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  1. User Info Menu

    Wie sag ichs meinem Kind ?

    Hallo,
    ich lebe mit meinem Noch- Mann in Trennung, d.h. er ist kaum noch zuhause, hat nun endlich eine eigene Wohnung, die er zum 1.11. bezieht- wir haben leider unserer Tochter ( Vorschulalter ) immer noch nicht gesagt, dass wir uns trennen werden.
    Ich drücke mich ein wenig davor, obwohl mir natürlich bewusst ist,dass sie vermutlich etwas mitbekommt.

    Nach einem Artikel im aktuellen Stern bin ich sehr verunsichert, die Wohnung ist gemietet, die Möbel bestellt, aber ich kann mich trotzdem nicht überwinden, etwas zu sagen. Gerade in diesem Artikel wird beschrieben, wie sehr Kinder leiden, auch wenn die Trennung nett und ruhig verläuft. Bei uns gab es keine Streitigkeiten, die Gefühle waren einfach weg und man konnte sich nicht mehr ertragen oder zusammen sein.

    Ich würde mich freuen, wenn mir vielleicht jemand einen Tipp gibt, wie er / sie das den Kindern gesagt hat und wie es gewesen ist,

    Lg, Maya

  2. Inaktiver User

    AW: Wie sag ichs meinem Kind ?

    Zitat Zitat von mayamaus69 Beitrag anzeigen
    Bei uns gab es keine Streitigkeiten, die Gefühle waren einfach weg und man konnte sich nicht mehr ertragen oder zusammen sein.
    Hallo Maya,

    das ist vielleicht nicht was du hören willst - aber ich find, das klingt ein bisschen lapidar und passiv.

    Was habt ihr denn beide dagegen unternommen???

    Ich bin auch geschieden (hätte heute 20. Hochzeitstag, haha) - aber ich weiß genau warum und dass ich alles menschenmögliche getan habe, um meine Ehe zu retten. Und auch den Kindern war daher sonnenklar, dass es so wie es war nicht weitergehen konnte - das hat bei uns die Situation sehr erleichtert.

    Andernfalls hätte ich ein schlechtes Gewissen gehabt und das nicht vertreten können, vor mir nicht und erst Recht nicht vor meinen Kindern.

  3. User Info Menu

    AW: Wie sag ichs meinem Kind ?

    Musst du das denn deiner Tochter alleine mitteilen?

    Wenn es "so einfach" ist mit eurer Trennung, dann könnt ihr euch doch sicher gemeinsam mit eurer Tochter hinsetzen?! Das wäre auch gleich eine Demonstration, dass ihr weiterhin für sie gemeinsam als Eltern da seid.
    Herr, gib mir die Gelassenheit, die Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann. Verleihe mir den Mut, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann und schenke mir die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden!
    ----------------------------------------------------
    Reife ist der Zustand kurz bevor die Verrottung einsetzt (...geklaut...)

  4. User Info Menu

    AW: Wie sag ichs meinem Kind ?

    Hallo,

    das klingt vermutlich so lapidar , da ich hier ja nicht die Trennung von meinem Mann beschreiben möchte, die ist schon länger fällig und auch abgeschlossen, gefühlsmässig schon viel länger.

    DAS wir was probiert haben, ist klar und wir haben NICHT einfach gesagt, wir wollen nicht mehr...und das wars. Fakt ist, wir hätten nie heiraten dürfen und wir waren schon fast getrennt, als ich schwanger wurde. Aber darum geht es ja nicht, es bringt meiner Meinung auch nicht viel, sich herumzuquälen und zu versuchen, wenn nichts da ist.

    Nein, natürlich muss ich es nicht alleine sagen, nur wenn es sich zufällig ergibt, dass meine Tochter z.B. fragt. Aber es geht mir vielmehr um das " wie "- ich habe wie gesagt den Artikel im Stern vor Augen, der mir zu denken gibt.

    Letztendlich ist es bei uns so, dass wir Freunde bleiben wollen ( es gibt keinen Streit etc. ) und uns auch weiter gemeinsam kümmern wollen, trotzdem fällt mir die Sache nicht gleich, nicht wegen mir, aber für die Kleine......daher meine Frage...

    LG, Maya

  5. Inaktiver User

    AW: Wie sag ichs meinem Kind ?

    Ich weiß nicht, was für dich das schlimmste daran ist. Ich kam mit dem Scheitern nicht klar, ich hatte das Gefühl, versagt zu haben und meinen Kindern nicht das Allerbeste bieten zu können, nämlich eine heile Familie, und hatte da schon auch Schuldgefühle. Und ich dachte irgendwie, alle schaffen das bloß ich nicht.

    Bescheuert, aber so hab ich es lang empfunden.

    Geholfen hat mir eine Alleinerziehendengruppe, wo ich gesehen habe, ich bin eben nicht allein in der Situation, und es gibt viele tolle Menschen, die in der gleichen Lage sind - und es ist eben nicht "meine Schuld".

    Vielleicht kennt ihr ja andere getrennte Paare mit Kind, so dass ihr eurer Tochter auch zeigen könnt, dass das heute nicht unnormal ist?

  6. Inaktiver User

    AW: Wie sag ichs meinem Kind ?

    Liebe Maya,

    als mein Ex-Mann und ich uns trennten, war unsere Tochter 4, fast 5 Jahre alt.

    Auf gar keinen Fall wollten wir das Kind vor vollendete Tatsachen stellen, so dass wir ihr relativ frühzeitig - ca. einen Monat vor Papas Auszug - gemeinsam mitteilten, dass er ausziehen wird.

    Vorweg: Der erste Moment war entsetzlich.
    Das Kind war völlig fassungslos, klammerte sich an uns beide und weinte sehr, sehr lange.
    Und wir beide weinten mit.
    Allerdings hat genau das uns allen drei dann auch sehr, sehr gut getan, weil wir an diesem Abend ausführlich gemeinsam darüber sprechen konnten, wie die Zukunft insbesondere für das Kind aussehen sollte.

    Wir haben versucht ihr klar zu machen, dass Papa immer noch für sie da ist, nur eben nicht mehr bei uns wohnt, dass sie ihn immer und zu jeder Zeit besuchen oder etwas mit ihm unternehmen kann usw.
    Dennoch war sie bis zum Auszug sehr ängstlich, wie das zukünftig sein würde. Ruhiger wurde sie erst, als der Alltag auch die Versprechungen hielt: Papa holte sie regelmäßig ab, telefonierte oft mit ihr, später war sie in allen Ferien bei ihm etc. (eigentlich hatte sie dann mehr von ihrem Vater als vorher).

    Mein Ex-Mann ist keine zehn Kilometer von uns weggezogen, unsere Tochter war sogar bei zwei Wohnungsbesichtigungen dabei, weil von vornherein klar sein sollte, dass auch sie Zeit bei Papa in dessen Wohnung verbringen wird.
    Auch bei seinem Umzug hat sie geholfen und auch schon ein paar von ihren Sachen in seine Wohnung gebracht.

    Wir haben festgestellt: Am besten behandelt man die Situation als völlig normal. Je selbstverständlicher die Großen damit umgehen, umso normaler erscheint sie den Kleinen, und umso weniger leiden sie.

    Wenn ihr sowieso ein noch ein freundschaftliches Verhältnis habt, ist es ja um einiges leichter.
    Meine Tochter hat sich immer sehr gefreut, wenn ich sie mal am Papawochenende hingefahren habe und dann noch auf einen Kaffee bei Papa sitzen geblieben bin. Das waren dann auch gute Gelegenheiten, über Termine oder andere Angelegenheiten zu sprechen, die uns alle drei noch betrafen.

    Ich wünsche Euch alles Gute!!

    Viele grüße,
    Nellifer

  7. User Info Menu

    AW: Wie sag ichs meinem Kind ?

    Hallo,
    vielen Dank gerade für die letzten beiden Beiträge.

    Gerade gestern haben wir es unserer Tochter gesagt, gerade als es in den Zusammenhang passte..oder besser, mein Mann sage es ihr und ich hab wenig dazu gesagt. Mir hat es den Hals zugeschnürt, ich weiss nicht, mir hat das Kind so leidgetan.

    Das Schlimmste war, sie scheint es schon geahnt zu haben, auf die Frage hin, ob sie es schon gewusst hat, hat sie "ja "gesagt.
    Komischerweise hat sie fast nur über die neue Wohnun geredet. Wie ihr Zimmer aussieht und ob sie beim Umzug helfen kann…sie hat nicht geweint, aber sehr traurig geschaut.
    Ich glaube, da kommt noch eine Reaktion….ich bin ja vorbereitet darauf und werde ihr ehrlich anworten, wenn sie fragt- aber erschreckend war auch, dass ich das alles, was ich eigentlich so gut erklären wollte , gar nicht aussprechen konnte und alles so hilflos und lapidar klang…………..

    Lg, Maya

  8. User Info Menu

    AW: Wie sag ichs meinem Kind ?

    Hallo Maya,

    tut mir leid für Dich, dass Du so wenig sagen konntest, ist sicher kein angenehmes Gefühl.

    Ich kann Dir nur raten, Deine eigene Befindlichkeit hintenanzustellen und Dich zu fragen, wie es Deiner Tochter damit geht. Und zwar tatsächlich und nicht irgendwelche Vermutungen aufgrund irgendwelcher Artikel.

    Deine Tochter hat in dem Alter keine Vorstellung davon, wie es werden wird, wenn ihr getrennt seid. Ihr habt, wenn Ihr wirklich freundschaftlich miteinander umgehen könnt, die besten Voraussetzungen, dass es kein Drama für sie wird.

    Sie hat vernünftig reagiert, wie ich finde. Erzähl ihr, wenn Du dazu in der Lage bist, wie es weitergehen wird. Wo er wohnen wird, wann sie ihn sehen darf, dass Ihr beide da sein werdet.

    Je weniger Drama DU darum machst, desto einfacher für Deine Tochter.

    Ich weiss übrigens, wovon ich rede. Ich bin damals ausgezogen, als mein jüngerer Sohn ebenfalls im Vorschulalter war. Klar fand er das doof, brauchte anfangs viel Kuschelzeiten, aber er empfand die Situation auch schnell wieder als normal.

    Und ganz nebenbei: Kinder wachsen heute oft mit Freunden aus Kiga oder Schule auf, die ebenfalls nicht in klassischen Familien aufwachsen. Für Kinder sind diverse Konstellationen schon viel normaler als für unsereins.

    Also so normal wie möglich damit umzugehen versuchen, lautet auch mein Tipp. Und ihr ein hübsches Zimmer einrichten...hilft auch

    amazone

  9. Inaktiver User

    AW: Wie sag ichs meinem Kind ?

    Zitat Zitat von mayamaus69 Beitrag anzeigen
    Letztendlich ist es bei uns so, dass wir Freunde bleiben wollen ( es gibt keinen Streit etc. ) und uns auch weiter gemeinsam kümmern wollen...
    Liebe maya, ich glaube, das ist das Wichtigste.
    Warum ihr euch trennt, ist für ein kleines Mädchen vielleicht gar nicht die Frage? Ich sag mal so: "Wir möchten nicht mehr zusammenleben" reicht meiner Meinung nach aus. Bzw: wenn sie dann konkret fragt (und ihr diese Antwort eben nicht reicht), dann kannst du ja konkret antworten.

    Aber wichtig ist für sie natürlich, wie es weitergeht. Ich finde ganz schön, wenn sie euch beide behalten kann und auch ihren Vater viel sehen kann und er auch verantwortlich sein darf.

  10. User Info Menu

    AW: Wie sag ichs meinem Kind ?

    Hallo,

    ich bin wirklich froh, dass hier auch ein zwei Leute geschrieben habe, die in der gleichen Situation wie ich sind / waren, auch vom Alter der Kinder her. Ich habe nicht so die Gedanken wegen einem " Versagen ", aber ich erlebe eben seit ca. 2 Wochen, dass ich zweigeteilt bin, als Partnerin ist für mich die Trennung abgeschlossen, als Mutter leide ich für und mit mein Kind, das ist wirklich so. Ich wünschte, ich könnte ihr das ersparen-- und genau deshalb würde ich es vielleicht wieder rückgängig machen, aber es macht wohl auch wenig Sinn, in einer Ehe zu bleiben, in der man sich nichts mehr zu sagen hat und nebeneinanderher lebt.

    @nellifer: Genau das , was Du geschrieben hast, hat mir irgendwie " gefehlt", dass meine Tochter weint und wir danach besser reden können...sie hat zwar "vernünftig" reagiert, aber das macht mir auch zu schaffen, obwohl ich weiss, dass jeder Mensch anders reagiert. Ich sehe ihr zwar an, dass sie sich viele Gedanken macht, sie ist stiller geworden und wirkt zeitweise traurig. Ich will sie aber auch nicht ständig bedrängen, zu reden etc.

    Ich warte darauf, dass sie Fragen stellt und nachhakt, aber bisher kam noch nicht viel, ausser , dass sie gerne mit der Oma zusammenziehen will, und das sie sich Gedanken um die Möbel und Dinge für die neue Wohnung macht......

    Wir haben die Idee mit einem neuen Zimmer auch schon gehabt und sie durfte sich viel alleine aussuchen , aber ob sie das wirklich tröstet ? Ich hab schon versucht, meine Bedürfnisse hintenanzustellen, aber ich mache mir trotzdem viele Gedanken gerade nur um die Kleine- ich bin nicht so sehr das Thema- aber ich konnte das alles eben in diesem Gespräch nicht vermitteln, was gut gewesen wäre ( z.B. das was Nellifer gesagt hat...)- ansonsten bemühe ich mich schon um eine gewisse Normalität, Streit und Auseinandersetzungen gibt es bei uns nicht mehr, insofern verläuft alles " eher ruhig"-

    was Trennungen im Bekanntenkreis betrifft, ihre beiden Freundinnen sind ebenfalls " Trennungskinder ", daher wird sie wohl schon einiges mitbekommen haben....ganz fremd ist ihr das Thema also nicht.

    Danke nochmals für die netten Beiträge, für die anderen , die in der gleichen Lage sind, auch alles Gute

    maya

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