Ich hab keine Hilfe bekommen.... hab diese aber auch nicht aktiv gesucht. Hatte ein paar mal einen Termin beim Arzt um eine Therapie zu starten.... hab das dann jedes mal wieder abgesagt.
Ich hab mich ausgeschwiegen, mit niemand geredet, ausser die seltenen Male mit meinem Partner.
Die Zeit kommt mir zu Hilfe, es wird besser.
Trotzdem vergesse ich das nie, denke oft, so und so alt wäre es jetzt..... das muss ich hinnehmen, den Rest meines Lebens.
Bitter auch wenn mein Sohn nach Geschwistern fragt, da bekomm ich echt einen Kloss in den Hals.
Bin jetzt 42 und das Thema Kinder ist durch. Die Geschichte macht mich immer noch wahnsinnig traurig. Es ist aber wie es ist und es war für uns sicher die richtige Entscheidung..... trotzdem, ein paar % Zweifel bleiben. Und genau die machen es mir so schwer.
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Thema: Schwangerschaftsabbruch
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31.10.2012, 14:51
AW: Schwangerschaftsabbruch
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31.10.2012, 15:00Inaktiver User
AW: Schwangerschaftsabbruch
Liebe Azurblau69,
ich hatte einen Schwangerschaftsabbruch mit ca. 27 Jahren. Jetzt bin ich über 50. Für mich war es damals die richtige Entscheidung und ist es heute noch. Ich kann auch darüber sprechen bzw. tue es, falls es zur Sprache kommt.
Mein damaliger Freund wollte es schon auch lieber nicht (er ist Künstler und fühlt sich bis heute nicht als Vater berufen), aber letztlich hat er die Entscheidung mir überlassen. Wobei ich denke, dass er ein ziemlich guter Vater gewesen wäre.
Meine Kinder wissen es auch. Es ist ein Bestandteil meines Lebens und Ausdruck dafür, dass ich frei die Entscheidung treffen konnte und auch fähig dazu war. Eine Errungenschaft der Moderne für uns Frauen!
Mehr kann ich dazu nicht sagen. Da dies Dir vielleicht helfen kann, mit Dir eins zu werden, schreibe ich es hier.
Liebes Sternenkind2012, oh ich sehe gerade, dass der Strang älter ist. Ich wünsche Dir auch, dass diese Entscheidung für Dich stimmig ist.
Liebe Grüße
herbstblatt3Geändert von Inaktiver User (31.10.2012 um 15:05 Uhr)
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31.10.2012, 15:10
AW: Schwangerschaftsabbruch
Toll finde ich das, wie du so offen damit umgehen kannst....
Ich komme da aus einem anderen Stall. Meiner Mutter könnte ich das niemals erzählen. Abbruch ist eine Totsünde. Nur durch Zufall hab ich (da war ich schon erwachsen) erfahren das meine Schwester in jungen Jahren auch einen Abbruch hatte. Darüber wurde nie gesprochen. Meine Schwester wurde dann sehr krank und ist vor ein paar Jahren gestorben, sie war noch keine 50. Meine Eltern haben das als Gottes Strafe für den Abbruch gedeutet.
No more words......
Ich finde das ganz furchtbar, bin aber in diesem Haus aufgewachsen.
Darum fällt es mir so schwer damit offen umzugehen und dazu zu stehen.
Ich schäme mich!
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31.10.2012, 15:18Inaktiver User
AW: Schwangerschaftsabbruch
Ach was, lass' Dir nichts einreden. Das Leben ist viel zu kurz dazu und Du hast nur dieses eine.
Du bist ein freier und erwachsener Mensch - Ketten und Versklavungen gibt es in dieser Gesellschaft weißgott anderweitig schon zu viele für uns.
Liebe Grüße
herbstblatt3
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31.10.2012, 15:25
AW: Schwangerschaftsabbruch
Ja du hast recht!
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03.11.2012, 16:30
AW: Schwangerschaftsabbruch
@ azurblau:


Ich wünsche Dir von Herzen, dass Du für Dich den Weg zu Deinem Seelenglück (wieder)findest. Und die Hilfe erhältst, die Du dafür brauchst. Und ich wünsche Dir die Kraft, Dich von anderen Menschen nicht in Schuldgefühle treiben zu lassen.
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05.11.2012, 15:45
AW: Schwangerschaftsabbruch
Danke Boing!
Es geht mir ja meistens gut. Aber manchmal kommen so rabenschwarze Wolken und legen sich auf mein Hirn, mit schrecklichen Gedanken.
Und dann kann ich mich in so einer Negativspirale drehen..... komme aber meist wieder alleine raus.
Ich habe manchmal das Gefühl ich bin nicht mehr der selbe Mensch seit diesem Abbruch.
Bin ich wohl auch nicht, muss ich einfach akzeptieren!
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05.11.2012, 16:47Inaktiver User
AW: Schwangerschaftsabbruch
Mein Ich ist durch diese Entscheidung damals eher stärker geworden. Ich empfinde nie deswegen schwarze Wolken oder Zweifel.
Ganz sicher werden wir durch solche Entscheidungen ein Stück zu anderen Menschen. Das denke ich ebenso. Dass es ein Einschnitt ist. Ja, aber so ist das Leben! Wir treffen immer wieder Entscheidungen.







Geändert von Inaktiver User (05.11.2012 um 17:04 Uhr)
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05.11.2012, 22:20
AW: Schwangerschaftsabbruch
und was macht man mit Entscheidungen die einem nicht mehr so ganz richtig erscheinen? Diese bösen Gedanken das die Entscheidung vielleicht falsch war? Wie verzeiht man sich das?
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06.11.2012, 10:56Inaktiver User
AW: Schwangerschaftsabbruch
Wenn ich das so sicher wüsste!
Ich denke, die meisten Menschen haben solche dunkle Wolken wegen früheren Entscheidungen oder Situationen oder Lebensphasen in sich.
So habe ich auch meine, nur eben auf anderen Gebieten.
Ich versuche solche dunklen Wolken durch gute Seiten von mir auszugleichen, die die Menschheit ein bisschen bereichert haben oder es noch tun.
Und bewusster und dankbarer auf die schönen Seiten meines Lebens zu schauen.
Ich denke, dies ist ein guter Weg, den ich da gefunden habe.
Und bedenke: Du hattest damals Deine Gründe, Dich zu dem Schwangerschaftsabbruch zu entscheiden.
Meine Eltern wären mit solchen Problematiken auch überfordert. Was verständlich ist, wenn ich sehe, wie sie selbst mit ihren eigenen beschäftigt sind!! Also, ich muss behutsam mit ihnen über manche Themen sprechen.
Ich weiß, dass meine jungerwachsenen Kinder aus den gleichen Gründen mich oft nur behutsam auf ihre Themen ansprechen, um mich nicht zu belasten.
Liebe Grüße herbstblatt3Geändert von Inaktiver User (06.11.2012 um 11:17 Uhr)
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