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Thema: Mütter ohne Kinder
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28.06.2010, 11:11
AW: Mütter ohne Kinder
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28.06.2010, 12:44
AW: Mütter ohne Kinder
Meine Tochter ist mit 15 Jahren ausgezogen.
Es tut so schrecklich weh. Ich vermisse mein Kind so sehr. Ich höre sie lachen und mit dem Hund herumtollen. Es schmerzt mich so sehr, dass ich Selbstmordgedanken habe, jeden Tag. Ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll. Ich habe sie allein großgezogen ab ihrem 2. Lebensjahr.
Meine Tochter ist mit 15 J. zum Jugendamt gegangen und hat darauf bestanden, ins betreute Wohnen zu kommen. Jetzt ist sie 16 und bekommt eine eigene Wohnung für sich.
Auslöser war der ewige Streit zwischen mir und ihrem Bruder. (siehe der Strang "Volljährige Kinder..")
In nun zwei Monaten werde ich allein wohnen. Habe mir eine kleine Wohnung genommen und die große gekündigt. Das bedeutet für meinen Sohn, dass er "rausfliegt".... er ist 19 und muss sehen, wo er bleibt... klingt hart, ist aber nötig.
zwei Schmerzen, die ich kaum ertrage. Ich sollte mich jetzt auf mein eigenes Leben freuen, jetzt, endlich, mit 50 Jahren, nach langer Zeit des Alleinerziehendendaseins... aber noch ist der Schmerz zu groß, ich hoffe, die Zeit hilft mir, es besser annehmen zu können.
Ich knuddel mal alle, die ein ähnliches Schicksal haben.
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28.06.2010, 14:49Inaktiver User
AW: Mütter ohne Kinder
du gibst noch auf die öffentlich meinung- aber!!!!!! so wie du schreibst schon weniger als noch vor einem jahr. also weiter so.
stelle dir vor, du bist gestürzt, knie völlig verfallen. du stehst auf und gehst langsam weiter. wenn du liegenbleiben würdest- dann kann dir niemand helfen- aber wenn du aufstehen WILLST, wirst du hilfe finden, wenn du, wenn auch wackelig, weitergehen willst- dann wird sich auch hilfe finden. du bist auf dem richtig weg. gerade wenn die knie nach dem sturz instabil sind- langsam laufen- vermeidet weitere stürze.
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28.06.2010, 14:51Inaktiver User
AW: Mütter ohne Kinder
liebe nuts,
deine tochter ist sehr erwachsen für ihr alter. sie hat gemerkt, dass ihr die umgebung nicht gut tut und sie hat für sich die konsequenz gezogen.
ihr könnt euch neu begegnen. als erwachsene frauen, auf augenhöhe.
die räumliche trennung bietet euch beiden eine riesenchance.
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28.06.2010, 15:53Inaktiver User
AW: Mütter ohne Kinder
Liebe Aurora und brighid,
vieles wird ja auch besser, was mich betrifft.
Ich weiß schon, dass ihr es gut meint.
Danke, und euch Beiden und allen einen ebenso guten Start in die Woche.
Ich glaube, Kinder, auch wenn sie noch so groß sind, können mit Veränderungen so umgehen wie der Teufel mit dem Weihwasser.
sky
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28.06.2010, 15:57Inaktiver User
AW: Mütter ohne Kinder
wir sind auch immer noch die kinder unserer eltern. unsere kinder werden immer unsere kinder bleiben.
und ich erlebe es so: wenn eltern hinter ihren verhaltensveränderungen auch wirklich stehen, zu sich selbst stehen, mit sich im reinen sind- dann akzeptieren das kinder auch.
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28.06.2010, 17:24
AW: Mütter ohne Kinder
Liebe Sky,
das Wort "Kinder" muss doch hier ersetzt werden durch "Menschen", ja?
Und trotzdem gibt es jederzeit Veränderungen.
Manche mag ich, gegen manche verwehre ich mich vehement. Früher oder später muss ich sie annehmen. Oder weiterhadern.
Was soll man tun, sollte Deine These stimmen?
Ich denke, die Antwort auf diese Frage ist: Nichts. Nichts kann man tun.
Diese Art von Hilflosigkeit hab ich auch schon oft verflucht. Genützt hat es nichts.
Ich fühle mich am besten, wenn ich beeinflusse, was ich beeinflussen kann.
Ich wünsch Dir alles Gute, Sky
Aurora
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28.06.2010, 17:30
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28.06.2010, 17:31Inaktiver User
AW: Mütter ohne Kinder
die menschliche spezies überlebt seit jahrtausend durch adaption.
durch das akzeptieren und sich anpassen an veränderungen.
das eine ist: es nicht mögen.
das andere ist: sich durchaus verändern können, veränderungen annehmen können und trotzdem gediegen weiterleben.
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28.06.2010, 17:31Inaktiver User
AW: Mütter ohne Kinder
Liebe Nuts,
nur ein paar Gedanken/Erfahrungen von mir:
die Geburt war im Grunde die erste Trennung.
Danach folgten doch ganz viele Trennungen...
Immer wieder loslassen. Immer wieder der Schmerz, das Kind braucht mich immer weniger - gegen die Freude daran, dass es wieder einen Schritt selbständiger geworden ist.
Ich wünsche dir sehr, dass du sehen kannst, wie mutig deine Tochter ist, dass sie weiss, was sie braucht, dass sie sich selbst darum kümmert und sich Hilfe holen kann. Dass sie nicht in einer Situation verharrt, die ihr nicht gut tut, nur um dir Schmerz zu ersparen.
Ich bin auch fast 50 und lebe zum erstenmal seit 21 Jahren ohne Kind.
Wenn der Mama-Job wegfällt - das ist ein sehr eigenartiges Gefühl..
Aber es ist ein Abenteuer wieder zu entdecken, was einem ganz persönlich als "Nuts" wichtig ist und gut tut.



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