Nebenan steht der Strang "Mütter ohne Kinder", den ich mitlese und der mich sehr berührt. Sehr tief berührt.
Und ich kann mir vorstellen, dass es den meisten beim Lesen so ergeht. Hier lesen und schreiben sehr viele Frauen und gerade in der Thematik "Alleinerziehende" wohl vor allem Frauen mit Kindern. Kinder, die meistens bei der Mutter leben. Und fast jede dieser Mütter würde wohl ein ähnliches Gefühl des Verlustes und der Hilflosigkeit (vielleicht sogar Versagens) haben, wenn das Kind sich für ein Leben beim Vater entscheidet und dann nur noch alle 14 Tage oder noch seltener Kontakt zur Mutter hat.
Bei all dem frage ich mich nur immer wieder, wieso Mütter selbstverständlich leiden "dürfen", während von Vätern irgendwie ganz selbstverständlich erwartet wird, die Kinder bei einer Trennung locker bei der Mutter zu lassen. Sogar Ängste vor einer Trennung, die Kinder zu verlieren, so dass Väter lange vor dieser Trennung zurück schrecken, gelten als "vorgeschoben". Doch gerade diese Ängste sind ja sehr real.
Warum ist das so?
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 67
Thema: Väter ohne Kinder...
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04.07.2010, 12:55
Väter ohne Kinder...
Herr, gib mir die Gelassenheit, die Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann. Verleihe mir den Mut, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann und schenke mir die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden!
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Reife ist der Zustand kurz bevor die Verrottung einsetzt
(...geklaut...)
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04.07.2010, 12:59
AW: Väter ohne Kinder...
ich lese seit langem auf seiten für väter ohne kinder und für mütter ohne kinder, nur da wo ein recht auf beide eltern als grundlage gesehen wird, fühle ich mich passend.
es ist gut, dass du einen platz für väter ohne kinder eröffnet hast.lg
legrain
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05.07.2010, 13:53
AW: Väter ohne Kinder...
Vom Scheidungsurteil her bin ich keine alleinerziehende Mutter sondern wir sind Eltern von Kinder, welche ein Recht auf ihre beiden Elternteile haben. Ohne das wir irgendwelche spezielle Regulung haben wann und wie oft der Papa die Kinder sieht. Wir sollten das nach seinem Arbeitsplan regeln und auch regelmässig miteinander bereden, was die Belange der Kinder angeht.
Gemeinsames Sorgerecht, das wollten wir beide. Wir haben es und doch bin ich alleinerziehend, weil er sich aus allem heraushält. Bei mir kommt immer mehr das Gefühl auf, dass es ihn nicht interessiert, was und wo und wie bei den Kindern läuft. Ich laufe ihm nach und versuche ihm klar zu machen, dass er auch Pflichten hat und nicht nur Rechte.
Eigentlich kann man auch Don Quichotte zu mir sagen, denn ich laufe gegen Windmühlen.
Was ist mit diesen Vätern, die zwar sich ihre Rechte sichern und dann doch sich zurückziehen und keine Verantwortung übernehmen? Warum reagieren manche Männer so? Kann mir das ein Vater erklären?
schoggimaus

Klein und rund, aber niedlich
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05.07.2010, 15:24
AW: Väter ohne Kinder...
Hallo Signora,
vielleicht, weil es noch etwas selbstverständlicher ist, dass die Kinder bei den Müttern bleiben?
Ich schick mal eine Diplomarbeit in die Runde zur Entfremdung von Vätern und Kindern durch Trennung.
http://www.ironirene.com/Diplomarbei...20V_E4tern.pdf
Ich gebe zu, ich hab selbst noch nicht alles gelesen.
Liebe Grüße,
MatratzeNow, bring me that horizon.
Mein Avatar zeigt Euch Smashie. - Sie wurde nur 3 Jahre alt.
Sie kam als Streuner mit einem Trichter um die Beine, den sie sich dann selbständig ausgezogen hat.
NYC's ACC platzierte sie auf der berüchtigten **Kill List**
Kein Foster - keine Rettung.
Smashie starb am 17.09.2016.
Ihre grünen Funkelaugen gibt's nicht mehr.
Sie war eine sehr liebe, menschenliebende zarte Fee.
Es ist ein Privileg die tägliche **Kill List** zu bekommen.
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05.07.2010, 15:36Inaktiver User
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05.07.2010, 15:43Inaktiver User
AW: Väter ohne Kinder...
ebensowenig wie ALLE mütter hier jammern, genausowenig ist es durchgängig so, dass kinder IMMER bei der mutter bleiben.
leonie, mit verallgemeinerungen kommt keiner weiter
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05.07.2010, 16:05
AW: Väter ohne Kinder...
@leonie
Irgendwie fühl ich mich persönlich angegriffen. Ich jammere nicht, ich stelle klar.
Wir haben noch die besondere Situation, dass eines unserer Kinder sehr krank ist. Der Vater hat sich in der sehr schwierigen Zeit total zurückgezogen und hat sich nicht an der Pflege unseres Kindes beteiligt. Er weiss, dass er die Kinder jeder Zeit sehen und anrufen kann, er nutzt das nicht.
Mittlerweile haben unsere Kinder das Gefühl, ihr Vater will sie nicht und greifen mich an, wenn ich ihn versuche zu verteidigen. Es gibt immer zwei Seiten und nicht alle Mütter wollen das Verhältnis zum Vater verschlechtern.
Mir ist es wichtig, dass unsere Kinder trozdem ein gutes und auch inniges Verhältnis zum Vater haben.
Er hat die Möglichkeiten, durch seinen Job, die Kinder auch einfach in der Woche zu sehen. Da kommt aber nichts.
Ich rufe ihn an und frag ob er sie nicht von der Schule abholen will und ich höre nur KEINE ZEIT.
Wer verhält sich da nicht richtig?
Die jammernde Mutter oder der abweisende Vater?

Klein und rund, aber niedlich
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05.07.2010, 16:07Inaktiver User
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05.07.2010, 16:08
AW: Väter ohne Kinder...
Vielleicht gerade weil es für Frauen nicht gang und gäbe ist.
Vielleicht weil es andersrum selbstverständlicher ist - und da wird sich nicht hineinversetzt, was es eben für die Väter bedeuten kann.
Sonst gäbe es vielleicht auch mehr alternative Lösungen.
Eine 50/50-Aufteilung ist sicher öfters möglich.
Liebe Grüße,
MatratzeNow, bring me that horizon.
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Smashie starb am 17.09.2016.
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05.07.2010, 16:17
AW: Väter ohne Kinder...
@schoggimaus,
ich rede auch ausdrücklich nicht von den Vätern, die sich nicht kümmern (wollen).
Ich kenne das selbst, der Vater meiner großen Tochter (fast 19) kennt sie nicht, weil ER das so wollte. Klar, DIESE Väter gibt es auch.
Aber es gibt eben auch die anderen. Und mir gehts noch nicht mal darum, ob diese Väter jede Gelegenheit NUTZEN, sich als Vater einzubringen.
Mir geht es darum, dass auch Väter unter einer solchen Trennung leiden (können), aber es ihnen oft gar nicht abgenommen/zugestanden wird - sie sind schließlich "nur" die Väter...Herr, gib mir die Gelassenheit, die Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann. Verleihe mir den Mut, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann und schenke mir die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden!
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Reife ist der Zustand kurz bevor die Verrottung einsetzt
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