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    AW: BVerfG stärkt Sorgerecht lediger Väter

    Hallo Junior, es hätte mich auch gewundert.

    Eine neue Sorgerechtsverteilung alleine bringt es nun mal nicht.
    Kostet aber erstmal wenig.

    Obwohl es ja nun keine politisch gewollt Entscheidung ist.

    Die Betreuungsversprechen und deren Einlösung empfinde ich als hohle Nuss.

    Ich selbst habe keine Probleme gehabt, bin aber offensichtlich nicht 'normal'.

    Kinder brauchen nunmal Betreuung.

    Es ist nicht förderlich längerfristig aus dem Berufsleben auszuscheiden.
    Nicht bei einem Kind und schon gar nicht bei mehreren.
    Für niemanden.

    Männer verdienen in vergleichbaren Jobs bei gleicher Leistung tatsächlich immer noch mehr als Frauen.
    Das ist natürlich Blödsinn.

    Alleinerziehende Väter arbeiten durchschnittlich mehr Stunden als alleinerziehende Mütter und verdienen mehr als diese.

    Ich persönlich kenne einige Konstellationen, da bringen die Frauen das Geld nach hause, die Männer sind arbeitslos.

    Ich kenne kein Elternpaar, dass sich die finanzielle Situation nicht als Grundlage ihrer Planungen herangezogen hätte.
    Wie auch?

    Eltern müssten in diesem Land eigentlich eine starke Lobby haben.
    Ist aber nicht so.

    Vielleicht auch weil sie zerfasert sind in einzelne Gruppierungen und zuwenig gemeinsam zum Wohle der Kinder gestritten und eingefordert wird.

    Was kann also getan werden zur Verbesserung der Lage?
    Wo seht Ihr Bedarf?

    Für mich ist es eine grundlegende Entscheidung gewesen, ein Kind zu bekommen.

    Das war in erster Linie mein persönliches 'ja'.
    Dafür übernehme ich im vollen Umfang die Verantwortung.

    Die Paarentscheidung ist etwas Zusätzliches.

    Liebe Grüße,

    Matratze
    Now, bring me that horizon.

    Mein Avatar zeigt Euch Smashie. - Sie wurde nur 3 Jahre alt.

    Sie kam als Streuner mit einem Trichter um die Beine, den sie sich dann selbständig ausgezogen hat.
    NYC's ACC platzierte sie auf der berüchtigten **Kill List**
    Kein Foster - keine Rettung.
    Smashie starb am 17.09.2016.
    Ihre grünen Funkelaugen gibt's nicht mehr.
    Sie war eine sehr liebe, menschenliebende zarte Fee.

    Es ist ein Privileg die tägliche **Kill List** zu bekommen.

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    AW: BVerfG stärkt Sorgerecht lediger Väter

    Zitat Zitat von fliegerin Beitrag anzeigen
    Warum wird denn vielen Frauen beides und mehr so selbstverständlich zugemutet?
    Ganz einfache Antwort: Die Frauen muten es sich größtenteils selbst zu. Zu 2/3 reichen nämlich sie die Trennung ein, beanspruchen wie selbstverständlich das Kind zu betreuen, und müssen dann natürlich arbeiten um ihren selbstgewählten Lebensentwurf zu finanzieren.

  3. Inaktiver User

    AW: BVerfG stärkt Sorgerecht lediger Väter

    Zitat Zitat von axel_k70 Beitrag anzeigen
    Von Berufsausstieg habe ich nichts geschrieben.

    Wenn man Hilfe beim Wiedereinstieg in Anspruch nehmen will, sollte es doch vorher einen Ausstieg gegeben haben

  4. Inaktiver User

    AW: BVerfG stärkt Sorgerecht lediger Väter

    Zitat Zitat von Junior Beitrag anzeigen
    Das ist so nicht richtig, das entsprechende Kleingeld und/oder die entsprechenden Betreuungsangebote vor Ort vorausgesetzt, kann man auch vom Kreißsaal/nach dem Mutterschutz aus wieder in den Job hüpfen. Ich habe allerdings nur wenige (aber doch ein paar wenige) Frauen getroffen, die das taten und wollten!
    Naja - ich schrieb von 2 Monaten Zwangspause bei Müttern (das war die Zeit, die Du Elternzeit genommen hast). Der Mutterschutz nach der Geburt dauert acht Wochen und ist zwingend. Was ich übrigens auch für richtig halte, denn eine Geburt und das anschließende Stillen zehrt einfach auch extrem. Hängt natürlich von der jeweiligen Konstitution ab, aber das sollte man in diesen Diskussionen nicht vergessen.

    Zitat Zitat von Junior Beitrag anzeigen
    Betrachte die Frage ich nicht automatisch als diskriminierend, immerhin können nur Frauen Kinder bekommen, da könnten Männer sich noch so sehr eins wünschen, ohne Frau können sie sich auf den Kopf stellen. Andersrum hat die Medizin da aber schon Wege gefunden...
    Also bitte, die Zahl der Frauen, die eine Samenspende in Erwägung ziehen ist nun wirklich verschwindend gering. Die Frage ist diskriminierend und aus gutem Grund verboten. Trotzdem ist sie nicht so selten.

    Zitat Zitat von Junior Beitrag anzeigen
    Ich habe bislang leider nicht eine Frau kennengelernt, die ihren Arbeitgeber nach evtl. künftigen familiären Kompatibilitätsaspekten ausgesucht hat,
    In meiner Branche gibt's schon recht sehr viele.

    Zitat Zitat von Junior Beitrag anzeigen
    Das stimmt, kenne ich auch aus eigener Anschauung bei meiner Ex Frau und bei meiner Frau - aber interessanterweise wird diese Frage hauptsächlich von anderen Frauen mit Kindern gestellt (und von Mitgliedern der vorherigen und vorvorherigen Generation, von denen blende ich die Frage gerne weg, die hatten eh noch ein anderes Rollenmodell vor Augen).
    Stimmt. Mich nervt's trotzdem.

    Zitat Zitat von Junior Beitrag anzeigen
    Chapeau, wenn sich daran auch noch mehr Frauen UND Männer beteiligen würden, wären wir auf einem guten Weg.
    Ich stelle das in meinem Umfeld durchaus fest. Deshalb verwundert mich die Heftigkeit der Diskussion & Einseitigkeit gewisser Beiträge in diesem Thread. Das hängt aber sicher von den Umständen ab (bei meinen Freunden gibt es meist keinen expliziten Hauptverdiener in der Familie - und wenn, sind es eher die Frauen - außerdem gibt es meist ein gewisses finanzielles Polster, das eine kleinere Auszeit auch mal zulässt).

    Aber dennoch gibt es in jeder dieser Beziehungen immer auch (teils heftige) Diskussionen darüber, wie Zeit für die Familie und die Wahrung beruflicher Chancen gerecht miteinander vereinbart werden können.

  5. Inaktiver User

    AW: BVerfG stärkt Sorgerecht lediger Väter

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Kann es sein, dass Männer und Frauen hier einander die Schuld für etwas zuschieben, was ausserhalb ihrer Macht liegt?
    Ich stimme Deinem Beitrag vollkommen zu, bis auf den Einleitungssatz. WIR sind doch die Gesellschaft. Deshalb müssen wir auch mutig sein, unser Leben nach unseren Wünschen und Vorstellungen zu gestalten. Es ist nämlich nicht immer so, dass die Gestaltungsmöglichkeiten außerhalb unserer Macht liegen. Oft sind wir einfach nur zu ängstlich, Risiken einzugehen und es mal darauf ankommen zu lassen.

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    AW: BVerfG stärkt Sorgerecht lediger Väter

    Ich hoffe das nächste Gesetz beschäftigt sich mal ganz genau mit Sorge- und Umgangspflicht. Ich hab da einen Vorschlag: Für zwei versäumte Umgangspflicht-We's ohne trifftigen Grund gibts ein Knöllchen von 50 Euro. Ich glaub da wäre unsere Stadt ganz schnell aus den Schulden raus.
    Die Wahrheit ist selten so oder so. Meistens ist sie so und so.

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    AW: BVerfG stärkt Sorgerecht lediger Väter

    Es sind nicht 85% der Väter (wie hier mehrfach genannt), sondern 79% der Väter, die keine Elternzeit bzw "Partnermonate" nehmen. Oder andersrum: 21 %, die's tun. Die Zahlen beziehen sich auf 1/2008 bis 3/2010.
    Der (wie ich finde verständliche Wunsch nach dem gemeinsamen Sorgerecht) und die tatsächlich geleistete Sorge gehen also weit auseinander.

    Dabei gibt es regionale Unterschiede: 27% der Väter in Bayern nehmen Elternzeit, NRW = 16,4%, die geringste Quote gab's im Saarland mit 12 %.
    Den Rekord mit der größten Beteiligung hält Jena: 43%, gefolgt von Potsdam mit 39%.
    http://www.zdf.de/ZDFxt/module/MMR/h...ter_Grafik.png

    "Bundesweit haben 96 Prozent der Frauen für ihre 2008 geborenen Kinder Elternzeit beantragt, bei den Männern waren es nur 21 Prozent. Durch das Elterngeld ist die Zahl der Geburten nicht gestiegen, auch das zeigt die Greifswalder Studie. Den Geburtenrückgang konnte es nicht stoppen."
    Jeder fünfte Vater nutzt Elternzeit | RP ONLINE

  8. Moderation

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    AW: BVerfG stärkt Sorgerecht lediger Väter

    Zitat Zitat von PollyEsther Beitrag anzeigen
    Dabei gibt es regionale Unterschiede: 27% der Väter in Bayern nehmen Elternzeit, NRW = 16,4%, die geringste Quote gab's im Saarland mit 12 %.
    Den Rekord mit der größten Beteiligung hält Jena: 43%, gefolgt von Potsdam mit 39%.
    Könnte das evtl. mit der Arbeitslosigkeit bzw. der Arbeitsplatzsicherheit in den verschiedenen Regionen korrelieren?
    A reader lives a thousand lives before he dies... The man who never reads lives only one.
    (George R. R. Martin)

    Moderation von:
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    AW: BVerfG stärkt Sorgerecht lediger Väter

    Das ist eine mögliche Ursache.

    "Väterbeteiligungen von 27 Prozent hatten die Bundesländer Bayern, Berlin und Sachsen".

    Berlin und Sachsen haben hohe Arbeitslosenzahlen, Bayern niedrige - insofern ergibt sich da nicht notwendigerweise ein Zusammenhang.

    Jena ist eine Universitätsstadt, wahrscheinlich sind deshalb auch dort mehr Väter bereit, den Worten auch Taten gegenüberzustellen.

    Pressemitteilung des statistischen Bundesamtes vom 3.8.:Statistisches Bundesamt Deutschland - Elterngeldbezug von Vätern: große regionale Unterschiede

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    AW: BVerfG stärkt Sorgerecht lediger Väter

    Zitat Zitat von kritzmix Beitrag anzeigen
    Ganz einfache Antwort: Die Frauen muten es sich größtenteils selbst zu. Zu 2/3 reichen nämlich sie die Trennung ein, beanspruchen wie selbstverständlich das Kind zu betreuen, und müssen dann natürlich arbeiten um ihren selbstgewählten Lebensentwurf zu finanzieren.
    Ich glaube, mit solchen Allgemeinplätzen kommen wir nicht weiter. So einfach ist das ganze nämlich nicht, da ja jeder Fall anders ist und sehr differenziert betrachtet werden muss. Deswegen nervt mich auch die aus meiner Sicht häufig sehr einseitige und plakative Berichterstattung in den Medien was dieses Thema angeht (und sicherlich nervt mich das noch mehr, weil ich selbst und unsere Patchworkfamilie an vielen Stellen betroffen sind). Für mich entsteht aus eigener Erfahrung der Eindruck, dass es erst die Väter waren, die jahrelang die Bösen waren, wenn sie ihre Familie "allein ließen". Und nun sind es die Mütter, die ihr Kind angeblich aus reiner Boshaftigkeit dem Vater "wegnehmen". Klar gibt es solche krassen Fälle, aber es gibt auch viele Nuancen dazwischen und häufig ist es eben nicht nur die eine Seite, die die Probleme verursacht. Sehr häufig geschehen diese Dinge auch nicht aus reiner Boshaftigkeit, sondern weil man in solchen Patchworksystemen seine ganz eigene Orientierung finden muss, verunsichert ist und sich um sein(e) Kind(er) Sorgen macht. Wenn dann noch die Kommunikation der Beteiligten untereinander schwierig ist, entstehen Pattsituationen, aus denen man teilweise nur sehr schwer wieder herauskommt.

    Was ich sagen will und was ja schon einige Vorredner gesagt haben: mit dieser Rechtssprechung allein ist es nicht erledigt und der jeweilige Einzelfall muss (hoffentlich!) sehr genau von den zuständigen Entscheidern in solchen Prozessen untersucht werden. Das war auch der Grund, warum ich meinen/unseren Einzelfall mal ein wenig geschildert habe. Und da gilt für mich wiederum, dass da bitte auch die Kinder zu Wort kommen sollen, die ja am meisten betroffen sind und am wenigsten selbst entscheiden können.

    Und nach wie vor gilt für mich: Sorgerecht heißt immer auch Sorgepflicht - das gilt für Väter und für Mütter.

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