Alt, ich weis - trotzdem möchte ich dazu sagen, was ich denke:Mir wäre es am liebsten, ich bekäme eine Summe, die die Betreuungskosten deckt und ein bisschen mehr. Ich lege keinen Wert auf übertriebenen Konsum, möchte mein Kind aber vernünftig ausstatten und nicht darüber nachdenken müssen, ob ich mir den Osteopathen, die Heilpraktikerin oder das Babyschwimmen leisten kann. Wenn das Kleine oft erkältet ist, möchte ich mit ihm an die See fahren können und ich möchte die nächsten Jahren Teilzeit arbeiten, damit es nicht an allen Tagen zur Tagesmutter muss. Und ich möchte mir auch mal einen Babysitter leisten können - nicht nur, damit ich mal ins Kino kann, sondern auch für den Fall, dass es bei meiner Arbeit mal länger dauert. Das ist nicht die Regel, aber auch nicht unwahrscheinlich. Er steht an solchen Abenden ja nicht zur Verfügung, "um Kosten zu sparen".
Im Alltag versuche ich den Mann, dem sein Kind so lästig ist, möglichst auszublenden.
Manchmal denke ich, ich sollte einfach sein Angebot annehmen, damit Ruhe ist.
Dann allerdings finde ich, so leicht sollte er auch nicht davonkommen, sondern seinen Teil zumindest finanziell beitragen. Umgang -noch dazu liebevollen - kann und möchte ich nicht erzwingen.
Was denkt ihr?
DU wolltest ein Kind (Verhütungsunfall oder geplant?)
ER wollte keines. Macht nix. Du hast deinen Willen und er muss zahlen und euch ein bequemes Leben verschaffen. Nur gut, dass er euch nicht mit seiner Anwesenheit belästigt und das Kind nicht sehen will.
Trotzdem war er natürlich nicht "unschuldig" an der Schwangerschaft - wer kein Kind will, der muss verhüten... Teures Lehrgeld...
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17.12.2013, 09:34
AW: Streit um Unterhalt dauert so lange
Geändert von Analuisa (17.12.2013 um 10:48 Uhr) Grund: Zitat repariert
Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
Ist es wichtig?
Ist es wahr?
Und ist es besser, als die Stille?

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17.12.2013, 14:05
AW: Streit um Unterhalt dauert so lange
Liebe Marylin! Ich weiß, dass du mir nicht böse willst. Dieses Kind war ein Unfall, ich habe es sicher nicht darauf angelegt und wenn ich hier nicht genauer darauf eingehe, wie es dazu kam, dann schütze ich ihn eher noch. Ich finde aber, wie genau es dazu kam ist nun wirklich meine Privatsache. Nur soviel: Unschuldig ist er nicht.
Es ist passiert und dann habe ich mich durchgesetzt, wenn man so will. Dieses Durchsetzen und die Konsequenzen zu tragen, war allerdings ein harter Kampf, der mir mein wundervolles Kind gebracht und einige Narben zugefügt hat.
Der alte Post war natürlich naiv. Heute bringt der KV seinen Beitrag und es nicht so, dass ich es mir und meinem Kind davon bequem machen kann. Das meiste von dem, was ich/wir an Finanzen zur Verfügung haben, erarbeite ich. Und weil mein Beruf - und ich bin froh, dass ich ihn habe - großen Einsatz erfordert, muss mein Kind auch zurückstehen von Zeit zu Zeit. Ein bequemes Leben ist sicher etwas anderes.
Ich bin allerdings froh, dass ich den Titel vor Gericht durchgekämpft habe, weil ich sonst auf die Launen des KV angewiesen wäre. Jetzt habe ich eine Sicherheit für mein Kind. Der Weg bis zu diesem Titel war auch nicht leicht, aber es war richtig so.
Liebe Marylin! Ich habe mich ein bisschen aufgeregt und ich verstehe schon, was du mir sagen wolltest. Das war sicher nicht böse. Mich macht es nur wütend, wenn Alleinerziehenden unterstellt wird, sie machen es sich auf Kosten des anderen Elternteils bequem. Bei mir stimmt das so nicht!
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17.12.2013, 17:06Inaktiver User
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17.12.2013, 18:46
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17.12.2013, 19:55Inaktiver User
AW: Streit um Unterhalt dauert so lange
Einige denken da nur ......na ja, denken eben gar nicht.
Geld ist das eine, das kostet ein Kind auch. Aber was ist mit jahrelangem 24 Stunden Dienst, Krankheiten, Bespaßung, Erziehung, Haushalt, Einkaufen, Kochen, Gequengel, Sorgen usw. usw.
Ein bequemes Leben? Das hat der Herr, der ein Kind zeugt und dann monatlich ein paar Kröten überweist.
Und gezeugt hat er es. Über Verhütung kann er Bescheid wissen, wenn er will. Aber es der Frau zu überlassen, ist halt bequem.
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17.12.2013, 20:49Inaktiver User
AW: Streit um Unterhalt dauert so lange
Das, was du bequemes Leben nennst, kann man sich vielleicht machen, wenn man ein Kind von Boris Becker bekommt...oder anders: Vom Unterhalt, den ein Ottonormalverbraucher zu zahlen hat, ist da nicht ansatzweise dran zu denken.
Eben. Und viel mehr gibts dazu auch schon nicht zu sagen...Trotzdem war er natürlich nicht "unschuldig" an der Schwangerschaft - wer kein Kind will, der muss verhüten... Teures Lehrgeld...
Geändert von Inaktiver User (17.12.2013 um 20:52 Uhr)
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17.12.2013, 22:00
AW: Streit um Unterhalt dauert so lange
Never ever hat das Unterhaltsverfahren drei Jahre gedauert. Auch bei häufigen Richterwechseln (sind die alle plötzlich krank geworden oder hatten sooo viel Urlaub??) muss ein Verfahren zügig abgewickelt werden.
Never ever kannst du jetzt noch guten Gewissens Betreuungskosten geltend machen.
Wenn das Verfahren so lange gedauert hat, hätte deine Anwältin das längst im Verfahren als Mehr-, oder Sonderbedarf nachschieben müssen oder können.
Wenn du bei der VKH jetzt schon Ratenzahlung hast, was kostet dich dann erst eine Abänderungsklage?
Und, hat der KV regelmäßig die nach Basarmentalität angebotenen 300,--€ gezahlt?
Bei einem so langen Verfahren würden bei einer höheren Verpflichtung ja horrende Rückstände an Unterhalt zu Buche schlagen.
Sehr seltsam.
Wenn er zu niedrigerem Unterhalt als bislang gezahlt , verurteilt wurde, was ist mit der Überzahlung? Für`s Kind ausgegeben? Entreichert?
Und welches Gesetz bitte?
Unterhalt ist abgesehen von wenigen §§ im BGB fast ausschließlich Richterrecht, d.h. ständige Rechtsprechung der Familiengerichte + Düsseldorfer Tabelle + Leitlinien der jeweiligen OLG`s.
Das er zahlen muss als Vater, war ihm ja wohl klar.
Wie gesagt, der Fred ist alt.
Viele Grüße
"Nichts schenkt mir mehr Frieden als mein schlafender Hund" (Nina Sandmann)
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18.12.2013, 00:15Inaktiver User
AW: Streit um Unterhalt dauert so lange
In Österreich ist es möglich den Kindesunterhalt für die letzten drei Jahre aufrollen und nachrechnen zu lassen. Mein Ex und KV meiner Kinder hatte jahrelang das Jugendamt (und mich) belogen und musste einen hohen vierstelligen Betrag in Euro nachzahlen UND der monatliche Unterhalt wurde gleichzeitig raufgesetzt.
Das Amt verließ sich nicht auf seine Unterlagen sondern fragte gezielt beim Finanzamt die Steurerklärungen ab. Tja, das wars dann - für ihn
Das Verfahren dauerte drei Monate. Dann dauerte es noch einen Monat bis das Geld auf meinem Konto war.
Natürlich gelte ich bei einigen als böse Ex, die geldgierig ist und ihm, dem armen Mann, das letzte Hemd auszieht. Ist es mein Fehler, dass er jahrelang zum Schaden seiner eigenen Kinder das Amt angelogen hatte?
Wohl nicht. DAS muss er schon selber verantworten.
Ein bequemes Leben mache ich mir und uns mit dem Geld nicht, schön wäre es, aber dazu ist es zu wenig.
Wir leben von meinem Einkommen. Trotzdem meinen einige, unter anderem meine Exschwiegereltern, dass vom Unterhalt eine Art Körberlgeld für mich übrig bleibt, von dem ich in Saus und Braus lebe.
Wie gesagt: schön wärs........ aber da mein Ex eben nicht Boris Becker oder sonst ein Promi ist......
Wahnsinn, was frau sich von einer Frau in einem Frauenforum anhören darf.
Igraine
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18.12.2013, 01:15
AW: Streit um Unterhalt dauert so lange
Godelind! Glaube es, oder lass es, es hat drei Jahre gedauert.
Richter krank, Richter weg, Richter will sich seine Beurteilung nicht verderben lassen und fordert gutachten an, was wiederum lange dauert. So war es.
In der Zwischenzeit habe ich eine willkürlich festgesetzte Summe bekommen.
Die war als Provisorium gedacht, aber bekanntlich hält nichts länger als das.
Was ich in der zeit nicht hatte, war ein Titel.
Und verzeihe bitte, dass ich mit Gesetz nicht den juristisch korrekten Begriff benutzt habe.
Am Ende ging es streng nach Düsseldorfer Tabelle, aber - nix Never ever - erst kurz nach dem dritten Geburtstag meines Kindes.
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18.12.2013, 09:54
AW: Streit um Unterhalt dauert so lange
Naja - Babyschwimmen, Halbtagsjob, Babysitter, an die See fahren, wenn das Kind erkältet ist, Heilpraktiker.... das sind für mich schon Ansprüche, die ein ganz klein wenig über die der meisten Eltern gehen.Das, was du bequemes Leben nennst, kann man sich vielleicht machen, wenn man ein Kind von Boris Becker bekommt...oder anders: Vom Unterhalt, den ein Ottonormalverbraucher zu zahlen hat, ist da nicht ansatzweise dran zu denken.
Aber ich bin mir sicher, dass sich Josia hier nur etwas unglücklich ausgedrückt hat
Im Übrigen war ich auch alleinerziehend, ich empfand es nicht als Belastung. Im Übrigen habe ich keinen cent Unterhalt bekommen. Da ich wusste, dass es eh nix zu holen gibt habe ich zwar einen Titel, aber habe nie versucht, etwas einzuklagen.... War aber auf das Geld auch nicht unbedingt angewiesen, o. g. Aktivitäten kamen mir eh nicht in den Sinn...Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
Ist es wichtig?
Ist es wahr?
Und ist es besser, als die Stille?



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