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    AW: Verhätscheln?!

    Hallo Wildblume,

    seine Situation: Er ist Lehrer, seine Ex auch. Sie haben sich also an einer Schule kennengelernt. Sie war noch verheiratet, hat sich für ihn scheiden lassen. Sie hatte damals schon ein Alkoholproblem, nur er hat es nicht gleich gemerkt, nicht wahr haben wollen, verdrängt....

    Sie hat P. bekommen, konnte aber nicht mehr arbeiten, geschweige denn sich um ihr Kind kümmern.Er rannte um die Kante, sie lag im Bett und hat ihren Rausch ausgeschlafen. Er ging zum arbeiten, hat den Haushalt gemacht und sich um P.gekümmert. Er geriet dabei natürlich immer mehr in eine Co-Abhängigkeit,klar. Vor 5 Jahren nahm sie sich eine eigene Wohnung im nächsten Ort. Dort konnte sie wenigstens ungestört trinken. Sie hat zig Therapien hinter sich, wurde aber immer wieder rückfällig. P.blieb in ihrer gewohnten Umgebung, sprich bei ihm.Bei der letzten Therapie hat sie einen anderen Mann kennengelernt und ist nun zu ihm gezogen, 600 km weit weg.

    Ich denke, mein Schatz weiß schon, was er tut als Lehrer.Nur wenn man selber in der Mühle drin sitzt, ist einem das gar nicht so bweußt, ob es nun richtig oder falsch ist, was man tut. Als
    Aussenstehender sieht man das schon kritischer.

    Ich weiß,das er alles dafür tun würde, das wir eine Familie werden.Wieder die Frage:Schaffen wir das?

    Eines ist sicher, ich werde und kann diesen Mann nicht aufgeben, weil wir uns viel zu sehr lieben.Und ich habe noch nie so viel Liebe von einem Mann gespürt und empfangen, wie von ihm.

    Oh Manno, warum ist alles so kompliziert? Wie schon gesagt, was ist richtig, was ist falsch? Vielleicht hast Du recht mit einem Familiengespräch. Werde am Wochenende mal mit ihm reden, wenn er kommt.
    Geändert von Inaktiver User (25.08.2009 um 20:56 Uhr) Grund: Datenschutz

  2. Inaktiver User

    AW: Verhätscheln?!

    Zitat Zitat von Claudi65 Beitrag anzeigen
    Hallo kebmo,

    meinst Du wirklich?

    Warst Du auch mal in so einer Situation?

    Genau das ist das hin und hergerissene in mir. Ich liebe meinen Schatz über alles und ich kann mir nichts schöner vorstellen, als mit ihm zu leben, aber.......

    Ich weiß, er würde versuchen, immer hinter mir zu stehen und er würde alles gute für mich wollen. Wird er das immer schaffen?

    Wenn ich zu ihm ziehe, dann bin ich 500 km weit weg von daheim. Ich ziehe in seine Wohnung, in der er und sein Kind schon immer leben. Für Veränderungen darin sind alle beide offen, da bin ich mir sicher. Aber bin ich dann die, "die gefälligst sich uns anpassen soll, schließlich ist sie ja zu uns gezogen "...........

    Keine Ahnung.........
    ich beobachte das bei einer freundin. sie ist mit ihrem sohn zu ihrem freund mit tochter gezogen. die tochter wickelt den vater ständig um den finger. sie will 5,00, er sagt nein, sie jammert, schimpft, schmollt ca. 5 minuten und hat die 5,00. der sohn meiner freundin steht dann im regen, weil sie bei ihm konsequent ist.

    es steht und fällt mit dem vater. wenn er nicht manns genug ist der tochter die einschränkungen als seine zu verkaufen, wirst du immer die buh-frau sein. er ist schwach, wenn er so agiert. wahrscheinlich kann er bei ihr auch nicht nein sagen und lässt ihr viel durchgehen, weil sie ist ja das arme gehandicappte kind mit der alkoholiker-mutter. das bringt das kind aber nicht weiter. auch kinder mit schwerem schicksal brauchen grenzen und regeln. und sie ist wahrscheinlich nur so lange der kleine engel, so lange du dort nicht wohnst.

    es wird auch nicht funktionieren sich aus der erziehung zu halten. weil du mit ihnen zusammenlebst. dann wirst du zwangsläufig involviert. erziehung findet ja tatäglich in kleinen dingen statt. ihr müsstet also immer mit einer zunge sprechen. d.h. du musst dann hinter seinen erziehungsmethoden stehen. und das tust du ja jetzt schon nicht. sagst du was, ist es sein kind und du nicht die mutter. gerade bei einem solch schwachen vater, gibt das nur spannungen.

    ich würde da nicht einziehen. eine wohnung in der nähe wäre ein kompromiss. das kann ganz viel an spannungen nehmen. die beiden sind gewohnt alleine zu sein. wenn sie älter und einsichtiger ist, könnt ihr vielleicht zusammenziehen. aber vorher? manchmal sind beziehungen mit getrennten wohnungen besser.
    Geändert von Inaktiver User (13.08.2009 um 11:40 Uhr) Grund: doofe tippfehler

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    AW: Verhätscheln?!

    hallo claudi,

    dein freund ist lehrer, und daher wird er wohl wissen, was er tut? den zahn darf ich dir ziehen, denn ich bin auch lehrerin und gleichzeitig seit 2003 "stiefmutter" eines mittlerweile 16einhalbjährigen sohnes. das eine hat mit dem anderen nichts zu tun - übrigens bin ich auch selbst ein "lehrerkind" und weiss also, wovon in spreche.

    das es das kind bisher nicht leicht hatte, gebe ich gerne zu. nur denke ich, mit dem verhalten des vaters, so wie du es schilderst, ist ihm nicht wirklich geholfen, das hast du klar erkannt. dass dies "außenstehenden" oft besser gelingt, steht für mich außer frage.

    siehst du eine chance, dass ihr zu dritt wirklich nochmal von vorne anfangt? mit klaren regeln und vor allem - gemeinsamer neuer wohnung?

    auch wenn es dir auf den ersten blick aufwändig, finanziell unnötig usw. erscheint: es ist ein riiiiiiiesen unterschied, ob du zu den beiden ziehst oder ihr gemeinsam irgendwohin - auch wenn es am wohnort von vater und tochter ist.

    und bitte unterschätze die konstellation vater - tochter 13 jahre - neue frau nicht. da kommt zur verständlichen eifersucht noch ein gerüttelt maß pubertät hinzu, vor allem, wenn ich von dir lese, dass die beiden schon lange zusammen leben.

    versteh mich nicht falsch, ich will dir keine angst machen, aber ihr solltet wissen, was auf euch zukommt. und dein schatz wird sich an seinen taten und nicht an seinen worten messen lassen müssen.

    lg annika

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    AW: Verhätscheln?!

    Eine kleine Wohnung ganz in der Nähe halte ich auch für die beste Lösung. Da fällt es leichter, sich aus der Erziehung rauszuhalten.
    Jemand, der in einer bestehende Familie dazukommt, muss sich entweder anpassen (ev. mehr als ihm lieb ist), oder er ist ganz schnell der Böse.
    Ich finde auch, man hat einfach nicht das Recht, als "Familienneuling" einzufordern, dass sich die anderen plötzlich nach den eigenen Regeln verhalten und etwas ändern, was bis jetzt niemanden gestört hat.
    Denn offensichtlich klappt ja das Zusammenleben von Vater und Tochter.
    Nenn mir einen einzigen Grund, warum 2 Menschen sich ändern sollen, nur weil ein anderer dazukommt und das so möchte!
    Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
    Ist es wichtig?
    Ist es wahr?
    Und ist es besser, als die Stille?


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    AW: Verhätscheln?!

    hallo marilyn,

    so ganz stimmt das ja wohl nicht, ich hatte aufgrund claudis schilderungen schon den eindruck, dass der vater handlungsbedarf sieht, aber etwas hilflos ist.

    außerdem ist es nie verkehrt, die eigene wahrnehmung mit einer fremden wahrnehmung auszutauschen, oft steckt mal selbst viel zu tief in etwas drin und hat den tunnelblick.

    ich bin selbst auch zu einer - sehr gut funktionierende - vater/sohn beziehung dazu gestossen. und trotzdem hat sich dann etwas verändert, weil mir beispielsweise eine gemeinsame mahlzeit am tag wichtig war. umgekehrt war sohni (damals 10) auch sehr froh, aus dem vaterfokus auch mal rauszukommen und unterstützung zu haben, wenn er nach 3 stunden keine lust mehr hatte, bei 40 grad durch rom zulaufen

    lg annika

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    AW: Verhätscheln?!

    Naja - solange sich Dinge zum Wohlgefallen der Kinder ändern ist deren Welt sicher in Ordnzng.
    Aber wenn die Kids dann eben mehr helfen müssen, mehr Regeln einhalten müssen u. s. w. machen sie dann schon verständlicherweise das neue Familienmitglied dafür verantwortlich. Und das gibt dann eben meist Ärger.
    Ich würde meinen, am friedlichsten lebt es sich in diesem Fall wirklich, wenn man räumlich getrennt wohnt und die Erziehung dem Elternteil überlässt.
    Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
    Ist es wichtig?
    Ist es wahr?
    Und ist es besser, als die Stille?


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    AW: Verhätscheln?!

    Ich frage mal ganz unverblümt:
    Hast Du selbst eine Affinität zu Kindern?
    Möchtest Du eigene?

    Magst Du das Mädchen?

    Wenn Du eine 'normale' Partnerschaft mit ihm führen möchtest und zu ihm ziehen willst, dann ziehst Du auch zu dem Kind.

    Es wäre wünschenswert, wenn es aus Deiner Sicht nicht das dritte Rad am Wagen wär.

    Bist Du nur offen für Deinen 'Schatz' oder bist Du auch offen für das Mädchen?

    Du klingst so emotional, wenn Du die Erziehungssituation beschreibst.

    Warum?

    Worauf springst Du an?

    Es ist eine Sache inhaltlich Kritik zu üben, Dich scheint es emotional zu erfassen.
    Oder irre ich mich?

    Liebe Grüße,

    Matratze
    Now, bring me that horizon.

    Mein Avatar zeigt Euch Smashie. - Sie wurde nur 3 Jahre alt.

    Sie kam als Streuner mit einem Trichter um die Beine, den sie sich dann selbständig ausgezogen hat.
    NYC's ACC platzierte sie auf der berüchtigten **Kill List**
    Kein Foster - keine Rettung.
    Smashie starb am 17.09.2016.
    Ihre grünen Funkelaugen gibt's nicht mehr.
    Sie war eine sehr liebe, menschenliebende zarte Fee.

    Es ist ein Privileg die tägliche **Kill List** zu bekommen.

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    AW: Verhätscheln?!

    Hallo Matraze,

    klar mag ich das Kind und ich denke mal, sie mag mich auch. Wir kommen auch ganz gut klar. Aber....

    sie ist sehr verschlossen, sie redet also nicht über Gefühle, auch nicht mit ihrem Papa. Vielleicht würde sich das ändern, wenn ich bei ihnen leben würde. Weiß nicht.

    Ich wäre offen für das Mädchen, ich möchte ihr einfach eine gute Freundin sein. Keine Ahnung, ob sie das möchte oder zulasen würde.

    Ich selber habe keine Kinder und möchte auch keine, da Jahrgang 65.

    Ich bin emotional, weil ich mir sehr viele Gedanken mache über meine/unsere Zukunft. Wie schon geschrieben, wir führen eine FB, ganz anders als der Alltag, der mich erwarten würde. Wenn mein Schatz kein Kind hätte, wäre ich wahrscheinlich schon bei ihm ohne jemals Zweifel an irgendetwas gehabt zu haben, denn das mit uns beiden funktioniert. Meine Zweifel liegen wirklich bei P. Ich habe wirklich Angst, das das ganze dann schief geht, denn letztendlich ist P. sein Kind und er wird sich natürlich immer für sein Kind entscheiden. Ist ja normal.

  9. gesperrt

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    AW: Verhätscheln?!

    Zitat Zitat von Claudi65 Beitrag anzeigen
    Hallo Wildblume,

    seine Situation: Er ist Lehrer, seine Ex auch. Sie haben sich also an einer Schule kennengelernt. Sie war noch verheiratet, hat sich für ihn scheiden lassen. Sie hatte damals schon ein Alkoholproblem, nur er hat es nicht gleich gemerkt, nicht wahr haben wollen, verdrängt....

    Sie hat P. bekommen, konnte aber nicht mehr arbeiten, geschweige denn sich um ihr Kind kümmern.Er rannte um die Kante, sie lag im Bett und hat ihren Rausch ausgeschlafen. Er ging zum arbeiten, hat den Haushalt gemacht und sich um P.gekümmert. Er geriet dabei natürlich immer mehr in eine Co-Abhängigkeit,klar. Vor 5 Jahren nahm sie sich eine eigene Wohnung im nächsten Ort. Dort konnte sie wenigstens ungestört trinken. Sie hat zig Therapien hinter sich, wurde aber immer wieder rückfällig. P.blieb in ihrer gewohnten Umgebung, sprich bei ihm.Bei der letzten Therapie hat sie einen anderen Mann kennengelernt und ist nun zu ihm gezogen, 600 km weit weg.

    Ich denke, mein Schatz weiß schon, was er tut als Lehrer.Nur wenn man selber in der Mühle drin sitzt, ist einem das gar nicht so bweußt, ob es nun richtig oder falsch ist, was man tut. Als
    Aussenstehender sieht man das schon kritischer.

    Ich weiß,das er alles dafür tun würde, das wir eine Familie werden.Wieder die Frage:Schaffen wir das?

    Eines ist sicher, ich werde und kann diesen Mann nicht aufgeben, weil wir uns viel zu sehr lieben.Und ich habe noch nie so viel Liebe von einem Mann gespürt und empfangen, wie von ihm.

    Oh Manno, warum ist alles so kompliziert? Wie schon gesagt, was ist richtig, was ist falsch? Vielleicht hast Du recht mit einem Familiengespräch. Werde am Wochenende mal mit ihm reden, wenn er kommt.

    Ach, auch Lehrer sind nur Menschen und sind davon nicht gefeit, in der Erziehung keine Fehler zu machen. Und wie sagt ein Sprichwort? Die Kinder von Lehrern und Pfarrer sind die schlimmsten....

    Ich bitte dich wirklich, wie auch schon andere Frauen hier ihre Bedenken anmelden, gehe in dich und macht alle eine Familientherapie und nicht nur ein Familiengespräch. Wer weiß, was da noch dabei raus kommt. Er hätte schon längst eine Therapie für sich machen müssen und hätte viel früher die Notbremse ziehen müssen. Und wenn die Frau sich nicht eine eigene Wohnung genommen hätte, würden sie vielleicht heute noch zusammen wohnen.

    Komisch, solche Frauen haben meistens immer einen netten Mann, der sich auch noch kümmert. Ich bin wirklich zu stark für die Männerwelt.

    Lass dir bitte Zeit, dir läuft nichts weg. Ich habe ein Kind in dem Alter, wo keine Problematik vorliegt, bis auf die pupärtierenden Anfälle meiner Tochter . Inzwischen ist mir aber klar, dass ich mir keinen Mann mehr ins Haus holen würde, bzw. mit keinem Mann zusammenziehen würde, solange mein Kind noch bei mir wohnt. Wäre für uns alle viel zu anstrengend. Und dazu bin ich noch ein Verfechter von gemeinsamer Liebe aber mit getrennten Wohnungen.

    P. hat eine sehr kranke Mutter und hat sie seid ihrer Geburt gehabt und dazu noch die Behinderung. Das Mädel ist vielleicht auch noch traumatisiert und wahrscheinlich noch nie in Therapie gewesen. Ich verstehe eh nicht, warum der Vater nicht schon längst sich proffesionelle Hilfe bzw. Beratung geholt hat. Du weißt ja auch nicht, inwiefern die Mutter schon während der Schwangerschaft getrunken hat und inwiefern daher die Körperbehinderung der Tochter zustande kam und was der Alkohol auch neurologisch bei dem Kind angerichtet hat. Und die Folgen davon können spät kommen bzw. sich er im Erwachsenenalter zeigen.

    Um es kurz zu machen: Überlege es dir!!!! Der Alltag würde eure Liebe kaputt machen, so viel Mühe sich der Vater auch geben würde, ohne sofortige proffesionelle Hilfe wird er alleine irgendwann große SChwierigkeiten mit dem Kind bekommen. Willst du der Engel sein, der alle rettet?

    Meine Frage an dich ist, warum du dir eine Fernbeziehung suchst und warum bei dir nicht schon viel früher die Warnglocken angingen? Mir persönlich wäre so eine Beziehung mit dem Hintergrund zu anstrengend, weil ich sehr schnell ahnen würde, dass über kurz oder lang meine Bedürfnisse zu kurz kämen. Es würde keine Ausgeglichenheit herrschen, weil du zwei Personen gegenüberstehst, die eine Problematik für sich haben.

    Vielleicht wäre es auch hilfreich, wenn du dir in deiner Stadt proffesionelle Hilfe bzw. Gespräche suchst um für dich heraus zu finden, warum du dich in einen so schwierige Beziehung hinein begibst. Brauchst du sowas?

    Bei aller Liebe, ich kann mir sehr gut vorstellen, wie sehr du diesen Mann liebst. Mir ging es auch mal so. Heute weiß ich, dass es meine Sehnsucht nach Liebe war, aber das diese Liebe letztendlich nicht für den grauen Alltag gereicht hätte. Heute bin ich froh, dass ich die Beziehung beendet habe, auch wenn es mir fast das Herz zerriss. Aber mein Verstand war stärker, zum Glück.

    Halte uns bitte auf dem Laufenden.

    Viel Kraft für dich.

    Wildblume
    Geändert von Inaktiver User (25.08.2009 um 20:56 Uhr) Grund: Datenschutz

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    AW: Verhätscheln?!

    Äh ...

    Ehrlich gesagt verstehe ich nicht, was jetzt so furchtbar an der Erziehung des Mädchens ist.

    Ich zähl mal die Punkte auf, die du benannt hast.

    1. Das Mädchen hilft nur auf Anfrage im Haushalt.
    Hat ihr Vater ihr Aufgaben definiert? Oder ist es eher so, das Hilfe eben angefordert wird, wenn nötig. Ich sehe das nicht als Erziehungsfehler, sondern als unterschiedliche Lebensweise. Könnt ihr sicher besprechen. Vielleicht ist es der Tochter sogar lieber, für manche Aufgaben allein verantwortlich zu sein.

    2. Der Vater trägt ihr das Essen an den Tisch. Hat sich vermutlich auf Grund ihrer Behinderung eingeschlichen. Auch hier ist nicht unbedingt gesagt, das sie diese Behandlung einfordert. Ich denke, das es relativ unproblematisch ist, andere Rituale zu erfinden. So etwa, jeder hat einen Tag, an dem er/sie den Tisch deckt. Vorwürfe in der Art: "Dein Vater muss dir sogar noch das Essen an den Tisch bringen" sind dagegen eher kontraproduktiv

    3. Das Mädchen findet trotz Jugendprogramm keinen Anschluß. Kommt vor. Nicht jeder kann immer sofort überall Freunde finden.

    4. Stattdessen klammert sie sich an ihren Vater.
    OK. Allerdings in der geschilderten Situation (kein Vorwurf! Ihr wirklich versucht, eine Lösung zu finden. Es halt nicht geklappt) ist dies nachzuvollziehen.

    Also im Großen und Ganzen finde ich das Verhalten der Tochter durchaus im erträglichen Normbereich und in der Erziehung des Vaters, so wie hier beschrieben, nicht unbedingt größere Fehler. Sicher sollte mal das eine oder andere überdacht werden. Aber das sollte es bei jeder Erziehung.


    Ich kann keine Anzeichen dafür entdecken, das sich aus der Situation ein Problemfall entwickelt. Das einzige, was mir etwas Kopfzerbrechen macht, ist die übermäßige Sorge der TE. Aber das gibt sich hoffentlich auch, sobald die Beteiligten sich aneinander gewöhnt haben.

    PS: Ich hab gerade nochmal gesehen, das der Vater zu seiner Tochter sinngemäß gesagt hat: "Also wenn Claudi zu uns zieht, wird hier einiges anders" Das halte ich so für problematisch. Da wird gleich ein Konflikt zwischen der TE und der Tochter hergestellt. Statt sich erstmal zusammenzusetzen (durchaus auch mit der Tochter, sie ist ja schon 13) um zu besprechen, was geändert werden soll. Und zwar nicht nach dem Motto: "Das und das hat aber ab heute anders zu laufen". Sondern in dem Sinne, welche Bedürfnisse hat wer, und wie kann man diese unter einen Hut bekommen.
    Geändert von JustMyOpinion (16.08.2009 um 15:26 Uhr)

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