Seh ich persönlich nicht so...zumindest nicht grundsätzlich.
Eine Mutter ist für mich nichts "besseres", weil sie die Mutter ist...genauso wie ein Vater umgekehrt nichts "schlechteres" ist.
Bei einem Vater, der sich einen Dreck für sein Kind interessiert und sich nicht kümmert (weil er keinen Bock hat...und nicht, weil die Mutter den Kontakt vereitelt oder sonstiges) unterstelle ich allerdings, dass der Trennungsschmerz sonderlich ausgeprägt nicht sein kann.
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Thema: Väter ohne Kinder...
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16.07.2010, 22:08Inaktiver User
AW: Väter ohne Kinder...
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16.07.2010, 22:31
AW: Väter ohne Kinder...
Wechsel- oder Doppelresidenzmodell kenne ich so, dass die Kinder ganz praktisch und zu gleichen Teilen bei beiden Elternteilen leben.
Liebe Grüße,
MatratzeNow, bring me that horizon.
Mein Avatar zeigt Euch Smashie. - Sie wurde nur 3 Jahre alt.
Sie kam als Streuner mit einem Trichter um die Beine, den sie sich dann selbständig ausgezogen hat.
NYC's ACC platzierte sie auf der berüchtigten **Kill List**
Kein Foster - keine Rettung.
Smashie starb am 17.09.2016.
Ihre grünen Funkelaugen gibt's nicht mehr.
Sie war eine sehr liebe, menschenliebende zarte Fee.
Es ist ein Privileg die tägliche **Kill List** zu bekommen.
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17.07.2010, 09:02
AW: Väter ohne Kinder...
Danke Matratze, sowas hatte ich mir schon gedacht.
Ich möchte gerne anmerken, was mir von kinderlosen Männern zugetragen wurde.
Viele hatten einfach fürchterliche Angst, ihre Kinder in die "klassischen Kampf-ums-Kind- Situationen" zu schicken.
Sie wollten ihren Kindern das ersparen, sich zerrissen zu fühlen zwischen zwei Elternteilen.
Sie sprachen davon, darauf zu bauen, die Kinder werden den Kontakt zu ihnen aufnehmen, wenn sie groß sind.
Bei einigen klappt es, bei anderen ist über die Jahre kein Interesse mehr vorhanden.
Ich finde es schade, dass die Leute Eheverträge über ihr Vermögen abschließen, aber niemand darüber im Vorfeld verhandelt, wie man bei einer eventuellen Trennung mit dem gemeinsamen Kind umgeht.
Zu dem Wechselmodell möchte ich sagen, dass es sicherlich auch darauf ankommt, ob das Kind persönlich überhaupt für so ein Modell gemacht ist.
Man sieht es in Frankreich immer wieder. Dort ist dieses Modell üblich, aber es gibt viele Kinder, die darunter total leiden.
Zwar aus verschiedenen Gründen, aber unter´m Strich geht es ihnen nicht gut damit.
Das finde ich schrecklich.Wer nicht mehr liebt und nicht mehr irrt, der lasse sich begraben.
Johann Wolfgang von Goethe
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17.07.2010, 13:46
AW: Väter ohne Kinder...
Von grundsätzlich schrieb ich auch nichts - mehr von "oft". Ganz grundsätzlich sehe ich es nämlich tatsächlich nicht. Da hast du recht.
Denn, diese Variante:
kenne ich nun auch ganz persönlich vom Vater meiner großen Tochter.
Aber ich kenne eben auch die anderen Fälle - leider
Herr, gib mir die Gelassenheit, die Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann. Verleihe mir den Mut, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann und schenke mir die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden!
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Reife ist der Zustand kurz bevor die Verrottung einsetzt
(...geklaut...)
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17.07.2010, 13:52
AW: Väter ohne Kinder...
Hallo frau-doktor,
irgendwie fehlt mir hier etwas der Zusammenhang zwischen den kinderlosen Männern und ihren Kinder:
Missverständnis?
Stimmt.
Das erfordert natürlich, dass man wirklich aufs Kind schaut, was gut für es ist. Und das wäre ja der Idealzustand
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19.07.2010, 12:34
AW: Väter ohne Kinder...
"Ein Mann kann mit jeder Frau glücklich werden, solange er sie nicht liebt." (Oscar Wilde eigentlich Oscar Fingal O'Flahertie Wills)-------------------------------------------------------------------------------------------
Für mehr
anstelle von
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Tut mir leid, Hühner...ein Hahn tut, was ein Hahn tun muss.
(by carene)
Hey Axel!!!! Zauber dir ein Lächeln ins Gesicht!
(by kazzayyee)
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19.07.2010, 12:42
AW: Väter ohne Kinder...
Elli, Danke für deine ausführliche Beschreibung.
Schade, das ich das nicht so gelebt habe. Ich bin da der
üblen Propaganda von aktive Vaterrolle, Vereinbarkeit von Job und Familie etc. aufgesessen. Liegt auch ein bisschen an meiner Sozialisierung weit entfernt von dem von dir geschilderten Modell bürgerlicher Prägung. Insofern kann ich da eigentlich nur sagen:
Selber Schuld.
Nach der Trennung konnte ich mich noch im Rahmen einer annähernd hälftige Betreuung fast 3 Jahre um meine Tochter kümmern.
Im Scheidungsverfahren hat meine ExFrau auch mehrfach ihre Zufriedenheit mit diesem Modell ausgedrückt und das alles klappt. Unterhalt, Kommunikation, Flexibilität, Schule, etc. Auch das es unserer Tochter ihrer Meinung nach damit gut geht. Mit Gültigkeit der Scheidung wurde ich schriftlich darüber informiert, das sie über 400 km weit weg zieht. Selbstverständlich mit Kind.
Wenn ich es nicht selbst erlebt hätte, würde ich ja auch dran zweifeln.
Meine Erfahrung ist deshalb, Egal was vor der Trennung/Scheidung gelebt wurde: Nach der Trennung gehören die Kinder der Mutter.
Für mich heißt es jetzt damit klarzukommen so aus dem Leben meiner Tochter gedrängt worden zu sein. BZW. das ich mich so habe rausdrängen lassen. Ich wollte eben auch kein Gezerre am Kind. Ich hatte da nur die Wahl des kleineren Übels.
Deshalb ist das ganze Thema hier auch nur ein Nebenschauplatz und Ablenkung.
Gruß Axel
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19.07.2010, 16:31Inaktiver User
AW: Väter ohne Kinder...
Lieber Axel,
du bist nicht Schuld, in keinster Form.
Kinder gehören keinem, das weißt du auch.
Du schreibst ja nix über dein Verhältnis zu deiner Ex.
Meiner Meinung nach gehört zu einem guten Verhätnis mehr als die Pflichterfüllung. Es muss noch ein guter Draht zwischen den Ex-Eheleuten bestehen.
Da du ja nichts darüber schriebst und es somit der Fall sein kann, könntest du auch einfach nur ausgetrickst worden sein.
Das passiert leider auf beiden Seiten.
Es gibt so viele Varianten die Eltern passieren können. Und viele davon ungewollt, schuldlos.
Und ich frage mich manchmal, wieso war das früher nicht so?
Diese Scheidungskriege, das Gezerre um die Kinder hat es nicht gegeben.
Jedenfalls nicht in der Form.
Man möge mich steinigen. Aber, ich kenne einige Väter die ihre Kinder nicht sehen durften weil es die Mutter verhinderte. Die haben irgendwann einen inneren Schlusstrich gezogen.
Das ist bitter und hart. Aber nie so zermürbend wie wenn Elternteile um ihre Anteile kämpfen.
Zwischen Eltern und Kindern ist ein Band. Das hält viel aus.
Verwandtschaft ist in der Regel mit ähnlich gleichzusetzen.
Wenn ich z.B. meine Schwester nach Jahren wiedersehe, dann muss ich nicht bei Null anfangen. Im Gegenteil, bei Verwandten die man lange nicht gesehen ist das wie bei einem Lied was man mal angefangen hat.
Man singt die nächste Strophe.
Mir ist bei meiner Trennung auch übel mitgespielt worden und ich habe mich irgendwie falsch verhalten.
Um seine Kinder kann man nur bedingt oder gar nicht kämpfen, besonders wenn sie schon erwachsen sind.
Sie wollen einen irgendwann sehen oder nicht. Im Moment kann ich noch keine gute neue Basis herstellen.
Aber, fremd sind sie mir nicht. Im Gegenteil - ich bin heute nicht mehr so durch meine Beziehung belastet und kann mich besser artikulieren.
Axel, das ist alles kein Trost dafür, dass du nicht am Leben deiner Tochter teilhaben kannst.
Das ist ein hoher Preis den du mit deinem fairen Verhalten zahlst.
Ich finde es aber richtig. Und wenn sich deine Tochter später an dich wendet was ja meist passiert, dann ist alles vergessen.
Alles Gute für dich von sky
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19.07.2010, 18:18Inaktiver User
AW: Väter ohne Kinder...
Das Doppelresidenzmodell finde ich für viele Kinder nicht so gut. Die Kinder, die ich kenne, bei denen die Eltern das versucht haben, litten irgendwann sehr unter dem Gefühl, nirgendwo hinzugehören und kein Zuhause zu haben. Ein Kind braucht nach Möglichkeit nicht nur feste Bezugspersonen, sondern ebenso sehr einen festen Platz (das betrifft im übrigen auch häufige Umzüge). Alle mir bekannten Kinder entspannten und erholten sich sichtlich, sobald sie sich entscheiden durften, wo sie wohnen möchten. Dadurch sahen sie den anderen Elternteil nicht weniger, sondern eben unter anderen Bedingungen: das Kind ist bei der Mutter zuhause und beim Vater zu Besuch (oder umgekehrt). Dadurch wird die gemeinsam verbrachte Zeit nicht schlechter. Manche handhaben es auch so, dass der nicht beim Kind wohnende Elternteil eine Mahlzeit täglich gemeinsam mit seiner alten Familie einnimmt: er kommt z.B. zum Frühstück und bringt dann das Kind auf dem Weg zur Arbeit zur Schule. Oder er holt das Kind nach der Schule ab, betreut es am Nachmittag und bringt es zum (gemeinsamen) Abendessen zurück.
Ich bin generell etwas erstaunt, wie wenig kreativ und flexibel viele getrennte Eltern sind, und wie wichtig es ihnen zu sein scheint, möglichst wenig Zeit mit dem früheren Partner zu verbringen. Ich denke, unter dieser Trennung der Eltern leiden die Kinder viel mehr, als darunter, ob ein Elternteil nun bei ihnen wohnt oder in einer anderen Wohnung. Bedenkt doch einfach mal, wie es Kindern geht, deren Eltern sich in der gemeinsamen Wohnung hassen. Nicht das Zusammenwohnen ist es, das für die Kinder wesentlich ist, sondern dass die Gefühle, die das Kind für Mutter und Vater hegt, sich zwischen Mutter und Vater auch wiederfinden. Liebe kann ja viele Formen annehmen, und zumindest mein persönlicher Anspruch ist es, auch nach der Trennung die Mutter meines Kindes zu lieben und ihr ein guter Freund zu sein. Das bin ich meinem Kind schuldig. Und es tut auch mir selbst gut.
Wer ein Kind hat, kann den anderen Elternteil niemals wieder aus seinem Leben entfernen, ohne sich selbst Schaden zuzufügen. Eine Trennung ist nur eine Veränderung innerhalb einer Beziehung.
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19.07.2010, 18:28Inaktiver User



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