Nun, Du leistes schon sehr viel und hast wohl auch sehr hohe Ansprüche an alle, vor allem an Dich selbst.
Ohne Deine Tochter persönlich zu kennen, gehe ich nicht davon aus, dass sie ein grundlegend schlechter Mensch ist, von da her würde ich ihr Benehmen eher als Hilferufe einstufen.
Klar ist beim Vater alles toll und easy, nur bei ihm Leben will sie offenbar von sich auch nicht also braucht sie Sicherheit und Halt.
Ich würd versuchen aus der Gesamtsituation den Stress und die Verbissenheit rauszunehmen, und ich denke nicht jede elfjährige funktioniert schon wie eine kleine Erwachsene und diejenigen die es tun kompensieren wohl auch woanders.
Wenn es mal etwas unperfekt ist, mein Gott, dann ist es halt so, wo Menschen sind passieren Fehler, es geht mehr darum vor allem in ihrem Alter daraus die richtigen Konsequenzen zu ziehen.
Denn eines würde ich nicht verlieren wollen und das ist ihr Vertrauen, denn dann wird sie in ein paar Jahren wenns ev echt mal brenzlig wird ihre Hilfe dann woanders holen und das kann hart sein.
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09.11.2011, 16:00Inaktiver User
AW: Der Superpapa und daneben die böse Mama
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10.11.2011, 09:30Inaktiver User
AW: Der Superpapa und daneben die böse Mama
@Cassis: Ja da arbeiten wir gerade daran, dass ich ihr die Sache mit den Werwölfen bisschen anders verpacke. Zum "Glück" hat sie ja jetzt auch irgendwo "Twillight" gesehen (sie wollte nicht sagen wo). Jetzt weiß sie auch, dass es auch "nette" Werwölfe gibt, aber dafür haben wir ja jetzt auch noch Vampire dazubekommen.
Die Sache ist halt, dass ich merke, dass ihr das im Dunkeln schon Angst mach. Ich hab damals mit 13 auch "Der Weiße Hai" gesehen und hatte halt wirklich richtig Schiss zum Baden zu gehen. 
@eosa: Ich weiß, dass es wohl ein Hilferuf ist. Sie hätte mich auch gern öfter für sich. Aber wenn wir dann beide zu Hause sind, kommts so oft vor, dass wir uns "aneinanderreiben". Also auf irgendwelche blöden Kommentare von ihr, habe ich früher nie wirklich reagiert. Heute wo ich auch nervlich aufm Zahnfleisch daherkomme, da kommts schon vor, dass ich mich reizen lasse. Sie weiß halt genau, dass ich manche Sachen nicht mag und dann macht sie es mit Absicht. Als möchte sie austesten wie weit sie gehen kann.
Aber um unser beider Frieden, möchte ich mich auch nicht mehr über alles aufregen. Mal sehen, wie ich es schaffe.
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15.11.2011, 09:53
AW: Der Superpapa und daneben die böse Mama
Hallo liebe HeisenbergsWife,
ich kann das, was Du schreibst, sehr, sehr gut nachvollziehen!
Mein Sohn ist auch 11, ich lebe jetzt seit 3 Jahren allein mit ihm.
Mich ärgert immer wieder diese verdammte Ungerechtigkeit, und es fällt mir jeden Tag aufs Neue schwer, das zu akzeptieren.
Ich arbeite Vollzeit, habe einen anstrengenden Job, der mit einigen Überstunden einher geht. Ich arbeite meist vom Home Office aus, aber muss auch öfter mal reisen.
Es ist sowas von hundsgemein, dass ein Vater, der ausgezogen ist, einfach nur sagen muss "Keine Zeit" oder "Ich muss arbeiten".
Das kannst Du zu niemandem sagen. Du musst es immer allein hinkriegen.
Trotzdem möchte ich Dich ermutigen!
Wie sieht es denn bei Dir mit Freunden aus? Davon schreibst Du gar nichts.
So kriege ich letzten Endes meinen Alltag besser hin.
Ich habe hier im Viertel, in dem ich wohne, sehr viele Kontakte, und auch Leute, die bei Notfällen mal einspringen können.
Und im mindesten Fall habe ich jemanden zum Reden. Da alles um die Ecke ist, kann ich auch abends mal auf einen Sprung vor die Tür, was Trinken gehen oder Ähnliches.
Du brauchst einfach auch mal was für Dich!
Mein Kind darf selbstverständlich bei Papa auch alle möglichen Filme gucken, die ab 16 sind... Ich habe mir angewöhnt, mich da nicht einzumischen! Ich erkläre meinem Kind nur immer wieder, warum ich das nicht gut finde.
Was die Haushaltssachen angeht:
Ihr Zimmer würde ich ihr allein überlassen, auch wenn es richtig unordentlich ist. Einfach die Tür zu machen. Irgendwann wird sie es selbst sehen, wenn es sie stört. Mithilfe im Haushalt ist bei uns auch nicht vorhanden. Allerdings denke ich, dass ein Kind im Gymnasium heutzutage einen echt harten "Job" macht, insofern habe ich entschieden, dass ich mich darum zur Zeit nicht streiten möchte. Vielleicht kommst Du auch besser damit klar, wenn Du das bewußt für Dich entscheidest?
Das Aquarium würde ich den Vater mitnehmen lassen. Soll er es doch bei sich aufstellen, wenn er meint.
Ich wünsche Dir viel Kraft!Die Osterglocke
Wer nicht sagt, was er will, kriegt es auch nicht.
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20.11.2011, 10:54Inaktiver User
AW: Der Superpapa und daneben die böse Mama
@clochedepaques: Vielen Dank für deinen Beitrag.

Mit Freunden/Bekannten siehts bei mir leider inzwischen sehr mau aus, liegt aber halt auch an mir. Ich bin oft so kaputt und lustlos etwas zu unternehmen, wenn man dann halt 4 oder 5 mal (oder öfter
) absagt, fragt halt mal keiner mehr ob man wo mitkommen möchte. Und naja irgendwann fehlt, dann wohl einfach die Basis das sich die Leute wirklich interessieren für einen bzw. denken die wohl man will mit ihnen nix zu tun haben.
Meine beste Freundin, kennt micht und weiß wie sie mich nehmen muss, aber die hat selbst gerade ein Baby bekommen und kann mir im Moment nicht arg große Unterstützung geben.
Ansonsten hab ich zwar schon Kontakt mit den Nachbarn, aber halt eher oberflächlich. Manchmal sind die Kinder bei uns, meine Maus ist natürlich auch mal bei den Nachbarn.
Ja ich weiß, dass sie im Gymnasium einen harten Job hat. Zum Glück, ist sie wenn sie um 16 Uhr aus der Schule kommt schon immer mit den Hausaufgaben fertig und hat auch schon die ersten Sachen für den nächsten wiederholt/gelernt. Wenn ich dann gegen 17:30/18 Uhr aus der Arbeit komme müssen wir uns dann zum Glück nicht mehr so stressen wie früher als sie noch in der Grundschule war. Sie war gegen 18 Uhr schon müde, ich nach nem harten Tag in der Arbeit auch und dann noch Hausaufgabe kontrollieren und verbessern, was dann oft in Wutanfälle ihrerseits gemündet ist und mir auch den letzten Nerv geraubt hat.
Manchmal würds mich halt freuen, wenn sie nicht nur das Waschbecken "einsaut" mit Zahnpasta usw. sondern auch mal drüberwischt.
Aber ihr habt wahrscheinlich Recht, da verlange ich vielleicht im Moment noch etwas zu viel, sie ist halt doch noch ein Kind und keine erwachsene.
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05.12.2011, 18:08
AW: Der Superpapa und daneben die böse Mama
Hi!
Komme mir auch juste eben total blöde vor.
Habe die Kindergeburtstage zusammengezählt, weil meine Kids recht oft im abgelaufenen Jahr eingeladen waren. Da geht schon ein kleiner Urlaub bei drauf! An Geschenken etc.
Dann ihre eigenen Geburtstage. Komplett alleine ausgeführt und ausstaffiert.
Ich bin da inzwischen sehr praktisch, aber dennoch: Es ist Mehraufwand, Kosten und Arbeit.
Habe angekündigt, dass die Kinder im kommenden Jahr ihren Vater um Zuzahlung bitten müssen, wenn sie auf jeden Geburtstag gehen möchten, zu dem sie eingeladen sind.
- Entsetzen! Er habe doch kein Geld, keine Ahnung und keine Möglichkeit, etwas zu besorgen! (Er wohnt in der großen Stadt und zahlt gar keinen UH, Umgang nur alle ein, zwei Monate wenn´s ihm passt ... Wir wohnen auf dem Land und müssen jedes Mal eine Reise antreten, um Geschenke zu besorgen ...)
Notgedrungen bin ich besonders dieses Jahr mit vielen Widrigkeiten fertig geworden, was Geld und Kinderbetreuung betrifft. Glaube nicht, dass es nächstes Jahr besser wird. Übernächstes schon gar nicht.
Nächste Woche wäre es mir ein Bedürfnis, dass der KV seine Kinder abholt für Umgang. Ich hätte gerne den Abend frei, um meinen Geburtstag in meinen vier Wänden zu feiern. Ganz gediegen, nichts großartiges. Nur bei mir, abends.
Aber: Ich brauche es nicht versuchen! Der KV sagt zu, um dann einfach nicht zu erscheinen. Und ich sitze da.
In der sentimentalen Adventszeit verkraften die Kinder es leider nicht gut, wenn man über ihren Vater spricht. Kommt ohnehin selten vor, und eigentlich auch immer neutral. Aber die Kostenbeteiligungsforderung vorhin war schon zuviel!
Er hat sich auf den Podest des armen, bemitleidenswerten Vaters gestellt, dem WIR helfen müssen. Weil er kein Geld hat (tja, arbeiten?!?), weil er keine Zeit hat (weniger Hobbies?!?), weil er zu einer (so sieht er das zumindest) sozialen Minderheit zählt und deswegen allüberall diskriminiert wird, weil wir nichts mit ihm zu tun haben wollen etc. pp.
Mitleid der Kinder geht ihm runter wie Öl.
Eben hatte ich dann noch das Problem, dass ich mich hätte teilen müssen, das Nachmittagsprogramm geriet etwas aus den Fugen. Dazu kommt noch ziemlicher Druck bis morgen Abend von meiner Seite.
Ja, ich muss sagen, ich habe mich sehrrrrrrr aufgeregt!
Weil es für uns: für mich, für die Kinder, und für den KV schon immer und sowieso, selbstverständlich ist, dass ich alles alleine schaffe.
Wenn mal nicht: Knaaatsch, Sand im Getriebe.
Wenn bei Papa, dem edlen Samenspender, das ganze Leben nicht klappt, das muss man schon verstehen!
Waaah, er hat es den Kindern so gut eingebimst!
Er kann nun wirklich nicht das bisschen Geld, was er hat, seinen Kindern geben. Wovon soll er dann leben?!? Soll Mama doch mehr arbeiten!
Er kann nun wirklich nicht das bisschen Freizeit, das er hat, mit seinen Kindern verbringen. Er muss sich doch ausruhen!
Er kann gar nichts an/mit/für/ blablubb für die Kinder planen.
Aber: Er ist ein toller Vater! Da ist er sich vollkommen sicher!
Er tut für sie, was er kann, - ach was! Mehr sogar!
So, genug ausgejammert.
;-)
Schnell weiter und Stress mindern indem Arbeitsberg verringern. :-)
LG, bimmstein
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06.12.2011, 15:45
AW: Der Superpapa und daneben die böse Mama
Liebe Bimmstein,
das hört sich einfach nur fies an!
Gibt es irgend welche anderen Menschen, die DIr helfen können? Auf den Vater kannst Du Dich ja nicht verlassen.
Ich muss beruflich öfter mal weg, und habe nach einigen Versuchen, TErmine mit dem Vater abzusprechen, aufgegeben. Inzwischen helfen Freunde und meine Verwandtschaft.
Er NIE.
O-Ton: "Ich tu Dir nie wieder einen Gefallen!". Dass er es eigentlich nicht für mich, sondern für sein Kind tun würde, ist dabei egal...
Also, versuch irgendwie, Dir woanders Unterstützung zu holen! Dringend!
Und was das Geld angeht: warst Du beim Jugendamt? Hast Du einen Titel?Die Osterglocke
Wer nicht sagt, was er will, kriegt es auch nicht.
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07.12.2011, 12:51
AW: Der Superpapa und daneben die böse Mama
Cloche,
bin gerade am Umstrukturieren im Leben. Auf den Vater ist kein Verlass, eine andere, sehr, sehr wichtige Betreuungsquelle ist weggebrochen.
Für kleine Notfälle habe ich wen, und ansonsten baue ich peu a peu wieder auf. Schwer, weil mehrere Kinder.
Aber so Kerle wie einige, deiner und mein Ex, die sind doch einfach nur jämmerlich!
Mir tut es leid, dass ich ausgerechnet diesen Menschen meinen Kindern als Vater gab. Der so im Selbstmitleid badet und das wirklich genießt und nicht sieht, obwohl er es beruflich müsste, dass es seinen Kindern nachhaltig schadet.
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07.12.2011, 16:12
AW: Der Superpapa und daneben die böse Mama
Liebe Bimmstein,
Das hier ist natürlich wirklich hart... Aber sicher eine Frage der Zeit. Ich habe jetzt nicht mehr im Kopf, wie alt Deine Kinder sind, aber ich glaube, noch recht klein, oder?bin gerade am Umstrukturieren im Leben. Auf den Vater ist kein Verlass, eine andere, sehr, sehr wichtige Betreuungsquelle ist weggebrochen.
Ich kann Dir aus meiner Sicht nur sagen: es wird besser. Mein Sohn ist jetzt 11 und ich finde, seit er ins Gymnasium geht, hat sich einiges geändert. Einerseits werden sie viel selbständiger, andererseits verlieren sie manchmal auch das Interesse, immer die Mama um sich zu haben.
Vielleicht kannst Du ja mit Eltern von Freunden Deiner Kinder was ausmachen? Ich biete das immer wieder an, wenn ich merke, jemand mit Kind braucht mal eine Auszeit - weil ich selbst weiß, wie es ist.
Und Du hast Recht, solche Väter sind so jämmerlich. Aber ändern können wir es nicht mehr!Die Osterglocke
Wer nicht sagt, was er will, kriegt es auch nicht.
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08.12.2011, 17:29Inaktiver User
AW: Der Superpapa und daneben die böse Mama
Hallo Ihr Lieben,
auch, wenn ich etwas polemisch werde - aber die Väter habt ihr euch doch ausgesucht.
Das Kind muss nun mit der Situation leben, und das heißt meist: irgendein Gleichgewicht finden, wo alleine aufgrund der Betreuungssituation (Mama 80, Papa 20) keines möglich ist.
Zwar kenne ich solche Situationen auch - aber die "Hochhebung" des jeweilig abwesenden Elternteils war zumindest eher eine Art Schutzmechanismus. Oder eher eine Panikreaktion, dass der andere Elternteil nicht auch noch wegbrechen soll.
Ich denke, Kinder wissen instinktiv, auf wen sie sich WIRKLICH verlassen können.
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08.12.2011, 19:33
AW: Der Superpapa und daneben die böse Mama
Hallo Heisenbergs Wife,
so wie mir das klingt, macht der Kindesvater die Aktionen nicht für eure Tochter sondern gegen dich. Er macht dich vor deiner Tochter schlecht, boykottiert deine Erziehungs- und musikalischen Bildungsanstrengungen,... er provoziert dich wo er nur kann. Und du schluckst und schluckst. Und das nicht nur beim Kindesvater sondern auch bei deinem Arbeitgeber, der offensichtlich auch keine Rücksicht darauf nimmt, dass du ein Kind hast (gut, da steht er als
Arbeitgeber beileibe nicht alleine aber es geht auch anders) und wer weiß bei wem noch.
Was willst du von deinem Leben? Willst du wirklich auf dem Lande wohnen, mit weiten Fahrtwegen und wenigen sozialen Kontakten? Willst du dir wirklich weiterhin alles von deinem Exmann gefallen lassen? Willst du wirklich ständig bis zur völligen Erschöpfung arbeiten, vielleicht bis dich mit Mitte 50 ein Herzinfakt dahinrafft? Momentan tust du alles dafür, dass diese furchtbare Situation stabil bleibt.
Wenn du dir mit deiner Tochter und einem Partner an deiner Seite ein besseres, entspannteres Leben wünschst oder auch nur entfernt vorstellen kannst, dann solltest du lernen, "nein" zu sagen. Eine Kur mit Gesprächstherapie ist ein wichtiger erster Schritt in diese Richtung. Glaub' mir, es geht auch anders!
LG
Anna
Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute;
seht euch an, wohin uns die normalen gebracht haben.
George Bernard Shaw


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