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  1. Inaktiver User

    AW: Der Superpapa und daneben die böse Mama

    Ich kann mir gut vorstellen, dass nach einer sechswöchigen Kur, während deine Tochter in dieser Zeit bei ihrem Vater lebt, die Welt anschließend ganz anders aussieht.

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    AW: Der Superpapa und daneben die böse Mama

    Hi, es klingt einfach schlimm dass alles zu lesen.

    Nicht du bietest deiner Tochter keine 'Komplettfamilie' sondern dein Ex hat das verhindert.

    Und Mutter und Kind sind eine Familie, nichts anderes. Ich finde du bietest deiner Tochter total viel. Hausaufgabenbetreuung und Geigenunterricht sind schon sehr gut.

    Warum hast du diese permanente schlechte Gewissen? Ich kann es nicht ganz verstehen. Wenn dein Ex mal ein bischen mehr zahlt als vorher, sorgt das nur für Ausgleich. Schließlich war er dir als Ernährerin eurer Tochter einiges schuldig. Rechne doch mal aus wieviel er dir damals schuldig geblieben ist, und wieviel er jetzt mehr als den Mindestunterhalt zahlt. Ich glaube nicht, dass es da einen Ausgleich geben wird.

    Nintendoverbot als Strafe finde ich völlig OK, aber ich würde nicht ihre Kontakte zu anderen Kindern begrenzen. Du willst doch, dass sich da engere Freundschaften entwickeln, oder?

    Ansonsten, gönn ihr die Abenteuer mit ihrem Vater. Sie hat nicht viel von ihm gehabt, und tief in ihr Drinnen weiss sie auch, dass es jeder Zeit vorbei sein kann. Nicht umsonst möchte sie bei dir leben. Und das ist ein Kompliment und Ausdruck ihres Vertrauens zu dir. Sie weiss wer letztendlich zu ihr steht.

    Wirst du beruflich weiter so eingespannt sein? Oder ist da ein Ende abzusehen?
    Eigentlich bin ich ganz anders, ich komme nur so selten dazu.
    Karl Valentin

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    AW: Der Superpapa und daneben die böse Mama

    Hallo,

    ich bin seit 3 Jahren geschieden und meine Kinder waren zu diesem Zeitpunkt 8 und 11 Jahre alt.
    Der Vater hat damals wortwörtlich zu mir gesagt, dass er nur den Sonnenscheinpapa geben wird und mehr nicht.
    Es war manchmal wirklich nicht lustig und ich hab so manches Mal, in Gedanken, mir ausgemalt, was ich ihm am liebsten alles so an den Kopf werfen würde.
    Natürlich bin ich auf die Hinterbeine und hab seeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeehr oft mit ihm geredet, er hat nur gegrinst.
    Da stand ich dann vor der Wahl, zieh ich mir jetzt den Stiefel an und streite mich mit den Kinder, wenn sie nach der Papazeit patzige Antworten geben oder zeig ich "Interesse", hör ihnen zu und rede mit ihnen, frage sie ob sie immer wirklich alles so lustig finden.
    Ich hab das durchgezogen und merkte dann, ich wurde ruhiger und meine Kinder merkten irgendwann, Just for Fun mag ja lustig sein, nur irgendwann will man auch mal Ruhe und einfach nur sein.

    Wir drei haben dann auch abgemacht, dass sie ihren Teil mit dem Papa haben, in dem seine Regeln gelten und bei mir gelten halt andere Regeln. Hier ist der Alltag wichtig und ihre Aufgaben. Sie haben einen Rahmen, indem sie sich bewegen und Grenzen überschreiten, um bewusst frech und patzig zu sein, gibt es nicht.

    Sie haben mir auch gesagt, dass sie lieber beim Papa wären, ganz am Anfang.
    Habe sie angeschaut, musste leer schlucken und dann hab ich gesagt: OK, dann ruf ich jetzt den Papa an und ihr packt in der Zeit eure Sachen.
    Sie waren von den Socken und haben sich bei mir entschuldigt und seit dem ist das Thema vom Tisch.

    Mittlerweile sind die beiden 12 und 15 und sie hatten diverse Kämpfe mit ihrem Vater, denn sie wollten aufeinmal wieder ein Vater, der ihnen zuhört, führ sie da ist, wenn sie Probleme haben und mit dem sie reden können.
    Der Vater hat durch sein Verhalten irgendwie den Anschluss an seine Kinder verpasst und versucht jetzt mit dem anderen Extrem das wieder aufzuholen.
    Da machen die beiden Pubertierenden jedoch nicht wirklich mit und sie kommen so manches Mal gefrustet nach Hause, wenn sie bei ihm waren.

    Für mich ist es dann wichtig, ihnen zuzuhören und doch keine Partei zu ergreifen sondern mit ihnen ruhig und sachlich zu reden.

    Ausserdem habe ich für mich entschieden, dass die kinderfreie Zeit meine Zeit ist.
    Da sind meine Wünsche an erster Stelle und das gibt den nötigen Ausgleich und ich kann auftanken, für die Zeit mit meinen Pubertierenden.

    schoggimaus
    Geändert von schoggimaus (07.11.2011 um 07:46 Uhr) Grund: Fehler


    Klein und rund, aber niedlich

  4. Inaktiver User

    AW: Der Superpapa und daneben die böse Mama

    Ulina: Hm ich konnte mich bisher noch nicht durchringen, dass mit der Kur zu beantragen, bzw. deswegen zum Arzt zu gehen, aber meine Ärztin meinte letztens beim Routinecheck das ich ihr nicht so gut gefalle und sie mir gerne eine Überweisung für einen Facharzt ausstellt. Ich weiß ich bin selbst schuld, wenn ich solche Angebote nicht annehme. Dann bräuchte ich mich eigentlich nciht beschweren.


    Cassis: Meinem Ex gegenüber hab ich kein schlechtes Gewissen. Ich finde, dass was er zahlt eh lächerlich. Die Leute die das festlegen, waren wohl selbst nie in der Situation. Und mit meinem Ex würde ich sicher keinem Armen das Geld aus der Tasche ziehen. Wie gesagt, manchmal ist er "großzügig" und legt was drauf oder unterstützt mich mal wirklich mit mehr Geld, aber dann gönnt er sich selbst irgendwas schönes und sofort werden solche "Zusatzzahlungen" eingestellt.

    Ich will meiner Tochter nicht die Möglichkeit nehmen mit ihren Freunde zu spielen. Aber wenn sie mir "dumme Kuh" an den Kopf wirft und ich sie dann 5 Minuten später zum spielen rauslasse, fehlt ja irgendwie die erzieherische Wirkung.

    Beruflich werde ich weiterhin so eingespannt sein. Bringt diese Position einfach mit sich. Wie gesagt, wenn es wirklich nicht mehr geht, dann muss ich in den "sauren Apfel" beissen und die Stelle wieder abgeben. Bevor ich komplett kaputtgehe, werde ich die Bremse reinhauen. Dann ist mir mein Leben doch mehr Wert.

  5. Inaktiver User

    AW: Der Superpapa und daneben die böse Mama

    schoggimaus: Ich nehm es mir auch immer wieder vor, dass ich mich nicht ärger, wenn er seine Regeln macht wie er meint, aber wenn er z. B. weiß das ich es nicht möchte, dass sie Filme sieht die für ihr Alter nicht geeignet sind und er es dann mit Absicht macht, dass ärgert mich schon.

    Aufgaben im Alltag, ist bei uns auch so ein Problem. Ich hab früher zu Hause ganz selbstverständlich Staub gesaugt, Klo geputzt usw. Da gab es keine Diskussion. Bei uns ist ja schon das Problem, dass sie nichtmal ihr eigenes Zeug auf die Reihe bekommt (wie schon geschrieben, Schultasche packen, eigenes Zimmer sauber halten und aufräumen). Aber ich sag mal so, dass wird noch eine Rolle spielen. Also nur weil sie so tut, als hätte sie 2 linke Hände, ist sie nicht vor der Hausarbeit sicher. Wir wohnen und leben hier zu zweit, also kann man sich auch die Arbeit teilen.

    Wenn "kinderfreie" Zeit ist bin ich leider meistens noch in der Arbeit. Manchmal ist sie am Wochenende nicht da, dann kann ich schon mal bisschen abschalten oder als ich mit meinem Freund noch zusammen war, konnten wir auch mal was "zweisames" unternehmen. Leider war das aber insgesamt wohl zu wenig, sonst wärs ja nicht so geendet.

  6. Inaktiver User

    AW: Der Superpapa und daneben die böse Mama

    Ich finde es schade, dass die kurze Zeit, die Du mit Deiner Tochter täglich hast, mit Streit zu verschwenden. Sie ist doch erst 11.
    Was soll dies - Hausarbeit teilen? Aus Prinzip? Sie hat auch einen stressigen Tag.
    Bei zwei Personen, die dann auch tagsüber nicht zu Hause sind, muss ein kleines Mädchen nicht auch noch saubermachen. Dies schaffst Du auch alleine.
    (Meine Kinder hätten ihre Zimmer auch mit 11 nicht allein in Ordnung gehalten, dann räumt man eben schnell zu zweit auf und unterhält sich dabei.)

    Schimpfwörter, auch so ein Thema. Aus meiner Sicht hilft gut, entweder ignorieren odr kurz nachfragen, was damit gemeint ist (z.B.Wieso ist eine Kuh dumm? oder anfangen zu muhen und dabei kichern....)

    Irgendwie machst Du einen voll gestressten Eindruck, und das merkt Dein Töchterchen.
    Ich habe gute Erfahrungen damit, vor dem potentiellen Meckern erst einmal durchatmen und kurz nachdenken, ob das Meckern jetzt Erziehung sein soll oder nur Frust rauslassen. Fast immer erreicht man in "Erziehungsfragen" viel mehr, durch ruhige und klare Ansagen.
    Grundsätzlich Androhen von was-auch-immer nur dann, wenn frau vorhat, dies auch durchzuziehen.

    Ich habe mit 2 Kindern auch immer voll gearbeitet und wegen Fernbeziehung (jobbedingt) hat mein Mann nur am Wochenende zur Verfügung gestanden. Der Arbeitstag war oft Stress pur (auch mit Leitungstätigkeit), aber ich habe immer versucht, die wenigen gemeinsamen Stunden in der Woche für uns drei ruhig und schön zu gestalten. Kein Meckern, keine erhobene Stimme, kein Zetern. Es gab gemeinsames Aufräumen und kochen und auch mal die Bitte, mir bei bestimmten Arbeiten zu helfen (ein "nicht jetzt" habe ich immer akzeptiert).

    Wenn ich so lese, wie Du über Deine Tochter und Euren Alltag schreibst, dann lese ich wenig über Verständnis und Liebe von deiner Seite.
    Ich denke nicht, dass es nur durch weniger Arbeit besser werden kann, ev, kannst Du den Teufelskreis auch durchbrechen, indem Du zu Hause mal weniger forderst und einfach nur für die Kleine da bist. Wo ist das Problem, gemeinsam die Schultasche zu packen und dabei "nebenbei" über die Schule, ihre Freunde oder den Schulstoff zu schwatzen?

    Du schreibst über Deine eigene Inkonsequenz in Erziehungsfragen, regst Dich aber bei Deinem Ex über nicht altersgerechte Filme auf?
    Ist der "Superpapa" wirklich das Problem oder ist es Deine eigene Unzufriedenheit mit Deinem Leben in dem Dein Kind eigentlich stört (auch wenn Mamma dies in Deutschland nieeeee zugeben darf.......)?

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    AW: Der Superpapa und daneben die böse Mama



    Wenn du gerade mit deiner Tochter Streit hattest, und sie hat sich im Ton vergriffen, ist es doch eine gute Idee wenn sie rausgeht. Da können sich die Gemüter beruhigen, man kriegt Abstand zur Situation und am abend kann man dann noch mal drüber reden.

    Du hängst dich sehr an der Sache mit den Filmen auf. Ja, es ist nicht ideal, aber solche Filme hätte sie auch bei Freunden sehen können. Es klingt für mich, als ob du versuchst über alles die Kontrolle zu behalten. Angst vor Werwölfen kann ich mir irgendwie nicht richtig vorstellen. Wie zeigt sich sowas im Alltag?

    Mein Sohn ist 8, der muß im Haushalt gar nichts machen. Er hat ein paar Aufgaben, wie sein Geschirr abzuräumen und seine gefaltete Kleidung in den Schrank zulegen. Aber das geht auch nicht immer ohne mehrmalige Aufforderung. Wenn er was verschüttet, wischt er es auf. Manchmal hat er Lust zu helfen und saugt Staub oder putzt das Klo (verbraucht 1/2 Flasche Kloreiniger, aber das muß es mir wert sein). Aber der Haushalt ist meine Verantwortung, keine geteilte.
    Und das Kinder mit 9 Schwierigkeiten haben alles immer dabei zuhaben ist normal. Das dauert noch ein paar Jahre bis die wirklich einen Überblick haben.
    Eigentlich bin ich ganz anders, ich komme nur so selten dazu.
    Karl Valentin

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    AW: Der Superpapa und daneben die böse Mama

    Hi,

    Aquarium: Zurück an den Herrn Papa!

    Bei uns ist es ein Pferd, was der KV einem Kind versprochen hat. Aber weder würde es kaufen mangels Geld, noch unterhalten. Noch sich drum kümmern. Es klingt halt so gut, wie bei euch, wenn der liebe Superpapa einem kleinen Stupsnäschen sagt: "Mein Kleines, du brauchst ein Pferd, dann kannst du immer reiten und es streicheln und kämmen! Ihr wohnt doch auf dem Land, da ist das gar kein Problem. Du kriegst ein Pferd!"
    Und es damit versprochen hat, ich, die böse Mama, natürlich Veto einlegt und das Kind damit vor den Kopf stößt.
    Weil es bislang und teilweise immer noch, Mama und Papa als Einheit ansieht.
    Das wird bei euch nicht so sein, zu lang ist die Trennung her.

    Aber auch den versprochenen Hund wird es bei mir nicht geben, höchstens beim Herrn Papa (hm, er mag doch angeblich keine Hunde?!?) , und wenn hier jemals eine unabgesprochene Anschaffung ins Haus kommen sollte, dann wandert sie auf dem schnellsten und billigsten Wege zurück zu ihm!

    Viel Erfolg mit dem Aquarium!

    bimmstein

  9. Inaktiver User

    AW: Der Superpapa und daneben die böse Mama

    Erstmal danke für alle eure Meinungen zu meinem Thema.


    @Wasserkatze: Ich finde mit 11 kann man auf jeden Fall sein eigenes Zimmer in Ordnung halten, seine Schultasche packen und auch bisschen im Haushalt mithelfen. Wenn sie statt "Mama mir ist langweilig" das Waschbecken putzt, wär uns beiden geholfen.

    Ich geb zu, dass ich im Moment sehr unzufrieden bin, wie mein ganzes Leben verläuft. Und mich nervt es ziemlich, dass mein Ex manche Dinge einfach mit Absicht macht.

    Vielleicht häng ich mich an den blöden Filmen auf, aber ich finde die haben nicht grundlos ne Altersbeschränkung und es muss einfach nicht sein, dass er ihr sowas zeigt.


    @Cassis: Wir wohnen aufm Land und sie traut sich jetzt Abends nicht mal mehr in Garten, wegen dem Wald hinterm Haus, weil da die Werwölfe sind. Als ich ihr erklärt habe, dass es sowas nicht gibt und das nur in Filmen oder Büchern vorkommt, hat sie zwar genickt, aber sie hats mir nicht abgekauft. Als sie letztens ein Nachbarskind nach Hause (ca. 50 m) begleiten sollte, hat sie mit ihrer Werwolfangst solang rumgetan, bis das Nachbarskind auch total Angst hatte und ich dann mit rüber ging.

    An sich, finde ich es auch gut, wenn sie an die frische Luft geht, dann kommen wir beide zum durchatmen. Aber mich ärgerts, dass sie sich aufführt wie sie möchte und ich sie dann damit belohne, dass sie spielen geht.

    Aber ich weiß auch, dass es sicher an meiner wenigen Zeit liegt die ich für sie habe. Jetzt ist sie grad im Geigenunterricht und ich antworte euch kurz, dann koche ich was und dann hoffe ich auf nen ruhigen Abend ohne Streit.

    Ich will mich aber auch wegen solchen "Banalitäten" wie mit dem Zimmer nicht mehr aufregen. Spätestens wenn Freunde öfters zu ihr kommen, wirds ihr peinlich sein, wenn ihr Zimmer so ausschaut.


    @bimmstein: Da hab ich mir heute schon nen Rüffel eingefangen, wie ich dran denken kann, "Nemo", "Dory" und alle anderen einfach wegzugben. Aber immerhin hat sie das Aquarium heute nach der Schule sauber gemacht.

  10. User Info Menu

    AW: Der Superpapa und daneben die böse Mama

    Ach so 11, ich hatte 9 im Kopf,
    da sollte ein bischen mehr gehen mir Verantwortung, aber immer noch nicht so viel.

    Auf dem Land ist es natürlich ein Problem wenn man solche Ängste hat.
    Allerdings treten Werwölfe nur einmal im Monat bei Vollmond auf, weiss deine Tochter das schon? Manchmal hilft es ja, wenn man die Angst ernst nimmt, aber darauf hinweist, dass die Monster Einschränkungen unterliegen.
    Eigentlich bin ich ganz anders, ich komme nur so selten dazu.
    Karl Valentin

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