wenn ich mit in den gerichtssaal gehe, bin ich mitwirkerin. ansonsten arbeite ich den sachbearbeitern vom jugendamt oder den verfahrensbeiständen zu, wenn meine einrichtung dazu beauftragt wird.
mein haupttätigkeitsfeld ist aber der begleitete umgang und die beratung von eltern in trennungssituationen - um solche gerichtsverfahren zu vermeiden.
Antworten
Ergebnis 41 bis 50 von 50
-
27.05.2011, 22:53
AW: Umgang abbrechen weil zu unregelmäßig?
Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
Die Ärzte
-
28.05.2011, 14:39Inaktiver User
-
28.05.2011, 19:15Inaktiver User
AW: Umgang abbrechen weil zu unregelmäßig?
Mein Ex-Mann hat damals (vor 4 oder 5 Jahren) eine Einladung erhalten, die jedoch so amtlich und hochoffiziell aufgemacht war, dass er gar nicht auf die Idee kam, sie abzulehnen.
Aber auch mir hat das Jugendamt durchaus klar gemacht, dass sie im Falle einer Totalverweigerung seinerseits leider gar keine Handhabe gegen ihn hätten
Allerdings ging es bei uns auch nicht um Unterhalt.
Viele Grüße,
Nellifer
-
29.05.2011, 21:15
AW: Umgang abbrechen weil zu unregelmäßig?
Hallo Ihr,
vordergründig geht es nur um den Umgang und die Planung.
Aber lt. der Beratungsstelle des JA muss ich gaaanz vorsichtig auf den KV zugehen, weil er sich so ziert.
K.A., wieviel Zeit ich ihm dafür geben soll.
Ich finde eigentlich, dass anderthalb Jahre genug sind.
Ich bin echt an meinen Grenzen angelangt und nicht in der Lage und auch nicht Willens ihm noch mehr "so-wie-ich-will-und-sonst-gar-nichts"-Zeit zu "schenken".
Irgendeinen Teil soll er bitte an seiner Verantwortung uns gegenüber wahrnehmen.
In zweiter Linie und langfristig kam das Thema Titel für mich auf.
Momentan profitieren die Kinder ja vom UHV, ihr finanzieller Bedarf ist sozusagen gedeckt.
Sollte sich aber wirklich ergeben, dass sie im Alter für ihn aufkommen werden müssen, dann würde ich ihnen das eigentlich gerne ersparen. Besonders, wenn sein großer Einsatz für das "Einzige im Leben", seine Kinder, weiterhin so "engagiert" wahrgenommen wird.
Sein Problem beim Umgang: Keine Zeit wg. Nebenjob neben der Fortbildung, und kein Platz für die Kinder. Er bewohnt aufgrund seiner Fortbildung nur ein winziges Zimmer im Wohnheim. Die Kinder stören, wenn sie dort sind, so dass er den ganzen Tag von Hü nach Hott unterwegs ist mit ihnen. Sie können sich außer zum Schlafen bei KV nicht aufhalten.
Muss ich darauf Rücksicht nehmen?
Von der Fortbildung habe ich nichts gewusst, die hat er alleine geplant und begonnen, noch während der Ehe, aber nachdem ich den Scheidungswunsch geäußert hatte.
Liebe Grüße, bimmstein
-
30.05.2011, 07:24
AW: Umgang abbrechen weil zu unregelmäßig?
nein, musst du nicht. es sind seine kinder und wenn er sie sehen will, dann kann er das arrangieren. dass er nur ein zimmer bewohnt, ist nicht toll, aber machbar.Sein Problem beim Umgang: Keine Zeit wg. Nebenjob neben der Fortbildung, und kein Platz für die Kinder. Er bewohnt aufgrund seiner Fortbildung nur ein winziges Zimmer im Wohnheim. Die Kinder stören, wenn sie dort sind, so dass er den ganzen Tag von Hü nach Hott unterwegs ist mit ihnen. Sie können sich außer zum Schlafen bei KV nicht aufhalten.
Muss ich darauf Rücksicht nehmen?
ich denke auch, dass er genügend zeit hatte.
dieser rat vom jugendamt ist in meinen augen völliger unsinn. warum sollst du vorsichtig auf ihn zugehen? es sind seine kinder und er muss einen regelmäßigen umgang gewährleisten.
frage nach einem anderen sachbearbeiter, wenn du wieder einen solchen tipp erhälst, bzw. nach dem gruppenleiter. es kann nicht sein, dass du verdienstausfälle hast, nur weil der kindesvater unzuverlässig ist.Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
Die Ärzte
-
30.05.2011, 09:00
AW: Umgang abbrechen weil zu unregelmäßig?
Hi,
kleiner Tipp am Rande: bei JÄ muss man meistens sehr entschieden auftreten, die meisten haben relativ viel zu tun und vermeiden ganz gerne Mehrarbeit, wenn es sich nicht um ganz drastische Fälle handelt (und die Definition von "drastisch" ist hier sicher nicht gegeben).
Also, beharr auf Deinem Recht, Schmusekurs für verantwortungslose KV muss nun wirklich nicht sein.
Lg, amazone
-
30.05.2011, 11:14
AW: Umgang abbrechen weil zu unregelmäßig?
Vielen Dank!! :)
Drastisch sind wir als Fall überhaupt nicht, das ist mir total klar.
Ich finde es auch ungeheuer peinlich, ganze Institutionen damit zu belagern, weil wir Erwachsene uns nicht einigen können.
Ich habe den KV nochmals in dieser Sache kontaktiert, wir haben uns vertagt.
Er meint weiterhin, a) das gehe fremde Leute (JA) nichts an, b) er mache doch genau das, was ich ihm gesagt habe und mehr sei wirklich umgangsmäßig nicht drin, c) wir werden schon eine Lösung finden (die ausschließlich ihm entgegenkommt).
Mal schauen, ich nehme an, seine Angebote sind: Statt gelegentlich einen Tag am Wochenende kommt er in der Woche irgendwann mal nachmittags, das wären maximal drei Stunden, und mindestens jeweils ein Kind wäre wegen Schule oder Verein abwesend. Sie sind nie alle gleichzeitig zu Hause.
Und wg. Ferien: Wird er weiterhin dankend ablehnen, weil er keine Zeit hat, sondern seine Fortbildung weiterläuft. Früher hatte er wg. Arbeit keine Zeit und musste immer arbeiten.
Sprich: Ich erhoffe mir sehr viel, hoffen kann man ja, aber wenn wir wirklich nur alleine verhandeln, tritt er eher noch weniger in Erscheinung als vorher.
Daher: Nachdem wir in Kürze das m.E. abschließend interne Gespräch miteinander gehabt haben werden, versuche ich es über das JA.
Grüße, bimmstein
-
30.05.2011, 12:37
AW: Umgang abbrechen weil zu unregelmäßig?
Liebe Bimmstein,
es sind hier wirklich gute Gründe für einen Titel genannt worden. Btw: UHV gibt es nur bis zum 12. Geburtstag (was bedeutet, dass Deine Kinder wirklich noch sehr klein sein müssen!). Das weißt Du, oder?
Was für mich dagegen spricht, und was ich in die Abwägung einbringen würde:
Es könnte ein Stellvertreterkrieg werden. Bislang hat das Arrangement ja funktioniert. Es kippt jetzt, weil Du nicht mehr kannst. Die Frage ist, ob Du das Deinem Ex wirst verklickern können. Ich denke, Typen, wie Du ihn beschreibst, suchen sich gern Frauen, die alles arrangieren und wuppen. Der wird für Deine Sorgen nullkommanull Interesse haben. Der kommt ja offenbar schon mit seinem eigenen Leben nicht so gut klar.
Vielleicht wäre es gut, genau zu hinterfragen, was Du erreichen willst. Entlastung in Deinem Leben? Sehr gut. Aber da würde ich an Deiner Stelle nicht auf eine Person bauen, die schon gezeigt hat, dass sie unzuverlässig ist. Sei mal ehrlich: Würdest Du Dich an irgendeiner Stelle entspannen können, wo Du in Deiner Planung auf Deinen Ex angewiesen bist?
Aus dieser Sicht heraus glaube ich, dass es besser wäre, wenn Du Deine Prioritäten auf das In-Frage-Stellen Deines bisherigen Lebens und einer eventuellen Neuorientierung ausrichten würdest. Das Thema Titel würde ich auslagern, soweit es geht - ans JA, an Rechtsanwälte. Und vor allem: Binde daran am besten nicht die Erwartung, es könnte ein zuverlässiger regelmäßiger Kontakt daran gebunden sein. Alles, was sich zusätzlich ergibt - okay, super, fein. Aber für wichtiger halte ich, dass die Grundstruktur Deines Lebens so aussieht, dass Du auch ohne ihn nicht an den Rande des Burnouts gerätst.
Ansonsten ist das Thema UHV ein echtes Politikum. Die JÄ haben in der Regel ziemlich erbärmliche Quoten, wenn es darum geht, ihre eigenen Forderungen bei den Kindsvätern wieder einzutreiben. Es gibt Regionen, da liegen die Quoten unter zehn Prozent. Das heißt: 9 von zehn Euro UHV bringt am Ende der Steuerzahler auf. Die JÄ eiern ja selber zwischen der harten, fiskalischen Realität und der Furcht, der Kontakt zum KV breche unter dem Druck selber ab. Kein einfaches Thema.
LG
BabetteZurück ist ein Ort, den es nicht gibt.
-
31.05.2011, 12:20
AW: Umgang abbrechen weil zu unregelmäßig?
Hallo Dieclou,
Ja, sie sind noch jung, Grundschule und Kiga. Ich weiß, dass der UHV nach 72 Monaten oder im Alter von 12 J. auslaufen wird, und frage mich, wie ich am besten verfahre.
Wie meinst du Stellvertreterkrieg? Das ist mir unklar.Was für mich dagegen spricht, und was ich in die Abwägung einbringen würde:
Es könnte ein Stellvertreterkrieg werden. Bislang hat das Arrangement ja funktioniert. Es kippt jetzt, weil Du nicht mehr kannst. Die Frage ist, ob Du das Deinem Ex wirst verklickern können. Ich denke, Typen, wie Du ihn beschreibst, suchen sich gern Frauen, die alles arrangieren und wuppen. Der wird für Deine Sorgen nullkommanull Interesse haben. Der kommt ja offenbar schon mit seinem eigenen Leben nicht so gut klar.
Der KV verstünde nicht, dass es auch um mich geht, aber das ist nicht so wichtig.
Du schätzt ihn m.E. richtig ein, er kommt selbst nicht so gut klar.
Er soll es wegen den Kindern tun, die ihn, wie erwähnt, natürlich lieben. Und die ein Recht auf ´ihn´ haben.
Das ist wirklich wichtig, Danke!!Vielleicht wäre es gut, genau zu hinterfragen, was Du erreichen willst. Entlastung in Deinem Leben? Sehr gut. Aber da würde ich an Deiner Stelle nicht auf eine Person bauen, die schon gezeigt hat, dass sie unzuverlässig ist. Sei mal ehrlich: Würdest Du Dich an irgendeiner Stelle entspannen können, wo Du in Deiner Planung auf Deinen Ex angewiesen bist?
Ein Jahr nach der offiziellen Trennung habe ich beobeachtet, ob er sein Umgangsverhalten bessert. Er musste sich auch zurechtfinden und sein Leben neu ordnen, weil er halt bis zum letztmöglichen Zeitpunkt die Realität verdrängt hatte und es dann für ihn hopplahopp kam. Aber ich musste eben feststellen, dass er binnen eines Jahres nichts zu unseren (=den Kindern) Gunsten verbessert hat.
Dann fing ich an, Maßnahmen in die Wege zu leiten, bislang erfolglos. Ich denke, ich könnte weiter sein, wenn nicht meine kranken Eltern wahnsinnig viel Platz in unserem Leben einnehmen würden seit einigen Monaten.
Da kam ich etwas vom Kurs ab. ;)
Beruflich würde ich gerne so weitermachen, denn es ist ein Traumjob, und als Selbständige bin ich m.E. (ich kann´s ja nur aus meiner Warte hier beschreiben) flexibler was eben die Kinder betrifft, als eine Angestellte. Auch meine Kinder brechen sich Knochen, kriegen Windpocken oder haben Läuse. Und inzwischen bin ich eben die einzige, die dann spontan und manchmal eben auch länger "einhüten" muss und kann. (Käme für den KV nicht in Frage, obwohl ich vermute, dass ein Umgangselternteil auch kranke Kinder betreuen muss/darf.)Aus dieser Sicht heraus glaube ich, dass es besser wäre, wenn Du Deine Prioritäten auf das In-Frage-Stellen Deines bisherigen Lebens und einer eventuellen Neuorientierung ausrichten würdest. Das Thema Titel würde ich auslagern, soweit es geht - ans JA, an Rechtsanwälte. Und vor allem: Binde daran am besten nicht die Erwartung, es könnte ein zuverlässiger regelmäßiger Kontakt daran gebunden sein. Alles, was sich zusätzlich ergibt - okay, super, fein. Aber für wichtiger halte ich, dass die Grundstruktur Deines Lebens so aussieht, dass Du auch ohne ihn nicht an den Rande des Burnouts gerätst.
Titel und Umgang sind für mich völlig unabhängig. Das ist keine Frage! :)
Aber Titel oder UHV so lassen, das ist mir nicht klar.
Den Umgang forcieren wollte ich ja gerade, weil es das Recht beider Parteien ist, KV und vor allem Kinder, und weil einfach jede andere Lösung bedeutet, dass ich die potenziell zur Verfügung stehende Zeit für den Umgang beschneide.
Mir ist klar, dass ich spätestens jetzt Maßstäbe für das weitere Leben als getrennte Familie setzen muss, sonst läuft alles aus dem Ruder.
Ansonsten ist das Thema UHV ein echtes Politikum. Die JÄ haben in der Regel ziemlich erbärmliche Quoten, wenn es darum geht, ihre eigenen Forderungen bei den Kindsvätern wieder einzutreiben. Es gibt Regionen, da liegen die Quoten unter zehn Prozent. Das heißt: 9 von zehn Euro UHV bringt am Ende der Steuerzahler auf. Die JÄ eiern ja selber zwischen der harten, fiskalischen Realität und der Furcht, der Kontakt zum KV breche unter dem Druck selber ab. Kein einfaches Thema.
Ja, man kann sagen, ich finanziere mir den UHV gerade selbst. Und dem KV die Fortbildung indirekt. Und auch alle anderen Almosen, die er überall beantragt. Das einzige, was ich ihm mit meinen Steuern und Spenden nicht finanziere, ist sein Minijob.
LG, bimmstein
-
06.06.2011, 10:21
AW: Umgang abbrechen weil zu unregelmäßig?
Ihr Lieben,
vielen Dank für eure Meinungen und Ansichten und Informationen.
Durch die anstrengende Situation bin ich nervlich recht angespannt, und ich habe mich nach den Vorkommnissen der letzten Zeit entschieden.
Und zwar möchte ich mich nicht mehr als nötig aufregen, aber jeder Gedanke an den KV ist mit Aufregung verbunden. (Emotionslos klappt leider nicht, weil soviel dran hängt.) Das kostet mich zuviel Energie. Ich werde es lassen.
Ich werde entgegen meiner bisherigen Meinung den Umgang doch nicht forcieren. Ich werde besser in absehbarer Zeit keine Mediation, Gespräche etc. mit dem KV suchen. Ich werde nicht versuchen, den Umgang "mit Gewalt" durchzusetzen.
Meine Nerven brauchen das im Moment nicht *gg*, und ich brauche meine Nerven für andere Dinge.
Lediglich das Thema Titel (Unterhalt) sollte ich auf dem Schirm behalten. Das ist etwas greifbares.
Der Umgang ist nicht greifbar, der KV ist nicht zu sprechen, Termine in der Zukunft sind so greifbar wie Luft und so sicher wie Schnee zu Weihnachten in Berlin.
U.a. hat mich eine Antwort hier drauf gebracht.
Das ist traurig für die Kinder, aber ich hoffe langfristig erkennen sie ihren Vater als die Person, die er ist, und insgesamt sollte ich ihnen genug Lebensstabilität vermitteln können, auch ohne so einen KV im Haus.
Liebe Grüße, bimmstein


Zitieren

