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  1. Inaktiver User

    AW: Mütter ohne Kinder

    Zitat Zitat von aurora11 Beitrag anzeigen
    Liebe brighid,

    bestimmt hast Du recht, dass ich viiieel Geduld (u.a. mit mir) haben sollte.



    Dieser Satz löst keine guten Gefühle in mir aus

    Ansprüche runterschrauben wird da helfen.

    Liebe Grüße

    Aurora
    den anspruch an dich selbst, nach einem beinbruch innerhalb kürzester zeit marathonlaufen zu wollen.

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    AW: Mütter ohne Kinder

    Hallo an Alle !!

    Ich lese schon länger still mit und kann Euch soooo gut verstehen.
    Es beruhigt mich auch, das es nicht nur mir so geht.
    In meinem Umfeld gibt es nur die gut funktionierenden Kinder/Familien, ob mit oder ohne Trennung.

    Auch ich bin Mutter ohne Kind.
    Selbst so gewollt, nein nicht gewollt, aber es ging nicht mehr anders.
    Es war und ist immer noch für mich eine schreckliche Endscheidung.

    Ich habe meinen 15 Jährigen Sohn in eine betreute WG gegeben, ganz kleine mit Familienanschluss, 120 km weg von unserem Wohnort, damit er von seinen tollen Kumpels wegkommt und seinen Schulabschluß schafft.


    Er wollte das natürlich nicht, aber ich hatte keine Kraft mehr.
    Es war so viel vorgefallen.

    Bin auch alleinverziehend , Vater hat mehrfach Kontakt abgebrochen, kümmert sich kaum , mehrere Jahre gar nicht,weil Sohn so anstrengend.

    Und natürlich hab ich an allem Schuld, versagt ( O-Ton Vater und neue Frau).
    Und ich zieh mir diesen Schuh an und grübel.
    Warum ist das alles so gekommen???

    ZU alledem kostet der Spaß ja auch etwas Geld, kommen nun Existenzängste dazu, kann ich Wohnung behalten , das Auto?

    Unser Verhältnis hat sich kaum gebessert ( 6 Monate ist er schon dort), bzw. geht es auf und ab, manchmal geht es ihm dort richtig gut, dann geht es mir auch gut.
    Dann gefällt es ihm dort überhaupt nicht, ich bekomme Vorwürfe und mir geht es sauschlecht.


    Nun hab ich Zeit für mich, aber wie ihr, kann ich gar nicht mehr für mich selber sorgen.
    Meine Seele läuft Zickzack!

    Manchmal ist der Schmerz so arg, das ich auch schon Selbstmordgedanken hatte....

    Fühle mich auch vom Leben betrogen und benachteiligt.
    Warum ich?
    Schwangeschaft war sch****, Autounfall in der SS, Geburt -> Multiorganversagen, Koma, alles gepackt.

    Sohn evtl. leichter Autist, da streiten sich die Fachleute und ich weiß nicht mehr ein und aus, kann er was für sein Verhalten oder nicht.... lag es an der Scheidung, der Kontaktabruch des Vaters, meine Unvermoegen ein Kind großzuziehen...
    Immer wieder das warum.....
    Ich wünsch mir so sehr,wieder einen guten Draht zu ihm zu bekommen.

    Ganz liebe Grüße
    Momo

  3. Inaktiver User

    AW: Mütter ohne Kinder

    guten abend momo,

    deine gechichte, auch im zeitraffer- da ist soviel unruhe und hektik drin.

    6 monate- ich finde das keine lange zeit. nicht um auf einen anderen weg zu kommen.

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    AW: Mütter ohne Kinder

    Hallo, liebe Momo,

    spontan habe ich gedacht: Du hast alles richtig gemacht. Hast Dir Hilfe geholt, auch wenn das Ergebnis nicht "gesellschaftskonform" (siehe Ex und Next) ist. Gut gemacht!

    Und wenn Ex und Next rumunken, liegt es doch wohl eher daran, dass es für die leichter ist, an Dir Fehler zu "entdecken", als bei sich selbst zu gucken. Mach es Ihnen nicht nach!

    Könntest Du nicht anfangen, Dir etwas Gutes zu tun? Erstmal einfach so? Was waren früher Deine Träume? Wie könntest Du (auch im Kleinen) für Dich sorgen?

    Ich bin überzeugt davon, dadurch, dass Du Dir Hilfe geholt hast und auch Dich abgegrenzt hast, hast Du das Bestmögliche für Deinen Sohn getan - nämlich als gutes Vorbild. Er wird später davon profitieren

    Früher hab ich die Trennung von meiner Tochter auch ausschließlich als Belastung und "Joch" gesehen. Heute kann ich es auch als Aufgabe, die es zu bewältigen gilt, sehen.

    Viele Grüße!

    Aurora

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    AW: Mütter ohne Kinder

    Hallo, liebe brighid!

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    den anspruch an dich selbst, nach einem beinbruch innerhalb kürzester zeit marathonlaufen zu wollen.
    Ja.

    Schon früher, ich glaube in der Orientierungsstufe, das gab es bei uns so Freundschaftsbücher, in denen man für die Klassenkameraden Fragen beantwortete.

    Eine dieser Fragen lautete: Was willst Du einmal werden?

    Ich schrieb schon dort als Antwort: Weise.

    Ich hab das Gefühl, ich bin seit dem nur einen Zentimeter weitergekommen.

    Ich meine, ich weiß, dass das nicht so ist. Bzw. dass ein Zentimeter relativ ist.

    Gediegen weiterleben, ja, das wärs. I´ll do my very best!

    Mein Traum ist ja, sie völlig souverän "gehen" zu lassen. Für mich (leider nicht für sie). Und sicher gelingt mir etwas, was viel souveräner ist als früher.

    Ich möchte einfach nicht mehr leiden.

    So, jetzt werd ich in die Heia huschen. Gute Nacht!

    Aurora

  6. Inaktiver User

    AW: Mütter ohne Kinder

    ob du weise bist- das werden die andern über dich berichten.


  7. Inaktiver User

    AW: Mütter ohne Kinder

    @momo:

    Ich habe eine ähnliche Situation wie deine bei meiner Schwägerin hautnah miterlebt.
    Der Sohn meiner Schwägerin geriet in kriminelle Kreise und sie hat ihn schweren Herzens aber zu seiner eigenen Sicherheit nach Westdeutschland ins Betreute Wohnen gegeben.

    Er war jahrelang stocksauer auf sie, erpresste sie emotional, fing an Drogen zu nehmen, schmiss die Schule und machte sie für alles verantwortlich. Er fühlte sich abgeschoben.

    Erst ein paar Jahre später (heute ist er 30 und hat selbst Kinder) hat er eine Ahnung davon, was sie für ihn getan hat und wie sie sich gefühlt haben muss.

    Hab Geduld und nimm die Befindlichkeiten deines Sohnes nicht allzu persönlich.

    15 Jahre alt zu sein ist schwierig, erinnerst du dich?
    Aber alleinerziehende Mutter eines 15jährigen Pubertisten zu sein.... das überlebt man nur mit ganz viel Hilfe von Freundinnen/Familie oder Profis!

    (sagt dir eine Mum, die mit zuviel Schlaftabletten intus in der Notaufnahme landete - und einen guten Psychiater beim Aufwachen vorfand.)

  8. Inaktiver User

    AW: Mütter ohne Kinder

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    liebe nuts,

    deine tochter ist sehr erwachsen für ihr alter. sie hat gemerkt, dass ihr die umgebung nicht gut tut und sie hat für sich die konsequenz gezogen.

    ihr könnt euch neu begegnen. als erwachsene frauen, auf augenhöhe.

    die räumliche trennung bietet euch beiden eine riesenchance.
    Liebe brighid,

    es kann auch anders kommen - und du weißt es.

    Kannst du damit leben, hast du überhaupt die Option in dein Leben eingebaut?

    Wenn Kinder den Kontakt zur Mutter verweigern, dann ist das mehr als ein pubertäres Verhalten.
    Es ist grob.

    Sie können irgendwann geläutert einem entgegenkommen.

    Aber, sie können dich auch auflaufen lassen, dir zeigen was sie vermeintlich von dir halten.

    Die Kinder bleiben immer unsere Kinder wie du so schön geschrieben hast.
    Eine Mutter kann ich aber nur sein, wenn sie mein Sein auch versuchen zu akzeptieren.

    Man kann das auch alles ganz anders sehen.
    Schwamm drüber und verständnisvoll reagieren.

    Nur, was wird daraus? Eine Mutter die sich anbiedert und schwach ist.
    Ich will jetzt nicht schreiben, das habe ich nicht nötig.

    Die Zeit in der ich meine Kinder nur sehr sporadisch sehe arbeitet.
    Für beide Seiten.

    Wenn von erwachsenen Kindern nicht die Spur Verständnis und Akzeptanz herüberkommt gekoppelt mit Vertrauen dann sehe ich keine Zukunft.

    Ich will keine Mutter sein bei der man sich nur die Rosinen herauspickt.
    Ich bin selber nicht so - und ich habe ihnen verdammt noch mal das nicht mitgegeben.
    Das trifft nicht nur auf meine Person zu.
    sky

  9. Inaktiver User

    AW: Mütter ohne Kinder

    hallo skyline,

    option einbauen im leben?

    du meinst plan b?

    nun, kann sein, dass meine töchter irgendwann wieder einen kontakt mit mir möchten- sie wissen wie sie mich erreichen können. jederzeit.

    es hat mich sehr viel tränen gekostet- aber ich habe sie losgelassen.

    und wenn es so ist, dass sie auch später nicht möchten- voila.

    sie werden immer in meinem herzen sein. ich habe in den letzten jahren soviele geliebte menschen in meinem umfeld loslassen müssen, ganz konkret loslassen- ich kann es.
    ich kann mich über die zeit freuen und in meinem herzen tragen, die ich mit diesen menschen haben durfte.

    und das kann mir niemand nehmen.


  10. Inaktiver User

    AW: Mütter ohne Kinder

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    hallo skyline,

    option einbauen im leben?

    du meinst plan b?

    nun, kann sein, dass meine töchter irgendwann wieder einen kontakt mit mir möchten- sie wissen wie sie mich erreichen können. jederzeit.

    es hat mich sehr viel tränen gekostet- aber ich habe sie losgelassen.

    und wenn es so ist, dass sie auch später nicht möchten- voila.

    sie werden immer in meinem herzen sein. ich habe in den letzten jahren soviele geliebte menschen in meinem umfeld loslassen müssen, ganz konkret loslassen- ich kann es.
    ich kann mich über die zeit freuen und in meinem herzen tragen, die ich mit diesen menschen haben durfte.

    und das kann mir niemand nehmen.

    Nein, ich meine keinen Plan - und schon gar nicht Plan B.

    Man lässt seine Kinder ja sowieso los, das ist der Lauf der Welt und das Ziel.
    Aber, das heißt nicht, sie nicht sehen zu können und an ihrem Leben teilhaben zu können.

    Ich kann mit diesem Preis nur leben, weil ich sehr sicher bin das Richtige getan zu haben.
    Zwischen uns war immer Vertrauen. Durch die Trennung von meinem Ex ist alles verschommen und unklar.

    Irgendwann wurde mir klar, dass ich gegen ihn ankämpfen müsste - und das geht nicht.

    Als Ideal empfinde ich heute,meine Kinder würden ihren Vater so sehen und nehmen wie er ist oder sie es wollen und mich so wie ich eben bin.

    Ich hege keine Groll mehr gegen meinen Ex wie man mir unterstellt.
    Er ist mir so egal - und das ist für Kinder wahrscheinlich schwer auf die Reihe zu kriegen.
    Wir waren für sie ja immer so was wie Eins.
    sky

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