Gute Idee von Dir!!
Langsame (leider sehr langsam) komme ich auch darauf, dies für mich so zu handhaben. Ich benötige jedoch ziemlich viel Übung dafür, nicht ständig in das alte Muster zu rutschen: 1. darunter zu leiden, was die anderen von mir denken und 2. mein schlechtes Gewissen in eine richtige Relation zu bringen und 3. mein Leben von ihr dominieren zu lassen
Gestern abend habe ich es geschafftIch hab sie einfach bei den Nachbarn gelassen, die sie darin bestärken, dass Mama eine Rabenmutter ist und habe mich nicht von ihr bedrohen lassen (Wenn Du mir mein "Spielzeug" nicht wiedergibst, werde ich nur noch schlimmer
)
Ein Anfang in eine neue Richtung? Oder nur ein hilfloses Aufbäumen? Ich weiß, es liegt in meiner Hand.
In den Spiegel gucken kann ich wirklich auch. Aber wie komme ich aus meinen Opfergefühlen raus? Es fällt mir einfach schwer, mich von meiner Vorstellung von dem Leben, was ich für sie gewünscht hätte, zu verabschieden. Das hört sich schräg an, ich weiß, aber ich kann doch meine Gefühle nicht einfach abtun, nur weil sie schräg sind.
Ich habe schon damals Deine gefestigte Weise der Betrachtung bewundert. Dies würde ich mir für mich auch wünschen! Ich möchte so gern einen neuen Start wagen, in dem ich meine Muster verlasse (und damit auch mein Kind?).
Ich wünsche Dir einen schönen Sonnensonntag!
Aurora
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Thema: Mütter ohne Kinder
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27.06.2010, 11:36
AW: Mütter ohne Kinder
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27.06.2010, 11:38
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27.06.2010, 15:40Inaktiver User
AW: Mütter ohne Kinder
vielen dank für die sonnige wünsche---------- hat geklappt

einen neuen start wagen? nein, in kleinen schritten deinen weg zu dir selbst finden.
keine hauruck-aktionen, kein von heute an wird alles besser. das wird nichts. wir sind wie wir sind, wir sind so geworden.
aber-----------
wir können uns verändern. und das braucht zeit und geduld.
vorallem geduld mit sich selbst.
was bist du dir selbst wert.--------------------
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27.06.2010, 19:38Inaktiver User
AW: Mütter ohne Kinder
Hallo,
meine Kinder haben bis zum Erwachsensein bei mir gelebt.
Durch die Trennung von meinem Mann bin ich aber auch eine Mutter ohne Kinder geworden.
Wir haben zwar sporadischen Kontakt. Letzte Woche war die Älteste da mit ihrer Kleinen und es war sehr schön.
Aber, trotzdem ist es komisch.
Die Trennung war für mich existenzbedrohlich. Ich fand mit Mühe eine Wohnung, hatte nicht mit so schlechten Karten gerechnet.
Diese Schwierigkeiten hatte man komplett ignoriert.
Das hat sich alles eingerenkt, ohne die Hilfe der Kinder.
Ehrlich gesagt, ich finde meine Kinder kindisch. Mama kann und darf keine Probleme haben.
Während der Wohnungssuche fühlte ich mich im Ausnahmezustand und nicht belastbar.
Jetzt ist alles wieder in trockenen Tüchern - und meine alte Souveränität ist zurück gekehrt.
Aber, die alte Mama kann ich nicht mehr sein.
Meine Ex hat mir wörtlich gesagt, wenn ich wieder die Liebe bin, dann.
Ansonsten soll ich hoffen, dass mein Vater noch lange lebt, sonst bin ich nämlich ganz alleine.
Mittlerweile schleicht sich bei mir ein Gefühl des Egal-seins ein.
Es kommt wie es kommt.
Meine Kinder können offensichtlich nicht damit umgehen, dass ich souverän mein Leben lebe.
Ich habe es mir abgwöhnt, mit Fremden darüber zu sprechen.
Da muss doch was sein - hängt immer in der Luft wie mir scheint.
Manchmal lüge ich auch - und erzähle von Treffen die gar nicht statt fanden.
Da bin ich wenigstens nicht so traurig und fühle mich auch nicht schlecht.
Eigentlich bin ich ein Wahrheitsfanatiker - aber ich will überleben.
Ich bin immer noch überrascht diesen Strang gefunden zu haben. Selbst bei Brigitte schien mir das Thema ein Tabu zu sein.
Alles Liebe für meine Vorschreiberinnen von sky
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27.06.2010, 20:02
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28.06.2010, 05:56Inaktiver User
AW: Mütter ohne Kinder
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28.06.2010, 06:29Inaktiver User
AW: Mütter ohne Kinder
ich lebe es mittlerweile seit fast 4 jahren, für mich wird es besser.
ich habe abstand gewonnen und meinen inneren frieden gefunden.
auch durch und mit hilfe. ich habe es für mich so angenommen.
es ist so. und damit komme ich gut durch den tag und auch die nächte.
klar gibts immer mal wieder tage, wo es mehr piekt.
aber da es von ihrer seite eine klare ansage gibt: sie möchten nicht - voila.
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28.06.2010, 10:49
AW: Mütter ohne Kinder
Guten Morgen, liebe Britte!

Ich hab Dein Post mit Betroffenheit gelesen. Was ich Dir schreiben möchte, ist absolut ernst gemeint.
Bitte versuch es mit Beten. Egal ob Du an Gott glaubst oder nicht (was hast Du zu verlieren?). Ich kenne das von Dir beschriebene Gefühle und auch das Gefühl: Nichts geht mehr. Und ich sehe es so, dass Du ungleich schwerer betroffen bist als ich. Bitte versuch es mit beten.
Co-Abhängigkeit ist wohl immer ungewollt.
Meine Schwester (eine kluge Frau) sagt mir immer, ich solle den Focus von anderen nehmen und auf mich richten. Sie predigt mir fast schon, dass wenn ich etwas verändere, ausschließlich bei mir, ohne die anderen quasi zu beachten, dann verändern sich die anderen automatisch mit.
Mit der Zeit habe ich bemerkt, dass wenn ich "gegen" sie argumentiere, ich lediglich Angst vor den "Schmerzen" habe, die eine solche Veränderung bei mir mit sich bringt.
Und: Sie hat recht.
Ich wünsche Dir das Beste und darüber hinaus Gottes Segen.
Aurora
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28.06.2010, 11:03
AW: Mütter ohne Kinder
Guten Morgen, brighid!
Na, dann mach ich das doch einfach jeden Tag
:
Sonnige Wünsche für den Montag!


Das hört sich klug an und genau so werd ich es machen!
Gestern abend hab ich damit angefangen. Wir hatten einen sehr schönen und harmonischen Nachmittag, Lebensgefährte, Tochter, Fußball und ich, und auf dem Rückweg fingen die Beiden an zu zicken. Und anstelle die Lippen zusammenzukneifen und still zu leiden hab ich sie beide ruhig aber deutlich darauf hingewiesen, dass mich das sehr stört und es mir den Abend verdirbt.
Und? Beide waren bedröppelt still 
Das muss ich mir unbedingt merken
Was das Schwere für mich sein wird: Ich muss mehr auf mich sehen, wenn die Tochter querschießt, und das muss ich auch tun, wenn sie wieder zum Vater zieht. Auch wenn sie bleibt, eventuell gezwungenermaßen, und in beiden Fällen der Terror wieder los geht. Auf mich sehen, dass Schlechte nicht in mein Leben lassen, für mich sorgen. Und das kann dann auch mal heißen, nicht für sie sorgen. Das fällt mir schwer, besonders wenn das Schlechte so nah ist (in der Wohnung).
Und ich trau mich noch nicht so richtig, dieses mir-selbst-etwas-wert-sein in dieser Konsequenz auch zu leben. Ehrlich gesagt bin ich auch noch nicht unabhängig von der (konträren) öffentlichen Meinung
Aber ich arbeite daran.Geändert von aurora11 (28.06.2010 um 11:08 Uhr)
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28.06.2010, 11:07
AW: Mütter ohne Kinder
Guten Morgen, sky

Auch bei mir traf und trifft es zu, dass es mit jedem Tag besser wurde und wird. Ich hatte brighid auch so verstanden, dass sie Dir Trost und Mut zusprechen wollte.
Ich finde den Satz Deines Arztes ebenfalls zutreffend! Und wenn er Recht hat, dann sollte es doch besser werden, gell?
Ich wünsche Dir einen guten Start in die Woche!
Aurora



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