Das hat ein Vater, wenn er die Mutter geehelicht hat oder mit ihr zusammen wohnt und seine Vaterschaft erklärt hat.Nochmal: Mir geht es darum das er es nicht beantragen muß, sondern "hat".
Alles andere geht an der Wirklichkeit vorbei. Es gibt einen guten Grund, weshalb es die Institution "Ehe" und "eheähnliche Gemeinschaft" gibt. Weil nur dann die Rechtsverhältnisse klar sind.
Wenn es Euch nicht gelungen ist, den Zustand einer Ehe mit der Mutter Eurer Kinder einzugehen, so ist es nicht Aufgabe der Gemeinschaft, Euch "automatisch" Rechte zuzugestehen, die Ihr selbst nicht in der Lage ward herzustellen. Also bleibt Euch nur der Rechtsweg, der Euch ja offen steht.
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24.12.2009, 10:53
AW: Straßburg stärkt Sorgerecht lediger Väter
Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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24.12.2009, 11:19Inaktiver User
AW: Straßburg stärkt Sorgerecht lediger Väter
stimmt das so, wenn die Mutter nicht zustimmt?
und wenn ja, seit wann?
(ich dachte, das sei bei uns anders - aber ich bin kein Experte).
dem stimme ich zu.Alles andere geht an der Wirklichkeit vorbei. Es gibt einen guten Grund, weshalb es die Institution "Ehe" und "eheähnliche Gemeinschaft" gibt. Weil nur dann die Rechtsverhältnisse klar sind.
wobei ich weiterhin einen Unterschied zwischen Ehe und eheähnliche Gemeinschaft sehe, der auch im Rechtlichen seinen Ausdruck findet und finden soll.
das aber auch nur nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofes, oder?Also bleibt Euch nur der Rechtsweg, der Euch ja offen steht.
Frohe Weihnachten,
Gruß, Leonie
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24.12.2009, 11:35
AW: Straßburg stärkt Sorgerecht lediger Väter
Der Ausgang des Gerichtsverfahren bei EU-Gerichtshof war für den Gesetzgeber absehbar. Die Diskussionen über die Stärkung der Rechte der nichtehelichen Väter dauern bei uns seit Jahren an. Das Große Familiengericht, das alle Sorgerechtsverfahren nunmehr zu behandeln hat, ist seit der Gesetzesänderung zum 1.9.2009 in Kraft.
Das Neue daran ist, dass auch der nichteheliche Vater antragsberechtigt ist und sein Anwalt Zugang zu allen Unterlagen hat, das war überfällig.
Aber wie man hier in der Diskussion sieht, reichen diese Rechte einigen Vätern nicht aus. Sie wollen mehr - und zwar die Kontrolle über die Mütter ihrer Kinder. Sie wollen Einfluß haben, falls die Mutter eine neue Lebensverbindung eingehen möchte.
Und das wäre Rückfall in das allerfinsterste Mittelalter.Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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24.12.2009, 12:16
AW: Straßburg stärkt Sorgerecht lediger Väter
Unsinn. Nichteheliche Väter sind nach wie vor NICHT antragsberechtigt.
Mittelalter ist es vielmehr, das Sorgerecht des Vaters vom Verhältnis zur Kindesmutter abhängig zu machen. Bleib Du mal in Deiner mittelalterlichen Welt.
Und wo Du es gerade ansprichst: Ja, Väter wollen mehr. Mehr Einfluß auf ihre Kinder, mehr Rechte was mit ihren Kindern geschieht. Das ist völlig natürlich, es sind schließlich auch ihre Kinder. Ob die Mutter eine neue Lebensverbindung eingeht, ist überhaupt nicht relevant.
Für Dich sind leibliche Väter offenbar nur Erzeuger, die nach ihrer Samenspende den Mund zu halten haben, oder wie? Schon mal was von gelebter Vaterschaft gehört? Schon mal was über die Wichtigkeit der Vater-Kind-Beziehung gelesen?
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24.12.2009, 12:58
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24.12.2009, 22:32
AW: Straßburg stärkt Sorgerecht lediger Väter
Also hat ein Kind, das unehelich geboren wird, kein Recht auf seinen Vater? Da werden Männer in eine Lebensform gezwungen, die sie viell. aus verschiedenen Gründen, ablehnen. Mütter werden das nicht. Komisch.
Wessen Wirklichkeit? Deine, oder die der Länder, die Väter gleichstellen?Alles andere geht an der Wirklichkeit vorbei.
Das dem nicht so ist, sieht man oft vor Gericht.Es gibt einen guten Grund, weshalb es die Institution "Ehe" und "eheähnliche Gemeinschaft" gibt. Weil nur dann die Rechtsverhältnisse klar sind.
Es ist Aufgabe des Gesetzgebers. Die Mutter kann den Zustand der Ehe genauso herbeiführen. Sollte man ihr erst dann Rechte geben?Wenn es Euch nicht gelungen ist, den Zustand einer Ehe mit der Mutter Eurer Kinder einzugehen, so ist es nicht Aufgabe der Gemeinschaft, Euch "automatisch" Rechte zuzugestehen, die Ihr selbst nicht in der Lage ward herzustellen. Also bleibt Euch nur der Rechtsweg, der Euch ja offen steht.
Wo steht dieser Unsinn?Aber wie man hier in der Diskussion sieht, reichen diese Rechte einigen Vätern nicht aus. Sie wollen mehr - und zwar die Kontrolle über die Mütter ihrer Kinder. Sie wollen Einfluß haben, falls die Mutter eine neue Lebensverbindung eingehen möchte.
Im Mittelalter haben Väter meist die Kinder viel erzogen. Der Rückschritt wäre nicht verkehrt.Und das wäre Rückfall in das allerfinsterste Mittelalter.Sie verwechseln Ehrlichkeit und Toleranz, mit Oberflächlichkeit und Arroganz...
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26.12.2009, 10:28Inaktiver User
AW: Straßburg stärkt Sorgerecht lediger Väter
Eigentlich wollte ich nichts mehr dazu sagen,
aber ein Vater, egal ob Ehegatte der Mutter oder nicht, der ernsthaft am Sorgerecht für seine Kinder interessiert ist, der sollte das auch bekommen.
Ein Vater, der unfreiwillig Vater geworden ist und sich in keiner Weise an der Erziehung des Kindes beteiligen will, der wird das Sorgerecht weder beantragen, noch benutzen.
Es ist eine rechtliche Option.
Ich kenne übrigens eine Reihe von ledigen Vätern mit gemeinsamen Sorgerecht, die schon lange nicht mehr mit der Mutter des Kindes zusammen sind. Die kümmern sich nicht nur um Unterhalt in Barform, sondern nehmen auch ihre kompletten Rechte und Pflichten war. Keiner von denen will/wollte der Mutter eins reinwürgen.
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28.12.2009, 13:00Inaktiver User
AW: Straßburg stärkt Sorgerecht lediger Väter
Ich möchte mal gerne wissen, auf welche "seriösen" Studien, Du Dich da berufst... Bezieht sich das - Deiner Meinung nach - auch auf sexuelle Gewalt? Im Internet kursieren zwar gewissen "Männerseiten" die solche Thesen verbreiten, aber die erscheinen nicht gerade seriös. Vielleicht solltest Du Dich bei besser beim Kinderschutzbund, der Polizei oder bei den politischen Instanzen informieren. Da sehen die Zahlen ganz anders aus....
Zum Thema
Im Prinzip finde ich das Urteil nicht schlecht, denn es betont die Vaterrolle, die ja auch wichtig für das Kind ist. Schlimm wird's, wenn aus einem gemeinsamen Sorgerecht ein Zerren ums Kind wird bzw. ein Ersatzkampffeld für Beziehungsstreitigkeiten. Manchmal finde ich es daher sogar die "bessere" und liebe-vollere Lösung das Kind bei einem Elternteil zu lassen.
Und wenn die Eltern das nicht schaffen, hoffe ich, dass die Gerichte weiterhin das Kindeswohl in den Mittelpunkt stellen.
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28.12.2009, 17:57
AW: Straßburg stärkt Sorgerecht lediger Väter
Die Kriminalstatistik ist da eindeutig. Frauen üben öfter Gewalt an Kindern aus, als Männer. Was soll daran nicht seriös sein? Klar, es ist politisch nicht korrekt. Aber das ändert nix.
Wenn Gerichte das Kindeswohl im Auge haben sollen, heißt das was genau?Sie verwechseln Ehrlichkeit und Toleranz, mit Oberflächlichkeit und Arroganz...
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28.12.2009, 18:29Inaktiver User
AW: Straßburg stärkt Sorgerecht lediger Väter
@satyr,
hast du dir mal überlegt, wie diese Zahlen zustande kommen?
Ich habe jahrelang in einer Branche gearbeitet, die mit solchen Fällen konfrontiert wurde, nicht um zu helfen, sondern sie aufzubereiten und zu verkaufen.
Ich habe manchesmal fassungslos dagesessen.
Eine sehr hohe Prozentzahl der körperlich misshandelten oder getöteten Kinder (andere Fälle werden in der KS nicht erfasst) wuchs in zerrütteten Familien auf. Sprich: Eltern Alkoholiker oder überfordert, oder zu jung oder Vater gar nicht im Haushalt oder Vater nur ab und zu da, oder oder, ...oder sogar alles zusammen. In den wenigsten dieser Familien funktionierte Familie bzw. kümmerte sich der Vater.
Mütter sind nicht per se die besseren Menschen, aber abwesende lieblose Väter auch nicht. Die interessiert ihr Nachwuchs schlichtweg nicht.


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