ich für unberechtigt halte. Das wollte ich mit meinem Beitrag deutlich machen.LG
Powerwoman
Ich bin umgezogen nach https://www.befriendsonline.net/
"Irgendein Ziel muß man haben und ansteuern - der Sinn des Lebens kann nicht sein, am Ende die Wohnung aufgeräumt zu hinterlassen"
Elke Heidenreich
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23.05.2012, 10:14
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23.05.2012, 10:37Inaktiver User
AW: 15-j.-Tochter hat mich gebissen, erkennt Konsequenzen nicht an
Weil weise bin und das schon oft erlebt habe....
Und hier gings ja darum, dass die Tochter eben NICHT so gern Hausaufgaben macht. Und ich kenne genug Leute die später ihr Abi nachgeholt haben eben WEIL sie mit 15 gepennt haben und nur ans Ausgehen gedacht haben.
Und wo wir schon mal dabei sind: dieses ewige gutmenschengetue was die (nicht)Erziehung von Kindern angeht, geht mir richtig auf den Geist.... man möge sich mal in den Schulen umsehen oder auch nur draußen mal zuhören wenn Jugendliche sich unterhalten - da bekomme ich allein davon schon eine Krise. Ein wenig Erziehung hat bisher noch niemanden geschadet - im Gegenzug von seinem Kind gebissen zu werden - also mal so unter uns: von mir hätte sie auch eine gelangt bekommen. Und ich sehe auch keinen Grund wieso nicht.
Wenn du 15 Jährigen weise Vorraussicht ihrer Schulbildung zutraust wie ist das dann mit "Beißen der Mutter"?
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23.05.2012, 10:45Inaktiver User
AW: 15-j.-Tochter hat mich gebissen, erkennt Konsequenzen nicht an
Das ist der Schlüssel. Stück für Stück Verantwortung abgeben und Vertrauen in das Kind setzen. Manchmal geht was schief. Das wird dann besprochen und gemeinsam über Verbesserungsmöglichkeiten nachgedacht.
Ich finde übrigens nicht, dass eine Entschuldigung für die Ohrfeige ansteht (erst müsste eine für den Biss kommen).
Ich finde, eine Entschuldigung für den Handyentzug steht an. Klar kann man nicht lernen, wenn man ständig simst. Das weiß eine Fünfzehnjährige aber auch schon. Warum musste die Tochter eigentlich hin und her laufen? Weil das Handy nicht neben den Schulsachen liegen darf?



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