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    AW: der Papa bleibt der Papa - bin betroffen

    Zitat Zitat von annika Beitrag anzeigen
    wir sprechen jetzt hier aber schon von dem kerl aus deinem anderen thread? der gerade heimlich koffer packt, dessen sohn dich schlägt, der ohne euch in urlaub fährt, der dich beschimpft usw?

    du kannst hier noch zig threads zu einzelthemen eröffnen, solange du nicht an der gesamtsituation etwas ändest, drehst du dich im kreis...

    lg annika

    Ich gehe mal davon aus, dass es sich um den Kerl handelt.

    Da lebe ich lieber glücklich mit meinem Kind alleine und erspare ihm Besuche beim Kinderpsychologen.

  2. Inaktiver User

    AW: der Papa bleibt der Papa - bin betroffen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich bin nicht sicher, ob du wirklich nichts machen kannst.
    Könnte vielleicht der Psychologe mal mit dem Vater reden? Vielleicht hätte er die Chance, ihm klarzumachen, wie schlecht sein Verhalten für seinen Sohn ist? Wenn er seinen Sohn halbwegs liebt, sollte er doch ein Interesse daran haben, sich so zu benehmen, dass sein Sohn sich nicht schlecht fühlt.

    Und wenn dein Sohn aufdreht und zu Hause bei dir die Sprüche seines Vater wiederholt, dann versuch, möglichst distanziert zu bleiben und darin nicht den Vater und euren Konflikt zu sehen. Sondern nur das unmittelbare Problem: Du magst es nicht, wenn dein Sohn solche Sprüche bringt. Und genau das sagst du ihm. Nur das. Nichts über den Vater.
    In deinem Haushalt werden keine solchen Sprüche abgelassen, fertig.

    Wie alt ist er? 13? Er ist bald so weit, dass du mal ein Grundsatzgespräch mit ihm führen kannst und ihm sagst, dass es nicht gut ist, wenn geschiedene Eltern ihre Kinder gegeneinander instrumentalisieren und gegenüber den Kindern schlecht über den anderen reden. Sag das neutral, ohne den Zusatz "Dein Vater macht das und ich nicht." Das wäre ein Fehler. Sondern bring einfach als Tatsache und Erklärung rüber, welche Linie du für richtig hältst. Er wird selber drauf kommen, dass sein Vater etwas macht, was du nicht als guten Umgang mit der Situation wertest.
    Kann gut sein, dass der Junge dann selbst irgendwann zum Vater sagt, er solle aufhören mit den Sprüchen, weil er (der Sohn!) es nicht will, dass schlecht über die Mutter geredet wird.
    Das liest sich rund und das werde ich mal probieren.
    Wahrscheinlich fehlt mir wirklich manchmal die sensibilität für die situation und es ist klasse, mal was von der "anderen seite" zu lesen.

    RW

  3. Inaktiver User

    AW: der Papa bleibt der Papa - bin betroffen

    Zitat Zitat von Flick-Flack Beitrag anzeigen
    Hallo Rauschewald,

    ich habe eben Deinen anderen Thread mal durchgelesen.

    Selbst bin ich Stiefmutter und ich war alleinerziehende Mutter. Kann einiges von beiden Seiten aus eigener Erfahrung berichten.

    Besser alleine mit meinem Kind leben, als dauernd Streit. Das überträgt sich aufs Kind, das ist keine Neuigkeit. Es ist wirklich kein Wunder, dass Dein Sohn teilweise so reagiert. Wie soll er auch anders reagieren?

    Es zieht ihn vielleicht nicht unbedingt immer zu seinem Freund, weil der Vater etwas tolles mit den Jungs macht. Vielleicht sucht er einfach nur das Weite, weil daheim zuviel gestritten wird?

    Er stänkert herum, weil er es nicht mehr anders kennt.

    Warum müssen Kinder zu Psychologen, wenn sie daheim nur Streit erleben und einfach nicht anders reagieren können?
    Die Mutter meines Stiefsohnes hat ihren Jungen auch wegen jedem "grauen Bild" zum Psychologen geschleppt. Heute ist er 17 Jahre und das Thema belastet ihn immer noch, manchmal sehr stark.

    Das sind keine Vorwürfe, aber überdenke einmal, ob Ihr so leben wollt. Du kannst mich gerne per PN anschreiben.
    Das ist immer blöd, wenn die threads quergelesen werden. Viele Zwischensachen fehlen, aber ich kann mich ja mal darauf beziehen.

    ich bin eigentlich ein typ, der viel Zeit zum rumpusseln für sich braucht. Mein mann ist da noch extremer und irgendwie haben wir uns da gesucht und gefunden.

    Für mich ist das also erleichternd. Aber für die Kinder ist das unmöglich.

    Ich habe immer versucht da auch bei seinen Kindern in die bresche zu springen - bis ich nicht mehr konnte. Wie gesagt, bin ich selber eher der zurückgezogene Typ. Auf dem weg des "nicht mehr könnens" habe ich meinen Mann immer wieder aufgefordert, aktiv zu werden. Dann habe ich kapituliert. Vollends dann, als ich krank wurde. Die reaktion seines sohnes ist bekannt.

    2 wochen später ging der Junge auf seinen Vater los. Wie bei mir, weil er irgendwas sollte, was er nicht wollte. Der Vater hat sich gewehrt und ihn zu boden geschmissen und dort festgehalten. Das Kind hat in der schule erzählt, der Vater habe es geschlagen und eine riesenmaschinerie mit Jugendamt, Polizei etc. ging los.

    Der Junge wollte tatsächlich in den Opferschutz und löste damit eine riesenwelle aus. (Das muss man sich mal vorstellen, der Täter geht in den Opferschutz!!!)

    Inzwischen ist durch Untersuchungen im Krankenhaus klar, dass mein Mann ihn nicht geschlagen hat. aber Jugendamt und Behörden wissen nun, dass der Junge schlägt und er bekommt nun (endlich) hilfe.

    In dieser Zeit sind mir 2 sachen klar geworden:
    Zum einen tat mir mein Mann echt leid. Die Nachbarn grüßten ihn nicht mehr, die kinder beschimpften ihn als Kinderschläger auf der straße, mein Sohn ließ seinen ganzen Unmut an ihm aus.
    Zum anderen merkte ich, dass er jetzt wo es ihn betraf, genauso reagierte wie damals bei mir: Garnicht. er zog sich zurück und war zu dem Kind nett. Ich kann diese reaktion bis heute nicht fassen.
    Dadurch hat sich sein verhalten mir gegenüber aber irgendwie relativiert.

    Bei dem Kinderpsychologen war ich einmal, weil mein sohn hier richtig aufdrehte gegenüber dem vermeintlichen "Kinderschläger". Und dort wurden plötzlich ganz andere aspekte wichtig, nämlich der vater meines sohnes.

    Irgendwie ist hier alles im auf- und Umbruch. Keiner weiß, wie das endet, aber es passiert endlich was.

    Ich hoffe, das reicht erst mal als Erklärung zum anderen Thread.

    RW



    Mein sohn protestiert schon lange gegen meinen Mann

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    AW: der Papa bleibt der Papa - bin betroffen

    Rauschewald, wirklich objektiv kann das hier eh keiner beurteilen.

    Nur, dass die Gesamtsituation für Deinen Sohn ungesund ist, das steht ausser Frage.

    Wer nun Schuld hatte, der Vater oder der Sohn, das wird Dein Sohn eh nicht sehen.
    Vielleicht erzählt er diese Geschehnisse bei seinem leiblichen Vater und da kommen dann solche Reaktionen.
    Ich würde mich nicht davon frei sprechen, ob mir im Beisein des Kindes nicht auch mal etwas rausrutscht, was nicht Jugendfrei ist.

    Dein Sohn lebt in einem Heim, wo es Schläge und gemotze gibt.
    Glückliche Kindheit sieht anders aus....

  5. Inaktiver User

    AW: der Papa bleibt der Papa - bin betroffen

    Zitat Zitat von Flick-Flack Beitrag anzeigen
    Rauschewald, wirklich objektiv kann das hier eh keiner beurteilen.

    Nur, dass die Gesamtsituation für Deinen Sohn ungesund ist, das steht ausser Frage.

    Wer nun Schuld hatte, der Vater oder der Sohn, das wird Dein Sohn eh nicht sehen.
    Vielleicht erzählt er diese Geschehnisse bei seinem leiblichen Vater und da kommen dann solche Reaktionen.
    Ich würde mich nicht davon frei sprechen, ob mir im Beisein des Kindes nicht auch mal etwas rausrutscht, was nicht Jugendfrei ist.

    Dein Sohn lebt in einem Heim, wo es Schläge und gemotze gibt.
    Glückliche Kindheit sieht anders aus....
    Wenn ich jetzt sage, dass hier jahrelang alles cool war für die Kinder, glaubt mir das jetzt sowieso keiner.
    Warum der Sohn meines Mannes akut jetzt so ausgetickt ist, weiß ich nicht. Die Mutter war nach Jahren der versenkung wieder aufgetaucht - vielleicht war das ja der auslöser. Oder dass ich plötzlich alle Viere von mir gestreckt und nicht mehr supermama gespielt habe, sondern mich konsequent mit bronchitis ins Bett gelegt habe. Ich weiß es nicht.

    Und das Gestänker im Haushalt meines Ex läuft durchgängig seit der trennung. Natürlich haben die jetzt so richtig futter, aber vorher wars eben was Anderes. Irgendwas hatten die immer.

    Ich bin zu dem Kinderpsychologen hin und dachte, er initiiert mal ein gespräch mit meinem Mann. Wie ihr hier, dachte ich, mein sohn leidet unter der aktuellen situation und mein Mann ist selber schulde, wenn mein sohn so reagiert.
    Ist ja auch naheliegend!

    Die Sache, dass das Kind ganz andere Probleme hat, die auch hier zu den Problemen im Haushalt beitragen, habe ich so nie gesehen. Der Kinderpsychologe meinte, wenn ich mich trenne, geht es nur auf den Nächsten und ohne Mann dann eben auf mich. das Problem läge in meiner gestörten Beziehung zu meinem Ex. Das Kind habe sozusagen von seinem vater den auftrag, dass hier nichts klappt.

    Momentan ist alles sehr kompliziert.

    RW

  6. User Info Menu

    AW: der Papa bleibt der Papa - bin betroffen

    Ich kann Dir zurzeit eigentlich nur einen Tipp geben. Eine Familienberatung mit allen Familienmitgliedern. Ihr werdet zusammen angehört, es wird besprochen, es gibt Einzelgespräche.
    So etwas wird über die Caritas auch angeboten. Es hilft nicht adhoc, aber Ihr bekommt Denkanstöße.

    Du kannst auch teuer zu einer Familienaufstellung gehen. Da teuer---> auch lange Sitzungen.

    Hast Du Deinen Sohn eigentlich mal gefragt, was er möchte?

    Im Nachhinein denke ich, dass er nicht unbedingt geweint hat, weil er Dich und seinen Vater als Familie vermisst. Er war noch zu klein, um Euch als Einheit gesehen zu haben.

    Vielleicht hat er geweint, weil ihn sein derzeitiges Leben derart anko.....(ich schreibe es bewusst so derb) und er nur noch unglücklich darüber ist.

    Mein Stiefsohn wurde als Kleinkind von seiner Mutter sehr oft lauthals beschimpft. Sie hat es mir gegenüber auch mal zugegeben. Sie war dem allen nicht gewachsen.
    Und wie reagiert mein Stiefohn, wenn ihm etwas nicht passt oder er sich der Sache nicht mehr gewachsen fühlt?

    Rate mal!

  7. Inaktiver User

    AW: der Papa bleibt der Papa - bin betroffen

    Hallo Flick-Flack!

    Klar kot.. ihn hier alles momentan an. Mich ja auch und ich war kurz davor, auszuziehen.

    Zur Zeit beruhigt sich aber alles etwas. Das Jugendamt hat schon ein riesenprogramm ausgearbeitet, bei dem auch die ganze familie teilweise einbezogen werden wird.
    Aber der Tip mit der Caritas ist gut - das kann ja nebenher laufen.

    Zur Zeit ist der Junge bei seiner Mama in ferien. Er wollte ja gerne da ganz hinziehen, nachdem sie wieder aufgetaucht ist. (Wahrscheinlich hätte ich eine Party geschmissen. sorry...ist halt meine gefühlslage momentan.) Die Mutter hatte das auch angeboten. Aber das Jugendamt wollte das ja nicht. Naja..mein Mann auch nicht.

    Für meinen Sohn ist das jetzt richtig mies. Er ist für seinen vermeitlich geschlagenen Stiefbruder, den er sehr gerne mag, richtig in die bresche gesprungen. Und hat meinen Mann angegiftet - ganz Rächer der entrechteten Kinder. Nur um dann festzustellen, dass der Junge beim JA erzählt, er (mein sohn) sei an allem schuld, weil er seinen Papa nicht mag.

    Ich bin der Familie seines freundes echt dankbar, dass er dort in der "dicken Zeit" sein durfte.

    Es war auch eine Überlegung, mich scheiden zu lassen. Ich habe es jetzt nicht gemacht. Ob das richtig war, wird sich zeigen.

    RW

  8. User Info Menu

    AW: der Papa bleibt der Papa - bin betroffen

    Hallo Rauschewald,

    wenn das Jugendamt erstmal im Boot ist, dann kommt Ihr da nicht mehr so schnell raus.

    Allerdings bieten die auch an, dass jemand zu Euch ins Haus kommt, quasi als Moderator, wenn es Streitereien gibt. Stell Dir das mal wie die Supernanny in etwa vor. Im TV ist das natürlich sehr übertieben.
    Teilweise wird auch Euer Verhalten analysiert. Und das finde ich eigentlich nicht schlecht.
    Letztendlich meint jeder für sich, er sei im Recht, er ist okay...alle anderen sind blöd und verstehen mich nicht.

    Vielleicht habe ich es überlesen, aber wie lange geht das bei Euch schon so?

  9. Inaktiver User

    AW: der Papa bleibt der Papa - bin betroffen

    Zitat Zitat von Flick-Flack Beitrag anzeigen
    Hallo Rauschewald,

    wenn das Jugendamt erstmal im Boot ist, dann kommt Ihr da nicht mehr so schnell raus.

    Allerdings bieten die auch an, dass jemand zu Euch ins Haus kommt, quasi als Moderator, wenn es Streitereien gibt. Stell Dir das mal wie die Supernanny in etwa vor. Im TV ist das natürlich sehr übertieben.
    Teilweise wird auch Euer Verhalten analysiert. Und das finde ich eigentlich nicht schlecht.
    Letztendlich meint jeder für sich, er sei im Recht, er ist okay...alle anderen sind blöd und verstehen mich nicht.

    Vielleicht habe ich es überlesen, aber wie lange geht das bei Euch schon so?
    Das hört sich nicht so gut an. Bisher fand ich das Jugendamt positiv, aber "nicht mehr so schnell raus"... Was machen die denn???

    Also das, was Du schreibst, hört sich jetzt erst mal positiv an.

    Das krieselt eigentlich seit den Osterferien. Vorher war auch nicht immer friede-freude-eierkuchen, aber eben normal, alltagsmäßig.

    RW
    Geändert von Inaktiver User (29.07.2011 um 12:50 Uhr)

  10. User Info Menu

    AW: der Papa bleibt der Papa - bin betroffen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das hört sich nicht so gut an. Bisher fand ich das Jugendamt positiv, aber "nicht mehr so schnell raus"... Was machen die denn???

    Also das, was Du schreibst, hört sich jetzt erst mal positiv an.

    Das krieselt eigentlich seit den Osterferien. Vorher war auch nicht immer friede-freude-eierkuchen, aber eben normal, alltagsmäßig.

    RW
    Was die nun genau machen, das weiß ich nicht direkt aus eigener Erfahrung. Aber - einmal eine Akte angelegt, werdet ihr quasi im Visier sein. Und letztendlich haben die gewisserweise eine Art von Einschreitungsgewalt. Wenn das JA meint, in dieser Konstellation ist es nicht förderlich für ein Kind, dann schreiten die ein.

    Was für ein Programm haben die denn für Euch entwickelt?

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