Hallo Rosalack,
stell Dir mal vor, Du wärest ein junger Mann Anfang 30, also in Deinem Alter,
und würdest erfahren, daß da seit 10, 12 Jahren ein Kind von Dir durch die Welt läuft,
von dem Du noch nie etwas gehört hast...wäre doch heftig, oder?
Ich finde, Vater UND Kind haben prinzipiell das Recht, voneinander zu wissen.
Was dann daraus wird, ist sicher eine andere Frage.
Oder schätzt Du ihn als potenziellen Vater so negativ ein, daß dem Kind Schaden
durch ihn drohen könnte?
Hast Du Angst vor seiner Reaktion auf Deine Schwangerschaft?
Ansonsten, mag sein, daß er mit seinen 19 Jahren noch nicht der allerreifste ist -
das kann sich aber durchaus in der nächsten Zeit noch ändern.
Und, wie schon viele Mitschreiberinnen gesagt haben: er ist auf jeden Fall alt genug,
um zu verhüten. Hat er halt nicht getan - naja, so ist das Leben, ungeplante Dinge passieren,
und ein Kind ist sicherlich noch eines der schönen ungeplanten Ereignisse im Leben.
Von daher: gib ihm die Chance, selber zu entscheiden, was er so mit sich und seinem Leben
vorhat, und halte Dein Kind nicht "geheim" - oder wie fändest Du es, wenn Du entdecken würdest,
daß man Dich vor Deinem leiblichen Vater versteckt hast?
Also, Brust raus, Zähne auseinander und ihm Bescheid sagen, Du schaffst das![]()
Antworten
Ergebnis 11 bis 20 von 97
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24.05.2011, 08:02
AW: Hat er ein Recht auf meine Geheimhaltung der SS?
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24.05.2011, 09:48
AW: Hat er ein Recht auf meine Geheimhaltung der SS?
Der Gipfel des Wahnsinns ist es, auf Veränderungen zu hoffen, ohne etwas zu verändern. A. Einstein
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24.05.2011, 10:12
AW: Hat er ein Recht auf meine Geheimhaltung der SS?
Vielen Dank für deine Gedanken. V.a. hilft es mir, wenn Mütter mir ungeschminkt ihre Meinung mitteilen, denn in meinem Freundeskreis sind keine erfahrenen Mütter.
Dass sich mein Leben schlagartig ändern wird - immerhin kann ich mich 9 Monate darauf seelisch vorbereiten - ist mir sehr bewusst. Aus diesem Grund tue ich mich auch so schwer mit einer Entscheidung. Ich frage mich aber, ob mich mein egoistisches Single-Dasein für den Rest des Lebens überhaupt erfüllen wird oder ob ich diese Herausforderung annehmen sollte - so riet mir meine Frauenärztin. Aber man sollte ein Kind aber auch nicht als Mittel zum Zweck sehen, in diesem Fall dann als Mittel zur Selbstprovokation udn Herausforderung ...
Ich frage mich auch immer noch, ob es für das Kind nicht besser wäre, wenn es unter diesen Umständen nicht geboren wird. Ich kann ihm kein Ideal bieten. Aber wenn man sich so umschaut, sieht man, wie wenig ideale Familien es überhaupt noch gibt. Und was ist schon ideal? Und die Frage, ob das Kind später das Geborenwordensein bereuen wird, kann ich jetzt für mich nicht beantworten. Ich kann nur versuchen alles zu tun, dass es sich über sein Leben freut.
Ich merke, wie immer wieder weitere Fragen aufgeworfen werden, die meine Lebenserfahrung einfach übersteigen.Der Gipfel des Wahnsinns ist es, auf Veränderungen zu hoffen, ohne etwas zu verändern. A. Einstein
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24.05.2011, 10:19
AW: Hat er ein Recht auf meine Geheimhaltung der SS?
[QUOTE=Schmitti;11165801]
Oder schätzt Du ihn als potenziellen Vater so negativ ein, daß dem Kind Schaden
durch ihn drohen könnte?
Nein, das nicht. Aber er hatte selbst auch eine schwere Kindheit, da sich seine Eltern scheiden ließen und er mehr oder weniger ohne VAterfigur aufwuchs.
Hallo Schmitti,
vielen Dank für deine Anregungen und Fragen.
Ich habe tatsächlich Angst, dass er mir Vorwürfe machen wird, mir die ganze Schuld zuschreibt und sich auf seine Unreife bezieht, um die Mitschuld von sich zu weisen.
VIelleicht lehnt er dann auch kategorial jede Form von Vatersein ab. Das wäre natürlich kontraproduktiv für alle Beteiligten.
Ich bin ja eigentlich auch immer für die Wahrheit. HIer muss ich mich aber auch fragen, wann der richtige Zeitpunkt für die Wahrheit gekommen sein wird. SOllte ich es ihm sofort erzählen, sodass er an der Entscheidung teilhaben kann oder soll ich es ihm erst erzählen, wenn das Kind geboren wurde, ein, drei 12 ... Jahre alt sein wird?Geändert von rosalack (24.05.2011 um 10:23 Uhr)
Der Gipfel des Wahnsinns ist es, auf Veränderungen zu hoffen, ohne etwas zu verändern. A. Einstein
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24.05.2011, 10:28
AW: Hat er ein Recht auf meine Geheimhaltung der SS?
Denkst du wirklich, dass sein LEben verändert ist, wenn ich es ihm NICHT sage? Er weiß doch dann davon gar nichts und lebt sein Leben so weiter, als wäre nichts geschehen!?
DAs sehe ich EIGENTLICH auch so. Aber vielleicht zerstört hier die Wahrheit mehr als dass sie allen Beteiligten nutzen würde. Zumindest sollte ich genau über den Zeitpunkt der Mitteilung nachdenken.Der Gipfel des Wahnsinns ist es, auf Veränderungen zu hoffen, ohne etwas zu verändern. A. Einstein
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24.05.2011, 10:33
AW: Hat er ein Recht auf meine Geheimhaltung der SS?
Desto länger Du die Wahrheit verschweigst, desto schwerer wird sie wiegen. Du schleppst das dann wie einen Betonklotz mit Dir rum und während der Schwangerschaft ist das eine riesige Belastung. Schwangerschaft selbst kann sehr belastend sein, aber mit Verheimlichungen sicher nicht besser.HIer muss ich mich aber auch fragen, wann der richtige Zeitpunkt für die Wahrheit gekommen sein wird. SOllte ich es ihm sofort erzählen, sodass er an der Entscheidung teilhaben kann oder soll ich es ihm erst erzählen, wenn das Kind geboren wurde, ein, drei 12 ... Jahre alt sein wird?
Du musst den angehenden Vater auch nicht in Schutz nehmen, er habe eine schwere Jugend gehabt, weil sich die Eltern scheiden ließen. Das haben andere auch erlebt. Er ist Student, er kann Frauen beglücken, das ist doch schon mal eine sehr positive Erfahrung.Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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24.05.2011, 10:35
AW: Hat er ein Recht auf meine Geheimhaltung der SS?
wer alt genug ist, Sex zu haben, ist auch alt genug, die Verantwortung für die Konsequenzen zu tragen.
und der Zeitpunkt fürs Mitteilen: so schnell wie möglich. Je länger du wartest, desto schwieriger wird es.
Die Frage ist auch: was würdest du denn deinem Kind sagen, wenn es mal vom Kindergarten heimkommt und fragt: Mami, wo ist denn mein Papi? hab ich keinen Papi? - und du müsstest ehrlicherweise antworten: ich habe deinem Papi nie etwas von dir erzählt... :-(
grüsse, barbara
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24.05.2011, 10:36Inaktiver User
AW: Hat er ein Recht auf meine Geheimhaltung der SS?
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24.05.2011, 10:39
AW: Hat er ein Recht auf meine Geheimhaltung der SS?
Ich ahne, dass er es lieber nicht wissen will, da er noch kein Vater sein will. Ich kann mich leider nicht mehr exakt an die Gesprächsverläufe erinnern. Er hat widersprüchliche Aussagen gemacht, nachdem wir nicht verhütet hatten. Mal so: Dann werde ich eben Vater. Und Mal: Ich will noch keine Tochter oder einen Sohn. Der Grundtenor war eben, dass er nicht schwanger werden will und mir vertraut. Aber er wusste schon, dass man sich auch im Zyklus verrechnen kann ...
Vielen Dank für diese optimistische Sicht auf die Dinge. Sollte er daran wachsen und ihm das Kind was bedeuten, wäre es natürlich sehr schön. Aber man muss auch das gegenteilige Extrem bedenken und ich frage mich, ob ich es ertrage könnte, wenn er alles ablehnen und von sich weisen würde. KLar, dass ich damit leben müsste und dass es nicht die Priorität hat wie das Kind.Der Gipfel des Wahnsinns ist es, auf Veränderungen zu hoffen, ohne etwas zu verändern. A. Einstein
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24.05.2011, 10:46
AW: Hat er ein Recht auf meine Geheimhaltung der SS?
Ja, das sehe ich auch eigentlich so. Aber er hat sich eben darauf verlassen, dass ich alles unter Kontrolle habe, obwohl er zu Bedenken gab, dass ein Zyklus auch mal unregelmäßig sein kann. Ja und als ich sagte, dass er sich im Falle einer Schwangerschaft komplett raushalten könnte und ich das schon alleine durchziehe, hat er gesagt, dass er so einer nicht sei.
Aber wie gesagt, das sind Worte eines 19 Jährigen, die habe eine Halbwertszeit von max. 12Stunden.
Der Gipfel des Wahnsinns ist es, auf Veränderungen zu hoffen, ohne etwas zu verändern. A. Einstein


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