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    Manchmal mit der Kraft am Ende... wie macht ihrs?

    Hallo liebes Forum und liebe LeserInnen!

    Heute ist wieder ein Abend, wo ich nur noch *puuh* beide sind im Bett... sagen kann und meine Wäschekörbe hinter mir rufen "mach uns endlich schrankklar"..... naja der Sohn in der Pubertät, Tochter Grundschule... seit OKT 2008 alleinerziehend, so gesehen war ich es auch schon in der Ehe (Exmann 12 Std. täglich im Büro oder bei der Freundin später, k.A.)...

    dennoch... Teilzeitarbeit (23 Std. Woche).. Pedeln zur Arbeit täglich ings. 1 Stunde, große Wohnung mit Garten... ja und was da so zu gehört... wenn ich mich dann frage... woooooo bleib ich mit meinen Ideen... dann merke ich, entweder bis zum Anschlag am rotieren um alles zu schaffen oder so wie manche Tage, Lust zu nichts...

    Und an einen neuen Partner, der auch noch in dieses Leben passen könnte... *püh* eben ehr nicht zu denken....

    Wie macht ihr es euch so zurecht, alleinerziehend- vielleicht mit Job... und und und....

    Freu mich von euch zu lesen!
    Liebe Grüße

    sonneundwolke +

    „Ganz und gar man selbst zu sein, kann schon einigen Mut erfordern.“

    Sophia Loren

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    AW: Manchmal mit der Kraft am Ende... wie macht ihrs?

    1. Pausen!

    Bloss nicht hektisch werden. Nach der Arbeit - bin auch teilzeit - erst mal Essen für die hungrige Meute und dann Pause! Kaffee, Buch oder Bri - abschalten. Hektisch wird nichts besser, nur die Kinder nervös und dadurch anstrengender.

    2. unperfekt sein

    Geschirr auch mal stehen lassen, der Vorgarten ist auch kein Selbstzweck, Pullover kaufen statt hemden - muss man nicht bügeln, ebensowenig Nachtwäsche, Jeans oder Bezüge. Im Winter bügel ich auch keine T-Shirts - sieht man unterm Pulli eh nicht. Kinder essen auch mal gerne Fischstäbchen, Nudeln, vorpanierte Schnitzel, Gemüse für die Micro und andere schnelle Sachen. Salat gibts mit fertigdressing - manchmal sogar den vorgeschnibbelten.

    3. helfen lasse

    Ich arbeite lieber etwas länger und leiste mir dafür eine Putzfrau. Spart unterm Strich Zeit.

    4. vereinfachen

    Garten ist bei uns Grasfläche, innen gibts große statt vieler kleiner Blumen, keine Staubfänger, Wege verbinden (Kinder sind beim schwimmen - nebenan Hefte kaufen, Sachen auf die Treppe legen und ggf. mit hochnehmen etc.)

    Das sind so meine Notnagel.
    Alle Rechtschreibfehler haben ihre Ursache darin, dass unser dicker Kater so laut schnarcht, dass ich mich kaum konzentrieren kann.

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    AW: Manchmal mit der Kraft am Ende... wie macht ihrs?

    Liebe sonneundwolken,

    bin nun seit 8 Jahren alleinerziehend mit allen Höhen und Tiefen.
    Mittlerweile sind die kids 12 und 16 Jahre alt und ich habe das Gefühl, es wird nicht besser
    Sohnemann in der heftigsten Pubertät, Tochter Schulwechsel...
    Das kostet Kraft.
    Arbeite 32 Stunden/Woche, beschäftige eine Putzfrau (sie ist mein ), bügel selten - gute Wäschekorbverlagertaktik und gönne mir einen Partner, der auch noch bei uns lebt (würde ich - trotz - so nicht mehr machen).

    Im Moment überlege ich ernsthaft, ob ich auf 25 Stunden/Woche reduziere - um mehr Luft für mich zu haben.

    Dennoch: Ich möchte mit niemanden auf der Welt tauschen
    Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos...

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    AW: Manchmal mit der Kraft am Ende... wie macht ihrs?

    Hallo,

    ich, seit 14 Jahren alleinerziehend mit 3 Kindern, ganztags berufstätig -
    hatte vor 5 Jahren ein Burnout und war 6 Wochen in einer Klinik.

    Ab diesem Zeitpunkt habe ich versucht, weniger perfekt sein zu wollen, Dinge auch mal liegengelassen, Termine mal nicht wahrgenommen, einfach ein Stück weit loszulassen. Arbeitszeit reduzieren ging nicht, denn mein Verdienst war unsere einzige Lebensgrundlage.

    Dennoch - ich bin jetzt 50 - kommt es mir vor, als hätte ich kein Zahnfleisch mehr, weil ich dauernd darauf herumgegangen bin.

    Es ist eine sehr schwere Zeit gewesen, die ich nicht missen werde.

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    AW: Manchmal mit der Kraft am Ende... wie macht ihrs?

    Ich kann eure Erfahrungen nur bestätigen.

    Ich bin seit 5 Jahren Alleinerziehend und arbeite 30 Stunden die Woche.

    Auch ich bin Freitags völlig fertig und habe unterschwellig permanent ein Gefühl der Überforderung.

    Aber meine Tochter ist jetzt 12 Jahre alt und wie ich finde ziemlich gut geraten, ich komme mittlerweile finanziell und organisatorisch ganz gut über die Runden und habe es geschafft, den sozialen Abstieg nach der Scheidung zu verhindern.

    Das macht mich stolz und gibt mir Kraft. Die Panik der ersten Jahre ist weg.

    Meine Kraftquellen sind möglichst viel Bewegung in der Natur (Walken, Radfahren, Wandern), regelmäßige Treffen mit Freunden und etwas ganz Altmodisches: Handarbeiten.

    Das mit dem Perfektionismus wird einem, glaube ich, von Außen eingeredet. Wir sind keine Perfektionistinnen, wir haben nur einfach viel zu viel Arbeit um sie alleine zu schaffen. Das Einzige, was ich perfektioniert habe, ist die Dinge sehr viel schneller und ökonomischer zu erledigen als andere.
    Es gibt nichts Gutes - außer man tut es.

  6. Moderation

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    AW: Manchmal mit der Kraft am Ende... wie macht ihrs?

    Zitat Zitat von si-star Beitrag anzeigen
    Das mit dem Perfektionismus wird einem, glaube ich, von Außen eingeredet. Wir sind keine Perfektionistinnen, wir haben nur einfach viel zu viel Arbeit um sie alleine zu schaffen. Das Einzige, was ich perfektioniert habe, ist die Dinge sehr viel schneller und ökonomischer zu erledigen als andere.
    Was mich betrifft, stimmt es zum Teil. Ich weiß noch wie heute, dass ich fast heulend in der Arbeit von einer Kollegin getröstet wurde, weil ich ein megaschlechtes Gewissen hatte, weil meine Kinder die Wäsche nicht aus dem Schrank, sondern aus dem Wäschekorb nehmen mussten (selbstverständlich sauber).

    Sie meinte damals, dass es doch völlig wurscht sein, Hauptsache die Sachen sind sauber. Und so habe ich es dann auch später gemacht. Auch ich hatte eine Putzfrau, es wurde so gut wie gar nicht gebügelt, die Kinder mussten mithelfen. Mein Sohn (als Teen) meinte einmal in der Früh, dass das seine letzte saubere Unterhose gewesen sei. Darauf antwortete ich lakonisch, wenn er heute Nachmittag nicht wasche, dann wird er morgen auch keine mehr haben.

    Ich glaube, man macht sich den Stress, wenn man nicht akzeptiert, dass die Stärke in der Improvisation liegt. Man sollte seinen Focus nur auf das legen, was einem wirklich wichtig ist.
    Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
    Christian Morgenstern
    In einer Stunde ruhigen Sitzens verbrennt man 73 Kilokalorien.
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  7. Inaktiver User

    AW: Manchmal mit der Kraft am Ende... wie macht ihrs?

    Liebe Sonneundwolken,

    das Gefühl kenn' ich gut - lass' dich mal drücken!
    Bin seit vier Jahren alleinerziehend mit jetzt 5jährigem Sohn, und habe seit Anfang 2010 von Vollzeit auf 30 Stunden reduziert, weil ich mich wieder wie ein Mensch fühlen wollte. Also raus aus dem Hamsterrad, Ansprüche runterschrauben, was Finanzen, perfekten Haushalt oder Mutterbild betrifft, und neue Prioritäten setzen.

    Für mich heißt das: täglich eine Stunde unverplante Zeit für mich zum Spazierengehen, abhängen, träumen, reflektieren. Ich finde, das ist ein Menschenrecht. Interessant wurde es, als ich im KiGa ankündigte, bald weniger Stunden zu arbeiten, und die Erzieherinnen nur meinten, wie schön, dann könne ich ja meinen Sohn früher abholen...! Fast hätte ich den neuen Freiraum aus schlechtem Gewissen gleich wieder an mein Kind abgetreten, das noch dazu gar nicht so gern früher als die anderen abgeholt wird (aber was tut man nicht alles, um als gute Mutter zu gelten... ). Inzwischen weiss ich, dass ich diese Stunde dringend gebraucht habe, um überhaupt aus meinem permanenten Ausnahmezustand herauszukommen und ein Burn-Out zu vermeiden.

    Ich arbeite immer noch viel und habe kaum mal einen Abend frei, aber wenigstens bin ich der Hetze und dem ständigen Zeitdruck entkommen. Bin dafür mit mir, meinem Sohn und meinem Leben nachsichtiger und entspannter. Und dafür lohnt es ich schon.

    Lieben Gruß
    Wilhelma

  8. Inaktiver User

    AW: Manchmal mit der Kraft am Ende... wie macht ihrs?

    Hallo,

    ich denke, es ist auch vieles Einstellungssache und die "Pferdenatur" eines Menschen, ob man diese Dauerbelastung Job, Kinder, Haushalt wirklich gut durchsteht.

    Ich habe meine Tochter alleine erzogen, immer Vollzeitjob (38-40 Stunden ohne mitgerechnete Überstunden) zzgl. Haushalt. In den ersten Jahren hat meine Mutter tagsüber auf meine Tochter aufgepasst, daher hatte ich keine Sorgen, wenn meine Tochter aus dem KiGa oder aus der Schule kam.

    als meine Tochter 9 Jahre alt war, wurde meine Mutter schwer krank,kurz nach dem Tod meines Vaters. Ich nahm sie bei mir auf und wir waren dann ein 3 Frauen Haushalt. Meine Mutter konnte nicht mehr viel im Haushalt verrichten, mein Leben war fortan geprägt von Kinderziehung, Schulangelegenheiten, Freizeitgestaltung, Job und Pflege meiner Mutter.
    Ich habe gearbeitet, bin oftmals direkt nach Feierabend mit meiner Mutter zum Doktor gefahren, den Haushalt geschmissen, mich mit meiner Tochter beschäftigt, na ja, eben das ganze drumherum, was eine 3 köpfige Fam. so mit sich bringt.

    Man muss einfach bei einigen Dingen mal fünfe gerade sein lassen. Bei uns war es immer ordentlich, sauber, es gab jeden Tag frisches Essen. Es muss nur nicht alles perfekt sein.

    Ohne etwas abwerten zu wollen, ich hätte das oben beschriebene Leben mit einem Halbtagsjob auf einer Pobacke abgesessen. Trotz Vollzeitjob hatte ich nie das Gefühl, dass ich auf dem Zahnfleisch gehe. Daher denke ich, es ist auch die Natur eines Menschen, ob er den Stress irgendwie durchsteht.

    Ich kann nur raten, auch mal Pausen gönnen, die Kinder anleiten, sich selbst zu beschäftigen, Waschtag auf morgen zu verlegen, an den Wochenenden in die Natur zu fahren und durchatmen.

    Kleine "Urlaube" zwischendurch gönnen. In Form von Tagesausflügen. Das schafft Kraft, das habe ich in dieser Zeit (es waren 10 Jahre) auch getan. Das tut gut.

    P.s.Ich hatte trotzdem Pivatleben mit ausgehen und Freunden. Irgendwie habe ich das hinbekommen. Wie, weiß ich heute auch nicht mehr.

  9. Inaktiver User

    AW: Manchmal mit der Kraft am Ende... wie macht ihrs?

    Hallo!

    Ich denke - ganz wichtig ist, daß man seine sozialen Kontakte pflegt!

    Freunde mal anrufen....auch mal weggehen- einfach was anderes sehen-- das hilft der Seele so sehr!

    So wie es hier schon geschrieben wurde ist es ja oft....selbst mit Ehemann war man mit allem unterwegs und musste managen....- es ist oft nur das Gefühl, daß jemand noch da "wäre".....

    Versuchen Menschen zu finden- bei denen man sich auch mal richtig auskotzen kann-- ganz wichtig!!
    Mir hilft oft eine tolle Arbeitskollegin, die im Gegensatz zu mir nun recht glücklich verheiratet ist aber das Leben nunmal auch sehr hart beim Namen nennen kann.....dazu dann aber auch oft sehr pragmatisch ist.

    Tut mir dann sehr gut, denn ich tu mir manchmal zu sehr selber leid und wenn dann einer so manches mal auf den Boden zieht...sieht man auch wieder Land!

    Es gibt einfach Zeiten in denen man wirklich sehr belastet ist....wo viel zusammenkommt.....und dann ist es einfach nur Mist-- das darf man sich dann auch zugestehen!

    In den anderen Zeiten....kann man auch mal wieder mit einem Lächeln durch die Welt gehen.....

    kenzia

  10. User Info Menu

    AW: Manchmal mit der Kraft am Ende... wie macht ihrs?

    Ich reihe mich mal hier ein . Ich lebe seit 3 Jahren alleine mit meinen beiden Kindern, 11 und 14 Jahre alt. Ich gehe ganztags arbeiten und lebe mit den beiden in einem Häuschen mit Garten. Also viel Arbeit und kaum Zeit für mich.

    Das Ganze geht für mich nur, weil ich einen Job habe, der mich erfüllt und weil ich ein Stehauffrauchen bin.

    Ich habe gelernt, Pausen einzubauen. In Form von einem Tanzkurs, einer Runde Meditation im Wohnzimmer, einem wohltuenden Bad oder einem Ausflug wenn die Kinder Papawochenende haben z.B.

    Und - das ist fast noch wichtiger als die Pausen: Ich habe gelernt, mich nicht mehr mit denen zu vergleichen, deren Bedingungen im Leben gänzlich anders sind. Das befreit ungemein.
    Man wandelt nur das, was man annimmt.

    C.G. Jung


    Nein ist ein ganzer Satz.


    Keine Ahnung von wem

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