Tamtam nicht. Ich frage mich nur, wie viele Mütter, die alleinerziehend sind, mit so kleinen Kindern Vollzeit arbeiten und Null Entlastung durch den Vater der Kinder haben (also noch nicht mal Wochenendbesuche oder so). Ich kenne in meinem Umfeld nur alleinerziehende Mütter mit so kleinen Kindern, die entweder gar nicht oder Teilzeit arbeiten.
Zur Frage der Großeltern: zu ihren Eltern herrscht kein Kontakt mehr, diese psychische Geschichte ist eine alte Geschichte und es scheint, der letzte Kontaktabbruch war unwiderruflich. Seine Eltern (und eigentlich auch seine Schwester, die gerade hier aushilft) wohnen 450 km von hier entfernt. Aufgrund der Erkrankung der Mutter gibt es zur Zeit auch wenig andere hilfreiche Kontakte, und er hat auch gerade wenig Zeit, neue aufzubauen.
Generell ist es auch noch so, dass hier die Kinder doch erheblich unter der Erkrankung der Mutter gelitten haben, und ich es recht heftig finde, wenn der Vater aufgrund der Alltagslasten auch noch wenig Zeit für sie hat. (Zur Zeit fordert der Große abends einfach sehr stark - und mal eben lässig noch den Haushalt wuppen, wenn ein (kleines) Kind erst um 21 Uhr im Bett ist, ist nicht so leicht, finde ich - fällt mir jedenfalls auf, wenn mein Mann mal nicht da ist.)
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Thema: Arbeitszeit reduzieren?
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08.06.2011, 21:02Inaktiver User
AW: Arbeitszeit reduzieren?
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08.06.2011, 21:07Inaktiver User
AW: Arbeitszeit reduzieren?
Tigerente,
warum beschäftigt Dich das so?
und den Haushalt muss er ja auch nicht komplett selbst machen - da wurde ja schon zu geschrieben.
450 km ist weit - aber vielleicht können seine Eltern trotzdem eine Woche im Monat kommen?
jetzt ist ja erst einmal Elternzeit, bis der kleine 3 ist, das ist ja noch eine ganze Weile.
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08.06.2011, 21:17Inaktiver User
AW: Arbeitszeit reduzieren?
Leonie, das hast Du falsch verstanden. Er hat keine Elternzeit genommen, bis die Kleine 3 Jahre alt ist. Er hat ab August bis sie im November 2 wird ElternTEILzeit genommen (also auf 30 Stunden runtergegangen).
Ich glaube, es beschäftigt mich, weil ich die Kinder sehr gerne mag und denke, dass die beiden im vergangenen Jahr schon genug gelitten haben und nicht noch einen Vater mit Burn-Out brauchen. An mir selbst habe ich gesehen, dass manches einfach zu viel sein kann mit so kleinen Kindern. Ich arbeite selbst in einem technischen Beruf und war vor dem öffentlichen Dienst in einer Firma, wo es gar kein Problem gewesen wäre, wenn ein Mann aus so einem Grund mal 2 Jahre lang Teilzeit gemacht hätte, bis sich die Dinge ein wenig eingeschwungen haben. Ich glaube, er unterschätzt die Situation und würde ihm gerne Mut machen, Teilzeit in kleinem Rahmen zu nehmen, den Unkenrufern (die wohl noch nicht mal aus seiner eigenen Firma kommen) zum Trotz. Deshalb wollte ich hier mal rumhören, was die Erfahrungen so sind. Sind hier Mütter (oder Väter) die in ähnlichen Situationen (alleinerziehend ohne Unterstützung vor Ort, nur mit Verwandtschaft, die sporadisch aus großer Entfernung anreisen kann) mit so kleinen Kindern Vollzeit gearbeitet haben und nicht nach 2 Jahren fix und fertig waren?
Vielleicht habe ich ja nur besonders anstrengende Kinder, dass ich mir das nicht vorstellen kann.
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08.06.2011, 21:22Inaktiver User
AW: Arbeitszeit reduzieren?
dann wird er ja sehen, wie das mit 30 Stunden ist - und dann vielleicht doch noch einmal nachverhandeln.
meine Beobachtung ist, dass Männer in solchen Situationen eher "als Helden" gesehen werden als Frauen - und dass er sich ruhig trauen könnte, zu fragen.und war vor dem öffentlichen Dienst in einer Firma, wo es gar kein Problem gewesen wäre, wenn ein Mann aus so einem Grund mal 2 Jahre lang Teilzeit gemacht hätte, bis sich die Dinge ein wenig eingeschwungen haben. Ich glaube, er unterschätzt die Situation und würde ihm gerne Mut machen, Teilzeit in kleinem Rahmen zu nehmen, den Unkenrufern (die wohl noch nicht mal aus seiner eigenen Firma kommen) zum Trotz. Deshalb wollte ich hier mal rumhören, was die Erfahrungen so sind.
Aber ich denke auch, dass es andere Lösungen gibt, wenn er das will und sich klar macht, dass er dann bezahlte Hilfe braucht.
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09.06.2011, 12:18Inaktiver User
AW: Arbeitszeit reduzieren?
Hallo,
spontan fällt mir ein:
Haushaltshilfe von der KK (weil Mutter krank)
Jugendamt stellt manchmal Familienpflegerinnen
Für Krankheit gibts 20 Werktage im Jahr
In gewisser Weise ist der Mann privilegiert, er kann sich Hilfe bezahlen...was macht ne alleinerziehende Verkäuferin mit MIndestlohn?
Davon mal abgesehen, erschließt sich mir Folgendes nicht:
Macht Mann sowas, ist er ein Held!
Macht Frau sowas, ist es normal!
Aus meiner Biographie: mit 22 das erste, mit 27 das zweite Kind, mein Mann beruflich im Ausland, bzw. nur ab und zu WE da, habe IMMER vollzeit gearbeitet, (bei der Großen war ich 10 Monate z.H., beim Kleinen 18 Monate), nie ne Haushaltshilfe o.ä. gehabt, lediglich Kitaplatz/Hortplatz und für meine langen Tage 3x wöchentlich bis 20 Uhr anfangs ne Babysitterin, die beide Kinder abgeholt hat und aufgepaßt hat, bis ich kam.
Und ja, aus den Kindern ist was geworden und ich lebe immer noch!
Gruß NNMI
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09.06.2011, 13:57Inaktiver User
AW: Arbeitszeit reduzieren?
Kamen meine Postings so rüber, dass ich so denke?
Ehrlich gesagt ist für mich jeder ein Held (ob Mann oder Frau) der mit so kleinen Kindern alleinerziehend Vollzeit arbeitet.
Ich stelle aber fest, dass es viel zu viele Details in diesem speziellen Fall gibt, die ich hier gar nicht breittreten will, die für mich (zunächst!) dagegen sprechen, sich andere Hilfe als "nur" für den Haushalt von außen zu holen. Ich hatte da gestern nochmal eine Unterhaltung mit meinem Mann, der auch meint, für die Kinder sei es sicher das beste, erstmal Arbeitszeit zu reduzieren. Die brauchen jetzt nicht irgendwen, der sie nachmittags abholt, sie brauchen den Vater (oder die Tante, oder Oma und Opa, auf jeden Fall eine vertraute Person, die nicht wieder aus ihrem Leben einfach so verschwinden kann). Was im übrigen nicht nur unsere Meinung ist, sondern offensichtlich auch die der Psychologin, die den Großen betreut.
Aber das hat jetzt nichts mit dem Alleinerziehendenstatus des Vaters zu tun, sondern mit der Erkrankung der Mutter.
Ich sehe es nämlich auch als Investition in die Zukunft, dafür zu sorgen, dass die Kinder so wenig Schaden wie möglich davontragen, nicht nur dafür zu sorgen, dass der Karriere bloß nichts passieren kann.
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09.06.2011, 17:07
AW: Arbeitszeit reduzieren?
Tigerente,
wäre die andere Richtung auch eine Möglichkeit, d.h. könnte der Mann sich jobtechnisch Richtung seiner Eltern bewegen?
Als "Neuling" in einem Ort stelle ich mir das Alleinerziehenden-Dasein noch erheblich schwieriger vor, als in der Heimatstadt, vor allem wenn in der Heimat viele Kontakte da sind.
Ist das ne größere Stadt - meist ist die Betreuungssituation in größeren Städten besser ausgebaut, als auf dem Dorfe, wo es vielleicht einen Vormittags-KiGa gibt....
Chennai
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10.06.2011, 15:09





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