Hallo zusammen,
ich habe mich von meinem Mann getrennt und bin Anfang des Monats mit meiner dreijährigen Tochter in eine eigene Wohnung gezogen.
Da es vieles neu zu bewerten, umzustrukturieren und zu bedenken gibt, würde ich mich freuen, mich hier mit anderen, die in einer ähnlichen Situation sind (oder waren) zu diesem Thema (und gerne auch zu mehr) auszutauschen.
Kurz zu meiner Situation: ich bin 30, berufstätig und im Moment mit der Situation im Grunde sehr zufrieden. Wir sind nicht im Streit auseinander gegangen, wobei ich nicht sicher bin, ob die Stimmung so unaufgeregt bleibt, wie sie momentan ist.
Momentan schlage ich mich z.B. mit der Frage rum, ob ich mein BaföG zurückzahlen muss, wenn ich alleinerziehend bin. Oder ob das gestundet/erlassen wird, so wie im Rahmen der Elternzeit. Weiß das jemand?
Na ja, jedenfalls hoffe ich auf ein paar Gleichgesinnte und freue mich über Nachrichten.
Viele Grüße
Lilly
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22.02.2010, 16:13
Plötzlich alleinerziehend - Denkanstöße und Austausch
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01.03.2010, 10:54Inaktiver User
AW: Plötzlich alleinerziehend - Denkanstöße und Austausch
hi, und willkommen im club !
bei meinem ex-mann und mir fand die eigentliche trennung auch ruhig statt. dann fand ich die neue an seiner seite heraus und fand das gar nciht lustig, weil sie im nachhinein auch mit ein grund dafür war. (wie soviele andere auch, irgendwann ist gut) aber groß gezeigt hab ich das nie, ich richtete meine kräfte lieber aufs "abschliessen", denn zu ändern war eh nix mehr.
da er mit macht zeigen wollte wie glücklich er nun ist, verhärteten sich die fronten kurzweilig etwas, auch weil next meinte sie wäre die bessere mutter für mein kind
(selbst da noch kinderlos)
das war dann aber irgendwann nach aussprachen gegessen und mittlerweile ist das verhältnis gut.
bei jetziger trennung mit meinem letzten LG wars mehr als harmonisch, alles war geklärt, wir wollten "freunde" bleiben - ganz klassisch. trennung erfolgte durch lange probleme mit seiner ex und seinem kind, liebe war von ihm "anscheinend" noch vorhanden, aber die situation brachte keine ziele mehr. meine liebe stumpfte ab, ich wollte nicht mehr kämpfen daß ER seine vergangenheit nicht ins reine bringen kann.
wir wohnten noch 3 monate zusammen, wie eine WG, alles klappte, keine bösen worte, alles wirklich echt nett und harmonisch.
nach dem umzug gings los mit gerüchten über mich, ich wurde von ihm schlecht gemacht, es wurde ohne ende gelästert, vorwürfe und unterstellungen. mit macht zeigen was er doch toll ist, mir zukommen lassen daß er wieder ne neue hat, die ja mit "seiner" vergangenheit besser klar kommt (zur verdeutlichung: wir waren 3 jahre zusammen, er ist mit ihr jetzt etwa 2-3 monate zusammen, unsere trennung war ende dezember. ) na herzlichen glückwunsch....anfangs hab ich da auch noch keine probleme gehabt....
tja und nu sitze ich hier wieder alleine und manchmal verstehe ich die welt nicht mehr. warum das alles ? wenn man eigentlich alles geklärt hat....hm, keine ahnung, bin auch auf seine sachen nicht mehr drauf eingegangen - weil - von meiner seite war ja alles geklärt.aber anscheinend von seiner nicht...
dies fing extrem an, als er mitbekam wie gut es mir jetzt geht. ich glaube ich habe ihn mit einem satz verletzt, ich sagte damals aus der situation heraus: es ist nicht einfach, aber ich kann gehen und lasse damit alle (seine (!)) probleme hinter mir. und so war es dann auch. ich ging, und es änderte sich nichts, alles war beim alten - nur ohne mich. dabei hab ich jahrelang gekämpft - für ihn, für sein kind - aber er lies keine hilfe zu !
aber das AE sein hat viele vorteile, ich wars ja schonmal, und was das angeht gehts mir echt gut und von mir ist ne riesen last abgefallen !
man hat schon viele vorteile, die negativen halten sich echt in grenzen.
übers bafög kann ich leider nichts sagen, denke aber mal daß du als AE nichts zurück zahlen musst - kommt allerdings, glaube ich aufs einkommen drauf an....
lg
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13.03.2010, 06:36Inaktiver User
AW: Plötzlich alleinerziehend - Denkanstöße und Austausch
...es hört sich an, als wenn du sehr bodenständig und realistisch deine Lebenssituation im Griff hast und schon immer alleinerziehend warst, aber jetzt mit dem Unterschied, dass du ohne Partner lebst...
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16.03.2010, 14:28
AW: Plötzlich alleinerziehend - Denkanstöße und Austausch
Hallo Karline,
danke für Deinen Beitrag. Auf wen bezog er sich? Auf Penatencreme oder auf mich?
Bist Du auch alleinerziehend?
LG
Lilly
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16.03.2010, 15:06
AW: Plötzlich alleinerziehend - Denkanstöße und Austausch
Guck mal auf der Seite vom Bundesverwaltungsamt:
BVA Internet: Freistellung
Einen Teilerlass wegen Kinderbetreuung gab es leider nur bis zum 31.12.2009:
http://www.bva.bund.de/cln_092/nn_37...tml?__nnn=true
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16.03.2010, 19:13
AW: Plötzlich alleinerziehend - Denkanstöße und Austausch
Hallo Lilly,
es ist tröstlich für mich, dass es Menschen gibt, die mit der Situation des Alleinerziehend-Seins zufrieden oder sogar glücklich sind, wie du das schilderst.
Meine Tochter ist auch 3 Jahre alt, ich habe mich von meinem Mann und ihrem Vater schon vor einiger Zeit getrennt, bin aber im Moment in ein "emotionales Loch" gefallen und stelle mir solche belastenden Fragen wie, ob es nicht besser gewesen wäre, dem Kind zuliebe kompromissbereiter zu sein und mehr um die Partnerschaft und damit Familie zu kämpfen und kämpfe mit Schuldgefühlen meiner Tochter gegenüber. Die Trennung war von mir ausgegangen, ich hatte mich sehr in einen anderen Mann verliebt und war vorher schon länger in der Partnerschaft nicht glücklich gewesen. Heute frage ich mich, ob ich vielleicht auch nur zu hohe Erwartungen hatte (Stichwort romantische Liebe versus "gutes Team" etc.).
Meine Tochter ist auch regelmäßig bei ihrem Vater und wir sind - zumindest in ihrer Anwesenheit - auch immer wertschätzend und verantwortungsvoll miteinander und ihr umgegangen. Sie leidet aber trotzdem, weil sie immer den jeweils anderen sehr vermisst. In unserem Umfeld gibt es auch überwiegend nur "heile Familien".
Ein "Zurück" gibt es nicht mehr, da mein Ex in einer neuen Beziehung lebt und ich ihm auch zu sehr weh getan habe.
Ich wollte aber nun hier nicht jammern, sondern eigentlich sagen, dass ich es toll finde, wenn man es schafft, das Gute an der Situation zu sehen und sich seiner Stärke auch bewusst ist.
Vielleicht hat ja jemand einen kleinen Tipp für mich, wie ich es schaffen kann, meine Situation auch wieder positiv zu sehen? Wie geht es deiner Tochter? Trauert sie ihrem Vater oder dir nach, wenn er bzw. du nicht bei ihr sein kannst? Falls ja, wie geht ihr damit um?
Ich wünsch dir auf jeden Fall weiterhin alles Gute!!!!
lg
Juni 2006
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19.03.2010, 14:37
AW: Plötzlich alleinerziehend - Denkanstöße und Austausch
Auch ich bin seit 2,5 Jahren allein und habe ein Kind. "Alleinerziehend" nenne ich mich trotzdem nicht, weil mein 6-jähriger Sohn auch viel bei seinem Vater ist. Da wird auch manchmal der jeweils andere Elternteil vermisst, aber so ganz tragisch ist es nie, weil es ja immer nur ein paar Tage bis zum nächsten Wiedersehen sind.
Auch in "heilen" Familien ist nicht alles heil, ganz und gar nicht. "Vermurkste" Kinder können in allen Konstellationen herauskommen. Das Problem ist nur, dass die anderen wenigstens heil aussehen, während alleinerziehend eben "zerbrochen" erscheint.
Am Ende zählt aber nicht der Schein, sondern was drin ist !
Das sage ich mir immer mal wieder, wenn es gar zu schlimm wird bei Kindergarten-Weihnachtsfeiern o.ä.
Ansonsten kann ich nur dazu raten, das Umfeld anzupassen, aber meist ergibt sich das von selbst.
Nur Mut !
Viele Grüße,
Steinfink


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