Naja, dann kannst du erst recht nicht verallgemeinern, dass Berlin ausgelutscht ist.
Ich kann mir nicht vorstellen aus Friedenau wegzuziehen, no no never!!!!! Friedenau liegt dennoch zentral und ist vom nicht so schönen Schöneberger Norden nicht weit entfernt.
Prenzlauer Berg kenn ich von früher aus meinen Single-Zeiten und habe Anfang der 90er Jahre dort 3 Jahre gewohnt. Spannende und interessante Zeiten, auch mit Jobweg von 10 min mit Rad.
Mit Kind würde ich da persönliche nicht wohnen wollen, aber der Bezirk bzw. einzelne Ecken quellen ja vor Kinder über. Auch in Kreuzberg gibt es schöne Ecken, wo sich Eltern aus bildungsnahen Schichten mit Kindern wohlfühlen.
Auch Spandau, Reinickendorf, Pankow, Treptow und sogar Marzahn soll schöne und kinderfreundliche Ecken haben, die nicht dem negativen Berlin-Bild entsprechen.
Ich habe dagegen Ecken in der Uckermark und in Mecklenburg gut kennengelernt, wo 1. Klässer 1 1/2 Stunden Schulwege mit Schulsbussen, verstehe nur eine Strecke, haben, kein Kinderarzt mehr da ist, keine Freizeitmöglichkeiten etc. und wo man wegen jedem Pups sein Kind fahren muss oder ansonsten weite Wege hat etc.
Ich weis nicht wie ich und mein Kind damals die 6 Op´meiner Tochter hätten überstehen können, wenn ich zu dem Krankenhaus zig von Kilometer mit den öffentlichen Verkehrsmittel hätte fahren müssen, da ich ein Auto nicht habe.
Dazu sind viele gute und taffe Leute dort weggezogen und demensprechend ist das Land auch in gewisser Weise ausgeblutet.
Nee, für mich wäre das gar nichts. Aber wenn andere Menschen sich dort mit ihren Kindern wohl fühlen und mit den dortigen Umständen zufrieden sind, dann ist es doch i.O.
Wildblume
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28.10.2009, 21:12
AW: Kann der Vater einen Schulwechsel verweigern?
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28.10.2009, 22:15Inaktiver User
AW: Kann der Vater einen Schulwechsel verweigern?
Kurz OT:
Wildblume ich beneide dich... Ich muss so viel mit dem Auto umherfahren (3 Kinder, Schule,Hort, Sport etc) das ich manchmal denke ich lebe im Auto, seufz.
Aber bei mir sind die oeffentlichen so schlecht, da waere ich stundenlang unterwegs und das auch noch im Zwillingskinderwagen, nein danke....
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29.10.2009, 09:26
AW: Kann der Vater einen Schulwechsel verweigern?
Ach Tamsin, beneiden brauchst du mich nicht. Dafür hast du wahrscheinlich nen netten Mann, ein Haus mit Grundstück und ein Auto
. Du wirst dich nicht ohne Grund für deinen Weg entschieden haben.
Mir ist es nur wichtig, ein der Realität entsprechendes Bild von Berlin und seinen vielfältigen Möglickkeiten darzustellen. Und diese schlimme Ecken von Berlin gibt es tatsächlich. Aber da muss man ja nicht wohnen, denn der Wohnungsmarkt ist hier ja seid Jahren relativ entspannt.
Ich musst damals aus meiner Situation das Beste machen, bin 3 x innerhalb von Berlin umgezogen, hatte auch einiges Glück dabei, um mir die Lebensbedigungen zu schaffen, die ich für mich brauche, um den stressigen Alltag eine AE-Mama zum Wohle meiner Tochter zu schaffen.
Ich wünsche dir und deinen Kindern alles Gute, viel Kraft und Gesundheit.
Wildblume
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02.11.2009, 06:07Inaktiver User
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02.11.2009, 19:17Inaktiver User
AW: Kann der Vater einen Schulwechsel verweigern?
Na ja, für mich braucht man hier keine Reklame für Berlin machen und Lokalpatriotismus ist auch mein Ding.
Klar ziehts die Familie da hin wo es Arbeit gibt.
Aber, es gibt noch eine andere Welt, eine die tief in mir ist.
Etwas Atmosphärisches.
In kleineren Städten lebt sich das Leben von selbst, weil nicht jeder Stadtteil seinen Kiez hat.
Man trifft automatisch auf bestimmte Menschen, ist eingebunden in Nachbarschaft und saisonale Feste.
Das Leben ist beschaulicher. Ich hab oft gestaunt das selbst von jungen Menschen zu hören, die zum Studieren gekommen sind. "Wenn ich hier was machen will muss ich organisieren und viel Energie aufwenden," O-Ton.
Das was hier beschrieben wurde sind ja die günstigsten Kriterien für Erwachsene und Frau könnte nun behaupten das müsste automatisch auch gut fürs Kind sein.Dann ist das auch okay.
Weniger Hektik und Anonymität finde ich kindgemässer. Kinder leben in kleineren Städten oder sogar auf dem Land mehr mit der Natur. Das sind die Dinge an die ich mich als Kind gern erinnere, weil ich eben sehr an der Peripherie aufgewachsen bin.
Schon alleine wenn ich mal sehe wie sorglos man in anderen Städten sein Fahrrad stehen lässt wird mir der Unterschied klar.
Nichtsdestrotrotz ziehts mich auch nicht woanders hin - und ich habs versucht.
Die Hektik hab ich verinnerlicht - und leider empfinde ich das ruhigere Naturell der Kleinstädter sehr schnell als dümmlich.
sky
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02.11.2009, 21:00Inaktiver User
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02.11.2009, 21:47
AW: Kann der Vater einen Schulwechsel verweigern?
Bei allem Respekt, ich erlebe hier in Friedenau keine Hektik. Meine Tochter hat einen Schulweg von 2 min. Dagegen müssen Kinder, die auf dem Land wohnen teilweise mit dem Schulbus fahren und haben damit ne Menge Stress. Die Mütter habe ne Menge Stress, weil sie ihre Kinder ständig rum kuschieren müssen.
Jugendliche müssen oft aus der Kleinstadt wegziehen, um eine Ausbildung anzufangen, was oft zeitaufwändig und und finanziell nicht leicht ist. In Berlin hat man da viel mehr Chancen.
Annonym kann Berlin sein, ist es aber hier, wo ich wohne nicht. Es gibt nicht nur schwarz und weis
.
Meine Nichte ist auf dem Land aufgewachsen bzw. in einer Kleinstadt. Sie war viel weniger draussen an der frischen Luft, weil dort in der Kleinstadt nichts los war, als meine Tochter
, die 20 min fährt und dann an der Krummen Lanke ist und dort in der Natur ihrem Hobby nachgeht. Es gibt in Berlin wunderschöne Ecken, wo man denkt, man ist auf dem Land, aber nicht in einer Großstadt.
Ich denke es gibt genau wie in Berlin so auch auf dem Land, wo Kinder nur vor der Glotze hocken oder es gibt auch Kinder in Berlin, die viel in der Natur sind oder natur verbunden sind. Eine Großstadt bietet dafür auch Möglichkeiten, die eine Kleinstadt nie und nimmer bieten kann.
Ein Kiez in Berlin ist wie eine Kleinstadt und ich kenne alle Bewohner in meinem Haus und es ist eine sehr angenehme Nachbarschaft. Man hilft sich gerne untereinander, aber lässt auch eine gewisse gesunde Distanz zu. Und!!!! es intereressiert hier keinen groß, wie man lebt.
In Kleinstädten dagegen, so kenne ich es von meiner Schwester und habe es selber auch erlebt, wird schnell geschaut, was der eine hat und der Andere nicht. Es existiert eine gewisse Kontrolle, die ich persönlich unangenehm finde. Außerdem habe ich hier in Berlin einfach mehr Chancen, sollte ich mal arbeitslos werden, mir irgendwie was dazu zu verdienen
. Da hilft die gewisse gesunde Anonymität.
Multi Kulti sind wir in unserem Haus auch, von einem Wissenschafteler der pech schwarz ist, bis zu einer jungen jüdischen Sängerin, die hier studiert. Und das finde ich als AllgemeinBildung für die Zukunft meines Kindes sehr wichtig.
Abschließend: in Berlin kann jeder nach seiner Fasson leben, von Kleinstädtisch bis zum hektischen Rummel bzw. Lifestyl Leben. Das ist ja das tolle (für mich) an dieser Stadt.
WildblumeGeändert von Wildblume2008 (03.11.2009 um 13:21 Uhr)
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03.11.2009, 13:20
AW: Kann der Vater einen Schulwechsel verweigern?
Naja, viele Eltern merken erst später, dass vielleicht das Häuschen im Grünen auf dem Lande ... den Bedürfnissen der heranwachsenden Kindern und was die Ansprüche an die Schulen betrifft nicht gut entspricht. Und richtig schlimm wird es m.E. erst, wenn die Kinder in der Pupertät sind bzw. kommen.
Wildblume
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03.11.2009, 13:35
AW: Kann der Vater einen Schulwechsel verweigern?
Ich hatte nie "Stress" im Bus, komisch. Übrigens gibt es auch in ländlichen Gegenden Schulen aller Art, so dass man in den seltensten Fällen über Gebühr unterwegs ist. Wobei mir auch die 45 min vom Gym nach Hause nicht geschadet haben. Wir hatten damals noch Freunde, mit denen eine Schulbustour lustig war. Auch die 20 min Fahrt mit dem Bus zum Tennisverein und zum Stall waren kein Drama.
Heute werden Kinder wohl in Mamas Auto geboren - was machen die Papas eigentlich so? Ach, wie war das noch, Männer leben ihr Leben auch nach dem Vater werden unverändert weiter - und fahren nicht die Kinder durch die Gegend, sondern die Sekretärin ... - ups, ich bin ja im Forum für Alleinerziehende, pardon ;- )
Aber auch diese Lebensform ist kein Grund, sich zum Sklaven der Kinder zu machen und diesen das Vorhandensein des ÖPN zu verschweigen. Bekommen die dann eigentlich alle mit 18 ein Auto oder wie geht es dann weiter? Lernen sie dann plötzlich, dass es Busse und Bahnen gibt? Oder rollert Mama weiter, bis sie von der Schwiegertochter abgelöst wird?Geändert von Tabetha (03.11.2009 um 13:40 Uhr)
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04.11.2009, 07:15Inaktiver User
AW: Kann der Vater einen Schulwechsel verweigern?
...alles hat seine Zeit, auch das Häuschen im Grünen, in dem Familien mit viel Raum für alle ein entspanntes Leben führen kann.
Die Kinder wachsen gesunder und entspannter auf. Im Laufe der Jahre werden sie größer und selbständiger und ihr Bewegungsradius nimmt auch größere Entfernungen ein.
Wenn die Eltern eine gesunde und im wahrsten Sinne bewegliche Lebenshaltung haben, die mit Vertrauen und Weltoffenheit ihre Kinder begleitet haben, dann wachsen diese auch mit der Kenntnis über die Lebensform in Städten schon während der Schulzeit auf - auch mit „bösen Erfahrungen“.
Wenn die Eltern auch nach der Kinderzeit beweglich bleiben in ihrer geistigen Haltung und ihrem Standort, können sie eine Wohnraumveränderung für sich neu gestalten. Macht auch Sinn, wenn sie dann im hohen Alter wie Kinder vom fahrenden Pflegedienst versorgt werden müssen
...



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