Den Vater mehr in die Pflicht zu nehmen, um ihn damit abzuschrecken? Gute Idee. Aber er lässt sich überhaupt nicht in die Pflicht nehmen.
Ich hatte es gerade optimistisch probiert. Wie ich ja geschrieben habe, habe ich eine Knieoperation hinter mir.
Ich habe zehn Tage vor dem Termin erfahren, dass es nicht klar wird, wie umfänglich der Eingriff wird und damit auch nicht klar ist, wie schnell ich wieder aus dem Krankenhaus zu Hause bin. Nun hielt netterweise der Vater meines Großen hier bei mir zu Hause die Stellung. Und nicht nur das, er konnte auch weitgehend meine Aufträge übernehmen. Glücklicherweise. Da wir auch noch einen Hund haben, hätte er es aber gut gefunden, wenn der Kleine zu seinem Vater gegangen wäre.
Mit dem Vater war besprochen, dass dieser unser gemeinsames Kind am Sonntag. 1.5. um 16:00 Uhr abholt. Sonntagmorgen war bekanntermaßen mein Kind krank. Also vereinbarte ich mit dem Vater, dass ich mich am Montag wieder melde. Am Montag habe ich ihn gegen 15:00 Uhr angerufen. Nach zweimal Klingeln landete ich auf seiner Mailbox. Ich sprach darauf, dass er unseren Sohn ab 19:00 Uhr abends abholen könnte. Der Koffer unseres Kindes war für mindestens eine Woche gepackt, alles was er sonst noch braucht für die Schule war auch dabei. Um 17:00 Uhr rief ich den Vater wieder an, landete wieder auf seiner Mailbox. Um 19:20 Uhr rief ich den Vater wieder an, diesmal ging er ans Telefon. Ich fragte, ob er denn gleich kommt, um unser Kind abzuholen. Er tat sehr erstaunt. Nein, sein Telefon hätte nichts angezeigt. Keinen Anruf, keine Mailbox. Er würde erst im Mai wieder ein neues Telefon bekommen, das wäre jetzt ein anderes. Ich fragte ihn, ob er denn jetzt gleich noch käme. Seine Meldeadresse ist ungefähr 10 km entfernt. Er sagte nein. Ich fragte ihn, warum denn nicht? Er antwortete, das passt jetzt nicht. Im Hintergrund lief übrigens der Fernseher. Also blieb mein Kleiner hier und wurde natürlich von dem Vater meines Ältesten hervorragend mit versorgt.
Am Freitag Nachmittag holte dann der Vater seinen Sohn für knapp 3 Stunden zu einem Volksfestbummel ab. Er wusste, dass der Vater meines Ältesten ab Sonntag dann für eine Woche verreist ist, er wusste, dass auch noch nicht klar ist, wann ich wieder aus dem Krankenhaus rauskomme, ich habe ihm gesagt, dass er dann auf jeden Fall in dieser Woche, also diese Woche in der wir jetzt gerade sind, sein Kind nehmen müsste. Ich wusste selber nicht, in welchem Zustand ich sein würde. Vorsorglich schrieb er mir dann schon mal am nächsten Samstag, also 7.5. dass er bis 31. Mai gar keine Zeit mehr hätte, er habe ein geplatztes Blutgefäß im Nacken, müsste deshalb jeden Tag zum Arzt und jeden Tag zum Orthopäden. Und da er nicht immer ein Auto zur Verfügung hat, klappt eben ansonsten gar nichts. Ich hab ihn noch darauf hingewiesen, dass wir hier ein hervorragendes ÖPNV haben, was ihn in 35 Minuten von seiner Meldeadresse zur Schule unseres Kindes bringt.
Wichtig wäre diese Woche auch gewesen, dass er mit unserem Kind zum Orthopädiemeister geht. Endlich sind nämlich die Einlagen für unseren Sohn fertig. Unser Sohn hat eine Fersenknochenentzündung, die auf Senk, Spreiz und Knickfüße zurückzuführen ist. Damit er endlich wieder Sport mitmachen kann und die Entzündung abklingt, sind diese Einlagen wichtig. Diese werden noch einmal exakt auf das Kind und den Schuh angepasst. Ich bin nun natürlich im Moment wirklich absolut immobil. Habe mein Bein hoch gelagert und stelze mit Krücken durch die Wohnung. Der Vater erklärte noch mal, unter der Woche hat er keine Zeit. Die Besuchswochenenden mit Kind fänden natürlich statt.
Soviel dazu. Wäre ich jetzt diese Woche tatsächlich noch im Krankenhaus, hätte ich meinen Sohn für diese Zeit in eine Pflegefamilie geben können. So ist dieser Vater.
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11.05.2016, 15:31
AW: Ja, der Vater ist ein Idiot, aber jetzt schreckt er auch unser Kind
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11.05.2016, 15:43
AW: Ja, der Vater ist ein Idiot, aber jetzt schreckt er auch unser Kind
Warum drehst du den Spieß nicht um und zeigst den Vater beim Familiengericht an, weil er seinen Umgang nicht wahrnimmt? Fordere ebenfalls 25.000 Euro Strafgebühr, wenn er nicht wie vereinbart sein Kind holt.
Mit deiner OP hast du eine Steilvorlage dafür.
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11.05.2016, 16:13
AW: Ja, der Vater ist ein Idiot, aber jetzt schreckt er auch unser Kind
Er nimmt ja seinen Umgang wahr. Aber nur den. Mir tut nur mein Kind unendlich leid. Ich sage ihm, er geht eine Zeit zu Papa, der Koffer ist gepackt. Und dann bleiben wir auf den gepackten Sachen sitzen. Ich lüg auch nicht mehr, sondern sage unserem Kind was faktisch Sache ist.
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11.05.2016, 16:30
AW: Ja, der Vater ist ein Idiot, aber jetzt schreckt er auch unser Kind
Kinder mit solchen Elternteilen sind gestraft, ja.
@Halleluja - ungeachtet der rechtlichen Seite, wie geht es dem Kleinen
wegen seines Vaters? Hat er denn Angst vor ihm, aufgrund der bisherigen
Vorfälle, die er ja schon erleben musste?
Geht er gerne und freiwillig zu ihm?
Wie ist er drauf, wenn er wieder zu Dir kommt?
Erzählt er viel?
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11.05.2016, 17:04
AW: Ja, der Vater ist ein Idiot, aber jetzt schreckt er auch unser Kind
Hallo,
ich habe ihn nach dem letzten Vorfall gefragt, wie es ihm damit geht. Er hat nur die Schultern gezuckt und gesagt, ist mir egal. So ist Papa. Dann meinte er noch, beim nächsten Mal würde er Papa die Meinung sagen, wie er darauf kommt, dass wir lügen. Das zog er dann allerdings doch zurück. Er sagt zwar immer "Jippie" und "Toll" wenn es zu Papa geht, aber wenn er zurückkommt, kann er gar nicht schnell genug berichten, dass er 4 Filme, 2 Serien und DSDS geguckt hat. Weil er genau weiß, dass das unglaublich viel ist.
Beim ersten Mal Dauer-TV-Marathon habe ich mich beim Vater beschwert. Mein Kind kam selbst So um 23h nicht zur Ruhe. Der Vater schrieb zurück, das Kind lügt. Ich hab es dann einfach aufgegeben, müsste ja sonst mein Kind mit zum JA nehmen. Und ob die dieser heftige TV-Konsum überhaupt interessiert.
Im Gespräch mit der SP über meine Sorgen und Erfahrungen mit der psychischen und körperlichen Gewalt des Mannes fragte sie danach, ob es ihm beim Vater schlecht ginge, er zu wenig zu Essen bekäme oder kein eigenes Bett habe ...
Tja
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11.05.2016, 17:12
AW: Ja, der Vater ist ein Idiot, aber jetzt schreckt er auch unser Kind
Mein Kind scheint sich beim Vater gut zu fühlen. Der Vater gibt sich Mühe, seine Lieblingssachen zu kochen. Nur ein Vorfall in der Skihalle hat ihn letztens geschockt. Da war ein Teenie voll in den Mann reingefahren. Da hat er rumgeschrien, den Jungen zur Schnecke gemacht, hat getobt. Und ich kenne das. In solchen Situationen ist er irre, voller Gewalt und schlimmster Wörter. Er hat dann später unser verängstigtes Kind gefragt, ob er Angst gehabt hätte. Unser Kind nickte wohl nur. Reaktion des Vaters. Musst du nicht, ist alles gut. Als mein Kind wieder zu Hause war, war dieser Vorfall
sofort Thema.
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11.05.2016, 18:13
AW: Ja, der Vater ist ein Idiot, aber jetzt schreckt er auch unser Kind
Halleluja,
wieso beschwerst du dich nur beim Vater über den Videomarathon? Warum erhält das Jugendamt keine Kopie? Warum willst du deinem Kind unbedingt das Jugendamt "ersparen"?
Damit zeigst du, dass du a) dem Kindsvater nicht das geringste Vertrauen in die Erziehung schenkst und ihn wegen allem und jedem verurteilst und b) dass das Jugendamt dein Feind ist. Das ist taktisch höchst unklug und mich wundert nun nicht mehr, dass die Ämter (JA und Familiengericht) gegen dich sind. Die sehen nämlich in dir eine besserwisserische, renitente, beratungsresistente Mutter, der der Zahn, dass nur sie das Kind richtig erziehen kann und niemals ein Vater, gründlich gezogen werden muss.
Gegen die Einstellung der Ämter hast du keine Chance. Nicht die geringste.
Du kannst weiterhin kämpfen und wirst jedes weitere Mal wieder gegen den Vater verlieren.
Oder du änderst deine Taktik.
Die muss heißen: Zusammenarbeit und Großzügigkeit.
Wenn aufgrund der OP eine Woche mit dem Vater Besuch vereinbart ist, dann setz das mit Hilfe von JA und Familiengericht gegen den Vater durch. Dann merkt er, dass er nicht weiter mit dir spielen kann.
Dein Kind ist nicht doof. Es merkt, dass es nicht gegen den Vater ankommt und leider auch, dass du nichts, absolut gar nichts unternimmst. Es fühlt sich verlassen. Und das wird in den nächsten zwei Jahren immer schlimmer werden.
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11.05.2016, 18:40
AW: Ja, der Vater ist ein Idiot, aber jetzt schreckt er auch unser Kind
Gut, ich werde Protokoll führen. Nach einer gewissen Zahl von Vorfällen gehe ich zum JA,. Ich hab das übrigens schon mal gemacht. Das JA wollte dann den Vater zu einem moderiertem Gespräch einladen. Das hätte keinerlei Verbindlichkeit gehabt und der Vater wäre nie gekommen.
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11.05.2016, 19:00
AW: Ja, der Vater ist ein Idiot, aber jetzt schreckt er auch unser Kind
Geh ab sofort immer zum JA und gib die Vorfälle persönlich zu den Akten. Das wirkt wesentlich besser, weil du "plötzlich" um Hilfe bittest - wegen des Kindeswohls. Denn eigentlich ist ein kümmernder Vater sooooo gut, aber leider hat beim letzten Mal ......
Die Mitarbeiter vom JA wollen helfen. Deswegen sitzen sie auch dort. Die meisten haben Sozpäd studiert und sind wirklich vom Fach. Sie möchten sehen, dass du als Mutter alles Erdenkliche tust, damit dein Kind so normal wie möglich aufwächst. Außerdem können sie auch dem Vater einheizen, wenn er seiner Pflicht nicht nachkommt. Und mit deiner OP hast du mehr als einen guten Grund, warum du morgen oder übermorgen zur Sprechzeit auftauchst und dich wegen des Kindeswohls beraten lässt.
Spiel ein bisschen mehr auf der Klaviatur des Kindeswohls und der hilfebedürftigen Mutter.
Es ist auch egal, ob der Kindsvater zu einem Gespräch kommt. Du zeigst mit deiner Initiative, dass du wegen des Kindeswohls (das ist der Schlüsselbegriff) kooperativ bist. Vor Gericht wird dir ab sofort nichts mehr negativ ausgelegt, sondern nur noch positiv.
Geh persönlich hin. Das wirkt mehr.
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15.05.2016, 19:50
AW: Ja, der Vater ist ein Idiot, aber jetzt schreckt er auch unser Kind
es ist korrekt das die gespraeche keine pflicht sind und auch keine verbindlichkeit haben, allerdings wird es in der akte notiert, wenn der vater es ablehnt
und nein, du gibst bitte jeden vorfall sofort schriftlich an das jugendamt weiter
auch wenn dort erst einmal nichts zu passieren scheint, werden die akten dem gericht kundig gemacht, wenn es zu einer weiteren verhandlung kommt
denn wenn es um kinder geht ist immer das jugendamt involviert und ist auch entweder bei den verhandlungen anwesend oder es gibt eine schriftliche stellungnahme bzw. empfehlung ab und DANN sind solche dinge von erheblicher bedeutung, weil sie eben aktenkundig sind
und du kannst davon ausgehen das einen richter die negativen dinge ueber einen vater ganz sicher interessieren und bei einer umgangsregelung diese dinge einfließen und er einen entsprechenden beschluß fasst


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