Wie sehr Ihr das?
Wir betreuen unsere Kinder nach der Trennung 50/50. Eine Woche bei mir, eine beim Papa. Klappt sonst ganz gut. Bin aber grad im Dilemma. Papa hat für Sohn (9) letztes Schuljahr einen Kurs gebucht, der in der Schule stattfindet und auch noch ziemlich viel kostet. Ich hätte Sohni da nicht angemeldet, find den Kurs nicht sinnvoll, hab ich dem Papa auch gesagt und meine Argumente dazu. Nach einer Schnupperstunde mußte man ja oder nein sagen, Sohni sagte ja. Nach 2 oder 3 Stunden merkt er nun, dass ihm das gar nicht gefällt, die bekommen da auch immer noch Übungsaufgaben zur nächsten Woche. Er quält sich da immer hin, manchmal schwänzt er, kriegt dann aber dollen Ärger mit Papa. Nun läuft der Kurs schuljahresübergreifend und durch Krankheit der Kursleiterin auch noch länger als gedacht. Inzwischen ist eine NachmittagsAG entstanden, zu der Sohni ab neuem Schuljahr unbedingt hinwollte. Die liegt nun genau auf dem anderen Kurstermin. Papa sagt, erst den Kurs zuende machen, dann kann er aber nicht mehr in den anderen rein. Ich rede Sohni auch in "meiner" Woche gut zu, obwohl ich den Papa-Kurs völig sinnlos finde, noch dazu Geldschneiderei. Papa meint, da muß er jetzt durch, entschieden ist entschieden und mir tuts in der Seele weh. Will ja auch nicht gegen den Papa reden. Wie kann ich mich verhalten oder sowas in Zukunft umschiffen?
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21.10.2010, 11:29
Dilemma - Papa will, Sohni nicht - darf ich mich auf eine Seite stellen?
Tra il dire e il fare c’è di mezzo il mare.
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21.10.2010, 11:46Inaktiver User
AW: Dilemma - Papa will, Sohni nicht - darf ich mich auf eine Seite stellen?
Dein Sohn hat ja gesagt zu dem Kurs!
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21.10.2010, 15:11Inaktiver User
AW: Dilemma - Papa will, Sohni nicht - darf ich mich auf eine Seite stellen?
Und damit ist die Sache durch - wenn er partout da nicht hätte hinwollen, hätte er nach der ersten Stunden "nein" sagen können.Nach einer Schnupperstunde mußte man ja oder nein sagen, Sohni sagte ja.
Hat er nicht, also - Kurs wird zuende besucht.
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21.10.2010, 15:20Inaktiver User
AW: Dilemma - Papa will, Sohni nicht - darf ich mich auf eine Seite stellen?
er hat ja gesagt. und was angefangen wurde- wird auch adequat beendet.
meine meinung.
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21.10.2010, 15:33
AW: Dilemma - Papa will, Sohni nicht - darf ich mich auf eine Seite stellen?
...ein NEUNjähriger, der noch dazu vom (nochdazu getrennt lebenden) Papa gedrängt wurde. Da würde manch Erwachsene(r) schwach. In dem Alter kann man doch nach einer Stunde die Konsequenzen noch gar nicht absehen; erst jetzt - und noch dazu ziemlich schnell - hat er gemerkt, dass das nichts für ihn ist. Hat Papa, habt ihr noch nie eine Fehlentscheidung getroffen?
Klar, manchmal muss man die Konsequenzen tragen: in dem Fall wären das wohl die Kursgebühren (obwohl man sich auch da vielleicht einigen könnte, grade auch, weil der ursprüngliche Termin nicht mehr eingehalten wird).
Aber längst nciht immer macht Konsequenz auch wirklich Sinn. Wenn es irgend geht, würde ICH Papa den Kursbetrag erstatten und das Kind erlösen. Das erscheint mir hier nämlich durchaus als Opfer.
Auch daraus könnte das Kind was Wertvolles lernen: scheinbar ausweglose Situationen muss man nicht unbedingt hinnehmen, nur weil ein anderer "stärker" ist.
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21.10.2010, 16:09
AW: Dilemma - Papa will, Sohni nicht - darf ich mich auf eine Seite stellen?
Vielleicht seid ihr ja nicht ganz so streng, wenn ich mal sage, worum es inhaltlich geht.

Es handelt sich dabei um einen Tastaturkurs, zu dem er gehen soll. Die Alternative ist eine JonglierAG.
Ich finde auch, er ist erst 9 und ist sonst kein "Hinschmeißer". Er dachte, man würde dann auch in dem Kurs was am Computer spielen
, dabei ist das ein Schreibmaschinenkurs fürs 10-Finger-Schreiben, so wie ich den in meiner Ausbildung hatte, nur eben am Computer. Finde ich völlig sinnlos in dem Alter, zumal er sich immer noch mit dem Füller herumschlägt und meiner Meinung nach erst mal DAS richtig lernen sollte. Sein Papa ist sonst eher dagegen, wenn Sohni am Computer werkelt. Er wird da kaum Romane schreiben wollen.
Man muß das dann ja wirklich täglich üben. Auch nach dem Kurs. Der Sohn meines Freundes hat das jetzt im Unterricht, der ist 12 und benutzt auch in der Schule einen Laptop!
Ja, vielleicht ist das mit dem "Freikaufen" eine Idee. Ich glaube der Papa möchte sein (pädagogisch-korrektes) Gesicht wahren, kann ich ja auch verstehen. Aber sooo dicke hab ich's auch nicht. Der Papa hatte mich ja schon gefragt, ob ich mich daran finanziell beteiligen möchte. Wollte ich nicht, aus den besagten Gründen. Dazu muß man vielleicht wissen, das der Papa viermal mehr verdient als ich.
Echt!
Tra il dire e il fare c’è di mezzo il mare.
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21.10.2010, 16:13Inaktiver User
AW: Dilemma - Papa will, Sohni nicht - darf ich mich auf eine Seite stellen?
regenblau, andere menschen- andere einstellungen.
dein sohn hatte eine probestunde- da hat er doch mitbekommen um was es geht.
meine töchter wollten in ihrem schulleben viel. ab dem zeitpunkt wo es geld gekostet hat- wurde es auch bis kursende durchgezogen.
da kannste mich altmodisch nennen- es hat auch was damit zu tun, dass eltern nicht die finanzierer vor dem herrn sind.
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21.10.2010, 16:19
AW: Dilemma - Papa will, Sohni nicht - darf ich mich auf eine Seite stellen?
Den Unterschied, Brighid, sehe ich darin, dass die Initiative nicht vom Sohn ausging. Nicht ER wollte unbedingt in diesen Kurs, sonder sein Vater will, dass er ihn macht. Vielleicht war die erste Stunde ja ganz nett, spielerisch

(ein schelm, der sich ....)
schnell war schluss mit lustig, dazu noch "Hausaufgaben" (das kann einer 9jähriger grade brauchen...).und als krönung: etwas, das er sich wünscht, kann er deswegen nicht machen
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21.10.2010, 16:23
AW: Dilemma - Papa will, Sohni nicht - darf ich mich auf eine Seite stellen?
Es ist eben nicht mein Geld und ich hätte ihn da auch nicht hingeschickt.
Ich hätte das auch anders mit ihm besprochen, ihm nochmal verdeutlicht, dass man da eben NUR schreibt 20 mal 2 Stunden. Und immer noch Hausaufgaben bekommt. Aber ich muß ja noch so tun, als ob ich das genauso super finde, wie es Papa findet, damit ich dem Papa erziehungstechnisch nicht in den Rücken falle. Und das stinkt mich an, verstehst du? Das ist mein Problem.
Sicher wird er es überleben... und beim nächsten Mal?
(Die Jonglier AG würde z.B. gar nix kosten)Tra il dire e il fare c’è di mezzo il mare.
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21.10.2010, 16:24
AW: Dilemma - Papa will, Sohni nicht - darf ich mich auf eine Seite stellen?
Vielleicht, regenblau, lässt sich ja am vertrag doch noch was drehen; ich wäre da durchaus etwas hartnäckig.... (eben auch wg. Terminverschiebung); ggf. erreicht man eine kompromisslösung: bis Weihnachten, Rest wird erstattet.
Ansonsten: weg mit Schaden, auch wenn es finanziell weh tut.
Ein zufriedenes Kind wäre mir wichtiger


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