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  1. Inaktiver User

    AW: Väter ohne Kinder...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das finde ich so gut geschrieben und beschrieben.
    Danke, das ist ein schönes Kompliment :-)

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich bin fast geneigt zu fragen, ob du das aus einem Buch abgeschrieben hast?
    Danke für das noch schönere Kompliment ;-) Nein, selber gedichtet *lach*

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    AW: Väter ohne Kinder...

    Zitat Zitat von axel_k70 Beitrag anzeigen
    Nach der Trennung konnte ich mich noch im Rahmen einer annähernd hälftige Betreuung fast 3 Jahre um meine Tochter kümmern.

    Im Scheidungsverfahren hat meine ExFrau auch mehrfach ihre Zufriedenheit mit diesem Modell ausgedrückt und das alles klappt. Unterhalt, Kommunikation, Flexibilität, Schule, etc. Auch das es unserer Tochter ihrer Meinung nach damit gut geht. Mit Gültigkeit der Scheidung wurde ich schriftlich darüber informiert, das sie über 400 km weit weg zieht. Selbstverständlich mit Kind.

    .....
    Meine Erfahrung ist deshalb, Egal was vor der Trennung/Scheidung gelebt wurde: Nach der Trennung gehören die Kinder der Mutter.
    Ich sehe das eigentlich noch krasser: Auch vor der Trennung "gehören" die Kinder der Mutter. Denn dass ihr das vorher so wie von dir beschrieben leben konntet, hing ganz klar vom Goodwill der Mutter ab.

    Und das ist das, was ich persönlich auch so schräg finde. In diese Kategorie gehört auch die Tatsache, dass bei unverheirateten Paaren die Entscheidung, ob auch der Vater das Sorgerecht bekommt, bei der Mutter liegt.


    Zitat Zitat von axel_k70 Beitrag anzeigen

    Für mich heißt es jetzt damit klarzukommen so aus dem Leben meiner Tochter gedrängt worden zu sein. BZW. das ich mich so habe rausdrängen lassen. Ich wollte eben auch kein Gezerre am Kind. Ich hatte da nur die Wahl des kleineren Übels.
    Sehe ich genauso - Hier auch meine Achtung vor allen - ob Mutter oder Vater - die ihre Trauer, ihre Verletzungen, ihre Hilflosigkeit nicht über dieses Gezerre ausleben, sondern ihre Kinder loslassen

    Wobei ich eben hier meine, dass Müttern oft (nicht immer) viel eher zugestanden wird, dass sie trauern, als es Vätern zugestanden wird.


    Zitat Zitat von axel_k70 Beitrag anzeigen


    Deshalb ist das ganze Thema hier auch nur ein Nebenschauplatz und Ablenkung.

    Gruß Axel
    Wie meinst du das?
    Herr, gib mir die Gelassenheit, die Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann. Verleihe mir den Mut, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann und schenke mir die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden!
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    Reife ist der Zustand kurz bevor die Verrottung einsetzt (...geklaut...)

  3. Inaktiver User

    AW: Väter ohne Kinder...

    Zitat Zitat von Signora Beitrag anzeigen
    In diese Kategorie gehört auch die Tatsache, dass bei unverheirateten Paaren die Entscheidung, ob auch der Vater das Sorgerecht bekommt, bei der Mutter liegt.
    Das wird sich aufgrund eines Urteils des EGMR in Zukunft ändern:
    Deutsche Väter im Abseits - Sorgerecht für Kinder - Bericht aus Brüssel - WDR Fernsehen

    Auch in diesem Bereich hinkt in Deutschland die Geschlechtergerechtigkeit leider sowohl in der Gesellschaft als auch in der Rechtsordnung hinterher...

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    AW: Väter ohne Kinder...

    Zitat Zitat von Signora Beitrag anzeigen

    Zitat Zitat von axel_k70
    Deshalb ist das ganze Thema hier auch nur ein Nebenschauplatz und Ablenkung.

    Gruß Axel

    Wie meinst du das?
    Bei dem Beitrag bezog ich mich hauptsächlich auf Ellies Beitrag über die ihrer Erfahrung nach starre Rollenverteilung "bürgerlicher" Prägung in der und die Fortführung dieser als Begründung für die jetzigen Rechtsverhältnisse. Was eben in dieser Absolutheit nicht meinen Erfahrungen entspricht.

    Dieser Lebensabschnitt ist eben beendet und insofern ein Nebenschauplatz, da für mich jetzt eben Loslassen und Abstand/Abschließen ansteht. Und für mich eben auch einen Neuanfang finden.

    Axel
    "Ein Mann kann mit jeder Frau glücklich werden, solange er sie nicht liebt." (Oscar Wilde eigentlich Oscar Fingal O'Flahertie Wills)
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    Für mehr anstelle von .

    Tut mir leid, Hühner...ein Hahn tut, was ein Hahn tun muss.
    (by carene)

    Hey Axel!!!! Zauber dir ein Lächeln ins Gesicht!
    (by kazzayyee)

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    AW: Väter ohne Kinder...

    Alles klar, axel, nun verstehe ich es besser...
    Herr, gib mir die Gelassenheit, die Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann. Verleihe mir den Mut, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann und schenke mir die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden!
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    Reife ist der Zustand kurz bevor die Verrottung einsetzt (...geklaut...)

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    AW: Väter ohne Kinder...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ich glaub dir das gern.
    ich kenn aber keine.
    und schätze mal, von denen gibt es noch
    recht wenige...
    Nein, dazu gibt es nachlesbare Zahlen & Erhebungen über die Jugendämter aufgrund der bekannten Zahlen für Empfänger von Unterhaltsvorschuß, fleißig googeln...

    Unterhaltspflichtige Mütter sind vergleichsweise generell in der Minderheit, da aus verschiedensten Gründen die Kinder ja meist bei ihnen leben und sie daher unterhaltsberechtigt sind.
    Also in absoluten Zahlen im Vergleich zu den Männern verweigern recht wenige Frauen den Unterhalt, ABER in relativen Zahlen (prozentuales Verhältnis aller Unterhaltsverweigerinnen zu den unterhaltsprflichtigen Frauen) sind es 3x soviele Verweigerer wie bei den Männern bzw knapp die Hälfte der unterhaltspflichtigen Frauen verweigern die Zahlung ganz oder teilweise, während es bei den Männern zwischen 15 und 17% sind...

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    AW: Väter ohne Kinder...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das Doppelresidenzmodell finde ich für viele Kinder nicht so gut. Die Kinder, die ich kenne, bei denen die Eltern das versucht haben, litten irgendwann sehr unter dem Gefühl, nirgendwo hinzugehören und kein Zuhause zu haben. Ein Kind braucht nach Möglichkeit nicht nur feste Bezugspersonen, sondern ebenso sehr einen festen Platz (das betrifft im übrigen auch häufige Umzüge). Alle mir bekannten Kinder entspannten und erholten sich sichtlich, sobald sie sich entscheiden durften, wo sie wohnen möchten. Dadurch sahen sie den anderen Elternteil nicht weniger, sondern eben unter anderen Bedingungen: das Kind ist bei der Mutter zuhause und beim Vater zu Besuch (oder umgekehrt). Dadurch wird die gemeinsam verbrachte Zeit nicht schlechter. Manche handhaben es auch so, dass der nicht beim Kind wohnende Elternteil eine Mahlzeit täglich gemeinsam mit seiner alten Familie einnimmt: er kommt z.B. zum Frühstück und bringt dann das Kind auf dem Weg zur Arbeit zur Schule. Oder er holt das Kind nach der Schule ab, betreut es am Nachmittag und bringt es zum (gemeinsamen) Abendessen zurück.

    Ich bin generell etwas erstaunt, wie wenig kreativ und flexibel viele getrennte Eltern sind, und wie wichtig es ihnen zu sein scheint, möglichst wenig Zeit mit dem früheren Partner zu verbringen. Ich denke, unter dieser Trennung der Eltern leiden die Kinder viel mehr, als darunter, ob ein Elternteil nun bei ihnen wohnt oder in einer anderen Wohnung. Bedenkt doch einfach mal, wie es Kindern geht, deren Eltern sich in der gemeinsamen Wohnung hassen. Nicht das Zusammenwohnen ist es, das für die Kinder wesentlich ist, sondern dass die Gefühle, die das Kind für Mutter und Vater hegt, sich zwischen Mutter und Vater auch wiederfinden. Liebe kann ja viele Formen annehmen, und zumindest mein persönlicher Anspruch ist es, auch nach der Trennung die Mutter meines Kindes zu lieben und ihr ein guter Freund zu sein. Das bin ich meinem Kind schuldig. Und es tut auch mir selbst gut.

    Wer ein Kind hat, kann den anderen Elternteil niemals wieder aus seinem Leben entfernen, ohne sich selbst Schaden zuzufügen. Eine Trennung ist nur eine Veränderung innerhalb einer Beziehung.

    Deine Alternative zum Wechselmodelll - klingt ja alles ganz schön, ist aber schwer durchführbar wenn beide Elternteile ihrerseits im Erwerbsleben stecken. Wir leben daher lieber das totale Wechselmodell, sonntags werden die Schulsachen durchgetauscht die montags nicht benötigt werden, und montags (nach Ende der Ganztagsschule "wechselt" der Knabe seine "Residenz"). Er hat einen Schlüsselbund, da sind sind die Schlüssel beider Wohnungen dran und außerdem, abgesehen von gelegentlichen Ausnahmen isst er mittags auch lieber mit seinen Kumpels in der Schulkantine - und das schon seit er 10 ist. Über alles andere verständigt man sich ansonsten sonntags (sieht man sich sowieso s.o.) oder zwischendurch telefonisch sofern was dringendes anliegt, so der Junge Sehnsucht nach dem anderen Elternteil hat während er bei dem einen Teil weilt, kann er jederzeit nach der Schule dort auf einen Besuch vorbeifahren, da wir 10km auseinderwohnen und die Schule in der Mitte liegt ist das mit Bus und U Bahnnetz auch möglich...

    Nichts für ungut, aber das Leben ist bunt und facettenreich...

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